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Saisonrückblick 2009/10
Juni 2009
Bei der TuS herrscht nicht nur im Angriff Handlungsbedarf
Koblenzer Zweitligist wird auch in der kommenden Saison sparsam haushalten müssen - Trainer Uwe Rapolder auf Spielersuche in Tschechien Während die Spieler von TuS Koblenz über den halben Erdball verstreut sind und ihren Urlaub genießen, müssen sich die Verantwortlichen des Zweitligisten auch in der fußballlosen Zeit nicht über mangelnde Arbeit beklagen. Geschäftsführer Wolfgang Loos ist in diesen Tagen dabei, letzte Nachbesserungen in Sachen Lizenzierung auf den Weg zu bringen, am Mittwoch um 15.30 Uhr müssen die letzten Unterlagen bei der DFL in Frankfurt auf dem Tisch liegen. Zu den Details wollte sich Loos nicht äußern, seine Anmerkung, "dass wir uns in der kommenden Saison nach der Decke strecken müssen", lässt indes die Vermutung zu, dass die Bundesliga-Bosse letzte Klarheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der kommenden Saison haben wollen.
Koblenz bald mit K&K-Sturm? Planungen der TuS nehmen Formen an - Shefki Kuqi ein Thema Die Unterschriften möglicher Neuzugänge stehen noch aus, aber die Personalplanungen haben bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz deutlich an Fahrt gewonnen. "Ich bin mit etlichen Akteuren, die zu uns kommen würden, weitgehend einig", sagt Trainer Uwe Rapolder, der derzeit nahezu pausenlos telefoniert. Mit Namen möglicher Neuzugänge ist der Coach noch sehr zurückhaltend, zu zwei Akteuren gibt es indes eine heiße Spur. Einer davon dürfte Shefki Kuqi sein, älterer Bruder von TuS-Angreifer Njazi Kuqi. Der Finne mit Wurzeln im Kosovo hat eine durchaus beachtliche sportliche Vita vorzuweisen, neben rund 100 Zweitliga-Partien in England hat der nunmehr 32-Jährige auch 44 Mal in der Premier League gespielt. Zudem ist Kuqi aktueller finnischer Nationalspieler. Sein bestes Jahr hatte er 2004, als er bei Ipswich Town in 42 Spielen 20 Treffer markierte. Zuletzt war er bei Zweitligist Crystal Palace aktiv, wo sein Vertrag ausläuft. In englischen Medien hat er bereits mehrfach durchblicken lassen, dass er noch einmal gemeinsam mit seinem Bruder auf Torejagd gehen würde - in Koblenz gäbe es jetzt die Gelegenheit dazu. "Er ist ein Kandidat für uns", räumt Rapolder ein. Fakt ist: In nahezu allen Mannschaftsteilen ist bei der TuS eine Blutauffrischung geplant, Rapolder spricht von einem "kleinen Umbruch", den er einleiten will. Dazu gehört auch, verstärkt deutsche Akteure in den Kader einzubauen. Johannes Rahn würde nahezu perfekt in dieses Raster passen. Das 23-jährige Koblenzer Eigengewächs war vor zwei Jahren zum VfB Stuttgart II gewechselt, wo er sich zu einer der tragenden Säulen in der Drittliga-Elf entwickelt hat. Eine Rückholaktion des aus dem Westerwald stammenden Rahn nimmt derzeit offenbar Formen an. "Wir haben uns lange unterhalten, es kann für die TuS nur von Vorteil sein, wenn junge Leute aus der Region integriert sind", hofft Rapolder auf ein Ja-Wort des groß gewachsenen Angreifers, der auch auf der Außenbahn eingesetzt werden kann.
TuS-Profis in neuem Gewand Koblenzer Zweitligist wechselt den Ausrüster - Vertragsangebote für Richter, Forkel und Wiblishauser In Sachen Personal gibt's bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz noch diverse offene Fragen, die Ausrüstung für die nächsten Jahre ist indes gesichert. Der gesamte Verein wird fortan von der Firma Saller ausgestattet. Es ist gleichermaßen traditionell wie modern, und wer genau hinschaut, entdeckt einen besonderen Clou in Form von zwei Toren. Die Rede ist vom Trikot, in dem TuS Koblenz in der kommenden Saison auflaufen wird. Natürlich ist das Ganze in blau-schwarz gehalten, natürlich bestimmen wie seit jeher die Längsstreifen die Optik. Als Ergänzung zu den vergangenen Jahren gibt's nun auch noch Gelb-Anteile, um die Vereinsfarben des Klubs komplett zur Geltung bringen zu können. Gestern wurde das Leibchen vorgestellt, zu kaufen sein wird es erstmals am 6. Juli im Rahmen des TuS-Testspiels gegen den 1. FC Köln. Zuvor ist es bereits auf den Dauerkarten zu sehen. Ebenfalls noch nicht bekannt ist, welche Spieler künftig in die schicke Arbeitskleidung schlüpfen werden. Bevor Trainer Uwe Rapolder am Sonntag in seinen Kuba-Urlaub aufbricht, stehen noch etliche Gespräche an - im TuS-Kader ist derzeit vieles im Fluss. Inzwischen scheint klar, dass es für Angreifer Ardijan Djokaj kein neues Vertragsangebot geben wird, während den altgedienten Haudegen Andreas Richter, Martin Forkel und Frank Wiblishauser eine weitere Zusammenarbeit für ein Jahr vorgeschlagen wurde. "Es sind charakterstarke Typen, die man in einer Mannschaft braucht", sagt Rapolder. Wobei Richter das Angebot der TuS nicht eben als einen Vertrauensbeweis ansieht. "Mit meinen 31 Jahren würde ich mir schon eine längere Laufzeit wünschen", hält sich die Begeisterung beim Innenverteidiger in Grenzen, "auch finanziell bin ich nicht ganz zufrieden." Ob sich sein Engagement nach vier Jahren in Koblenz dem Ende entgegenneigt, ist noch nicht abschließend entschieden.
Du-Ri Cha verlässt TuS Koblenz in Richtung Freiburg
TuS Koblenz muss künftig auf einen der Leistungsträger verzichten: Du-Ri Cha, dessen Vertrag beim Fußball-Zweitligisten ausläuft, hat sich gegen die Offerte der TuS entschieden und wechselt ablösefrei zum Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg. "Ich denke, wir hatten ihm ein gutes Angebot unterbreitet", sagte TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos, "wir müssen aber akzeptieren, dass er sich anders orientiert." Cha zählte zuletzt zu den konstantesten Koblenzer Akteuren, in 33 Partien brachte er es auf sechs Vorlagen und zwei Tore. In mehreren Gesprächen hatte ihm Trainer Uwe Rapolder einen Verbleib schmackhaft gemacht, zwischenzeitlich war die Vertragsverlängerung bei der TuS fast schon fix. Letztlich lockt den Koreaner aber wohl die Perspektive, sich noch einmal eine Etage höher beweisen zu können. Beim SC Freiburg ist er allerdings zunächst nicht als erste Wahl auf der rechten Seite vorgesehen, sondern soll den zu Hansa Rostock abwandernden Kevin Schlitte ersetzen. Neben Cha wollen die Badener noch einen weiteren Rechtsverteidiger verpflichten.
