|
September 2011
01.09.2011 TuS erzielt nach 322 Minuten das erste Tor
Koblenz holt beim VfL Bochum II ein 3:3
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Bochum. Nach insgesamt 322 Minuten hat die TuS Koblenz gestern Abend in der Fußball-Regionalliga West das erste Tor erzielt. Und weil neben Jan Hawel dann auch noch Michael Stahl und Tokio Nakai den Ball im anvisierten Ziel unterbrachten, stand im Spiel beim VfL Bochum II ein 3:3 (0:2) unter dem Strich. Am Ende war es ein Punktgewinn für die Moral, denn nach zwölf Minuten und beim Stand von 0:2 aus Sicht der Schängel hätte wohl kaum jemand noch einen Pfifferling auf die Gäste gegeben.
Gerade mal 379 Zuschauer hatten sich im doch recht weiten Oval des Wattenscheider Lohrheidestadions verloren – irgendwie wirkte das gespenstisch. Unterirdisch war zudem die Koblenzer Startsequenz: Schon nach knapp 160 Sekunden waren die taktischen Vorgaben der Gäste über den Haufen geworfen. Ein simpler Pass in die Schnittstelle der Viererkette genügte, schon musste Thomas Gentner seinen Gegenspieler Kevin Freiberger ziehen lassen, der TuS-Schlussmann Kadir Yalcin mit platziertem Flachschuss zum 1:0 keine Abwehrchance ließ. Es kam noch dicker: Nach zwölf Minuten spazierte Abdessamad Fachat halblinks in den Koblenzer Strafraum und stolperte dann über den herauseilenden Yalcin. Aber der mitgelaufene Freiberger schob stattdessen den Ball ins verwaiste Koblenzer Gehäuse. Wer dachte, dass die Partie damit im Prinzip schon gelaufen sei, sah sich speziell im zweiten Spielabschnitt getäuscht.
Als VfL-Keeper Markus Scholz bei einem langen Ball in die Mitte nicht entschlossen genug aus seinem Kasten herauskam, spitzelte Hawel das Spielgerät an ihm vorbei zum Anschlusstreffer über die Linie (52.). Die rund 100 hinter dem Tor postierten TuS-Anhänger nahmen's mit ausgelassenem Jubel zur Kenntnis. „Hier regiert die TuS“, hatten sie schon vorher skandiert, doch erst jetzt sollten sie damit recht haben. Elf Minuten danach verstärkte Trainer Michael Dämgen die Offensive, David Sasse kam nach knapp einmonatiger Verletzungspause als zusätzlicher Angreifer ins Spiel. Und das machte sich nur weitere 120 Sekunden später schon bezahlt. Michael Stahl schaltete im Bochumer Strafraum am schnellsten und drosch den Ball aus der Nahdistanz ins VfL-Tor. Schon im ersten Abschnitt hatte „Stahli“ aus der Entfernung getroffen (18.), doch Schiedsrichter Henrik Bramlage aus Vechta hatte dem Treffer die Anerkennung verweigert.
In den letzten Minuten gaben sich beide Mannschaften nicht mit dem Remis zufrieden, die Ereignisse überschlugen sich. Erst traf Tokio Nakai (88.) für Koblenz, dann Oliver Zech (90.+3) für den VfL Bochum II. Kurz zuvor hatte VfL-Spieler Cebio Soukou noch wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen.
Koblenz: Yalcin – Ok (63. Sasse), Mund, Barletta, Gentner – Göderz, Stahl – Kim (45. Nakai), Gros, Arslan – Hawel (85. Bauer).
02.09.11 Koblenzer im Wechselbad der Gefühle
Nach dem 3:3 in Bochum spielt die TuS am Samstag gegen den Wuppertaler SV – Kohki Kazama verpflichtet
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Was das gerne zitierte Wechselbad der Gefühle wirklich ist, durfte die TuS Koblenz am Mittwochabend im Regionalliga-Spiel beim VfL Bochum II hautnah erleben: Beim 3:3 (0:2) lag die Elf von Trainer Michael Dämgen mit zwei Toren Differenz zunächst klar im Hintertreffen. Dann drehten die Koblenzer Kicker die Partie mit drei Toren binnen 36 Minuten, um in der Nachspielzeit schließlich noch den finalen Ausgleich hinnehmen zu müssen.
Ausreichend Zeit, sich den Kopf über diesen denkwürdigen Schlagabtausch zu zerbrechen, bleibt den Protagonisten der Partie aber nicht: Schon am Samstag steht die nächste Bewährungsprobe auf dem Programm, wenn mit dem Wuppertaler SV ein renommierter und zugleich ambitionierter Gegner um 18 Uhr seine Visitenkarte im Stadion Oberwerth abgibt.
Dämgen ließ die Partie im Wattenscheider Lohrheidestadion unmittelbar nach Spielende enttäuscht Revue passieren: „Wenn du drei Tore schießt, sollte das normal reichen, um ein Spiel zu gewinnen.“ Kurze Pause, dann fügte er hinzu: „Wir waren wohl zu gierig.“ Was er damit genau meinte, lässt sich an einer einzigen Szene festmachen, als der eingewechselte Tobias Bauer vorm Bochumer Tor in aussichtsreicher Position zu eigensinnig handelte. Dämgen wetterte: „Da muss er den Nebenmann sehen und quer spielen, nicht lupfen. So etwas geht einfach nicht, dafür habe ich kein Verständnis.“ Bei allem Ärger überwog aber auch die positive Art und Weise, wie sich eine fast mausetote TuS im zweiten Spielabschnitt zurück ins Leben grätschte, schoss und köpfte.
VfL-Coach Iraklis Metaxas gab mürrisch zu Protokoll: „Wir hätten schon längst mit 3:0 oder 4:0 führen müssen. Diese Fehler wiederholen sich ständig. Wenn wir vorne liegen, sind wir dann zu ängstlich – oder zu locker? Ich weiß es nicht genau.“ Ratlos blickte der Bochumer Trainer auf die Phase zurück, als sein Team den scheinbar sicheren Vorsprung fahrlässig aus der Hand gab: Beim 1:2-Anschlusstreffer durch Jan Hawel unterschätzte die VfL-Defensive nebst Keeper Markus Scholz den langen Ball durch die Mitte (52.), beim Ausgleich durch Michael Stahl (65.) war überhaupt niemand in der Nähe des Torschützen, als der den Ball aus nicht einmal zwei Metern Entfernung unter die Latte des gegnerischen Gehäuses zimmerte. Sehenswert dann der Führungstreffer der TuS, als Tokio Nakai – erst kurz vor der Halbzeitpause für Jung-Hun Kim gekommen – eine Hereingabe von Juras Gros per Flugkopfball veredelte (88.). Ärgerlich und eigentlich überflüssig, dass ein Freistoß von VfL-Kapitän Oliver Zech (90.+3) aus schräger 20-Meter-Position dann hinter Keeper Kadir Yalcin im Netz einschlug. Zu diesem Zeitpunkt war der Gegner nur noch zu zehnt auf dem Platz, Cebio Soukou sah unmittelbar vor dem 3:3 wegen eines Ellenbogenschlags gegen Eike Mund die Rote Karte.
Mit Blick auf die drei TuS-Treffer sagte Dämgen schmunzelnd: „Da habe ich wohl in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden.“ Es wäre sicher wünschenswert, wenn diese Worte schon von Beginn an auf Gehör stoßen würden. Denn speziell in der Anfangsphase wirkten die Koblenzer mal wieder reichlich desorientiert. Das soll gegen Wuppertal möglichst anders laufen.
Derweil ist die TuS auf dem Transfermarkt noch einmal tätig geworden. Das offizielle Wechselfenster hat zwar am Mittwoch um Punkt 18 Uhr geschlossen, aber an diese Frist ist Koblenz nicht gebunden, wenn es um die Verpflichtung vertragsloser Spieler geht. Und um einen solchen handelt es sich bei dem 20-jährigen Japaner Kohki Kazama, einem offensiven Mittelfeldspieler aus Hiroshima. Mit Defensivspezialist Mineiro ist sich die TuS grundsätzlich auch einig, es fehlt allein die Zustimmung seines Arbeitgebers „Sportler ruft Sportler“, die heute eingeholt werden soll.
Einen weiteren Torhüter wollen die Koblenzer Verantwortlichen übrigens vorerst nicht verpflichten. „Unser Vertrauen gehört Kadir Yalcin und Kevin Birk. Sollte bis zum 31. Januar noch etwas Gravierendes passieren, können wir ja noch nachlegen“, sagt Geschäftsführer Thomas Theisen. Dafür ist die TuS aber nach wie vor an einem weiteren Angreifer interessiert: Zurzeit werden der 23-jährige Lukas Völker (zuvor Budissa Bautzen) und Alexander Petreski (zuvor Spfr Lotte) auf ihre Tauglichkeit getestet.
Der nächste Gegner: Wuppertaler SV
Koblenz. Auf einen Spieler ist Verlass in diesen Tagen beim Wuppertaler SV: Mit zwei Toren am Dienstag beim 4:0 gegen die SV Elversberg war Christoph Knappmann maßgeblich am ersten Saisonsieg des ambitionierten WSV beteiligt. Damit verdoppelte der 1,95-Meter-Hüne seine bisherige Quote und verbesserte sich in der Torjägerliste der Regionalliga West auf den vierten Platz.
Knappmann? Klingt der Name nicht vertraut in Koblenzer Ohren? Genau: Der Fußball-Wandervogel machte auch schon Station bei der TuS. In der Saison 2004/05 spielte er für die Schängel in der Regionalliga Süd. Danach kamen bis heute gleich sechs weitere Vereine inklusive Wuppertal auf seiner Reise durch die Republik hinzu. Ein Teamkollege von Knappmann trat auch schon für die Schängel gegen den Ball: Dennis Brinkmann (32) war im Vorjahr der Kapitän der Drittliga-Elf und kehrt nun an seine alte Wirkungsstätte zurück.
Allerdings wird er nicht spielen, denn seit dem 29. Juli (3:0 im Testspiel gegen Münster) plagt ihn eine Knieverletzung. Eine Prognose für die Partie wagt er auch ohne seine Zuarbeit: „Wir werden gewinnen, um unseren Ansprüchen gerecht zu werden.“ Und der Anspruch lautet: Aufstieg in die Dritte Liga.
Das soll dem Vorjahresachten trotz holprigen Starts mit Neu-Trainer Karsten Hutwelker gelingen, der den aktuellen Koblenzer Coach Michael Dämgen im Amt beerbte. Hutwelker wurde unlängst 40 Jahre alt, ist gebürtiger Wuppertaler und spielte als Profi unter anderem bei Fortuna Düsseldorf, SG Wattenscheid 09, VfL Bochum, 1. FC Köln, 1. FC Saarbrücken und FC Augsburg. Im Vorjahr trainierte er zunächst die U19 des Bonner SC, später die Wattenscheider A-Jugend. Zugleich war er als Spieler bei Rot-Weiß Frankfurt in der Oberliga Hessen im Einsatz. bhm
TuS Koblenz II muss in Emmelshausen ran
Die TuS II tritt beim angeschlagenen FC Karbach in Emmelshausen an
FC Karbach - TuS Koblenz II (heute, 19.45 Uhr): „Ausgerechnet jetzt, wo Karbach mit 0:5 verloren hat, müssen wir nach Emmelshausen. Das erschwert unsere Aufgabe zusätzlich“, bemerkt Markus Breitbach, Trainer der TuS-Reserve. Sein Team hat noch keinen Punkt in vier Spielen ergattert und will dies schleunigst ändern. Ob dies ausgerechnet beim FCK gelingt, darf bezweifelt werden. „Es ist jedoch nicht so, dass wir in den Spielen hoffnungslos unterlegen waren. Teilweise kamen die Niederlagen auch sehr unglücklich zustande. Wo unsere Probleme liegen, wissen wir. Ein Knipser würde meiner Mannschaft helfen“, weiß Breitbach, der sich wünscht, dass seine Schützlinge mal in Führung gehen: „Dann würden wir uns sicher leichter tun“, glaubt der Trainer. Er erhält dabei wieder Unterstützung aus dem Regionalliga-Kader von Michael Dämgen. „Wir müssen vor allem in der Abwehr kompakt stehen, dürfen uns keine Fehler erlauben, die sofort bestraft werden, wie man im Spiel gegen Morbach gesehen hat. Wenn wir mit einem Zähler die Heimreise antreten sollten, wäre ich sehr zufrieden“, sagt Breitbach.
Quelle Rhein-Zeitung 02.09.2011 http://rhein-zeitung.de
04.09.2011 Gros nutzt einen kapitalen Torwartfehler
Drei Spiele in acht Tagen, drei Punkte, keine Niederlage - aber auch kein Sieg. Für TuS Koblenz verliefen die jüngsten Vergleiche in der Fußball-Regionalliga West mit Rot-Weiss Essen, dem VfL Bochum II und dem Wuppertaler SV absolut ausgeglichen.
Tendenziell ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass die TuS durchaus in der Klasse angekommen ist, wenn auch nur im unteren Tabellendrittel. Zum Abschluss der "englischen" Woche sicherten sich die Schängel ein achtbares 1:1 (1:0) gegen den selbst ernannten Aufstiegsaspiranten aus Wuppertal.
Mit diesem Resultat kann Koblenz ganz gut leben, nicht aber der Gegner - das zumindest war dem Kommentar von Trainer Karsten Hutwelker zu entnehmen: "Es reicht nicht, nur 45 Minuten Leidenschaft an den Tag zu legen. Und heute haben wir es noch nicht mal hinbekommen, zehn Minuten Fußball zu spielen. Eine desolate Vorstellung, da werden wir drüber sprechen. Mehr als ein Unentschieden haben wir uns hier nicht verdient." Sein Gegenüber Michael Dämgen bilanzierte: "Ich bin natürlich sehr, sehr zufrieden. Die erste Hälfte ging an uns, in der zweiten hat Wuppertal mehr investiert. Unterm Strich ein Riesenkompliment an die Mannschaft, wir haben nicht unverdient 1:1 gespielt." Im Gegensatz zu den bisherigen vier Begegnungen kam Koblenz diesmal wesentlich besser ins Spiel - und auch zum Führungstreffer: Nach einer Flanke ließ WSV-Schlussmann Sascha Samulewicz den Ball durch die Hände direkt vor die Füße des freistehenden Jura Gros gleiten, der auch nicht lange fackelte und mit dem ersten Heimspieltor der TuS in dieser Saison dem Gastgeber ordentlichen Rückenwind bescherte. Auch Wuppertal hatte zuvor schon ins Schwarze getroffen, doch Bundesliga-Schiedsrichter Christian Dingert hatte Christian Knappmann zuvor im Abseits gesehen (25.).
Völlig freistehend verpasste Knappmann sechs Minuten nach Wiederanpfiff per Kopf den Ausgleich. Hier war der Koblenzer Keeper Kadir Yalcin noch zur Stelle, nicht aber rund 120 Sekunden später: Nach einer Kopfball-Vorlage des eingewechselten Jerome Assauer schüttelte Knappmann seinen Bewacher Eike Mund im Laufduell ab, steuerte alleine auf Yalcin zu und ließ diesem keine Abwehrchance. Dämgen: "Wir hatten darauf gehofft, die Führung länger zu halten und auf Konter spekuliert, um vielleicht das 2:0 zu erzielen. Wuppertal hat in der zweiten Halbzeit gewisse Kräfte freigemacht, wir sind dagegen ein wenig müde geworden." Etwa eine halbe Stunde lang wirkte die TuS in der Tat lethargisch und war fast nur noch in der Rückwärtsbewegung aktiv. Der WSV sorgte sporadisch für Gefahr im Koblenzer Strafraum. Die beste Gelegenheit versiebte Ken Asaeda, als er den Ball an den Außenpfosten des TuS-Tores setzte (79.).