TuS kommt allen Forderungen nach Gute Nachricht der DFL für Koblenzer Zweitligisten - Loos: "Alle Spiele werden im Stadion Oberwerth stattfinden" Fußball-Zweitligist TuS Koblenz kann aufatmen: Die Deutsche Fußball-Liga hat dem Verein die Lizenz für die kommende Saison erteilt. Um 13.42 Uhr am gestrigen Nachmittag durfte Wolfgang Loos die gleichermaßen ersehnte wie beruhigende Nachricht der Deutschen Fußball-Liga (DFL) aus seinem Faxgerät ziehen. Der Inhalt des Schreibens bestätigte dem Geschäftsführer der TuS Koblenz, dass seinem Verein die Lizenz für die kommende Saison erteilt wurde - "alle von der DFL aufgelegten Bedingungen wurden erfüllt", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Koblenzer. Damit hat die TuS nach dem sportlichen Klassenverbleib, der am letzten Spieltag der vergangenen Saison erreicht wurde, nun auch die wirtschaftliche Qualifikation für das nunmehr vierte Spieljahr in der Zweiten Fußball-Bundesliga vollzogen.
Viele Fragezeichen bei der TuS Bislang steht nur Verpflichtung von Rahn fest - Gerüchte um Lense, Geißler und Musculus - Skela umworben Bis auf die Verpflichtung von Johannes Rahn gibt es beim Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz noch keine neuen Fakten zu vermelden. Allerdings sind einige Namen bei der TuS im Gespräch. Neben den beiden bekannten Personalien sind offenbar auch zwei weitere Spieler in die Verlosung geraten, denen die Prädikate deutsch und bissig zugeschrieben werden können. So kursieren im Umfeld des Vereins Gerüchte über ein Interesse der Koblenzer an den Spielern Benjamin Lense (Hansa Rostock) und Tom Geißler (VfL Osnabrück). Lense war noch in der Vorrunde der vergangenen Saison als Rechts- oder Innenverteidiger Stammkraft beim Bundesliga-Absteiger und steuerte unter anderem einen Treffer zum geschichtsträchtigen 9:0-Sieg über die TuS bei. In der Rückrunde wurde er vom neuen Hansa-Trainer Andreas Zachhuber aus dem Kader suspendiert und befindet sich nun auf Vereinssuche. Bei früheren Stationen in Bochum, Nürnberg und Bielefeld brachte er es insgesamt auf 64 Bundesliga-Einsätze (1 Tor). Geißlers eigentlich bis 2010 datierter Vertrag wurde mit dem Abstieg des VfL Osnabrück unwirksam. Der offensive Mittelfeldspieler hat zwar ein unbefriedigendes Spieljahr mit nur acht Einsätzen hinter sich, gilt aber als brauchbarer Vorlagengeber. In 92 Zweitliga-Einsätzen erzielte Geißler neun Tore. Ein noch größeres Fragezeichen steht hinter der Verpflichtung von Erwin Skela: Beim albanischen Routinier, der gerade mit Energie Cottbus abgestiegen ist und nicht allzu billig sein dürfte, haben dem Vernehmen nach neben der TuS noch weitere Vereine ihre Hüte in den Ring geworfen.
Andreas Richter verlässt die TuS
Verteidiger wechselt von Koblenz nach Chemnitz - Kommt der brasilianische Spielmacher Melinho? Andreas Richter kehrt dem Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz den Rücken. Der 31 Jahre alte Verteidiger hat einen Vertrag beim Regionalligisten Chemnitzer FC unterschrieben. So hat Verteidiger Andreas Richter nach vier Jahren und 95 Pflichtspielen, in denen er das TuS-Trikot trug, ein neuerliches Vertragsangebot ausgeschlagen und wird zur kommenden Saison zum Nord-Regionalligisten Chemnitzer FC wechseln. Damit kehrt der in Cottbus geborene Verteidiger aus dem rheinischen Exil zurück in heimische Gefilde - die Entscheidung Richters ist vor allem eine perspektivische mit Blick auf das nicht mehr allzu ferne Karriereende des 31-Jährigen. "Ich habe mir meinen Entschluss wirklich nicht leicht gemacht, weil wir uns in Koblenz sehr wohlgefühlt haben", sagt Richter, "aber natürlich fange ich langsam an, mir Gedanken darüber zu machen, was nach dem Fußball ist." In diesem Zusammenhang hat Richter aus Chemnitz ein "richtig schmackhaftes" Angebot erhalten, dem der stets bodenständige Spielertyp nicht widerstehen mochte: Richter unterschreibt beim letztjährigen Regionalliga-Siebten für zwei Jahre, wobei eine Option auf ein weiteres Jahr als Spieler sowie ein Anschlussvertrag für eine Funktion im Vereinsmanagement bestehen. "Natürlich - wer will schon von der zweiten in die vierte Liga absteigen?" sagt Richter, schildert aber, dass der frühere Zweitligist und DDR-Meister von 1967 ein Konzept für einen sportlichen Neuaufbau erarbeitet hat, in dem er selbst eine tragende Rolle spielen soll. Die Stadt Koblenz und ihren führenden Fußballverein verlässt er in der Gewissheit, "dass es vier erfolgreiche Jahre waren - wir sind aufgestiegen und haben dreimal trotz erheblicher Probleme den Klassenerhalt geschafft". Schließlich fügt er mit einem Schmunzeln hinzu: "Mehr Auf und Ab als in den letzten Jahren in Koblenz geht ja gar nicht." Anders als bei Andreas Richter deutet bei Martin Forkel alles auf eine Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr hin, die in einem abschließenden Gespräch noch besiegelt werden muss. Wahrscheinlich ist dabei, dass der kleine Rechtsverteidiger in der kommenden Saison auf neue Kollegen treffen wird, die ihre Sporen zuletzt in der ersten tschechischen Liga verdient haben. Dabei handelt es sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge um den brasilianischen Spielmacher Melinho (29) sowie um Verteidiger Martin Hudec (25), beide zuletzt beim Meisterschaftsvierten und Europa-League-Teilnehmer Sigma Olmütz tätig.
Werner Hecker ist neuer Präsident von TuS Koblenz Die Führungsspitze von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ist nach sechsmonatiger Vakanz wieder komplett. Auf der Mitgliederversammlung wurde Werner Hecker ohne Gegenstimme zum Präsidenten gewählt, neuer Vize-Präsident ist Gerd Kohns (59). Als Vorstand Sport wurde Hans Dill für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Hecker, 58-jähriger Professor an der Fachhochschule Koblenz, tritt ein schwieriges Amt an: Die TuS Koblenz e.V. kämpft laut Finanzvorstand Rolf Schmitz nach wie vor gegen eine "prekäre Liquiditätslage" an. Hecker freut sich allerdings auf die Herausforderung. "Ich habe die Vision, dass wir 2011 wirtschaftlich gesundet sind und in einem neuen Stadion spielen können", sagte Hecker, der seit seiner Kindheit TuS-Mitglied ist. Weiterhin will sich der neue Präsident dafür einsetzen, "dass sich der Verein mit den Fans als wirkliche Einheit versteht". Anders als in den Vorjahren verlief die Versammlung der 339 anwesenden Mitglieder harmonisch.

Kein Platz mehr für Fußball-Touristen TuS-Chef Walterpeter Twer setzt auf Profis mit Herz - Lense verpflichtet, Langen soll kommen Passend dazu nimmt die geplante Ausleihe von Philipp Langen konkrete Formen an, das Koblenzer Eigengewächs soll für ein Jahr von Greuther Fürth losgeeist werden. Während hier noch letzte Verhandlungen anstehen, wurde gestern die Verpflichtung von Benjamin Lense unter Dach und Fach gebracht. Der Ex-Rostocker erhält einen Vertrag bis 2011.
Langen freut sich auf den Neustart
TuS Koblenz leiht Eigengewächs von Greuther Fürth aus - Käufer für Lomic gesucht - Sukalo in Kontakt mit Cottbus? Drei Tage vor dem Trainingsauftakt nimmt der Kader von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz erste Konturen an. Nach den Verpflichtungen von Benjamin Lense und Philipp Langen ist zumindest die Defensiv-Abteilung bereits ordentlich besetzt. Die Vorfreude ist Philipp Langen anzuhören. Die Freude darauf, endlich wieder Fußballspielen zu können. Und weil es in einer vertrauten Umgebung zumeist leichter fällt, seine Fähigkeiten zu demonstrieren, soll die Rückkehr zu TuS Koblenz für den 22-Jährigen ein Schritt nach vorn in seiner schon nicht mehr ganz jungen Profi-Karriere werden. Langen, der aus St. Sebastian stammt, war vor der Saison zu Greuther Fürth gewechselt, wo er aus verschiedenen Gründen aber bislang nicht den Durchbruch geschafft hat. Der Linksfuß steht dort noch bis 2011 unter Vertrag, die Franken haben nun der schon länger im Raum stehenden Ausleihe nach Koblenz zugestimmt. "Für mich ist es jetzt einfach wichtig, wieder spielen zu können", so Langen, der es in der abgelaufenen Saison gerade mal auf drei Einsätze gebracht hatte. "Ich hatte anfangs immer wieder mit den Nachwirkungen meines Kreuzbandrisses zu kämpfen", so Langen. Als dann in der Winterpause Ex-Nationalspieler Christian Rahn für seine Position nachverpflichtet wurde, war klar, dass der Weg zurück ins Team schwer werden würde. Zumal die Fürther lange Zeit ein ernsthafter Aufstiegs-Kandidat waren und deshalb auf bewährte Kräfte setzten. "Der Schritt nach Fürth war dennoch richtig", sagt Langen.
Das Knie von Nessos spielt nicht mit
Verletzung zwingt den Profi von TuS Koblenz zum Karriereende - Grieche will dem Verein erhalten bleiben Über zwei Jahre hat Evangelos Nessos gekämpft, aber der Körper spielt einfach nicht mehr mit. Nach einer Knieverletzung muss der einstige Publikumsliebling und Leistungsträger bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz seine Profi-Karriere beenden. Wenn Trainer Uwe Rapolder am Donnerstag um 14 Uhr den Kader von Zweitligist TuS Koblenz zum Aufgalopp für die anstehende Saison bittet, wird es wieder einer jener Momente sein, die Evangelos Nessos mächtig aufs Gemüt schlagen. Den Duft des frisch gemähten Rasens zu spüren, dem Ball hinterherzujagen und womöglich sogar ein Tor zu schießen, diese für einen Vollblut-Fußballer durch nahezu nichts zu ersetzenden Gefühle sind für den fast 31-Jährigen inzwischen nicht mehr als eine Erinnerung. Und Nessos ist Vollblut-Fußballer, sonst hätte er den Kampf gegen seinen Körper wohl schon viel früher aufgegeben. Über zwei Jahre hat sich der Mann mit der Trikot-Nummer 26 dagegen gewehrt, nun ist in ihm die Erkenntnis gereift, dass es keinen Sinn mehr macht. Den Fußballprofi Evangelos Nessos wird es nicht mehr geben. "Den Alltag kann ich ganz gut bewältigen, aber größere Belastungen verträgt das Knie einfach nicht mehr", erzählt Nessos. Seine Patellasehne ist zur Achillesferse geworden. Es ist der (zu) teure Preis für seinen Einsatzwillen und den Ehrgeiz, der Mannschaft helfen zu wollen. "Heute weiß ich, dass ich zu lange mit Schmerzen gespielt habe", blickt der Grieche zurück. Im Frühjahr 2007 hatte er im tobenden Abstiegskampf mit der TuS die Signale beiseite geschoben oder mit Schmerzmitteln betäubt. Ehe das Knie vollends streikte. Nach 91 Spielen für die TuS, in denen Nessos dank seiner mitreißenden Spielweise auf der Außenbahn Kult-Status bei den Fans erlangt hatte. Zusammen mit Brenny Evers bildete er ein Duo, das maßgeblichen Anteil am Zweitliga-Aufstieg hatte.
TuS baut ihren Kader kräftig um
Zweitligist Koblenz trennt sich von 18 Spielern - Kommt Kuqi? Wer kennt sie nicht, "Die drei ???", die Kultnummer unter den Detektivserien des Jugendstils. Mysteriöse Fälle, von drei Nachwuchsschnüfflern im Handumdrehen gelöst. Doch was sind drei Fragezeichen gegen all die offenen Fragen, all die Mysterien, die beim Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz zum Saisonauftakt noch einer Antwort und einer Lösung harren. Nur eines steht fest: Was als kleiner Umbruch zur Spielzeit 2009/2010 geplant war, entpuppte sich gestern beim offiziellen TuS-Saisonauftakt als veritables Stühlerücken. 18 Spieler hat die TuS aussortiert - und noch längst nicht jeder der frei gewordenen Stühle ist wieder besetzt. Die Fragezeichen sind gegenüber den Gewissheiten noch deutlich in der Überzahl. Vier neue Akteure indes konnte Trainer Uwe Rapolder schon einmal präsentieren. Benjamin Lense (von Hansa Rostock), Tom Geißler (VfL Osnabrück) und die Heimkehrer Philipp Langen (Fürth) und Johannes Rahn (Stuttgart) tummelten sich mit einer Reihe von Testspielern, möglichen und wahrscheinlichen Neuzugängen auf dem Rasen. Während dort 23 Feldspieler ihrer Arbeit nachgingen, drehte die vom Coach aussortierte "Jugo-Fraktion" (Branimir Bajic, Marko Lomic, Goran Sukalo, Darko Maletic, dazu der nicht mehr gelittene Rüdiger Ziehl) ihre Laufrunden ums Wasserwerk. So bald wie möglich sollen für dieses Quintett möglichst potente Abnehmer gefunden werden. Erst dann kann der endgültige Kader festgezurrt werden. Nur so viel: In den nächsten Tagen soll der Vertrag mit Shefki Kuqi, torgefährlicher Bruder von TuS-Stürmer Njazi, fix gemacht werden. Der Rest sind Fragezeichen.