Quelle Rhein-Zeitung 04.09.2011 http://rhein-zeitung.de
05.09.2011 Gros nutzt einen kapitalen Torwartfehler
TuS Koblenz sichert sich mit dem 1:1 gegen den Wuppertaler SV das dritte Unentschieden in acht Tagen
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Drei Spiele in acht Tagen, drei Punkte, keine Niederlage – aber auch kein Sieg. Für TuS Koblenz verliefen die jüngsten Vergleiche in der Fußball-Regionalliga West mit Rot-Weiss Essen, dem VfL Bochum II und dem Wuppertaler SV absolut ausgeglichen. Tendenziell ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass die TuS durchaus in der Klasse angekommen ist, wenn auch nur im unteren Tabellendrittel. Zum Abschluss der „englischen“ Woche sicherten sich die Schängel ein achtbares 1:1 (1:0) gegen den selbst ernannten Aufstiegsaspiranten aus Wuppertal.
Mit diesem Resultat kann Koblenz ganz gut leben, nicht aber der Gegner – das zumindest war dem Kommentar von Trainer Karsten Hutwelker zu entnehmen: „Es reicht nicht, nur 45 Minuten Leidenschaft an den Tag zu legen. Und heute haben wir es noch nicht mal hinbekommen, zehn Minuten Fußball zu spielen. Eine desolate Vorstellung, da werden wir drüber sprechen. Mehr als ein Unentschieden haben wir uns hier nicht verdient.“ Sein Gegenüber Michael Dämgen bilanzierte: „Ich bin natürlich sehr, sehr zufrieden. Die erste Hälfte ging an uns, in der zweiten hat Wuppertal mehr investiert. Unterm Strich ein Riesenkompliment an die Mannschaft, wir haben nicht unverdient 1:1 gespielt.“ Im Gegensatz zu den bisherigen vier Begegnungen kam Koblenz diesmal wesentlich besser ins Spiel – und auch zum Führungstreffer: Nach einer Flanke ließ WSV-Schlussmann Sascha Samulewicz den Ball durch die Hände direkt vor die Füße des freistehenden Jura Gros gleiten, der auch nicht lange fackelte und mit dem ersten Heimspieltor der TuS in dieser Saison dem Gastgeber ordentlichen Rückenwind bescherte. Auch Wuppertal hatte zuvor schon ins Schwarze getroffen, doch Bundesliga-Schiedsrichter Christian Dingert hatte Christian Knappmann zuvor im Abseits gesehen (25.).
Völlig freistehend verpasste Knappmann sechs Minuten nach Wiederanpfiff per Kopf den Ausgleich. Hier war der Koblenzer Keeper Kadir Yalcin noch zur Stelle, nicht aber rund 120 Sekunden später: Nach einer Kopfball-Vorlage des eingewechselten Jerome Assauer schüttelte Knappmann seinen Bewacher Eike Mund im Laufduell ab, steuerte alleine auf Yalcin zu und ließ diesem keine Abwehrchance. Dämgen: „Wir hatten darauf gehofft, die Führung länger zu halten und auf Konter spekuliert, um vielleicht das 2:0 zu erzielen. Wuppertal hat in der zweiten Halbzeit gewisse Kräfte freigemacht, wir sind dagegen ein wenig müde geworden.“ Etwa eine halbe Stunde lang wirkte die TuS in der Tat lethargisch und war fast nur noch in der Rückwärtsbewegung aktiv. Der WSV sorgte sporadisch für Gefahr im Koblenzer Strafraum. Die beste Gelegenheit versiebte Ken Asaeda, als er den Ball an den Außenpfosten des TuS-Tores setzte (79.).
In den letzten Minuten erlahmten aber auch die Wuppertaler Kräfte, sodass sich der Gastgeber wieder nach vorn orientieren konnte. Mehr als ein knapp verzogener Distanzschuss von Johannes Göderz sprang bei den Bemühungen aber nicht mehr heraus (86.). Als Belohnung nach den Strapazen der vergangenen Tage genießen die Koblenzer Kicker nun ein bisschen Freizeit, erst am Dienstagnachmittag versammelt Dämgen seine Schützlinge wieder um sich. Vier Tage danach geht's in die Pfalz, wo sich die TuS ab 14 Uhr im Fritz-Walter-Stadion mit dem 1. FC Kaiserslautern II messen muss.
Am Dienstag absolviert die TuS ein Testspiel beim Bezirksligisten SG Miehlen/Nastätten. Die Begegnung wird um 19.30 Uhr auf dem Rasenplatz im Miehlener Ehrlich angepfiffen.
Mund genießt Dämgens Vertrauen
Der Abwehrspieler ist fester Bestandteil der Hintermannschaft
Koblenz. Die Abwehr ist das Prunkstück der TuS Koblenz. So jedenfalls dürfen die Worte gedeutet werden, die Trainer Michael Dämgen mit Blick auf die Bilanz vorm Bochum-Spiel benutzte: „In welchem Ranking liegen wir auf Platz eins? Wir haben gemeinsam mit Rot-Weiss Essen die wenigsten Gegentore kassiert.“ Mittlerweile liest sich die Statistik nach vier weiteren Einschlägen in dieser Hinsicht nicht mehr ganz so gut, die Defensive bleibt aber nach wie vor ein beliebtes und viel diskutiertes Thema. Festes Mitglied dieses Mannschaftsteils ist Eike Mund als Innenverteidiger. In allen fünf Regionalliga-Spielen stand er von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz, er genießt also unumstritten Dämgens Vertrauen.
„Klar, am Anfang war eine gewisse Skepsis vorhanden, ob ich auf diesem Niveau konstant gut spielen kann. Das hat Druck ausgeübt, aber ich habe mich durchgesetzt“, sagt Mund. An der fußballerischen Darbietung des 23-Jährigen aus Andernach scheiden sich ein wenig die Geister. „Zu langsam, zu unbeweglich“, lauten die Kritikpunkte. Da Mund vom Spielstil her seinem Partner Angelo Barletta ähnelt, werden immer mal Stimmen laut, die als Ergänzung zum 34-jährigen Kapitän eher einen schnellen, groß gewachsenen und somit kopfballstarken Mann fordern. Geschäftsführer Thomas Theisen war lange auf der Suche nach einem derartigen Spieler und fand lediglich Patrick Nonnenmann (zuvor Hertha BSC II). Doch über ein paar Einsätze in der zweiten Mannschaft ist er (noch) nicht hinausgekommen bhm Koblenz II bleibt sieglos
TuS-Reserve unterliegt Karbach
Von unserem Mitarbeiter Carsten Zillmann
Emmelshausen. Die zweite Mannschaft der TuS Koblenz wartet weiter auf den ersten Sieg in der Fußball-Rheinlandliga. Gegen den FC Blau-Weiß Karbach setzte es eine 1:4 (0:2)-Pleite.
Die Karbacher Fußballer besannen sich im Emmelshausener Stadion vor allem auf die Defensive. „Wir haben versucht, die Ordnung zu halten und nichts zuzulassen. Vorne kriegen wir immer Chancen“, sagte FCK-Trainer Torsten Schmidt. Die Einschätzung bekam Schmidt schon nach fünf Minuten von seinem Mittelfeldspieler Andy Felgner bestätigt. Nach einem unbeholfenen Foul des Koblenzer Außenverteidigers José Matuwila am schnellen Benjamin Reiner trat Felgner zum Freistoß an. Er zirkelte das Leder mit seinen roten Schuhen aus 20 Metern geschickt um die Mauer und platzierte es im Tornetz.
Es sollte genau 19 Minuten und ein weiteres Matuwila-Foul dauern, bis der FCK den zweiten wichtigen Standard zugesprochen bekam. Matuwila legte diesmal Sven Jakobs an der Außenlinie. Jakobs war es auch, der die Freistoßflanke letztlich zum 2:0 im Tor unterbrachte. Bei der TuS lief offensiv wenig – obwohl die Gastgeber ihnen viel Platz ließen und erst spät attackierten. Lediglich ein schneller Angriff über die linke Seite der Koblenzer Reserve sorgte für Gefahr. FCK-Torwart Florian Bauer verhinderte mit seiner Parade gegen Albert Buhler Schlimmeres. Der Koblenzer Anschlusstreffer zum 1:2 fiel in der 56. Minute. Oscar Feilberg rannte Denis Ramovic übermotiviert in die Hacken und schenkte den Koblenzern so einen Freistoß. Tobias Bauer schoss den Ball flach ins Toreck.
Sofort wirkte die Karbacher Mannschaft unsicherer. Die TuS erspielte sich zwar keine nennenswerten Chancen, der FCK geriet aber unter Druck. Doch ausgerechnet Ramovic leistete sich Minuten später einen folgenschweren Aussetzer. Der Stürmer sprang Karbachs Andreas Oberreiter mit Anlauf ins Kreuz und schlug ihm dabei den Ellenbogen in den Nacken. Schiedsrichter Dirk Huster zückte Rot, und die Blauen schickten sich an, die Partie zu entscheiden. Binnen zwei Minuten war der Sieg klar: Jakobs markierte nach einer Flanke von Tim Puttkammer das 3:1 (84.), ehe Reiner den Schlusspunkt setzte. Der eingewechselte Tobias Schinnen düpierte dann Namensvetter Dahm auf der rechten Seite und legte den Ball in den Rückraum auf Reiner. Das Tor zum 4:1 war dann reine Formsache (85.).
„Vielleicht ist der Knoten geplatzt und er trifft auch in den nächsten Spielen“, sagte Schmidt. Diese wird TuS-Verteidiger Sebastian Hahn von der Tribüne beobachten. Er sah in der Nachspielzeit die zweite Rote Karte.
Quelle Rhein-Zeitung 05.09.2011 http://rhein-zeitung.de
06.09.2011 Mayens B-Junioren 0:0 gegen die TuS Koblenz
Mayen-Alzheim. Im Derby der Fußball-Regionalliga Südwest haben die B-Junioren des TuS Mayen (rote Trikots) auf dem Kunstrasenplatz im Stadtteil Alzheim gegen die TuS Koblenz 0:0 gespielt. Im ersten Abschnitt zeigte die Koblenzer Mannschaft von Trainer Vincenzo Di Maio gute Ansätze und hatte die Gastgeber weitgehend im Griff. Allerdings vergaben die Koblenzer wie in der Vorwoche gegen Homburg ihre wenigen Torchancen. Die beste Möglichkeit im gesamten Spiel bot sich Marvin Weber Mitte der ersten Halbzeit. Im Anschluss an eine Standardsituation klärte die Mayener Abwehr zunächst, ehe sich Weber nach einer weiteren Flanke die große Chance aus drei Metern bot. Der Mittelfeldspieler brachte jedoch nicht genug Druck hinter den Ball und scheiterte am Mayener Torhüter. „Den muss er einfach machen“, sagte Di Maio. In der zweiten Halbzeit kamen die Gastgeber mit ihrer robusten Spielweise besser ins Spiel und kauften den Koblenzern zunehmend den Schneid ab. Mehr als eine Großchance in der 70. Minute sprang dabei allerdings nicht heraus. Die Schängel zeigten sich im Passspiel zu unsicher und mussten zudem noch den verletzungsbedingten Ausfall von Florian Schlich verkraften. „Leider war es kein gutes Spiel, und wir haben viele Fehler gemacht. Mit dem Punkt müssen wir leben“, resümierte Di Maio. Koblenz: Mroß, Schlich (67. Nahler), Weber, Reuter (64. Simbargov), Strunk, Gaida, Akwapay (48. Bonga), Fritsch, Öztürk, Collu, Yilmaz (61. Engel). tok
Quelle Rhein-Zeitung 06.09.2011 http://rhein-zeitung.de
08.09.2011 Ein Zufall verhilft der TuS zum Transfercoup
Brasilianer Mineiro kommt auf kuriosem Weg
Von unserem Redakteur Sven Sabock
Koblenz. Über Hertha BSC, den FC Chelsea und Schalke 04 zu TuS Koblenz – in Zeiten, da der ehemalige Zweitligist in den Niederungen der Vierten Liga angekommen ist, ist das für einen Fußballer nicht eben ein Karrieresprung. Erst recht nicht, wenn er Mineiro heißt und leibhaftiger brasilianischer Nationalspieler war. Andersherum klingt es genauso grotesk, dass ein hoch verschuldeter Klub wie die TuS auch nur einen Gedanken daran verschwenden kann, einen einstigen Top-Fußballer von internationalem Format zu verpflichten. Aber weil die Welt bisweilen voller Zufälle ist, hat der ehemalige Akteur der Seleçao auf dem Oberwerth tatsächlich einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben.
Doch der Reihe nach: Diese reichlich kuriose Geschichte begann im Sommer des Vorjahres, als der heutige TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen in Koblenz den Lehrgang zum internationalen Trainerschein mit organisierte – und Mineiro einer der Teilnehmer war. Nach vielen Profijahren hatte der heute 36-Jährige seine Karriere bei Schalke 04 beendet, zuvor in Berlin und London sein Geld verdient. In seinen 24 Länderspielen gewann er 2007 mit Brasilien die Copa America, 2006 zählte er bei der WM in Deutschland zum Kader der Südamerikaner.
Der erste Kontakt war geknüpft, zumal Mineiro im Verein „Sportler ruft Sportler“ in Altenkirchen in regem Austausch mit dem ehemaligen TuS-Trainer Colin Bell steht. „Wir haben ihn dann einfach mal angesprochen“, berichtet Theisen. Und Mineiro hatte wohl noch Lust auf Fußball. Nachdem die Organisation christlicher Sportler den Brasilianer zwischenzeitlich angestellt hat, wurde dessen Engagement in Koblenz aber erst möglich. „Er wird dort für uns freigestellt“, berichtet Theisen und stellt klar: „Mineiro belastet unseren Etat mit keinem Cent.“
Der klamme Regionalligist bekommt somit quasi zum Nulltarif einen edlen Fußballer, dem im Moment eigentlich nur eines fehlt: die Wettkampfhärte. „Er hat ja praktisch ein Jahr lang nicht gespielt“, weiß Theisen, „die Tempowechsel bereiten ihm noch ein paar Probleme.“ Aber: Im Testspiel gegen Bezirksligist Miehlen deutete er auf der Position im defensiven Mittelfeld schon mal an, dass er eine Verstärkung ist. Möglicherweise gehört er bereits im anstehenden Spiel beim 1. FC Kaiserslautern II am Samstag zum Aufgebot, spätestens in der Woche darauf gegen Leverkusen II könnte das Liga-Debüt steigen.
„Er ist kein Torjäger, sondern einer, der für die Mannschaft arbeitet und schnelle Pässe spielen kann“, umschreibt der TuS-Geschäftsführer das Aufgabenfeld des neuen Koblenzer Stars. Wobei alle Kollegen bereits festgestellt haben, dass Mineiro eigentlich gar kein Star sein, sondern einfach nur Fußball spielen will. Schließlich sind die Tore in Koblenz genauso groß wie in Berlin oder London.
Mineiro trifft bei seinem Einstand
David Sasse stellt per Doppelschlag Weichen auf Sieg – TuS Koblenz siegt vor 350 Zuschauern in Miehlen mit 4:0 (2:0)
Miehlen. Starkes Debüt von Mineiro, dem Neuzugang des Fußball-Regionalligisten TuS Koblenz. Beim Testspiel gegen den Bezirksligisten SG Miehlen/Nastätten lief der ehemalige brasilianische Nationalspieler als Kapitän auf, erzielte einen Treffer und spielte 90 Minuten durch. 4:0 (2:0) gewann die TuS vor knapp 350 Zuschauern auf dem Rasenplatz in Miehlen.
Die TuS dominierte natürlich von Beginn an. Tokio Nakai (8.) und David Sasse (10.) hatten die frühe Führung auf dem Fuß, scheiterten jeweils nur knapp. Nach einer Ecke in der 16. Spielminute kamen auch die Gastgeber zu ihrer ersten Torchance, die aber nicht zum Erfolg führte. Ein toller Distanzschuss von TuS-Neuzugang Kohki Kazama ging eine Minute später nur knapp am Tor vorbei (17.). TuS-Testspieler Alexander Petreski scheiterte ebenfalls nur knapp (20.). Ein Doppelschlag von TuS-Stürmer David Sasse (44., 45.) sorgte schließlich für die 2:0-Halbzeitführung. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es Chancen im Minutentakt. David Sasse (47.), Tokio Nakai (50.) und der eingewechselte Albert Buhler (52.) hatten die 3:0-Führung auf dem Fuß. In der 54. Minute dann der Auftritt von TuS-Neuzugang Mineiro: Über die rechte Außenbahn dribbelte der Brasilianer in den Strafraum und schlenzte das Leder ins lange Eck zum 3:0.