Viele neue Gesichter zum Aufgalopp
TuS Koblenz startet mit runderneuertem Kader in die Saisonvorbereitung - Keine Verträge für Vata und Pektürk Aufgalopp bei TuS Koblenz: Mit einem runderneuerten Kader hat der Fußball-Zweitligist die Saison-Vorbereitung begonnen, die Fans werden sich an diverse neue Gesichter gewöhnen müssen. 13.58 Uhr, Stadion Oberwerth. Es ist nicht nur das Ende des Urlaubs für die Spieler von TuS Koblenz und der Auftakt in die Saison-Vorbereitung. Mit dem ersten Training vor der Spielzeit 2009/2010 wurde gestern auch offenkundig, was sich in den letzten Wochen abgezeichnet hatte: Beim Fußball-Zweitligisten wird in diesem Sommer ein kräftiger Umbruch vollzogen. Nicht nur die schmucken Leibchen sind neu, auch der Inhalt. Und so fiel es dann beim Elf gegen Elf auf dem Rasen gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. 23 Feldspieler und zwei Torleute haben ihren Dienst angetreten, wobei im TuS-Kader noch zahlreiche Personalien offen sind. Fest steht inzwischen, dass der auslaufende Vertrag von Fatmir Vata nicht verlängert wird. Der Angreifer hatte gehofft, noch ein Jährchen bei der TuS dranzuhängen, fand aber bei den Koblenzer Verantwortlichen kein Gehör. Ebenso wird allem Anschein nach Tayfun Pektürk den Verein verlassen. Der 21-Jährige war in der vergangenen Saison immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen worden und hatte demnach wenig Argumente für eine Vertragsverlängerung. Nachdem das Arbeitsverhältnis mit Salvatore Gambino vorzeitig aufgelöst wurde, sind bislang 13 Abgänge zu verzeichnen. Geht es nach Trainer Rapolder, sollen noch fünf Akteure hinzukommen. Goran Sukalo, Branimir Bajic, Marko Lomic, Darko Maletic und auch Rüdiger Ziehl spielen in den sportlichen Planungen keine Rolle mehr. Über die Gründe schwieg sich der Coach gestern aus, das Verhältnis zu diesen Spielern gilt aber als zerrüttet. Das Quintett trainierte gar nicht erst mit dem Rest der Mannschaft, sondern wurde zum Laufen rund ums Stadion abkommandiert. Ein Szenario, das sich in den kommenden Tagen wiederholen dürfte, nicht zuletzt um den Druck auf Sukalo und Co. zu erhöhen, sich nach einem neuen Arbeitgeber umzusehen. Entsprechend viele neue Gesichter galt es im Trainingsspiel zu identifizieren. Was bei Johannes Rahn und Philipp langen noch am einfachsten war. Während die beiden Rückkehrer in Koblenz einen neuen Anlauf starten, um ihre Profi-Karriere voranzutreiben, darf sich Benjamin Lense berechtigte Hoffnungen machen, als etablierter Akteur von Beginn an zum Stammpersonal zu zählen. "Es darf nicht unser Anspruch sein, nur gegen den Abstieg zu spielen", sagt der 30-Jährige, den Uwe Rapolder noch bestens aus der gemeinsamen Zeit bei Arminia Bielefeld kennt. Neben Tom Geißler als weiterem festen Neuzugang mischten auch der Brasilianer Melinho und Martin Houdec mit. Das Duo von Sigma Olmütz soll kommen, im Fall von Melinho ist dem Vernehmen nach eine Ausleihe mit Kaufoption geplant, um die im Raum stehende Ablöse von 400 000 Euro zu umgehen. Mittelfeldmann Melinho jedenfalls deutete mit einem feinen Tor schon mal seine Qualität an. Ebenfalls zur Probe kickte Außenspieler Christian Müller mit, der bei Bundesliga-Absteiger Energie Cottbus zuletzt überwiegend in der Regionalliga-Elf aktiv war. Ob der 24-Jährige kommt, ist ebenso offen wie eine Verpflichtung von Aljmir Murati, der im internen Duell an der Seite von Shefki Kuqi stürmte. Der Schweizer mit Wurzeln im Kosovo fiel zunächst nur durch seine gelben Schuhe auf, hat aber eine ordentliche Vita vorzuweisen. Der 23-Jährige verdiente zuletzt sein Geld beim Schweizer Zweitligisten La Chaux-de-Fonds, wo ihm in 24 Spielen acht Tore gelangen. Zudem hat die TuS offenbar einen Perspektivspieler an der Angel. Angreifer Lucas Musculus von den A-Junioren des 1. FC Köln will bei der TuS den Sprung in den Profi-Fußball schaffen, in den nächsten Tagen sollen Fakten geschaffen werden. Von den 250 Kiebitzen gab"s nach der 75-minütigen Einheit jedenfalls schon mal aufmunternden Applaus für alle Akteure - auch wenn es noch eine Zeit dauern wird, ehe die Fans alle Gesichter der "neuen TuS" kennen.
Pokal-Los führt TuS nach Hamburg Koblenzer bekommen es in der ersten Runde mit Oberligist Concordia zu tun - Everson soll zum Kader stoßen Mit diesem Los kann TuS Koblenz durchaus leben: Der Fußball-Zweitligist muss in der ersten Runde des DFB-Pokals zum Oberligisten SC Concordia Hamburg reisen. Renate Lingor hat es gut gemeint mit der TuS: Die ehemalige Fußball-Nationalspielerin, die jetzt als Botschafterin für die Frauen-WM 2011 in Deutschland aktiv ist, bescherte dem Koblenzer Zweitligisten bei der Auslosung der ersten Runde im DFB-Pokal den SC Concordia Hamburg - ein Kontrahent, gegen den ein Weiterkommen praktisch Pflicht ist. Aber: Nachdem sich die TuS vor Jahresfrist beim Bremer Vorort-Klub FC Oberneuland bis auf die Knochen blamiert hat, hob TuS-Trainer Uwe Rapolder gleich warnend den Finger: "Es gibt für uns keinen Grund, die Hamburger zu unterschätzen. Es ist aber eine Aufgabe, die wir lösen müssen." Eine Forderung, die nicht zuletzt aus finanzieller Sicht vonnöten ist. Wie im Vorjahr bekommt jeder der 64 Teilnehmer 97 942 Euro an Fernsehgeld, in der zweiten Runde wären es schon 227 133.
Lense hat ehrgeizige Ziele in Koblenz
TuS-Neuzugang bringt reichlich Erfahrung mit - 30-Jähriger spielte schon in Bielefeld unter Trainer Uwe Rapolder Er soll eine der Stützen bei TuS Koblenz werden: Neuzugang Benjamin Lense darf sich beim Fußball-Zweitligisten berechtigte Hoffnungen auf einen Stammplatz machen. Noch gibt's diverse Vakanzen bei der TuS. Während zum Beispiel der Angriff noch ziemlich überschaubar besetzt ist, kann der Fußball-Zweitligist zumindest auf einer Position guten Gewissens in die Saison gehen: Auf der rechten Abwehrseite stehen auch nach dem Weggang von Du-Ri Cha zwei routinierte Kräfte zur Verfügung: Martin Forkel, der seinen Vertrag verlängert hat, gilt als verlässlicher Arbeiter in der Defensive. Dazu gesellt sich mit Benjamin Lense ein Kandidat, den Trainer Uwe Rapolder aus seiner Zeit bei Arminia Bielefeld bestens kennt.
Juli 2009
TuS steckt in einer verzwickten Situation
Koblenzer Zweitligist muss zweimal zum Mannschaftsfoto antreten - Igor Lazic und Thomas Klimmeck komplettieren das Trainerteam Neue Saison, neues Foto: 23 Feldspieler und drei Torleute haben sich im Trikot von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ablichten lassen. Ob alle auch in der anstehenden Saison zum Kader zählen werden, ist allerdings noch nicht klar. Beinahe wäre auch noch der zweite Termin ins Wasser gefallen. Kaum waren die letzten Bilder geschossen, öffnete der Himmel über Bad Ems wieder seine Pforten. Wolkenbruch, wie schon am Tag zuvor. Improvisation war angesagt beim Shooting des Mannschaftsfotos von TuS Koblenz - das ist beim Fußball-Zweitligisten aber praktisch Alltag. Und so passte es fast schon ins Bild, dass von den 26 auf dem Foto postierten Kickern bislang nur 18 mit einem Vertrag ausgestattet sind. In der strahlenden Menge fehlte Emmanuel Krontiris, der in der Nacht Vater geworden war und deshalb seiner Frau zur Seite stand. Nachwuchs-Angreifer Renaldo Rama war nach einer Knöchel-OP ebenso nicht vor Ort wie die fünf von Uwe Rapolder aussortierten Akteure. Immerhin: Drei Personalien sind schon mal aus der Welt. Zum einen wurde der Vertrag mit Nachwuchsstürmer Lucas Musculus fixiert. Der 18-Jährige kommt von der U19 des 1. FC Köln und hat in Koblenz einen Vertrag bis 2012 unterschrieben. Zudem hat sich auch im Betreuerstab etwas getan. Für Colin Bell, der sich künftig verstärkt der U23 widmen wird, übernimmt Igor Lazic neben Uwe Koschinat den Posten als Co-Trainer. Der 42-jährige Lazic kennt Rapolder aus Bielefelder Zeiten und soll ihm nun bei der TuS zur Seite stehen. Als Konditionstrainer komplettiert Thomas Klimmeck das Team rund um die Profis.
TuS freut sich mit neuem Partner
Bitburger Brauerei steigt für sechs Jahre beim Koblenzer Zweitligisten ein - Suche nach Trikot-Sponsor geht weiter TuS Koblenz hat einen neuen Groß-Sponsor für sich gewonnen. Die Bitburger Brauerei steigt in den kommenden sechs Jahren als sogenannter Premium-Partner bei dem Fußball-Zweitligisten ein. Am Ende durfte ein "kühles Blondes" natürlich nicht fehlen, um die künftige Zusammenarbeit noch einmal symbolisch zu dokumentieren. Und TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos schmeckte das Bier nicht nur aufgrund der Hitze besonders gut. Der Koblenzer Zweitligist hat mit der Bitburger Brauerei einen renommierten Partner für sich gewinnen können, zumal die Zusammenarbeit langfristig fixiert ist: Der Konzern aus der Eifel wird in den kommenden sechs Jahren als Sponsor die TuS unterstützen.
Es gehört wohl auch zu den Gepflogenheiten bei derlei Anlässen, dass man nur ungern über Geld spricht. "Wir haben vereinbart, dass wir uns zu den Modalitäten nicht äußern", sagte Bitburger Vertriebsdirektor Heinrich Wurster im Rahmen der Präsentation auf der Festung Ehrenbreitstein. Folglich kann über die Höhe der Zuwendungen nur spekuliert werden. Branchenüblich dürfte es sich vermutlich um eine jährliche Summe im unteren sechsstelligen Bereich handeln.
TuS: Kuqi trifft auch ohne Vertrag
Designierter Koblenzer Neuzugang erzielt das erste Tor der Vorbereitung - Solider Auftritt gegen Polizei-Nationalmannschaft Ein Neuzugang sowie ein Fast-Neuzugang erzielten die Treffer beim ersten Auftritt der TuS Koblenz in der neuen Saison. Heute steht für den Zweitligisten um 19 Uhr vor vollem Haus die Partie gegen den 1. FC Köln auf dem Programm. TuS Koblenz - Polizei-Nationalelf 2:0 (1:0) In der 35. Minute dieses Testspiels bekam der Finne Shefki Kuqi erstmals eine Ahnung davon, was den Unterschied zwischen internationaler Härte und den Gepflogenheiten im deutschen Fußballwesen ausmacht. Der Angreifer mit der bulligen Statur hat seine letzten Berufsjahre in England verbracht, wo Fußball bekanntlich als eine in erster Linie körperbetonte Sportart verstanden wird - und wollte nun, in seiner ersten Partie im Trikot der TuS Koblenz, eine Flanke von Johannes Rahn mit dem Kopf erreichen. Mit allem, was er hatte - aber keineswegs unfair -, warf sich Kuqi in Ball und Gegenspieler und drückte das Leder eindrucksvoll in den Tor-Winkel. Was folgte, war ein Pfiff des Unparteiischen, der ein Stürmerfoul anzeigte - und ein Gesichtsausdruck Kuqis, der nicht anders ausgesehen hätte, wäre er gerade Michael Jackson begegnet. Neun Minuten später kam der 32-Jährige dann doch noch zum Torerfolg, den er sich redlich erarbeitet hatte. Nach schönem Pass in die Tiefe und einem Querpass von Lense erzielte Kuqi das erste Tor der TuS Koblenz (44.) in der Saison 2009/10. Ansonsten dürfte es an diesem Nachmittag nicht nur für den möglichen Neuzugang vom englischen Zweitligisten Crystal Palace Anlass gegeben haben, sich umzustellen - auch die 1953 Zuschauer, die ins Polcher Maifeldstadion gelockt worden waren, mussten sich angesichts der Flut neuer Gesichter im TuS-Trikot mit einigen Veränderungen anvertrauen. Von den 22 eingesetzten Spielern gehörte sage und schreibe die Hälfte im letzten Jahr noch nicht zum Koblenzer Kader. Daneben wurden auf der Bank der angeschlagene Neuzugang Philipp Langen sowie Testspieler Christian Müller von Energie Cottbus geschont. Ehe zur Pause fast komplett durchgetauscht wurde, präsentierte Trainer Uwe Rapolder vor allem in der ersten Halbzeit eine TuS-Elf mit völlig neuem Gesicht. Neben den feststehenden Neuzugängen Benjamin Lense und Johannes Rahn, die auf der rechten Seite schon ordentlich zusammenspielten und im Verbund einige Angriffe einleiteten, versuchte sich der aus Osnabrück gekommene Tom Geißler als Kreativkraft hinter den Spitzen. Dahinter agierte im zentralen Mittelfeld der Brasilianer Everson. Außerdem boten die Koblenzer die Testspieler Martin Houdec, Melinho, Aljmir Murati sowie eben Kuqi auf. Bemerkenswert: Alle Akteure liefen bereits mit zugewiesener Rückennummer sowie Namensschriftzug in den neuen TuS-Trikots auf. Allerdings "müssen wir noch sehen, ob es zu Verträgen kommt", wie Trainer Uwe Rapolder erklärte - "Namen auf Trikots kann man ja noch schnell ändern."
Everson bis 2011 bei der TuS
Bei TuS Koblenz ist die Verpflichtung von Neuzugang Nummer sechs perfekt. Am Samstag unterschrieb der Brasilianer Everson einen Zweijahres-Vertrag bis 2011. Der 33-Jährige kommt ablösefrei vom tunesischen Klub Etoile de Sousse und ist für einen Platz im zentralen Mittelfeld vorgesehen. Everson hat in seiner Profi-Karriere bereits etliche Stationen hinter sich. Unter anderem war er bereits für Benfica Lissabon aktiv, in Deutschland schnürte er für Eintracht Braunschweig, den VfL Osnabrück und Arminia Bielefeld die Schuhe.