Ein Kopfball des Testspielers Lukas Völker konnte auf der Torlinie geklärt werden (60.). Eine Kombination über Buhler, Petreski und Nakai endete mit einem Torschuss (61.) knapp daneben. Vier Minuten später hätte sich fast auch noch der japanische Neuzugang Kazama in die Torschützenliste eingetragen. Aus 23 Metern setzte er einen Freistoß an den linken Innenpfosten (65.). Für den 4:0-Endstand sorgte schließlich der eingewechselte Jeset Akwapay mit einem Abstauber (85.).
Koblenz: Birk (46. Kramer) - Grober (46. Ok), Nonnenmann, Urwin, Lauer, Mineiro, Kazama, Nakai (62. Akwapay), Petreski, Sasse (52. Buhler), Völker.
Heute Abend findet eine Präsentation und Autogrammstunde mit den TuS-Neuzugängen Mineiro und Kohki Kazama sowie Trainer Michael Dämgen statt – um 18.30 Uhr im E-Center Kreuzberg in der Andernacher Straße in Koblenz. Zudem können können Jubiläumstrikots sowie Trikots von Mineiro erworben werden.
Quelle Rhein-Zeitung 08.09.2011 http://rhein-zeitung.de
09.09.2011 Führt Mineiro die TuS zum ersten Sieg?
Koblenzer kehren ins Fritz-Walter-Stadion nach Kaiserslautern zurück – Kaderplanung abgeschlossen
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Die TuS Koblenz kehrt ins Fritz-Walter-Stadion zurück. Beim vorerst letzten Auftritt auf dem Betzenberg in Kaiserslautern verlor der damalige Fußball-Zweitligist am 11. Dezember 2009 gegen den späteren Meister vor 35 800 Zuschauern mit 0:3. Diesmal werden sich wohl höchstens ein paar Hundert Schaulustige – zumeist wohl Koblenzer Anhänger – im voluminösen Lauterer Oval einfinden, um am Samstag ab 14 Uhr in der Regionalliga-Begegnung mit dem 1. FC Kaiserslautern II diesmal vielleicht ein besseres TuS-Resultat zu erleben. Und nach den jüngsten Ergebnissen ist diese Hoffnung nicht einmal unbegründet. Die relativ unerfahrene Koblenzer Mannschaft holte zuletzt gegen drei gestandene Regionalligisten immerhin drei Remis in Serie. Und geht nun personell gestärkt ins sechste Klassenduell. Denn für Rückenwind sorgt die spektakuläre Verpflichtung eines namhaften Brasilianers, die der Verein zu Beginn der Woche getätigt hat. Mineiro ist zwar erst seit vier Tagen bei der TuS unter Vertrag, aber schon in den Herzen der Koblenzer Fans angekommen. Denn nur so ist es wohl zu erklären, dass dem 36-Jährigen nach einer Umfrage unter Fans die Rückennummer 12 – üblicherweise symbolhaft für den Anhang des Vereins reserviert – zugedacht worden ist.
Beim 4:0-Testspielsieg gegen den Bezirksligisten SG Miehlen/ Nastätten trug sich Mineiro mit dem 3:0 sogar in die Torschützenliste ein. „Er hat mir verraten, dass er am liebsten einfach spielt“, sagt sein neuer Trainer Michael Dämgen. Wobei die Betonung auf dem Wörtchen „einfach“ liegt, denn vom komplizierten Ballgeschiebe oder dem showträchtigen Umgang mit dem Spielgerät hält Mineiro offenbar nicht viel – und das, obwohl er Brasilianer ist. Gar nicht in Koblenz angekommen sind indes die beiden Angreifer Lukas Völker (zuvor Budissa Bautzen) und Aleksander Petreski (zuvor Spfr Lotte). Beide wirkten zwar am Dienstag in Miehlen mit, konnten aber nicht wirklich überzeugen. „Nein, das ist kein Thema mehr. Wir schließen die Kaderplanung hiermit ab. Der Trainer hat auch erklärt, dass er in der Offensive keinen Handlungsbedarf mehr sieht“, erklärte TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen. Das mag ein Stück weit auch daran liegen, dass im vorderen Bereich des Mannschaftsgefüges zuletzt mehr Zug ins Koblenzer Spiel gekommen ist, seitdem David Sasse wieder mitmischt. Der Mann mit der Nummer sieben erzielte in Miehlen die beiden TuS-Treffer vor der Pause und deutete damit nachhaltig an, was von ihm vielleicht noch zu erwarten ist. „Der Junge braucht jetzt lediglich mehr Spielpraxis“, sagt Dämgen.
Mit Kohki Kazama hat der Koblenzer Coach mittlerweile eine weitere Option im offensiven Mittelfeld in der Hinterhand – sobald die Spielberechtigung für den 20-Jährigen vorliegt. „Die Freigabe vom japanischen Verband haben wir. Jetzt fehlt bloß noch die Arbeitserlaubnis“, erläutert Theisen den formaljuristischen Vorgang, um dessen zügigen Abschluss sich nun Teamkoordinator Peter Back kümmern wird. Allerdings rechnen die Verantwortlichen frühestens in der kommenden Woche im Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen II mit einem Einsatz des Japaners.
Für Mineiro hingegen sollte es trotz Trainingsdefizits schon für den morgigen Tag reichen. Dämgen hüllt sich aber noch halbwegs in Schweigen: „Es kann sein, dass er schon mitspielen wird.“ Schließlich will er den „kleinen“ Teufeln vom Betzenberg nicht schon via Tagespresse signalisieren, wer denn nun die Koblenzer zum ersten Sieg führen soll.
Der nächste Gegner: 1. FC Kaiserslautern II
Kaiserslautern. Seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2008 spielt der 1. FC Kaiserslautern II kontinuierlich in der Regionalliga West um Punkte – und das mit ordentlicher Bilanz. Platz zwei, acht und vier stehen für die FCK-Reserve seit diesem Zeitpunkt in chronologischer Abfolge zu Buche. In der laufenden Saison kommen die Lauterer allerdings nur schleppend in Gang, mit einem einzigen Sieg (2:1 am 12. August gegen Fortuna Düsseldorf II) aus sechs Spielen dümpelt das Team zurzeit auf Rang 13 des Tableaus herum. Die beiden besten Schützen sind Andrew Wooten und Denis Linsmayer mit je zwei Treffern. In der Vorbereitung auf die neue Spielzeit erzielte der FCK 53:0 Tore in fünf Spielen, von der damals gezeigten Form ist die junge Elf (Durchschnittsalter 19,8 Jahre) momentan aber meilenweit entfernt. Trainer der „kleinen“ Teufel vom Betzenberg seit dem 1. Januar 2007 ist Alois Schwartz. Zuvor zeichnete der 44-Jährige eine Saison lang als Coach bei Wormatia Worms verantwortlich. Als Milan Sasic am 4. Mai 2009 in Kaiserslautern als Trainer der ersten Mannschaft entlassen worden war, übernahm Schwartz bis zum Dienstantritt von Marco Kurz interimsweise die Leitung der Lauterer Bundesliga-Kicker. bhm
|
Aktuelle Spieler 1. FC Kaiserslautern II
|
|
Name
|
Sp
|
T
|
G
|
G/R
|
R
|
|
Amri, Chadli
|
1
|
|
|
|
|
|
Becker, Boris
|
2
|
|
1
|
|
|
|
Bugera, Alexander
|
3
|
|
|
|
|
|
Catic, Dzenan
|
|
|
|
|
|
|
Derstroff, Julian-Maurice
|
|
|
|
|
|
|
Freyer, Patrick
|
6
|
1
|
|
|
|
|
Grammel, Max
|
5
|
|
1
|
|
|
|
Hartmann, Thomas
|
2
|
|
|
|
|
|
Heintz, Dominique
|
|
|
|
|
|
|
Himmel, Benjamin
|
5
|
|
|
|
|
|
Keilmann, Chris
|
1
|
|
|
|
|
|
Knaller, Marco
|
5
|
|
|
|
|
|
Lindner, Sebastian
|
2
|
|
1
|
|
|
|
Linsmayer, Denis
|
5
|
2
|
|
|
|
|
Modica Malagnini, Giuliano
|
6
|
|
|
|
|
|
Neumann, Axel
|
|
|
|
|
|
|
Orban, Willi
|
2
|
|
|
|
|
|
Pfrengle, Nico
|
6
|
|
|
|
|
|
Rizzuto, Calogero
|
5
|
|
1
|
1
|
|
|
Saiti, Enis
|
3
|
1
|
|
|
|
|
Sigl, Kevin
|
|
|
|
|
|
|
Stulin, Alan
|
6
|
|
1
|
|
|
|
Vermouth, Gil
|
1
|
|
1
|
|
|
|
Weigl, Patrick
|
|
|
|
|
|
|
Wooten, Andrew
|
6
|
2
|
|
|
|
|
Zellner, Steven
|
5
|
|
|
|
|
|
Zuck, Hendrick
|
6
|
1
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Regionalliga West: Alle Spiele 1. FC Kaiserslautern II
|
|
Tag
|
Datum
|
Zeit
|
Heimmannschaft
|
Gastmannschaft
|
T
|
|
T
|
Zusch.
|
Bemerkung
|
|
1
|
06.08.2011
|
14:00
|
1. FC Kaiserslautern II
|
BV 09 Borussia Dortmund II
|
0
|
:
|
2
|
400
|
Schiedsrichter: Markus Pflaum (Hallstadt)
|
|
2
|
12.08.2011
|
19:00
|
Fortuna Düsseldorf II
|
1. FC Kaiserslautern II
|
1
|
:
|
2
|
248
|
Schiedsrichter: Sören Storks (Velen) Knaller hält in der 35. Spielminute einen Foulelfmeter von Michalsky.
|
|
3
|
20.08.2011
|
14:00
|
1. FC Kaiserslautern II
|
SC Fortuna Köln
|
1
|
:
|
1
|
330
|
Schiedsrichter: Marcel Gasteier (Weisel)
|
|
4
|
27.08.2011
|
14:00
|
1. FSV Mainz 05 II
|
1. FC Kaiserslautern II
|
3
|
:
|
1
|
400
|
Schiedsrichter: Patrick Kalbhenn (Düdelsheim)
|
|
5
|
30.08.2011
|
19:00
|
1. FC Kaiserslautern II
|
1. FC Köln II
|
2
|
:
|
2
|
250
|
Schiedsrichter: Michael Wander (Helmstadt)
|
|
6
|
03.09.2011
|
14:00
|
SV 07 Elversberg
|
1. FC Kaiserslautern II
|
1
|
:
|
1
|
290
|
Schiedsrichter: Simon Marx (Würzburg)
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Regionalliga West: Alle Spiele TuS Koblenz
|
|
Tag
|
Datum
|
Zeit
|
Heimmannschaft
|
Gastmannschaft
|
T
|
|
T
|
Zusch.
|
Bemerkung
|
|
2
|
12.08.2011
|
19:00
|
TuS Koblenz
|
SC Verl
|
0
|
:
|
1
|
3.115
|
Schiedsrichter: Martin Thomsen (Kleve)
|
|
3
|
20.08.2011
|
14:00
|
Borussia Mönchengladbach II
|
TuS Koblenz
|
2
|
:
|
0
|
535
|
Schiedsrichter: Robert Kampka (Mainz)
|
|
4
|
26.08.2011
|
19:00
|
TuS Koblenz
|
Rot-Weiss Essen
|
0
|
:
|
0
|
3.650
|
Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück)
|
|
5
|
31.08.2011
|
19:00
|
VfL Bochum II
|
TuS Koblenz
|
3
|
:
|
3
|
379
|
Schiedsrichter: Henrik Bramlage (Vechta)
|
|
6
|
03.09.2011
|
18:00
|
TuS Koblenz
|
Wuppertaler SV Borussia
|
1
|
:
|
1
|
3.003
|
Schiedsrichter: Christian Dingert (Thallichtenberg)
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
TuS Koblenz II - FSV Trier-Tarforst (So., 14.30 Uhr): „Jetzt helfen nur noch Siege“, redet TuS-Trainer Markus Breitbach Klartext. Nach fünf Spielen hat die Regionalliga-Reserve noch keinen einzigen Zähler auf ihrem Konto. Und auch das Torverhältnis von 4:15 lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass es in allen Mannschaftsteilen hapert. „Damit muss spätestens am Sonntag Schluss sein. Wir empfangen die Trierer, die auch alle Spiele verloren haben und schon den Trainer wechselten, aber auch das brachte keinen Erfolg. Wenn wir dieses Spiel nicht gewinnen, gegen wen wollen wir dann noch gewinnen“, fragt Breitbach.
Er strahlt trotz der misslichen Lage Zuversicht aus: „Die Mannschaft ist sicher nicht so schlecht wie es den Anschein hat. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, um Selbstvertrauen zu tanken für die nächsten schweren Spiele“, fordert der Koblenzer Trainer, der im Übrigen die Rückendeckung der Verantwortlichen genießt. „Das Vertrauen, dass ich von der Vereinsführung erhalte, tut gut. Aber jetzt müssen Punkte her, sonst wird es für uns immer schwieriger“, weiß Breitbach. Da das Regionalligateam bereits am Samstag spielt, kann der Trainer mit Unterstützung aus dem Kader von Michael Dämgen rechnen. Die nach der Roten Karte in Karbach gesperrten Edis Ramovic und Sebastian Hahn werden zwar fehlen, aber zahlenmäßig stehen Breitbach genügend Akteure zur Verfügung, um den ersten Erfolg einzufahren .wzi, dag
|
Aktuelle Spieler FSV Trier-Tarforst
|
|
Name
|
Sp
|
T
|
G
|
G/R
|
R
|
|
Bauer, Daniel
|
|
|
|
|
|
|
Castello, Stefan
|
5
|
2
|
|
|
|
|
Dahm, Christian
|
2
|
|
|
|
|
|
Fleck, Stefan
|
5
|
|
|
|
|
|
Gorges, Martin
|
5
|
|
|
|
|
|
Heitkötter, Bernhard
|
5
|
|
|
|
|
|
Hermes, Philipp
|
5
|
1
|
|
|
|
|
Jahn, Ramon
|
4
|
|
|
|
|
|
Kasel, Patrick
|
4
|
1
|
|
|
|
|
Krugmann, Simon
|
3
|
1
|
|
|
|
|
Lay, Dominik
|
5
|
|
|
|
|
|
Möller, Ulf
|
|
|
|
|
|
|
Oberhausen, Thorsten
|
4
|
|
|
|
|
|
Schmitz, David
|
5
|
|
|
|
|
|
Schmölter, Oliver
|
1
|
|
|
|
|
|
Schwind, Markus
|
5
|
|
|
|
|
|
Spruck, Tobias
|
5
|
|
|
|
|
|
Weirich, Florian
|
5
|
|
|
|
|
|
Wick, Michael
|
2
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Rheinlandliga: Alle Spiele FSV Trier-Tarforst
|
|
Tag
|
Datum
|
Zeit
|
Heimmannschaft
|
Gastmannschaft
|
T
|
|
T
|
Zusch.
|
Bemerkung
|
|
1
|
14.08.2011
|
14:30
|
SV Morbach
|
FSV Trier-Tarforst
|
4
|
:
|
0
|
250
|
Schiedsrichter: Mario Schmidt (Daun)
|
|
2
|
17.08.2011
|
20:00
|
FSV Trier-Tarforst
|
FC Karbach
|
1
|
:
|
2
|
80
|
Schiedsrichter: Manuel Biesemann (Wadern)
|
|
3
|
20.08.2011
|
17:00
|
SG Mülheim-Kärlich
|
FSV Trier-Tarforst
|
4
|
:
|
1
|
107
|
Schiedsrichter: Dirk Huster (Kasdorf)
|
|
4
|
28.08.2011
|
15:00
|
SG Bad Breisig
|
FSV Trier-Tarforst
|
5
|
:
|
3
|
100
|
Schiedsrichter: Torsten Schlösser (Burbach)
|
|
5
|
04.09.2011
|
14:30
|
FSV Trier-Tarforst
|
Spvgg Burgbrohl
|
0
|
:
|
1
|
180
|
Schiedsrichter: Sales Romain (Luxemburg)
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Rheinlandliga: Alle Spiele TuS Koblenz II
|
|
Tag
|
Datum
|
Zeit
|
Heimmannschaft
|
Gastmannschaft
|
T
|
|
T
|
Zusch.
|
Bemerkung
|
|
1
|
12.08.2011
|
18:30
|
Sportfreunde Eisbachtal
|
TuS Koblenz II
|
7
|
:
|
3
|
500
|
Schiedsrichter: Amir Amirian (Burgschwalbach)
|
|
2
|
17.08.2011
|
19:30
|
TuS Koblenz II
|
SV Mehring
|
0
|
:
|
2
|
100
|
Schiedsrichter: Klaus Rupp (Freisen)
|
|
3
|
21.08.2011
|
14:30
|
VfB Linz
|
TuS Koblenz II
|
1
|
:
|
0
|
100
|
Schiedsrichter: Jan Schönfeld (Hamm)
|
|
4
|
28.08.2011
|
14:30
|
TuS Koblenz II
|
SV Morbach
|
0
|
:
|
1
|
120
|
Schiedsrichter: Markus Jüris (Sinzig)
|
|
5
|
02.09.2011
|
19:45
|
FC Karbach
|
TuS Koblenz II
|
4
|
:
|
1
|
291
|
Schiedsrichter: Dirk Huster (Kasdorf)
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Quelle Rhein-Zeitung 09.09.2011 http://rhein-zeitung.de
10.09.2011 Theisen will lieber am Freitag gegen Eintracht Trier spielen
TuS Koblenz ist nur bedingt mit den Terminen zufrieden
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Die Begegnungen der Spieltage zehn bis 16 der Fußball-Regionalliga West sind mittlerweile fest terminiert. Bleiben die Ansetzungen so bestehen, dann muss die TuS Koblenz in diesem Zeitraum zweimal freitags, viermal samstags und einmal sonntags antreten.
Mit einigen dieser Termine kann sich TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen kaum oder gar nicht anfreunden. So zum Beispiel mit dem Heimspiel gegen Eintracht Trier, das laut Plan am Samstag, 1. Oktober (14 Uhr), angepfiffen werden soll: „Wir würden lieber schon freitags spielen.“
Die dann folgende Auswärtspartie beim SC 2000 Wiedenbrück wurde wiederum kurzerhand auf Freitag, 14. Oktober, vorverlegt. „Wegen der langen Anfahrt ist das nicht so glücklich“, übt Theisen leise Kritik, um dann deutlicher hinzuzufügen: „Wir wurden nicht einmal gefragt, sondern auf dem Postweg vor vollendete Tatsachen gestellt.“
Mit Blick auf das sonntags anberaumte Spiel beim FC Schalke 04 II meint der Geschäftsführer: „Auch das ist nicht optimal.“ Er räumt aber ein, dass die Ansetzungen mitunter sicherheitsrelevanten Bedenken der Polizei geschuldet sind. „Und das hat nun mal oberste Priorität“, sagt Theisen ohne Umschweife.
Das Heimspiel gegen den SC Idar-Oberstein geht an einem Freitag (21. Oktober, 19 Uhr) über die Bühne. Das würde sich Theisen auch für die späteren Heimspiele gegen Borussia Dortmund II und Fortuna Köln wünschen: „Notfalls sind wir aber schon zufrieden, wenn diese Spiele samstags nach hinten auf 18 Uhr gelegt werden können. Wir werden noch einmal mit den beteiligten Vereinen sprechen.“
Quelle Rhein-Zeitung 10.09.2011 http://rhein-zeitung.de
12.09.2011 TuS verpasst knapp den ersten Saisonsieg
Koblenzer dominieren beim 0:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern II – Mineiro mischt 26 Minuten lang mit
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Kaiserslautern. Einen Punkt gewonnen? Oder zwei verloren? Aus Sicht der TuS Koblenz gab es nach dem Spiel der Fußball-Regionalliga West beim 1. FC Kaiserslautern II (0:0) eigentlich keine zwei Meinungen. „Das ist ärgerlich, hier musst du mehr mitnehmen“, machte Mittelfeldspieler Michael Stahl aus seiner Enttäuschung unmittelbar nach dem Abpfiff keinen Hehl. Und Geschäftsführer Thomas Theisen ergänzte: „Ganz ehrlich: Ich wollte hier gewinnen. Und das war möglich. Du kannst auch nicht immer nur mit einem Punkt zufrieden sein.“ Etwas sachlicher schilderte Trainer Michael Dämgen das Geschehen: „Den Punkt haben wir uns redlich verdient. Wir haben uns 75 Minuten lang wirklich gut bewegt und hätten eigentlich bis dahin schon den Sack zumachen müssen.“
Damit spielte er konkret auf die beiden Szenen an, als zunächst David Sasse aus fünf Metern Entfernung freistehend FCK-Keeper Marco Knaller anschoss (40.) und Jura Gros nach präziser Sasse-Hereingabe nur den Pfosten des Lauterer Gehäuses traf (63.).
Vom FCK war nur ganz wenig zu sehen – und zu hören schon gar nichts: Das Gros der 460 Zuschauer kam aus Koblenz und ließ während der 90 Minuten eher das Gefühl aufkommen, als handele es sich für die TuS um ein Heimspiel – wie schon zuvor auch in Mönchengladbach und Bochum. Nur einmal stockte dem Anhang der Gäste der Atem, als Enis Saiti nach einer Flanke von Boris Becker den Ball kläglich am Gästetor vorbeizimmerte (33.). Ansonsten bestimmte zumeist eine kombinationssichere TuS die Szenerie und kam vorwiegend über den fleißigen Jung-Hun Kim auf der linken Seite zu brauchbaren Vorstößen. Entsprechend ernüchtert beurteilte FCK-Trainer Alois Schwartz den Spielverlauf: „Wir waren zu langsam und haben dem Gegner zu viel Platz gelassen. In der einen oder anderen Situation hatten wir auch Glück. Aber immerhin: Wir sind zum ersten Mal ohne Gegentor geblieben.“
Und was war mit Mineiro? Carlos Luciano da Silva, so stand er auf dem offiziellen Spielberichtsbogen, kam erst in der zweiten Halbzeit für die TuS aufs Feld und spielte 26 Minuten – die entscheidenden Impulse konnte der brasilianische Ex-Nationalspieler dem Koblenzer Spiel aber (noch) nicht verleihen, da mangelte es ab und zu ein wenig an der nötigen Abstimmung. In den letzten Minuten geriet dann der eine Punkt sogar noch in Gefahr. Nach der Auswechslung von Rechtsverteidiger Kerim Arslan gegen Paul Lauer wackelte diese Abwehrseite der TuS doch bedenklich. Und als Johannes Göderz auf der Sechser-Position für Mike Urwin weichen musste, war's auch im Zentrum mit der Ordnung nicht mehr weit her, was aber generell auch am Kräfteverschleiß und der drückenden Temperatur lag. Göderz hatte sich zuvor über weite Strecken aufopferungsvoll um den rekonvaleszenten Lauterer Bundesliga-Angreifer Adam Nemec gekümmert, der sich kaum entfalten konnte und noch vor Göderz aus dem Spiel genommen wurde. Mit Glück, Geschick und einem umsichtigen Kadir Yalcin im Tor überstand Koblenz im Strafraumgetümmel zwei, drei bange Szenen, dann war der zweite Auswärtszähler unter Dach und Fach. Es war das erste Spiel, das die TuS in der Summe der Ereignisse beherrscht hatte. Und es soll auch nicht das letzte gewesen sein.
TuS spielt am 7. Oktober gegen Lauterns Bundesliga-Team
Der Vergleich mit dem 1. FC Kaiserslautern II ist gerade erst über die Fußball-Bühne gegangen, schon steht für die TuS Koblenz der nächste Kraftakt mit den Roten Teufeln vom Betzenberg auf dem Programm. Diesmal muss sich die Elf von Trainer Michael Dämgen allerdings mit dem Bundesliga-Team des FCK messen: Das Freundschaftsspiel wird von Lotto Rheinland-Pfalz und der Rhein-Zeitung anlässlich des 100-jährigen Vereinsbestehens der TuS präsentiert und findet am Freitag, 7. Oktober, um 17.30 Uhr im Stadion Oberwerth statt. In dieser Woche gilt ab Dienstag zunächst ein Vorkaufsrecht für Dauerkarteninhaber und für alle Mitglieder der TuS Koblenz. In der darauffolgenden Woche startet der freie Vorverkauf, Tickets sind dann an den bekannten Stellen zu erwerben. bhm
TuS-Reserve verliert Duell der Punktlosen
Koblenzer jubeln in 89. Minute über den Ausgleich, kassieren aber noch das 3:4
Von unserem Mitarbeiter Wilfried Zils
Koblenz. Den letzten Platz verlassen wollte Fußball-Rheinlandligist TuS Koblenz II durch einen Erfolg über den bis dato ebenfalls noch punktlosen Tabellennachbarn FSV Trier-Tarforst. Aber aus dem Vorhaben wurde nichts, die Mannschaft von Trainer Markus Breitbach unterlag mit 3:4.
Dabei begannen die Koblenzer so, wie es der Trainer erwartet hatte: Schwungvoll berannten die Gastgeber das Tor von Markus Schwind, und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann die Gastgeber die längst fällige Führung erzielen würden. In dieser Phase ließ vor allem Tokio Nakai die besten Gelegenheiten aus. Aber es kam dann völlig anders: In der 27. Minute gingen die Gäste durch einen Freistoßtreffer von Stefan Fleck, dessen Schuss noch abgefälscht wurde, mit 1:0 in Führung. Vorausgegangen war ein Foul von Pascal Tillmanns. Danach nahmen die Gäste mehr am Spiel teil und hatten in der 40. Minute durch Tobias Spruck gar die Chance zum 2:0.
Im zweiten Durchgang waren vier Minuten gespielt, als es wieder einen Freistoß für die Gäste gab. Diesmal nutzte Thorsten Oberhausen die Gelegenheit und ließ Jan Kramer keine Chance. Das 2:0 verunsicherte die Koblenzer, und der Versuch, die Partie zu wenden, wurde weniger von planvollem Aufbau begleitet, als von unkontrolliertem Anrennen.
Hoffnung schöpften die Hausherren in der 54. Minute, als Nakai nach feinem Zuspiel von Tobias Bauer den Anschlusstreffer erzielte. Jetzt wurde es eine richtig turbulente Begegnung, und nach einen Pfostentreffer der Gäste tauchte Bauer frei vor Schwind auf ohne diesen aber zu überwinden. Das alles geschah in der 73. Minute: Eine Minute später war es Patrik Kasel, der die 3:1-Führung der Gäste erzielte. Damit schien die Entscheidung zu Gunsten von Trier gefallen zu sein. Aber kämpferisch konnte die TuS-Reserve überzeugen. Durch einen sehenswerten Treffer von Johannes Grober (85.) zum 2:3 wurde es nochmals spannend. Eine Minute vor dem Spielende gelang der TuS tatsächlich der nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleich – durch das zweite Tor von Nakai.
Der Jubel im Koblenzer Lager über den vermeintlichen Punktgewinn war kaum verhallt, als es im Gehäuse von Jan Kramer zum vierten Mal einschlug. Erneut war es Kasel, der den Siegtreffer für die Gäste in der letzten Minute erzielte. Damit holten die Tarforster die ersten drei Punkte dieser Saison und schafften nach fünf Toren in den ersten fünf Spielen gleich vier Treffer in einer Partie. Im Vorjahr noch Tabellenzweiter, dümpelt die TuS derweil nach sechs Spielen ohne Punktgewinn am Tabellenende. Trainer Markus Breitbach sah man nach dem Schlusspfiff die Enttäuschung deutlich an. „Ich bin maßlos enttäuscht und möchte die Niederlage auch nicht auf das fehlende Glück im Abschluss reduzieren. Wir sind vom Potenzial doch ordentlich aufgestellt und kriegen es einfach nicht hin, unser Können auch zu dokumentieren“, sagte Breitbach, der aber klarmachte: „Es liegt nicht in meinem Naturell, aufzugeben. Ich werde kämpfen und will meinem Teil dazu beitragen, dass uns möglichst schnell die Wende gelingt. Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren und müssen weiter hart arbeiten.“
Koblenz: Kramer - Tillmanns, Dahm, Tan (82. Matuwila), Klappert, Akwapay (54. Hadzic), Wagner, Grober, Nakai, Bauer, Buhler.
Quelle Rhein-Zeitung 12.09.2011 http://rhein-zeitung.de
13.09.2011 Ältester TuS-Nachwuchs fährt ersten Saisonsieg ein
Koblenzer gewinnen in Bingen – B-Junioren verlieren 1:4
Koblenz. Die A-Juniorenfußballer der TuS Koblenz haben ihren ersten Saisonsieg in der Regionalliga Südwest eingefahren. In Bingen setzte sich die Mannschaft von Trainer Dirk Laux mit 2:0 durch. Derweil gab es für die Koblenzer B-Junioren in der Regionalliga keine Überraschung: Das Heimspiel gegen Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken verlor die TuS mit 1:4.
BFV Hassia Bingen - TuS Koblenz 0:2 (0:2)
Im vierten Saisonspiel hat der Vizemeister der Vorsaison mit dem Erfolg gegen den chancenlosen Tabellenletzten den erhofften und notwendigen Befreiungsschlag geschafft. Allerdings war der Auftritt der Elf von Dirk Laux nach den drei Niederlagen zu Saisonbeginn nicht vollends überzeugend. Besonders in der Offensive vergaben die Koblenzer gegen die unterlegenen Gastgeber leichtfertig viele Chancen. Allein Enrico Köppen hatte in der ersten Halbzeit gleich mehrfach den Führungstreffer auf dem Fuß, scheiterte aber am eigenen Unvermögen.
Erst nach einer guten halben Stunde erzielte der Koblenzer Ferhan Güngörmüs mit einem sehenswerten Lupfer das verdiente 1:0. In der 37. Minute erhöhte Köppen auf 2:0.
Im zweiten Abschnitt ließen die Koblenzer dann aber mehr und mehr die Aggressivität und das Spieltempo aus der ersten Halbzeit vermissen und vergaben weitere Torchancen. Die Bingener scheiterten mit ihrer besten Möglichkeit an der Latte. „Wir haben nach wie vor enorme Personalprobleme. Der Sieg war wichtig, und mit der ersten Halbzeit kann man bis auf die schlechte Chancenverwertung auch zufrieden sein“, sagte Laux.
Koblenz: Raich, Masala, Löhr, Sauerborn, Köppen (84. Schäfer), Arbursu, Güngörmüs, Schwörer, Rath, Altin (67. Wolf), Kaya (59. Rang).
TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken 1:4 (0:1)
Mit zu vielen individuellen Fehlern hat sich die junge Koblenzer Mannschaft gegen den souveränen Tabellenführer selbst um den Lohn für ein ordentliches Spiel gebracht. In der Anfangsphase kontrollierten die Gäste wie erwartet die Partie, ohne sich jedoch viele nennenswerte Torchancen zu erspielen. Erst nach 30 Minuten münzten die Saarbrücker ihre optische Überlegenheit nach einem schwerwiegenden Fehler im Koblenzer Spielaufbau zum 0:1 aus. Bis zur Pause konnten sich die Koblenzer glücklich schätzen, dass es bei dem knappen Rückstand blieb.