TuS fährt die ersten Sympathiepunkte ein
Koblenzer überzeugen auf ausverkauftem Oberwerth gegen Köln Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat den ersten Härtetest der Vorbereitung erfolgreich bestanden. Und wie: Die Elf von Trainer Uwe Rapolder gewann im ausverkauften Stadion Oberwerth (!) gegen den 1. FC Köln. TuS Koblenz - 1. FC Köln 3:1 (2:0) Noch hat die TuS nichts gewonnen, aber die ersten Sympathie-Punkte kann der Fußball-Zweitligist schon einmal verbuchen. Eigentlich stand die Partie gegen den 1. FC Köln ganz im Zeichen von Lukas Podolski, aber stattdessen sorgten die Koblenzer für die große Show: Vor 15 000 Zuschauern im Stadion Oberwerth gab"s ein verdientes 3:1 gegen die Domstädter.
Während das Ergebnis der Mannschaft in den nächsten, nicht weniger mühsamen Tagen als Motivationsschub dient, lieferte die Partie vor allem erste Hinweise darauf, wie die TuS in der anstehenden Saison aufgestellt sein dürfte. Im Angriff führt nicht zuletzt mangels Masse kein Weg am Brüderpaar Kuqi vorbei, wobei der designierte Neuzugang Shefki einmal mehr unter Beweis stellte, dass er im Strafraum keine Kompromisse macht. In der 18. Minute holte der 32-Jährige zunächst den Elfmeter heraus, den Matej Mavric zum 1:0 verwandelte, dann sorgte er nach Flanke von Lars Bender für das 2:0 (38.). Damit nicht genug: In der 66. Minute markierte er auch noch das 3:0. Nach Pass des eingewechselten Lucas Musculus zog er aus 18 Metern beherzt ab - der bullige Finne weiß, wo das Tor steht.
Blumen für Evangelos Nessos
Blumen für den Koblenzer Publikumsliebling: Vor der Partie des Testspiels gegen den 1. FC Köln wurde Evangelos Nessos von der TuS verabschiedet, nachdem er seine Karriere wegen einer Knieverletzung beenden musste. Der 30-Jährige hatte im April 2007 sein letztes Spiel für die TuS absolviert. "Ich hoffe, dass ich dem Verein in irgendeiner Form erhalten bleiben kann", so der Grieche, der von den Fans gefeiert wurde.
Müller und Morack schließen zwei Lücken bei der TuS
Koblenzer Defensive ist nahezu komplett - Shefki Kuqi versichert: Ich bleibe - 2:2 im Test bei Wormatia Worms Die Verträge mit den Neuzugängen sechs und sieben sind unter Dach und Fach, die restlichen sollen alsbald folgen. Mit den Verpflichtungen von Christian Müller und Rico Morack ist Fußball-Zweitligist TuS Koblenz sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der rechten Offensivseite komplett. Beide Akteure kommen ablösefrei und erhalten einen Zweijahresvertrag. Müller (25) stammt von Hertha BSC, wo er bereits 21 Bundesligaspiele bestritt, ehe er in der Vorsaison bei Energie Cottbus ins zweite Glied rutschte und sich mit Einsätzen in der Regionalliga-Elf begnügen musste. Auf der rechten Außenbahn der TuS rangelt er nun mit Johannes Rahn und Lars Bender um einen Platz in der Startelf. Morack gilt als Alternative in der Innenverteidigung. "Er passt bei uns sehr gut ins Gefüge", sagt TuS-Trainer Uwe Rapolder über den 21-Jährigen, der ebenfalls aus Berlin stammt und dort in der Regionalliga-Elf von Hertha BSC II zu den Stammkräften zählte. In Koblenz wird er sich zunächst hinter Dominique Ndjeng, Matej Mavric und Martin Hudec anstellen müssen, wobei die Ausleihe des Tschechen von Sigma Olmütz nur noch als Formsache gilt. Ähnlich verhalten sich offenbar die Dinge bei Mittelfeldmann Melinho - und auch die bislang fehlende Unterschrift von Torjäger Shefki Kuqi beunruhigt die TuS-Verantwortlichen (noch) nicht. "Ich habe dem Trainer mein Wort gegeben, dass ich hierbleibe", so der kantige Finne. Am Abend musste sich die Mannschaft in ihrem dritten Testspiel mit einem 2:2 bei Wormatia Worms begnügen. Shefki Kuqi (26.) und Hudec (45.) erzielten die Treffer zur 2:1-Halbzeitführung, ehe der Regionalligist in der 59. Minute ausglich. Trainer Rapolder gab nach der Pause etlichen Akteuren aus der zweiten Reihe die Chance, Spielpraxis zu sammeln.
Rapolder bekommt sein Wunsch-Trio
TuS Koblenz holt Kuqi, Hudec und Melinho - Bajic in die Türkei Bei TuS Koblenz sind vier wesentliche Personalien vom Tisch: Während Shefki Kuqi, Martin Hudec und Melinho wie erwartet ihre Verträge unterschrieben haben, verlässt Branimir Bajic den Fußball-Zweitligisten in Richtung Türkei. Die Nachricht kommt nicht wirklich überraschend, sorgt im Lager von TuS Koblenz aber dennoch für Erleichterung. Nach einer rund zweiwöchigen Hängepartie kann Trainer Uwe Rapolder definitiv mit Shefki Kuqi, Martin Hudec und Melinho planen - seine Wunschspieler gehören nun auch offiziell zum Kader. Inzwischen sind die abschließenden Formalitäten geregelt worden, die Verträge sind unterschrieben. "Eigentlich waren wir schon länger einig, ehe dann doch noch ein kleineres Problem aufgetreten ist", sagt TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos über den Abschluss mit Kuqi, der einen Zweijahres-Vertrag bis 2011 unterschrieben hat. Bei den "kleineren Problem" dürfte es wohl ums liebe Geld gegangen sein, was aber nun aus der Welt ist. Nach einem abschließenden Gespräch von Rapolder mit Kuqi wurden dann Fakten geschaffen. Der "fliegende Finne", wie Kuqi auf der britischen Insel aufgrund seines besonderen Torjubels genannt wird, gilt als Eckpfeiler im Angriff und soll für die nötigen Tore zum Klassenverbleib sorgen. Ähnlich verantwortungsvolle Aufgaben fallen Hudec und Melinho zu, was beide bereits im Test gegen den 1. FC Köln angedeutet haben. Hudec gilt neben Matej Mavric als erste Wahl in der Innenverteidigung, der Brasilianer Melinho hat sich gleich zum Dreh- und Angelpunkt im zentralen Mittelfeld entwickelt. Das Duo wird zunächst für ein Jahr von Sigma Olmütz ausgeliehen, zudem hat sich die TuS eine Kaufoption gesichert. Über die Höhe einer möglichen Ausleih-Gebühr wollte sich Loos nicht äußern - die Vereine haben Stillschweigen vereinbart. Parallel dazu hat die TuS für den ersten der fünf ausgemusterten Profis einen Abnehmer gefunden. Ex-Kapitän Branimir Bajic heuert beim türkischen Erstligisten Denizlispor an. Ein Klub im Südosten des Landes, der in der Vorsaison mit knapper Not dem Abstieg entronnen ist.