Im zweiten Durchgang spielte die Elf von Trainer Vincenzo Di Maio dann viel besser mit. Doch Tayfun Öztürk vergab die Ausgleichschance. Stattdessen erhöhte Saarbrücken mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 61. Minute auf 2:0. Beim Anschlusstreffer vom eingewechselten Niklas Hermann (63.) keimte noch einmal Hoffnung auf eine Überraschung auf, doch praktisch im Gegenzug entschieden die Gäste das Spiel mit ihrem dritten Treffer vorzeitig. Das 1:4 in der 76. Minute hatte nur noch statistischen Wert. „Das Ergebnis ist sicher um ein Tor zu hoch. Wir haben lange gut dagegengehalten, dürfen aber gegen solch einen Gegner nicht so viele individuelle Fehler machen“, sagte Di Maio. tok
Koblenz: Mroß, Gaida, Weber, Strunk, Laux (63. Engel), Lüdecke, Fritsch, Collu, Öztürk, Yilmaz, Simbargov (20. Hermann).
Quelle Rhein-Zeitung 13.09.2011 http://rhein-zeitung.de
16.09.2011 Dämgen hofft auf den Befreiungsschlag
Gegen Bayer 04 Leverkusen II peilt die TuS Koblenz den ersten Sieg an – Mineiro spielt von Beginn an
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Beginnen wir mit positiven Fakten: Die TuS Koblenz ist in der Fußball-Regionalliga West vor dem anstehenden Heimspiel am Samstag um 18 Uhr gegen Bayer Leverkusen II seit vier Spielen ungeschlagen und hat nach den Spfr Lotte und Borussia Mönchengladbach II die drittbeste Abwehr in der vierthöchsten Klasse der Republik. Aber nahezu jede Bilanz hat im Umkehrschluss auch ihre Haken: Denn die Koblenzer Kicker sind neben Schlusslicht Idar-Oberstein in der Klasse allein noch ohne Sieg und haben genau wie der Aufsteiger auch erst vier Treffer erzielt – absoluter Liga-Tiefstwert.
Wie bewertet der Trainer derlei Zahlenspielereien? „Positiv, wir haben viermal nicht verloren und sind auf einem guten Weg“, sagt Michael Dämgen nachvollziehbarerweise. Und fügt hinzu: „Wir haben die gute Hoffnung, dass uns jetzt der Befreiungsschlag gelingt.“ Und das heißt nichts anderes als: drei Punkte gegen Leverkusen. In den vergangenen beiden Spielen beim 1. FC Kaiserslautern II (0:0) und gegen den Wuppertaler SV (1:1) zeigte sich die TuS in den ersten 45 Minuten recht stabil – um dann gegen Ende wieder reichlich Probleme zu bekommen. Für Dämgen ist das keine Frage der Kondition oder der spielerischen Qualität, sondern allein dem labilen Nervenkostüm diverser Spieler zuzuschreiben.
Mehr Ruhe im Spiel erhofft sich der TuS-Coach nun durch den Einsatz des routinierten Mineiro. Was aber nicht bedeuten soll, dass der brasilianische Ex-Nationalspieler das Tempo im Koblenzer Spiel verschleppen soll – im Gegenteil. „Mit einfachen Mitteln schnell zum Erfolg kommen“, lautet Dämgens Credo in diesem Zusammenhang. Dass Mineiro gegen Leverkusen von Beginn an dabei sein wird, daran lässt der Trainer gar keinen Zweifel: „Ja, er wird spielen“, sagt er ohne Umschweife. In Kaiserslautern kam der 36-Jährige nach 64 Minuten für den zuvor recht starken Johannes Göderz ins Spiel. Ob der Mann mit der Nummer sechs auch jetzt für seinen prominenten Teamkollegen weichen muss, davon ist aber nicht unbedingt auszugehen. Wer das sein wird, wollte Dämgen nicht verraten. Somit wird Koblenz nicht zum dritten Mal in Folge mit der gleichen Mannschaft beginnen.
Für den seit dem Essen-Spiel verletzten Philipp Langen, der im vollwertigen Zustand sicher auch ein Mitglied der Stammformation ist, kommt ein Einsatz gegen die Bayer-Reserve noch zu früh. „Er wird erst am Montag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen“, macht Dämgen klar, dass frühestens beim dann folgenden Auswärtsspiel in Lotte (Freitag, 23. September) mit dem frischgebackenen Vater zu rechnen ist. Gerechnet wird im Koblenzer Lager auch schon fleißig, und zwar mit dem zweiten oder dritten Heimspieltreffer der Saison gegen bislang nicht ganz sattelfeste Leverkusener.
Der nächste Gegner: Bayer 04 Leverkusen II
Leverkusen. Die Spiele mit Beteiligung von Bayer 04 Leverkusen II haben in der Regionalliga West bisher den größten Unterhaltungswert – gemessen an der Zahl der gefallenen Treffer. Ein Wert von 14:13 sagt dabei schon ziemlich viel über die Verfassung der „kleinen“ Werkself aus: Die Abwehr um Torwart Fabrice Vollborn verrichtet in der Regel hinten Schwerstarbeit, der Angriff kommt vorne vorzüglich seiner Aufgabe nach. Die beiden treffsichersten Schützen unterm Bayer-Kreuz: Sven Kreyer und Abdelkader Maouel mit jeweils drei Erfolgserlebnissen. Trainer ist der 43-jährige Matthias Mink, der nach sechs Jahren den ehemaligen Nationalspieler Ulf Kirsten im Amt beerbte. „Unser Profi-Team spielt in der Champions League, da sind wir als Regionalliga-Mannschaft gefordert, uns mehr ins Mittelfeld oder nach oben zu schieben. Und wir haben den Anspruch, eine der besseren Zweitvertretungen in unserer Klasse zu sein“, betont Mink. In der abgelaufenen Saison klappte das nicht ganz so gut, die Leverkusener Reserve entging als 15. der Tabelle nur knapp dem Abstieg. Und in der laufenden Spielzeit ist der zehnte Rang mit ausgeglichener Bilanz sicher auch nicht das Maß der gewünschten Dinge. bhm
Holt Breitbach in Bad Breisig den ersten Punkt?
SG Mülheim-Kärlich und TuS Koblenz II sind schon heute Abend in der Pflicht – Coach Maur fordert einen Sieg seiner Rot-Weißen
Mülheim-Kärlich/Koblenz. Die SG Mülheim-Kärlich und TuS Koblenz II sind im Verlauf der siebten Spielrunde der Fußball-Rheinlandliga schon heute Abend in der Pflicht: Die SG 2000 möchte gegen Burgbrohl gerne nachlegen, die TuS-Reserve hingegen wäre in Bad Breisig schon mit dem ersten Punkt zufrieden. Rot-Weiß Koblenz will knapp zwei Tage später mit einem Heimsieg gegen den Mitaufsteiger aus Malberg und Rosenheim auf Tuchfühlung mit dem Spitzenreiter bleiben.
SG Mülheim-Kärlich - SpVgg Burgbrohl (heute, 19.30 Uhr): Die Wogen haben sich beim Gastgeber wieder geglättet. „Wir wollen unserem Mülheimer Urgestein Thorsten Knöll zur Hochzeit nun einen Sieg schenken. Vielleicht bringt er ja seine Frau mit, die dann den Brautstrauß werfen kann“, schmunzelt Mülheims Trainer Marco Wagner. Vor zwei Wochen war es noch der Junggesellenabschied von Knöll, der bei einigen Zuschauern der SG 2000 die Emotionen zum Überkochen brachte. Beim 0:1 gegen die SG Bad Breisig verzichtete Wagner auf Leistungsträger wie Steffen Pistono, Kai Euler oder auch Christian Wiersch, da sie erst am Spieltag samt Knöll aus Hamburg zurückgekommen waren. Zuschauer forderten dafür sogar Geldstrafen.
„Das ist ja Blödsinn, denn dieser Ausflug war sowohl vom Trainer als auch vom Vorstand genehmigt“, sagt Mülheims Sportlicher Leiter Wilfried Zils. „Wir sind ein reiner Amateurverein, einige sollten mal wieder über unsere Philosophie nachdenken.“ Und Zils legt noch nach: „Mir persönlich ist es lieber, eine Mannschaft zu haben, die solche Dinge zusammen unternimmt. Wir wollen hier keine Söldnermentalität, bei der sich die Spieler nur zum Training und zum Spiel treffen.“ Damit sei das Kapitel nun aber auch beendet. Sportlich wartet mit der SpVgg und deren Trainer Klaus Adams ein Schwergewicht der Rheinlandliga auf die SG 2000. „Eine sympathische Mannschaft“, sagt Zils. „Wir sehen es aber als unsere Verpflichtung an, nach dem Sieg in Malberg nun nachzulegen.“ Dabei kann Coach Wagner auch wieder auf die Dienste des Flügelflitzers Albert Wall bauen. Eren Yasli fällt hingegen wie auch Daniel Aretz weiterhin aus.
SG Bad Breisig - TuS Koblenz II (heute, 19.30 Uhr): „Es muss uns jetzt gelingen, auf den schon fahrenden Rheinlandliga-Express aufzuspringen“, so umschreibt der Koblenzer Trainer Markus Breitbach die Aufgabe, die ihm und der Mannschaft bevorsteht. Ob der Aufsprung schon heute Abend im Rheintalstadion gelingt, ist allerdings fraglich. Der Oberliga-Absteiger hat bisher eine ordentliche Saison gespielt und nur die jüngste Partie in Burgbrohl verloren. Auf dem Kunstrasenplatz an der B9 ist die Mannschaft von Deniz Bakir noch ungeschlagen, das soll nach Möglichkeit auch so bleiben.
Dies zu verhindern ist die Aufgabe der Koblenzer Regionalliga-Reserve. „Was wir dafür leisten müssen, ist uns bewusst, aber trotz sechs Niederlagen in Folge denke ich, dass wir auch in Bad Breisig nicht chancenlos sind. Wichtig wäre, dass wir mal in Führung gehen und nicht gleich einem Rückstand hinterherlaufen müssen“, sagt Breitbach, für den der Druck natürlich immer größer wird. „Wir müssen das dringend notwendige Erfolgserlebnis einfach erzwingen“, appelliert der Trainer der TuS II an seine Mannschaft. Koblenz muss noch einige Wochen ohne Sebastian Hahn und Edis Ramovic auskommen. Hahn erhielt nach der Roten Karte gegen Karbach eine Sperre von vier Spielen, Ramovic muss sogar sechs Begegnungen pausieren. Dafür stehen aber einige Spieler aus dem Regionalliga-Kader von TuS-Chefcoach Michael Dämgen im Aufgebot des Tabellenletzten.
TuS Rot-Weiß Koblenz - SG Malberg/Rosenheim (So., 14.30 Uhr): Hat beim 0:0 in Stadtkyll noch der spielende Co-Trainer Andreas Gruber den beruflich verhinderten Trainer Michael Maur vertreten, so fungiert Maur am Sonntag gegen Malberg wieder wie gewohnt an der Seitenlinie. „Wir haben die ersten sechs Spiele schadlos überstanden und wollen diese Serie, möglichst durch einen Sieg, fortsetzen“, so die Forderung von Maur, der mit der Leistung im Spiel gegen Stadtkyll nicht ganz einverstanden war: „Das habe ich der Mannschaft unter der Woche auch deutlich gemacht. Wir haben zwar erstmals zu Null gespielt, aber unsere Bemühungen, unbedingt das eine entscheidende Tor zu erzielen, haben nicht ausgereicht.“
Und der Trainer fährt fort: „Das hat viel mit Einstellung zu tun. Daher verlange ich am Sonntag eine Partie, in der jeder alles gibt, um unbedingt als Sieger den Platz zu verlassen. Wir werden die Mannschaft von Theo Brenner ernst nehmen, die durch Kampfkraft besticht und mit Torjäger Florian Bläcker einen Spieler in ihren Reihen hat, der immer torgefährlich ist“, warnt Maur seine Mannschaft. Dabei sollen seine Schützlinge nichts überstürzen, mit kühlem Kopf agieren und auch die nötige Geduld an den Tag legen .wzi, dag
Quelle Rhein-Zeitung 16.09.2011 http://rhein-zeitung.de
17.09.2011 TuS II verliert erneut 0:1
Mülheim-Kärlich/Breisig. Während Fußball-Rheinlandligist SG Mülheim-Kärlich gestern Abend gegen die SpVgg Burgbrohl ein 1:1 erkämpfte, blieb die TuS Koblenz II auch in ihrem siebten Saisonspiel ohne Punkt – die Regionalligareserve verlor bei der SG Bad Breisig mit 0:1.
Für die Koblenzer ging es gleich schlecht los: Bad Breisigs Faizal Akba machte schon in der zweiten Minute das 1:0 für den Gastgeber. Aus spitzem Winkel überwand der Bad Breisiger den Koblenzer Torhüter Kevin Birk. Die TuS ließ sich davon aber nicht entmutigen und machte mächtig Druck – scheiterte aber in der 22. und 28. Minute ganz knapp. Auch die Überzahl in der Endphase – Bad Breisigs Jan Rieder sah in der 74. Minute die Rote Karte – konnten die Koblenzer nicht nutzen. Mehr als ein Lattentreffer von Kohki Kazama sprang nicht heraus.
Auch die SG Mülheim-Kärlich konnte gestern Abend nicht gewinnen, aber wenigsten sorgte Christian Wiersch in der zweiten Hälfte für den Punktgewinn. Wiersch drosch in der 52. Minute den Ball bei einem Freistoß flach in den Burgbrohler Strafraum, und nach ein zwei weiteren Abfälschungen zappelte der Ball im Netz. Zuvor waren die Gäste kurz vor dem Halbzeitpfiff in Führung gegangen. Stefan Krämer tanzte auf der linken Seite die komplette Mülheimer Abwehr aus und passte von der Grundlinie zurück auf Sooud Yousuf, der zum 1:0 (44.) einschoss. Spannend wurde es noch einmal am Ende, als Mülheim zwei große Chancen hatte, aber das Tor nicht traf. dag, sle
Quelle Rhein-Zeitung 17.09.2011 http://rhein-zeitung.de
18.09.2011 Stahl entwickelt sich zum Koblenzer Top-Torjäger
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz - Der neue Top-Torjäger der TuS Koblenz trägt die Nummer 28 und ist eigentlich ein defensiver Mittelfeldspieler. Mit seinem zweiten Saisontreffer bescherte Michael Stahl seiner Mannschaft im Duell der Fußball-Regionalliga West ein 1:1 (0:0) gegen Bayer 04 Leverkusen II. Für die Schängel war's bereits das fünfte Remis in Serie.
Wie sich die Bilder doch gleichen: Ähnlich wie in der Vorwoche gaben die Koblenzer eigentlich über weite Strecken des Spiels den Ton an, mussten sich aber letztlich mit dem Punkt zufrieden geben, weil auch in der einen oder anderen Situation (noch) das nötige Quäntchen Glück beim Abschluss fehlte.
Gästetrainer Matthias Mink versuchte erst gar nicht, irgendwelche Unzulänglichkeiten seiner Schützlinge anzuprangern, sondern redete ohne Umschweife einfach den Gegner stark: „Wir haben ein sehr engagiertes Spiel der Koblenzer gesehen, die sich in den letzten Wochen klar verbessert haben. Wenn sie heute ein bisschen mehr Glück gehabt hätten, dann wären sie auch als Sieger vom Platz gegangen.“ So gesehen, war der Coach der Werkself „summasumarum“ mit dem Unentschieden zufrieden. Sein Gegenüber Michael Dämgen wusste jedoch nicht so recht, ob er sich nun freuen oder ärgern sollte: „Wir hätten lieber gewonnen, gar keine Frage. Der Rückstand nach der Pause war natürlich nicht geplant, wir haben aber sehr gut darauf reagiert. Danach war das Spiel sehr offen.“
Leverkusen trug zunächst überhaupt nichts zum Gelingen einer abwechslungsreichen Partie bei, sondern wartete mit stoischer Gelassenheit auf den einen, vielleicht entscheidenden Fehler, den sich Koblenz leisten würde. Und der kam auch prompt in der 47. Minute, wobei der Begriff „Fehler“ nicht unbedingt angebracht ist: Es war wohl mehr so, dass sich noch niemand so recht für den gerade eingewechselten Alfonso Marte zuständig fühlte. Und als der etwa 100 Sekunden nach dem Wiederanpfiff auf der rechten Bayer-Mittelfeldseite erstmals Bekanntschaft mit dem Ball machte, fackelte er nicht lange. Ein paar energische Schritte, ein trockener und sehr präziser Schuss aus halbrechter Position, schon musste der bis dato nahezu beschäftigungslose TuS-Keeper Kadir Yalcin das Spielgerät aus dem Netz angeln.