Hohes Pensum hinterlässt bei der TuS Spuren
Shefki Kuqi erzielt auch beim 1:1 des Koblenzer Zweitligisten im müden Vorbereitungsspiel gegen den Wuppertaler SV in Bad Ems einen Treffer Die TuS Koblenz bleibt in der Testphase weiter ungeschlagen. Gegen den Wuppertaler SV gab"s am Samstag in Bad Ems ein 1:1-Unentschieden. Der Kräfteverschleiß infolge des strammen Vorbereitungsprogramms machte sich aber bemerkbar. TuS Koblenz - Wuppertaler SV 1:1 (1:0) Spiele im Zwei- bis Drei-Tages-Rhythmus hinterlassen einfach ihre Spuren an der körperlichen Frische. Das mussten auch die Koblenzer Fans unter den rund 1000 Zuschauern im Stadion Silberau in Bad Ems am Samstagnachmittag einsehen, die in der Partie gegen den Drittligisten Wuppertaler SV den dritten Sieg im vierten Test erwarteten. Am Ende stand"s nach 90 Minuten 1:1. "Vier Partien innerhalb einer Woche gehen natürlich an die Substanz. Die Spieler sind richtig müde. Das konnte man heute auf dem Platz deutlich sehen", sagte Trainer Uwe Rapolder. Die Addition aus erschöpften Koblenzern und engagiert aufspielenden Wuppertalern ergab ein Spiel, in dem sich die Blau-Schwarzen nicht über das Resultat beschweren durften. Rapolder bot durch die Grippekrankheiten von Manuel Hartmann, Matej Mavric und Benjamin Lense sowie Oberschenkel- bzw. Hüftprobleme von Tom Geißler und Johannes Rahn stattdessen Lucas Musculus und Philipp Langen von Beginn auf.
Sukalo zu Augsburg
Die TuS und der Slowene lösen ihren Vertrag Letztlich hat Goran Sukalo das Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorgezogen: Der slowenische Nationalspieler hat gestern seinen ursprünglich bis 2011 datierten Vertrag mit der TuS Koblenz im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst und wechselt mit sofortiger Wirkung zum Ligakonkurrenten FC Augsburg. Sukalo erhält dort einen Zweijahresvertrag und reist bereits am kommenden Wochenende mit seinen neuen Mitspielern ins Trainingslager nach Österreich. "Ich habe mich superwohl in Koblenz gefühlt und wäre gerne langfristig geblieben", sagt Sukalo, der für die TuS in 67 Zweitligaspielen 14 Tore erzielte. Der zusammen mit vier weiteren Spielern ausgemusterte Mittelfeldakteur erkannte nach eigenen Angaben "Anfang der Woche, dass es keinen Sinn mehr in Koblenz macht". Den Wechsel nach Augsburg begründet Sukalo mit den "großen Plänen und Ambitionen des Vereins - ich will hier nun mein Ziel erreichen, in der ersten Liga zu spielen." Durch die Vertragsauflösung lassen die Koblenzer Sukalo ablösefrei ziehen, sparen allerdings die nicht unerheblichen Gehaltskosten. TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos führt entsprechend "wirtschaftliche Gründe" an - die zum jetzigen Zeitpunkt auch weitere Verpflichtungen unmöglich machen. Vielmehr seien nun die von Vereinsseite geplanten Abgänge von Lomic, Maletic und Ziehl "die Grundvoraussetzung für unser Überleben", so Loos.
TuS-Zugang Christian Müller zieht mit links eiskalt ab Zweitligist aus Koblenz setzt sich beim SV Wehen Wiesbaden knapp durch - Erstes Testspiel ohne Kuqi-Tor SV Wehen Wiesbaden - TuS Koblenz 0:1 (0:1) Fußball-Zweitligist TuS Koblenz bleibt in der Saisonvorbereitung weiter erfolgreich: Gestern Abend gewann die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 (1:0). Den Treffer für die Koblenzer erzielte Christian Müller in der 36. Minute - nach einem Missverständnis in der Wehener Abwehr schoss Müller mit links eiskalt ins SV-Tor. Die erste Chance des Spiels hatten allerdings die Gastgeber, denen in der siebten Minute ein Abseitstor gelang. Danach war von Wehen nichts mehr zu sehen, dafür umso mehr von der TuS: Nach schöner Vorbereitung von Tom Geißler und Manuel Hartmann scheiterte Shefki Kuqi am Wehener Torwart (9.); es war übrigens das erste Testspiel ohne ein Tor von Shefki Kuqi. Der Koblenzer Neuzugang befand sich jedoch im Auslassen von Chancen in guter Gesellschaft: Melinho köpfte knapp übers Tor (16.), Geißler schoss daneben (31.), und Benjamin Lense köpfte nach einer Melinho-Ecke genau in die Arme des Torhüters (41.). In der zweiten Hälfte verhinderte Test-Torhüter Dieter Paucken mit einer Glanzparade gegen Jovan Damjanovic den Wehener Ausgleich (63.), der fast noch in der 90. Minute gefallen wäre, aber Steffen Bohl brachte den Ball nicht im Kasten unter.
TuS Koblenz besiegt Kubas Nationalelf 1857 Zuschauer in Kruft sehen den Erfolg des Zweitligisten Die TuS Koblenz bleibt auch nach dem sechsten Spiel der Saisonvorbereitung ungeschlagen. Beim Erfolg über die kubanische Nationalelf zeigte der Fußball-Zweitligist gestern Abend vor 1857 Zuschauern im Krufter Vulkanstadion eine solide Leistung. TuS Koblenz - Kuba 1:0 (1:0) Am Ende des Tages durfte man bei der TuS Koblenz auf den gelungenen Abschluss eines gelungenen Trainingslagers zurückblicken. Nach anderthalb Wochen Schwerstarbeit in Bad Bertrich demonstrierte die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder gestern Abend beim 1:0 (1:0)-Sieg über die Nationalmannschaft Kubas, dass das Defensivverhalten sowie die Abstimmung im Zusammenspiel schon ganz ordentlich funktionieren. Wenngleich die zuletzt intensiven Einheiten sichtlich an den Koblenzer Kickern gezehrt haben, war der Zweitligist vor 1857 Zuschauern im Krufter Vulkanstadion gegen den auf gutem Regionalliga-Niveau agierenden Kontrahenten aus der Karibik zu jeder Zeit feldüberlegen. "Die Ballzirkulation war gut, man hat gesehen, dass es an der Frische fehlt", sagte der insgesamt zufriedene Rapolder nach einer relativ chancenarmen Partie, in welcher seiner Mannschaft mangels Kraft der rechte Zug zum Tor fehlte. Insofern blieb es beim Treffer des Tages durch Shefki Kuqi (31.) - der stärkste Mann im TuS-Trikot war gleichwohl der Brasilianer Melinho, der nahezu an jeder Koblenzer Offensivaktion beteiligt war und durch Zweikampfstärke und Passgenauigkeit auffiel.
Murati und Paucken verpflichtet TuS Koblenz verstärkt die zweite Reihe mit jungem Stürmer und Torhüter
Zehn Tage vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison beim Oberligisten Concordia Hamburg hat TuS Koblenz den Spielerkader nahezu komplettiert. Gestern Nachmittag gab der Verein die Verpflichtungen von Aljmir Murati sowie Dieter Paucken bekannt, die jeweils für ein Jahr das TuS-Trikot überstreifen werden. Offen ist damit - neben den angestrebten Abgaben von Marko Lomic, Darko Maletic und Rüdiger Ziehl - nur noch die Personalie Shqipran Skeraj. Der Kosovare spielte zuletzt für KF Pristina, nahm als Testspieler am gesamten Koblenzer Trainingslager in Bad Bertrich teil und wirkte beim 1:0-Sieg über den SV Wehen-Wiesbaden über die volle Distanz mit. Mit Murati verpflichten die Koblenzer einen Stürmer, der im vergangenen Jahr beim Schweizer Zweitligisten FC La Chaux-de-Fonds acht Treffer in 24 Spielen erzielte und sowohl einen Schweizer als auch einen serbischen Pass besitzt. Der 23-Jährige wird für ein Jahr ausgeliehen und versuchen, im Sturm auf erste Einsatzzeiten im deutschen Profifußball zu kommen. Torhüter Dieter Paucken trainierte bereits seit einigen Monaten bei TuS Koblenz mit und erhält nach seinem Intermezzo beim Regionalliga-Nachwuchs des 1. FC Köln sowie beim Oberligisten SV Roßbach/Verscheid einen Einjahresvertrag als Amateur. Damit ist der 26-jährige Paucken, der im FC-Trikot im September 2006 das Tor des Monats erzielte, für das Bezirksliga-Team der TuS einsatzberechtigt und soll dort Spielpraxis sammeln. Der gebürtige Neuendorfer war bereits im Jugendbereich für die TuS aktiv und kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück.