Wer nun die Koblenzer angesichts der notorischen Offensivnöte schon abschrieb, sah sich sechs Minuten später eines Besseren belehrt. Genau wie schon beim 1:1 im jüngsten Heimspiel gegen Wuppertal kam der Ausgleich aber nur mit gütiger Unterstützung des Gegners zustande. Gerrit Nauber verzettelte sich im eigenen Strafraum beim Versuch, den Ball zu kontrollieren, Michael Stahl nutzte die Situation und markierte im Nachsetzen seinen zweiten Saisontreffer. Das hätte sich „Stahli“ noch vor vier Wochen sicher auch nicht träumen lassen, dass der 24-Jährige nun als torgefährlichster Koblenzer Kicker die teaminterne Schützenliste anführen würde.
Gerne hätten er und seine Kollegen in den übrigen 37 Minuten noch einen zweiten oder sogar dritten Torerfolg hinzugefügt, doch die Bemühungen waren weitgehend bescheiden. Dämgen meinte fast entschuldigend: „Klar, jeder wartet auf den ersten Dreier. Der Aufwärtstrend ist aber da.“ Ob mit dem ersten Saisonsieg aber schon in Kürze zu rechnen ist, stellte der Koblenzer Trainer indirekt selbst in Frage: „Jetzt kommen Lotte und Trier – zwei Mannschaften, die ganz nach oben wollen.“
Quelle Rhein-Zeitung 18.09.2011 http://rhein-zeitung.de
19.09.2011 Hawel sitzt erstmals auf der Bank
TuS-Stürmer kommt gegen Leverkusen nicht über die Rolle des Reservisten hinaus
Koblenz. Sechs Regionalliga-Spiele hintereinander war Jan Hawel als einzige Sturmspitze der TuS Koblenz gesetzt, lediglich beim 3:3 in Bochum – dort gelang ihm auch sein einziges Saisontor – musste er fünf Minuten vor dem Abpfiff vom Feld. Beim aktuellen 1:1 gegen Bayer Leverkusen II fristete der 1,91 m große Angreifer aber ein Reservistendasein, erst in der 72. Minute durfte er ins Spiel eingreifen. Was zunächst vielleicht ein wenig paradox klingen mag: Hawel musste seinen Platz für Mineiro räumen, er wurde ein „Opfer“ der internen Rotation.
Michael Stahl, ansonsten eher im defensiven Bereich beheimatet, nahm nämlich den offensiven Platz in der vorderen Dreier-Mittelfeldreihe ein, dafür rückte David Sasse ins Sturmzentrum – und verbannte Hawel damit auf die Bank der Ergänzungsspieler. Eine Situation, die dem ehemaligen Andernacher aber durchaus geläufig ist: In der Vorsaison verzeichnete Hawel zwar 23 Drittliga-Einsätze, wurde dabei aber jedes Mal eingewechselt.
Doch in dieser Saison hat er sich sicher mehr versprochen. Ob sich der 23-Jährige nach für ihn vielversprechendem Beginn mit der geänderten Rolle abfinden muss? Sein Trainer Michael Dämgen will sich da noch nicht festlegen: „Die Umstellung hat gefruchtet, Michael hat ein Tor gemacht. Ob das aber auch in Zukunft so bleibt, muss man noch sehen.“ bhm
TuS II: Lattentreffer von Kazama ist zu wenig
Bad Breisiger Akbar trifft gegen Koblenz
Von unserem Redakteur Marcus Pauly
Bad Breisig. Die SG Bad Breisig hat in der Fußball-Rheinlandliga mit einem mühevollen und glücklichen 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen Schlusslicht TuS Koblenz II wieder mal einen Sieg gelandet. Womit aus Bad Breisiger Sicht auch schon alles Positive gesagt wäre.
Wiedergutmachung wollte Bad Breisig leisten nach zuletzt zwei Niederlagen. Dazu war mit dem noch punktlosen Tabellenletzten vermeintlich genau der richtige Gegner gekommen. Nur wollte der sich einfach nicht mit seiner Rolle als Punktlieferant abfinden. Selbst das frühe Bad Breisiger 1:0 durch Faizal Akbar (2.) konnte diesen Widerwillen nicht mindern. Akbar hatte Torwart Kevin Birk aus spitzem Winkel überwunden und damit den Platzherren einen Auftakt nach Maß beschert.
Aber die wussten mit dieser frühen Führung einfach nichts anzufangen. Ruhe brachte das Tor keine in die Aktionen der Bad Breisiger, die sich in der Folge reihenweise Fehler erlaubten und damit die Gäste auf den Plan riefen. Die nämlich fanden ihrerseits zu mehr Sicherheit und übernahmen immer mehr das Kommando. Verstärkt mit Spielern aus dem Kader der ersten Mannschaft, drängten sie auf den Ausgleich, den SG-Torwart Christoph Winterhagen zweimal in höchster Not vereitelte (22., 28.).
Und weil sich nach dem Wechsel an dem Spielverlauf nicht viel änderte, stand Winterhagen weiterhin im Blickpunkt. Erst recht, nachdem sich die Gastgeber noch selbst dezimiert hatten. Jan Rieder musste in der 74. Minute mit der Roten Karte vom Platz, nachdem er sich allzu ungebührlich gegenüber seinem Mitspieler David Rombach geäußert hatte. Mehr als ein Lattentreffer von Kohki Kazama sprang für Koblenz aber nicht mehr heraus (80.). „Das Spiel hätte auch remis enden können“, räumte SG-Trainer Deniz Bakir ein, betonte aber auch: „Wir haben läuferisch mehr investiert, darum war es nicht unverdient.“
Quelle Rhein-Zeitung 19.09.2011 http://rhein-zeitung.de
20.09.2011 TuS-Nachwuchs fühlt sich verschaukelt
Koblenzer kassieren spätes 2:2
Koblenz. Was ist bloß mit dem Fußballnachwuchs der TuS Koblenz los? Die A-Junioren, die in der vergangenen Saison bis zum Schluss um die Regionalliga-Meisterschaft kämpfte, kommt zurzeit überhaupt nicht in Tritt. Gegen Saarschleife, bis dato noch ohne Punkt, gab's zu Hause nur ein Unentschieden für die Koblenzer. Und auch für die B-Junioren läuft es in der Regionalliga auch nicht wirklich rund.
TuS Koblenz - JFG Saarschleife 2:2 (2:0) Gegen die bis dahin punktlose Mannschaft der JFG Saarschleife haben die Koblenzer A-Junioren ihren zweiten Saisonsieg leichtfertig vergeben. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit erzielten die Gäste den Ausgleich, nachdem die TuS das Spiel eigentlich schon sicher gewonnen hatte. „Es waren nur zwei Minuten Nachspielzeit angezeigt worden. Wir fühlen uns verschaukelt“, sagte TuS-Co-Trainer Mark Schraivogel.
Dabei müssen sich die Koblenzer aber auch an die eigene Nase fassen. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, die zwischenzeitlich wegen starken Regens für fünf Minuten unterbrochen werden musste, erzielte Enrico Köppen in der 28. Minute den ersten TuS-Treffer, der jedoch wegen vorangegangenen Foulspiels nicht anerkannt wurde. Acht Minuten später traf der Stürmer dann aber zum 1:0. In der 41. Minute erhöhte Maximilian Acquah auf Vorarbeit von Marvin Sauerborn auf 2:0.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste besser ins Spiel und scheiterten zunächst in der 51. Minute mit einem Distanzschuss an der Latte und in der 57. Minute mit einem Freistoß an TuS-Torwart Florian Raich. Die Koblenzer offenbarten allen voran im Passspiel und im Defensivverhalten eklatante Schwächen und kassierten nach 65 Minuten das 1:2. Danach verpassten sie durch schwach ausgespielte Konter den möglichen dritten Treffer, ehe sie in letzter Sekunde noch den Ausgleich hinnehmen mussten. „Die Mannschaft ist einfach nicht stabil genug. Nach dem 2:0 müssen wir nachlegen“, sagte Schraivogel und mahnte das Team mit Blick auf die Tabelle zu einer Leistungssteigerung. „Eines ist klar: in der derzeitigen Verfassung spielen wir gegen den Abstieg.“ Koblenz: Raich, Masala, Löhr, Sauerborn, Köppen, Arbursu (72. Kohns), Acquah (82. Wolf), Schwörer, Rath, Altin (62. Kaya/81. Vom Dorf), Güngörmüs.
Spfr Eisbachtal - TuS Koblenz 3:3 (1:1) „Teilweise war die Leistung katastrophal“, sagte der Koblenzer Trainer Vincenzo Di Maio und nahm dabei lediglich die Anfangs- und Schlussphase des Spiels aus.
Zu Beginn zeigten sich die Koblenzer B-Junioren stark und gingen schon nach zehn Minuten nach einem schönen Spielzug durch Tayfun Öztürk verdient in Führung. Doch mit dem Ausgleich der Gastgeber, der nur vier Minuten später nach einer Standardsituation fiel, verlor die TuS völlig den Faden. Nur mit Glück rettete Di Maios Elf das 1:1 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel geriet Koblenz aber durch einen Doppelschlag der Eisbachtaler mit 1:3 in Rückstand (51./54.). Als alle dachten, dass die Entscheidung gefallen sei, zeigte die TuS-Elf Kampfgeist. Marcel Fritsch (60.) und Fabiano Collu (64.) belohnten die Gäste mit ihren Toren doch noch mit einem Zähler. Maximilian Engel hatte sogar noch das 4:3 auf dem Fuß, als er alleine aufs Tor der Gastgeber zulief. Di Maio: „Der Punkt war gerechtfertigt. Wir müssen aber dringend unsere Fehlerquote verringern.“ tok Koblenz: Heinrich, Gaida, Reuter (57. Yilmaz), Hein, Strunk, Laux (57. Akwapay), Fritsch, Collu, Engel, Öztürk, Weber.
Quelle Rhein-Zeitung 20.09.2011 http://rhein-zeitung.de
21.09.2011 Kreuzbandriss: TuS-Verteidiger Philipp Langen muss unters Messer
Koblenz - Es war schon zu ahnen, dass das böse ausgegangen ist: Philipp Langen hat sich im Training bei einem Zweikampf das vordere Kreuzband am linken Knie gerissen. Bereits am kommenden Montag wird der 25-Jährige operiert. Erst im Sommer war der Linksverteidiger vom Zweitligisten Greuther Fürth zurück zur TuS gewechselt. TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen kommentierte das Missgeschick deutlich: „Ein schwerer Schlag für uns alle. Jetzt können wir Philipp nur eine schnelle Genesung wünschen.“ Langen klebt derzeit das Pech an den Schuhen: Ende August hatte er sich bereits beim 0:0 gegen Essen verletzungsbedingt auswechseln lassen müssen und war nach der Knieprellung gerade erst wieder eingestiegen.
Quelle Rhein-Zeitung 21.09.2011 http://rhein-zeitung.de
Sieben Spiele, kein Sieg — aber immer in der Überzahl
21. September 2011 von Bodo Heinemann
Das wäre doch was für alle Kicker der Republik, nicht nur für jene, die in höheren Ligen ihrer Profession nachgehen: Jede Woche ein Fußballspiel unter Wettkampfbedingungen mit berauschen der Heimspielatmosphäre. Keine Frage, das wissen selbst die Protagonisten bis hinab in die Kreisliga-Niederungen, dass vor eigenem Publikum und mit der nötigen Rückendeckung das Ballspielen noch leichter vom Fuß geht als üblich. Jede Woche? Das gibt es im üblichen Rhythmus des deutschen Fußballs aber nicht - oder? Gibt es doch. Zumindest im weitläufigen Sinn. Und zwar für die Spieler der TuS Koblenz in der neuen Spielzeit der Regionalliga West.
Dass bei einem Schnitt von bisher 2992 Zuschauern auf dem Oberwerth (= die zweitbeste Bilanz aller 19 Vereine) die meisten den Schängeln die Daumen drücken, versteht sich fast von selbst. Davon würde sich so manche Bundesliga-Zweitvertretung gerne eine dicke Scheibe abschneiden. Beim 1:1 gegen Leverkusen war der Gästeblock im Oberwerther Stadion komplett leer, vermutlich werden sich ein paar Versprengte der „Pillendreher“-Fraktion - so die despektierliche Bezeichnung der Bayer-Sympathisanten - unters Schängel-Volk gemischt haben. Nunja, der Werkself gelang ja auch ohne jedwede Unterstützung von außen ein Punktgewinn. Unterm Bayer-Kreuz wird das aber kaum mehr als eine Randnotiz gewesen sein, zu schwer wog an diesem Nachmittag noch die Schande des peinlichen 1:4 der ersten Mannschaft in der Eliteliga gegen den Erzrivalen aus Köln. Aber das ist ja eine ganz andere Geschichte.
Zurück zur TuS, die auch auf fremden Plätzen dominiert. Aber nur auf den Rängen, leider nicht auf dem Feld - wird sich da nicht bloß Trainer Michael Dämgen denken. Ob im Rheydter Grenzland-Stadion, im Wattenscheider Lohrheide-Stadion oder im Kaiserslauterer Fritz-Walter-Stadion: Die stimmgewaltige Koblenzer Anhängerschar war bisher zahlenmäßig stets deutlich Herr im zum Teil voluminösen Haus des Gegners. Dass es dabei mit dem lauthals intonierten „Tor für Koblenz“ nur im Spiel beim VfL Bochum II (3:3) tatsächlich klappte, ist nun wahrlich nicht die Schuld der Schängel-Sympathisanten. Und dass auch im eigenen Stadion bei nur zwei eigenen Toren und drei Punkten aus vier Spielen der Funke (noch) nicht so richtig übergesprungen ist, mag vielleicht auch nur eine Frage der Zeit sein. Sieben Spiele, kein Sieg, aber immer in der Überzahl - das ist zwar für den Moment nicht viel, aber zumindest Zeugnis des unerschütterlichen Glaubens an die eigene Mannschaft. Darauf lässt sich immer aufbauen.
Etwas befremdlich war die Szenerie in der Fremde auch für mich als den Schreiber dieser Zeilen und den Verfasser der bisherigen Spielberichte. Speziell beim tor-, aber nicht trostlosen Kick auf dem altehrwürdigen Betzenberg wirkte es irgendwie beklemmend, dass außer mir nur zwei bis dreieinhalb Berufskollegen die gesamte Haupttribüne bevölkerten und ihrer Beschäftigung nachgingen. Dort, wo es ansonsten in der Bundesliga von VIPs und Presse nur so wimmelt. Kein Witz: Im, am und ums Stadion waren sicherlich an diesem Nachmittag mehr FCK-Offizielle auf Achse, als Anhänger der „kleinen“ Teufel auf den Rängen. Und dass ich nach dem Spiel beim Versuch, den Lauterer „Hexenkessel“ geschmeidig gen Süd-Parkplatz zu verlassen, kläglich scheiterte, lag weniger an meinen nur rudimentär vorhandenen Ortskenntnissen, sondern vielmehr an den bereits verschlossenen Türen und Toren dieses Stadionzipfels. Naja, via Nordflügel und vorbei am TuS-Bus nebst ungeduldigem Fahrer erlangte ich meine Freiheit wieder - und als konditionell leidlich geübter Alte-Herren-Kicker habe ich die halbe Runde um den Betzenberg bei brütender Hitze gerade noch so hinbekommen.
Bei den nun folgenden Auswärtsspielen der TuS in Lotte (23. September) und in Wiedenbrück (15. Oktober) stehen die Chancen aber für alle Beteiligten nicht schlecht, unfallfrei ins und auch ohne Navi wieder aus dem Stadion zu kommen. Sowohl in der rund 300 Kilometer von Koblenz entlegenen ConnectM-Arena als auch im knapp 265 Kilometer entfernten Jahnstadion geht es noch - ohne dem Gastgeber auf den Schlips treten zu wollen — alles in allem etwas volksnäher zu. Jeweils übersichtliche 600 bis 700 Zuschauer passierten bislang pro Partie den Eingangsbereich beider Sportstätten. Gut möglich, dass die TuS auch dort wieder das Gros der geneigten Betrachter stellt.
Okay, zugegeben, bei den Rückspielen in Essen und Wuppertal wird das mit der fanmäßigen Überzahl wohl nicht funktionieren. Aber da muss die TuS ja auch erst im Jahr 2012 hin. Die Rot-Weissen aus dem Ruhrgebiet begrüßten bisher 27832 Betrachter in drei Spielen, da wird’s wohl schwer, sich gegen die Gesänge des Gastgebers durchzusetzen - das war auch schon beim 0:0 im Hinspiel hart an der Grenze. Und im berühmt-berüchtigten WSV-Stadion „Am Zoo“ (Schnitt bisher: 2089) wird sich die Koblenzer Fan-Kolonie wohl ebenfalls unterordnen müssen, auch wenn sie das jetzt nicht gerne hört oder liest. Ein schwacher Trost: Als Ausgleich wird die Mannschaft dafür im Umkehrschluss drei Punkte mit nach Hause nehmen. Aber da ist natürlich der Wunsch der Vater des Gedanken.
Quelle TuSBlog Rhein-Zeitung http://tusblog.rhein-zeitung.de
23.09.2011 TuS Koblenz will in Lotte selbst agieren
TuS Koblenz - Wenn der (noch) sieglose Tabellenvorletzte am neunten Spieltag beim bislang ungeschlagenen Spitzenreiter antritt, dann ist die Favoritenrolle klar zugewiesen. So wird es auch am Freitagabend sein, wenn die TuS Koblenz beim Primus der Fußball-Regionalliga West, den Sportfreunden Lotte, spielt (Spielbeginn: 19 Uhr).
Thomas Theisen, der TuS-Geschäftsführer, eröffnete die Pressekonferenz im Vorfeld der Begegnung mit einer Phrase: "Das nächste Spiel ist immer das schwerste", sagte er - und steckte fast im gleichen Atemzug freiwillig einen Geldschein in eine bereitgestellte Box. Was seinem Fußballsachverstand bekanntermaßen überhaupt nicht entspricht. Theisen erläuterte gleich darauf sein Tun: "Wir haben uns entschlossen, diese Phrasenbox bei unseren Pressekonferenzen aufzustellen. Mit dem Geld, was dabei zusammenkommt, werden wir die Aktion Kinderarmut ohne Ausweg unterstützen."
Der Koblenzer Trainer Michael Dämgen griff Theisens symbolische Handlung auf: "Wir müssen in Lotte selbst etwas in die Hand nehmen. Wenn wir gegen diese erfahrene Mannschaft, deren Ziel schon seit ein, zwei Jahren der Aufstieg ist, etwas holen wollen, müssen wir sie von unserem Tor weghalten." Das gelang Dämgen mit seinem vorigen Verein, dem Wuppertaler SV, fast auf den Tag genau vor einem Jahr an gleicher Stelle in der "connect M-Arena" unweit des Autobahnkreuzes Lotte/Osnabrück 70 Minuten lang. Beim 0:2 war der WSV lange Zeit das bessere Team, ehe die Nordwestfalen spät den Sieg sicherten. "Die Kompaktheit ist die große Stärke von Lotte. Die Mannschaft ist zudem bei Standardsituationen enorm gefährlich", beschreibt Dämgen den Tabellenführer. Der Lotter Kader hat in Person von Abwehrspieler Sebastian Zinke (Wuppertaler SV) und Angreifer Markus Fischer (SV Elversberg) zwei weitere groß gewachsene Topspieler hinzubekommen, mit denen die bevorzugte Taktik erfolgreich gespielt werden kann. Dämgen: "Die Mannschaft bevorzugt lange Bälle. Darauf werden wir uns einstellen müssen." Einstellen muss sich die TuS auch auf den Ausfall von Linksverteidiger Philipp Langen, der sich im Training einen Kreuzbandriss im linken Knie (Theisen: Ein schwerer Schlag) zugezogen hat.
Warum es trotz der besonders schwierigen Aufgabe an diesem Spieltag nicht möglich ist, einen Tag vor der Partie anzureisen, erklärte Theisen: "Ich habe großen Respekt vor unseren Jungs, obwohl unsere Rahmenbedingungen aus den bekannten Gründen nicht optimal sind." So wird nicht nur das Spiel den TuS-Kickern alles abverlangen, auch die Vorbereitung und Anreise ins knapp 300 Kilometer entfernte Lotte birgt Strapazen in sich. Los geht es mit dem Bus am Spieltag um 11 Uhr. In Wuppertal wird eine Pause eingelegt, ganz leicht trainiert und anschließend gegessen. Danach wird die Fahrt zum Spielort fortgesetzt. Theisen nimmt es gewohnt gelassen: "Lange Busfahrten haben etwas Positives. Die Rückfahrt kann sehr lustig werden, wenn das Ergebnis des Spiels stimmt. Da müssen die Spieler einfach für sorgen."
Am Abend wird Dämgen seine Schützlinge vielleicht mit der Devise auf den Platz schicken: "Heute haben wir nichts zu verlieren." Den Obolus für diese Aussage würde der TuS-Coach nach der Begegnung sicher sehr gerne in die neue Koblenzer Phrasenbox zahlen.
Von unserem Redakteur Christoph Hansen
Sportfreunde sind 16 Spiele lang unbesiegt
Alle 19 Trainer der Liga haben Lotte als Favoriten für die Saison angegeben – „TuS ist unangenehm“
Lotte. Die Mannschaft von Trainer Maik Walpurgis bestätigte ihre Konstanz zuletzt mit einem 1:0-Sieg bei der SV Elversberg, damit behauptete Lotte die Tabellenführung. Die Sportfreunde sind nunmehr – Saison übergreifend – 16 Meisterschaftsspiele in Folge ungeschlagen. Doch Walpurgis erwartet für den heutigen Freitag im heimischen Stadion (7474 Plätze) keine leichte Aufgabe: „Koblenz ist ein unangenehmer Gegner, der uns im Heimspiel sicherlich alles abverlangen wird. Vom Tabellenstand her auf dem Papier ein leichtes Spiel, in der Realität aber wesentlich schwieriger.“
Wohin die Richtung gehen soll, ist beim Dritten der Vorsaison eindeutig. Nicht anderes als den Aufstieg haben sich die Lotter auf die Fahnen geschrieben. „Lotte ist ein Aufstiegskandidat“, sagt nicht nur Ex-Profi Bernhard Trares, Trainer der Regionalliga-Reserve des FC Schalke 04. „Alle 19 Trainer haben Lotte als Favoriten für die Saison angegeben“, erläutert Sascha Hildmann, Trainer des Aufsteigers SC Idar-Oberstein, der zum Saisonauftakt immerhin ein 0:0 beim Favoriten holte. Insgesamt haben sich die Sportfreunde im Sommer mit zehn neuen Spielern verstärkt, außer Tobias Willers und Timo Kunert konnten alle Leistungsträger von den Spfr Lotte gehalten werden. maw
TuS II: Der Druck wird stärker
Noch vertraut der Klub Trainer Markus Breitbach – Am Samstag kommt die SpVgg Burgbrohl zur Koblenzer Reserve
Koblenz. Fußball-Rheinlandligist TuS Koblenz II startet am Samstag den nächsten Versuch, die ersten Punkte dieser Saison einzufahren. Um 16 Uhr wird auf dem Kuntrasenplatz Oberwerth die Partie gegen die SpVgg Burgbrohl angepfiffen.
„Die Leistung in Breisig war in Ordnung, bis auf das Ergebnis“, sagt der Koblenzer Teamkoordinator Peter Schilling, der zu der Personalie Trainer Markus Breitbach sagt: „Markus genießt noch unser Vertrauen, aber sieben Niederlagen in Serie und noch keinen einzigen Punkt geholt, das erhöht den Druck natürlich enorm.“ Ausgerechnet kommt nun Burgbrohl, dass zuletzt in Mülheim-Kärlich 1:1 spielte und dort eine starke Leistung zeigte. „Jetzt steht ausgerechnet die Partie gegen die sich im Aufwind befindlichen Burgbrohler an, aber der Gegner muss uns in der jetzigen Situation egal sein, es müssen Punkte her“, fordert Schilling.
Burgbrohl war schwach in die Saison gestartet mit nur einem Punkt aus drei Spielen. Danach gab es für die Sportvereinigung zehn Punkte aus vier Spielen. Die Koblenzer müssen also unbedingt ihr Hauptproblem in den Griff bekommen: die schwache Chancenverwertung. Schilling: „Es zieht sich wie roter Faden durch unsere Spiele: Wir treffen nicht, obwohl wir immer eine Reihe von Chancen besitzen.“ wzi
Quelle Rhein-Zeitung 23.09.2011 http://rhein-zeitung.de
24.09.2011 TuS bietet dem Spitzenreiter lange Zeit Paroli
Koblenz verliert 1:2 in Lotte
Lotte. Der Fußball-Regionalligist TuS Koblenz wartet weiterhin auf seinen ersten Saisonsieg. Am Freitagabend verloren die Schängel ihr Auswärtsspiel beim Tabellenführer Sportfreunde Lotte mit 1:2 (0:1). Die Mannschaft von TuS-Trainer Michael Dämgen war dabei jedoch keineswegs chancenlos.
Im Gegenteil, es begann verheißungsvoll für die Gäste: Schon nach drei Minuten hatte Michael Stahl die Koblenzer Führung auf dem Fuß. Aus zwölf Metern zischte Stahls Volleyschuss nach einem Freistoß von Thomas Gentner, den die Lotter Abwehr nicht klären konnte, knapp über die Torlatte. Insgesamt verliefen die ersten 45 Minuten zur Freude der knapp 200 mitgereisten Koblenzer Fans sehr ausgeglichen.
Bis zur 22. Minute passierte nichts Erwähnenswertes. Doch dann nutzte Sportfreunde-Torjäger Markus Fischer gleich die erste Chance für sein Team zum 1:0. Kerim Arslan verlor auf der rechten Abwehrseite einen Zweikampf gegen den pfeilschnellen Marc Lorenz. Der enteilte und passte flach an den Fünfmeterraum, wo Fischer in den Ball hineinrutschte und ihn unhaltbar für TuS-Torwart Kadir Yalcin unter die Latte schoss. Häufig machten die Gastgeber nun mit schnellem Spiel, vor allem über links, Druck. Als Christian Schlösser ein Flankenversuch „abrutschte“, hätte es fast 2:0 gestanden, doch der Ball sprang an den Außenpfosten (24.). Die TuS blieb unbeeindruckt. Der stark spielende Stahl hatte weitere Chancen (31., 33.), weil Lotte trotz Gardemaßes seiner Abwehrspieler bei einigen hohen Angriffsbällen der Gäste ins Schwimmen geriet.
Alle Bemühungen der Dämgen-Schützlinge schienen vergebens, denn David Czyszczon erhöhte für die Sportfreunde kurz nach der Pause vorentscheidend auf 2:0. Als Stahl – wer sonst? – für die Koblenzer den Anschlusstreffer markierte, war die Partie wieder offen. Der „Torschütze des Jahres“, bester Spieler auf dem Platz, traf mit seinem etwas schwächeren linken Fuß aus der Distanz ins Lotter Tor (54.). Danach entwickelte sich bis zum Schlusspfiff ein offener Schlagabtausch. Zum Ausgleich reichte es für die kampfstarken Koblenzer Akteure allerdings nicht mehr.
„Wir haben leidenschaftlich gegen den Tabellenführer gekämpft. Eine Überraschung war machbar“, sagte Dämgen unmittelbar nach dem Spiel. han
Quelle Rhein-Zeitung 24.09.2011 http://rhein-zeitung.de
25.09.2011 TuS-Trainer Dämgen ist heiß aufs Trier-Spiel
Von unserem Redakteur Christoph Hansen
Fußball-Regionalliga - Für manch einen der jungen Spieler im Kader des Fußball-Regionalligisten TuS Koblenz endete die Dienstfahrt zum Auswärtsspiel beim Tabellenführer Sportfreunde Lotte in der Nacht zum Samstag mit einer Überraschung. TuS-Trainer Michael Dämgen schickte seine Schützlinge bei der Rückkehr um 1.45 Uhr im Stadion zu ungewohnter Stunde noch zum Auslaufen.
Dämgen wollte es seinen Schützlingen nach der knappen 1:2 (0:1)-Niederlage ersparen, am Samstag gesondert für diese gewohnte Regenerationseinheit anzutreten. "Für die gestandenen Profis im Kader ist so etwas Normalität. Aber einige in meinem Team müssen auch solche Abläufe erst kennenlernen", erläuterte Dämgen sein Handeln. Wie für einen Teil seiner Akteure, die am Samstagnachmittag im Spiel der Koblenzer Rheinlandliga-Reserve gegen die SpVgg Burgbrohl wieder gefordert waren, ging die Arbeit auch für den 50-Jährigen bereits einen Tag nach der Begegnung weiter. Am Vormittag ein Sponsorentermin, mittags beim Essen ein Pressegespräch, und dann wollte der Ex-Profi sich natürlich selbst ein Bild davon machen, wie seine TuS-Kicker aus der zweiten Reihe sich im Spiel der U 23 einbringen.
Der Auftritt der Fußballer vom Rhein-Mosel-Eck in Lotte machte erneut deutlich, dass die TuS bei ihrem Neuaufbau sportlich auf einem guten Weg ist. "Der positive Trend ist klar erkennbar. Selbst in Lotte, bei einem Meisterschaftskandidaten, waren wir von Anfang an im Spiel", blickte der Coach noch einmal auf die 90 Minuten zurück. Allein die letzte Konsequenz auf dem Platz fehlt Dämgen in seinem Team noch. Dabei haben die Koblenzer den Mann, der Dämgens Vorstellungen zu hundert Prozent lebt, in den eigenen Reihen. An Michael Stahl, dem "Torschützen des Jahres 2010", wird der Fußballlehrer der TuS jeden seiner Akteure in den nächsten Wochen und Monaten in Sachen Engagement, Einsatzbereitschaft und Kampfeswillen messen. "Durch die besondere Konstellation in der Regionalliga vor der Neustrukturierung der Spielklasse haben wir nicht den ganz großen Druck. Aber wir dürfen keinen Unterschied machen zu einer Saison, in der es im Abstiegskampf real ums Überleben geht", beschreibt Dämgen seine Gedanken.
Nach den ersten acht Saisonspielen stehen drei Niederlagen und fünf Unentschieden zu Buche. Eine Bilanz, die vielleicht viele der neu formierten TuS nicht zugetraut hätten. Eine Niederlagenserie wurde mancherorts düster prognostiziert. Doch Dämgen will mit der TuS Koblenz deutlich mehr: "Wir waren vor dem Spiel in Lotte immerhin fünf Spiele lang ungeschlagen und haben in den letzten Wochen viel Lob für unsere Leistungen bekommen. Das reicht mir aber nicht. Wir dürfen damit nicht zufrieden sein. Wir spielen schließlich, um zu gewinnen."
Der Fokus ist bereits auf das Rheinlandderby gegen Eintracht Trier am kommenden Samstag (14 Uhr) gerichtet. Für diese Begegnung hat Dämgen endlich den ersten Saisonsieg geplant. "Meine Aufgabe ist es auch, der Geschäftsführung mit guten Ergebnissen zuzuarbeiten", betreibt der engagierte Trainer Werbung in TuS-Sachen. Denn nur gute Ergebnisse halten auf Dauer die spürbare Aufbruchstimmung rund ums Oberwerth aufrecht.
Und nur dann werden die Zuschauer den Koblenzer Konsolidierungskurs in der aktuell schwierigen Zeit weiterhin begleiten. Dass die Koblenzer Fans das tun werden, wäre allerdings keine Überraschung. Dessen können sich die jungen Spieler im Kader des Fußball-Regionalligisten TuS Koblenz ganz sicher sein.
Quelle Rhein-Zeitung 25.09.2011 http://rhein-zeitung.de
26.09.2011 TuS II bleibt weiter ohne Punkt
Koblenzer Reserve unterliegt auch der SpVgg Burgbrohl
Von unserem Mitarbeiter Wilfried Zils
Koblenz. Nicht unverdient hat sich der Fußball-Rheinlandligist SpVgg Burgbrohl am Oberwerth bei der Reserve der TuS Koblenz mit 2:1 (1:0) durchgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Klaus Adams war der erwartet schwere Gegner und wurde letztlich seiner Favoritenstellung gerecht. Die Koblenzer, verstärkt mit Akteuren aus dem Kader von der Regionalligamannschaft, verloren auch das achte Spiel in Folge und haben immer noch keinen Zähler auf ihrem Konto.
Nach der Partie saß Trainer Markus Breitbach konsterniert auf seiner Bank und bat darum, zu der Leistung seiner Schützlinge keinen Kommentar abgegeben zu müssen. Die Sprachlosigkeit des Trainers war dem insgesamt schwachen Auftritt seiner Mannschaft geschuldet, die zu keiner Phase der Begegnung erkennen ließ, dass sie gewillt war, bedingungslos zu kämpfen und das Glück einfach zu erzwingen. Zu brav ergaben sich die Spieler ihrem Schicksal. Mögliche Spekulationen um Trainerposten erstickte Sportvorstand Joachim Benner im Keim: „Markus ist und bleibt unser Mann, da gibt es kein Wenn und Aber. Er wird auch am Freitag in Mülheim die Verantwortung haben.“
Die Gäste begannen recht selbstbewusst und hatten in der zwölften Minute durch einen Kopfball von Sooud Yousuf die Chance, frühzeitig in Führung zu gehen. Yousuf konnte die gute Gelegenheit allerdings nicht nutzen. Besser machte es sein Kollege Lars Ludwigs in der 33. Minute. Von Stefan Krämer hervorragend freigestellt, hatte er keine Mühe, die 1:0-Führung zu vollenden. Bis dahin war vom Angriff der Gastgeber so gut wie nichts zu sehen. Daher war es kein Zufall, dass sich Abwehrspieler Tobias Dahm in der 49. Minute ein Herz fasste und von der Strafraumgrenze zum Ausgleich einschoss. Der Ausgleich beflügelte die Gastgeber aber keineswegs, sondern die Gäste bestimmten das Geschehen. Und nach einen Lattentreffer von Tobias Wirtz (85.) war es Florian Stein, der eine Minute vor dem Ende zum Siegtor einschoss.
Wie schon gegen Trier-Tarforst gab die Mannschaft praktisch unmittelbar vor dem Schlusspfiff den sicher geglaubten Punkt aus der Hand. „Den gesamten Spielverlauf betrachtend, geht unser Sieg in Ordnung. Die taktische Disziplin meiner Mannschaft stimmt, und gegen uns ist es schwer, ein Tor zu schießen“, zeigte sich Burgbrohls Trainer Klaus Adams zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.
Quelle Rhein-Zeitung 26.09.2011 http://rhein-zeitung.de
27.09.2011 Gute Leistung bringt TuS kein Erfolg
0:1 in Worms – B-Junioren schwach
Koblenz. Die Krise bei den Nachwuchsfußballern der TuS Koblenz geht weiter. Die A-Junioren haben ihr Regionalligaspiel in Worms verloren, die B-Junioren zu Hause gegen Ludwigshafen.
Wormatia Worms - TuS Koblenz 1:0 (0:0)
Der Koblenzer A-Junioren-Trainer Dirk Laux sprach zwar von der „bis dahin besten Saisonleistung“ seiner Mannschaft, dennoch verlor die TuS in Worms. Ausgerechnet ein verwandelter Strafstoß besiegelte die vierte Niederlage im sechsten Spiel für die Koblenzer. In der ersten Halbzeit hatte die TuS leichte Feldvorteile, die größte Chance für den Vizemeister der Vorsaison vergab Enrico Köppen. Der Stürmer lief in der 26. Minute alleine auf das Tor zu, schoss den Ball jedoch über das Gehäuse der Gastgeber. In einer schnellen und kampfbetonten Partie blieben weitere Großchancen aus. Nach drei Minuten des zweiten Durchgangs verpassten die Wormser mit ihrer bis dahin besten Möglichkeit nur knapp den Führungstreffer. Weitere drei Minuten später erzielten sie jedoch per Foulelfmeter das 1:0. Vorausgegangen war ein Ballverlust der Koblenzer weit in der Hälfte der Gastgeber. Den fälligen Konter spielte Worms gut aus, am Ende konnte Phillip Rath nur noch mit einem Foulspiel eingreifen. Nach dem Rückstand waren die Koblenzer einige Minuten lang verunsichert, fingen sich aber wieder und hatten zunächst durch Carlo Kohns in der 67. Minute die große Chance zum Ausgleich. Nachdem die Wormser nach einem Konter die riesige Möglichkeit zum 2:0 vergeben und sich die Koblenzer durch eine Rote Karte für Florian Vom Dorf dezimiert hatten, vergab Köppen nach einem Freistoß völlig freistehend per Kopf den späten Ausgleich. „Die Kompaktheit und Aggressivität war gut, aber leider ist wieder nichts Zählbares dabei herausgesprungen“, sagte Laux. „Wir müssen den gefährlichen Abwärtstrend schnellstmöglich stoppen.“
Koblenz: Raich, Masala, Löhr, Sauerborn (70. Wolf), Köppen, Arbursu (75. Rang), Kohns, Acquah (61. Vom Dorf), Schwörer, Rath, Güngörmüs (78. Kaya).
TuS Koblenz - Ludwigshafener SC 0:3 (0:2)
Mit einer „katastrophalen Leistung“ sind die Koblenzer auch im vierten Spiel in Folge sieglos geblieben und rutschen in der Tabelle der Regionalliga weiter ab. Wie ein Spiegelbild der gesamten Saison verloren die Gastgeber die Partie erneut durch zu viele individuelle Fehler. „Ich hätte gar nicht gedacht, dass wir so schlecht spielen können“, sagte Trainer Vincenzo Di Maio fassungslos. Von Beginn an war seine Elf den durchgängig ein Jahr älteren Ludwigshafenern unterlegen. Offensiv brachte Di Maios Mannschaft nichts wirklich torgefährliches zu Stande, in der Defensive geriet die TuS bereits nach sieben Minuten durch einen direkt verwandelten Freistoß in Rückstand. Vorausgegangen war ein unnötiges Foulspiel der TuS-Abwehr. Auch nach dem Rückstand ging kein Ruck durch die TuS-Mannschaft. Stattdessen wurde der Ball meist nach zwei oder drei Stationen wieder verloren, kurz vor der Halbzeit nutzten die schnellen Gästestürmer ihren Freiraum zum vorentscheidenden 2:0. In der 47. Minute erhöhte Ludwigshafen gar auf 3:0. tok
Koblenz: Heinrich, Lüdecke, Reuter (51. Yilmaz), Hein (51. Krapf), Strunk, Laux, Fritsch, Collu, Engel (51. Akwapay), Öztürk (69. Moog), Weber.
Quelle Rhein-Zeitung 27.09.2011 http://rhein-zeitung.de
30.09.2011 Die Rollen sind nach sechs Jahren wieder vertauscht
Die TuS Koblenz läutet am Samstag gegen Eintracht Trier die Rheinland-Pfalz-Woche ein – Jung-Hun Kim fehlt weiter verletzt
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Die TuS Koblenz läutet die Rheinland-Pfalz-Woche ein: Zunächst erwartet die Elf von Trainer Michael Dämgen am Samstag um 14 Uhr im Heimspiel der Fußball-Regionalliga West die Eintracht aus Trier, am Freitag (1. Oktober, 17.30 Uhr) treffen die Schängel im Jubiläumsspiel auf den Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern. Und sozusagen als Kontrastprogramm geht am Montag um 15 Uhr zwischenzeitlich noch das Testspiel beim ebenfalls 100-jährigen und in der Bezirksliga Mitte beheimateten SV Eich – nun in Kombination mit Nickenich und Kell – auf dem „Horeb“ über die Bühne.
„Möglichst viele Spieler“ will Dämgen in den kommenden sieben Tagen auf dem Feld zum Einsatz bringen. Das gilt vornehmlich für die beiden Testspiele gegen sechs Klassen voneinander getrennte Konkurrenz. Während der Spielausgang in Eich und gegen Kaiserslautern schon programmiert sein dürfte, wird das Kräftemessen mit Trier eine enge Angelegenheit. Das jedenfalls erhofft sich der Koblenzer Anhang inständig, der am 25. Mai dieses Jahres desillusioniert mit ansehen musste, wie sich mal wieder eine Trendwende anbahnte: Durch das 2:0 im damaligen Rheinlandpokal-Finale haben sich die Moselaner im Verbandsgebiet erneut zur Nummer eins aufgeschwungen.
Und so sind die Rollen auch diesmal aufgrund der tabellarischen Situation eigentlich klar verteilt. Letztmals gab es einen derartigen Umschwung in der Saison 2005/06, als die TuS die zuvor jahrelang dominante und soeben aus der Zweiten Liga abgestiegene Eintracht mit 3:0 (28. August 2005) und 2:1 (24. Februar 2006) in die sportlichen Schranken wies.
Das zu wiederholen klappt aber nur, wenn die TuS laut Dämgen „noch ein paar Prozentpunkte drauflegt“. Die personellen Voraussetzungen haben sich aber ein wenig verschlechtert: Neben dem dauerverletzten Philipp Langen (Kreuzbandriss) steht nun auch Jung-Hun Kim (Meniskusprobleme) auf der Krankenliste, er fehlte deswegen auch schon gegen Spitzenreiter Lotte. Gut möglich, dass für ihn wieder Jan Hawel in die Anfangsformation rutscht. Diese Variante wollte Dämgen weder bestätigen noch dementieren: „Das wird man sehen,“ sagt er. Der Japaner Kohki Kazama hat zuletzt bei der zweiten Mannschaft durchgespielt, er ist zumindest eine Option als Ergänzungsspieler. Für vier Koblenzer Akteure gibt's in jedem Fall ein Wiedersehen mit dem Trierer Oliver Stang, der sich vor Saisonbeginn auch mal beim Koblenzer Probetraining blicken ließ: Kapitän Angelo Barletta spielte mit ihm im Vorjahr beim VfL Osnabrück. Eike Mund, Tobias Bauer und Hawel jagten gemeinsam mit dem 1,94-Meter-Abwehrmann in der Saison 2004/05 bei den B-Junioren der SG 99 Andernach (Regionalliga Südwest) dem Ball hinterher. Doch im Fußball ruhen die Freundschaften bekanntlich auf dem Feld. Im Umkreis des Koblenzer Feldes zeugen die äußerlichen Gegebenheiten längst nicht mehr von den Zeiten in der Zweiten Liga. Nach dem Abbau der Lotto Rheinland-Pfalz-Tribüne sieht dieser Zipfel der Sportstätte doch recht bescheiden aus. TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen sagt: „An dieser Kurve ist im Moment leider nichts zu ändern.“
Rütteln wollen die Koblenzer aber gegen Trier definitiv an den derzeitigen Kräfteverhältnissen. Und Dämgen gibt auch schon ein zwar nicht ganz ernst gemeintes, tendenziell aber schon gewünschtes Endresultat preis: „Von mir aus kann es 5:4 für uns ausgehen.“ Dann schiebt er hinterher: „Die Messlatte liegt jetzt höher. Aber die Jungs können das. Wir dürfen keine Angst haben, dann kommt auch automatisch mal ein Sieg.“
Der Gegner unter der Lupe: Eintracht Trier
Trier. Sechs Siege, drei Niederlagen, Platz drei. Nur einen Punkt liegt der SV Eintracht Trier 05, so der komplette Name des Traditionsvereins, zurzeit hinter dem Tabellenführer aus Lotte zurück. Nachdem im Vorjahr der zweite Rang hinter den meisterlichen Preußen aus Münster herausgesprungen war, dürfte in dieser Saison wohl klar sein, wohin die Reise der Moselstädter führen soll. Doch speziell die Heimbilanz lässt (noch) sehr stark zu wünschen übrig: Gleich dreimal gingen die von Roland Seitz trainierten Trierer im Moselstadion leer aus. Was im Umkehrschluss aber auch bedeutet, dass die Eintracht alle vier Auswärtsspiele zu ihren Gunsten entschieden hat und dabei auf fremdem Platz nur ein einziges Gegentor zuließ. Nicht zuletzt ein Verdienst von Torhüter André Poggenborg, der trocken zu Protokoll gibt: „Vorne gewinnst du Spiele, hinten Meisterschaften.“ Auf der anderen Seite des Platzes sorgen drei Spieler dafür, dass es mit dieser Meisterschaft auch vielleicht etwas wird: Fahrudin Kuduzovic – schon im Pokalfinale gegen die TuS erfolgreich –, Ahmet Kulabas und der ehemalige Erfurter Chhunly Pagenburg haben jeweils dreimal ins Schwarze getroffen. Coach Seitz feiert am 1. Oktober übrigens seinen 47. Geburtstag. Keine Frage, was er sich also an diesem Tag in Koblenz wünscht. bhm
TuS Koblenz II bewegt sich auf dünnem Eis
SG Mülheim-Kärlich bittet heute Abend zum Duell der enttäuschten Teams
Mülheim-Kärlich/Koblenz. Heute Abend um 19 Uhr kommt es in der Fußball-Rheinlandliga zum Duell der Enttäuschten: Dabei empfängt die SG Mülheim-Kärlich den Tabellenletzten TuS Koblenz II.
Dass die SG 2000 bereits zehn Punkte vom Spitzenreiter SV Mehring getrennt ist und die Mannschaft nicht annährend die Leistungen aus der Schlussphase der vergangenen Saison bietet, stimmt auch Mülheims Trainer Marco Wagner nachdenklich. Dass seine Mannschaft jedoch in der abgelaufenen Spielzeit weit über ihren Möglichkeiten agiert hat, das scheinen sie im Umfeld jedoch bereitwillig verdrängt zu haben. „Ich spüre natürlich die Unzufriedenheit“, sagt Wagner. „Aber wir selbst sind doch ebenso unzufrieden. Ich habe das Gefühl, dass wir derzeit ein wenig auf der Stelle treten.“ Und dabei ist Wagner alles andere als ein Mann der leeren Phrasen, doch „mittlerweile würde ich die in kürzester Zeit voll machen“. Bei der Derby-Niederlage gegen Rot-Weiß Koblenz war es die harte Gangart des Gegners, die Mülheim phasenweise ängstlich wirken ließ. „Nochmals sollten wir uns nicht den Schneid abkaufen lassen“, sagt Wagner.
Mit der TuS Koblenz II kommt ein auf dem Papier leichter Gegner nach Mülheim. Acht Niederlagen in Folge lassen auch TuS-Trainer Markus Breitbach keine Ruhe. Doch Mülheim ist gewarnt: In der vergangenen Spielzeit verlor die SG 2000 als erster Verein bei der bis dahin sieglosen SG Lahnstein und wurde zur Lachnummer der Liga. „Das ist nicht zu vergleichen, Koblenz II bewegt sich auf einem anderen Niveau“, sagt Wagner.
Sein Kollege Breitbach bewegt sich mit seiner Elf sportlich auf dünnem Eis. Bei einer weiteren Niederlage heute Abend wäre wohl Schluss für den sympathischen Übungsleiter – auch wenn Breitbach sagt: „Die klare Rückendeckung durch Joachim Benner tut natürlich gut, ändert aber nichts daran, dass wir positive Ergebnisse liefern müssen. Ich habe mir auch Gedanken gemacht und meine, dass ich mit der Mannschaft die bedrohliche Lage meistern kann. Und so verweist Breitbach auch lieber auf die Probleme des Gegners: „Bei der SG 2000 läuft es bisher auch noch nicht nach Wunsch. Das aber macht es für uns noch schwerer. Wir sind sicher nicht chancenlos, müssen aber auch an uns glauben und selbstbewusst in die Partie gehen.“ dag, wzi
Quelle Rhein-Zeitung 30.09.2011 http://rhein-zeitung.de
|