TuS bleibt auch im siebten Test unbesiegt
Koblenz bezwingt spanischen Erstligisten Racing Santander Erstligisten scheinen TuS Koblenz zu liegen: Nach dem 3:1 gegen den 1. FC Köln überzeugte der Fußball-Zweitligist auch beim Sieg gegen Racing Santander aus der spanischen Primera Division. TuS Koblenz - Racing Santander 1:0 (0:0) 90 Minuten Fußball gegen einen Erstligisten aus der spanischen Primera Division waren Uwe Rapolder nicht genug. Nach dem 1:0- Testspielsieg des Zweitligisten TuS Koblenz gegen Racing Santander schickte der Trainer seine Schützlinge noch einmal auf den Trainingsplatz; offenbar ging es dabei auch um die Sichtung eines weiteren möglichen Neuzugangs. Gelungene Generalprobe Denn, so stellte Rapolder trotz des beachtlichen Erfolges bei der Saison-Generalprobe vor rund 3000 erfreuten Zuschauern fest: "Wir brauchen noch einen Top-Mann." Einen, den Rapolder als "Neuneinhalber" bezeichnet, also ein offensiver Mittelfeldmann, der "Druck machen und Tore erzielen kann". Ob der Wunsch des Trainers in Erfüllung geht, lässt Geschäftsführer Wolfgang Loos offen: "Erst wenn wir die überzähligen drei Spieler Lomic, Maletic und Ziehl von der Gehaltsliste bekommen, können wir über weitere Verpflichtungen nachdenken." Rapolders Vorstellung, der neue Mann könne durch einen externen Sponsor finanziert werden, scheint derzeit ebenfalls wenig Chancen auf Realisierung zu haben. So steht auch weiterhin ein (finanzielles) Fragezeichen hinter dem Engagement von Shqipran Skeraj. Der Kosovare, der schon beim Sieg gegen Kuba am Mittwoch überzeugte, durfte auch gegen Santander eine Halbzeit lang mitmischen und deutete sein Potenzial zumindest an.
Fans stürmen das Stadion
Tausende TuS-Anhänger beim Familienfest Wenn die Spieler von TuS Koblenz so viele Tore schießen, wie sie gestern Autogramme schreiben mussten, dürfte das vom Aufsichtsratsvorsitzenden Walterpeter Twer keck formulierte Saisonziel - "ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften"- kein Problem sein. Denn Tausende TuS-Fans "stürmten" beim ersten Familientag gestern das Stadion auf dem Oberwerth. Den treuen Fans etwas zurückgeben: Das war die Intention des ersten Familientages, zu dem die TuS Koblenz gestern zum Saisonstart ins Stadion auf dem Oberwerth eingeladen hatte - und die Fans nahmen das Geschenk gerne an. Tausende Anhänger des Fußball-Zweitligisten stürmten das Vereinsgelände. Und ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Wie versprochen präsentierte sich die TuS als eine Mannschaft zum Anfassen - ohne Starallüren, ohne Berührungsängste. So konnten die Fans nicht nur während einer Autogrammstunde ganz nah ran an die Spieler, sondern jeder hatte auch die Gelegenheit, im Stadion sein ganz persönliches Mannschaftsfoto zu schießen. Heiß begehrt zudem: die offizielle Klappkarte der Mannschaft. Dass das Team von den Fans in der neuen Spielzeit ebenso unterstützt wird wie in der vergangenen Saison, dafür warb auch TuS-Aufsichtsratsvorsitzender Walterpeter Twer, der in Richtung der Fans bekannte: "Ohne eure Unterstützung hätten wir den Klassenerhalt nicht geschafft." Deshalb versprach Twer auch: "Das Familienfest wird eine feste Einrichtung werden!" Freuen wird dies TuS-Anhänger aller Altersklassen, denn auch der Fußballfan-Nachwuchs kam beim ersten Familienfest des Vereins voll auf seine Kosten, wofür vor allem die Rhein-Zeitung verantwortlich zeichnete. Nicht nur Summi, das Sommer-Spaß-Maskottchen unserer Zeitung, schwirrte unermüdlich über das Stadiongelände, im RZ-Kinderzelt lockten unter anderem auch ein Kicker und Maltische. Außerdem angesagt bei Groß und Klein: Einen Blick in den Mannschaftsbus der TuS werfen, der vor dem Stadioneingang parkte. Auch das war natürlich möglich - inklusive Probesitzen auf dem Trainerplatz...
TuS-Serie hält auch gegen den BVB
Koblenzer Zweitligist trotzt dem Bundesligisten Borussia Dortmund ein verdientes Remis ab - 7396 Zuschauer Auch im achten Vorbereitungsspiel ist Zweitligist TuS Koblenz unbesiegt geblieben. Gegen Bundesligist Borussia Dortmund erkämpfte und erspielte sich die TuS ein verdientes Remis. TuS Koblenz - Borussia Dortmund 1:1 (0:1) Die Personalsorgen des Bundesligisten FSV Mainz 05 haben TuS Koblenz zum Abschluss der Vorbereitung noch einmal einen hochkarätigen Gegner und 7396 Zuschauern ein sehenswertes Fußballerlebnis beschert. Gegen Borussia Dortmund - eine Mannschaft, die gewiss dem oberen Drittel der Ersten Liga zuzuordnen ist - erwiesen sich die Schützlinge von Uwe Rapolder als würdiger Vertreter des verletzungsgeplagten Aufsteigers. TuS-Trainer Uwe Rapolder hatte die Elf vom samstäglichen 1:0 gegen den spanischen Erstligisten Racing Santander auf einigen Positionen verändert. Im linken Mittelfeld feierte Zoltan Stieber sein Comeback nach zweiwöchiger Verletzungspause mit nachvollziehbaren Anlaufschwierigkeiten, und Manuel Hartmann rückte aus der Innenverteidigung wieder auf die Abräumerposition vor, wo der Brasilianer Everson den Trainer zuletzt nicht überzeugt hatte. Dauer-Gastspieler Shqipran Skeraj begann auf der rechten Außenbahn und zeigte mit starken Flankenläufen erneut, warum der Trainer ihn unbedingt auf Dauer haben will. Gegen den nominell stärksten Gegner der Testspielserie lieferte die TuS eine durchaus ansehnliche Partie ab.
Zur Eröffnung stürmen Fans neuen TuS-Shop
Karten, Trikots und vieles mehr: Alles rund um die Blau-Schwarzen gibt"s nun bei Galeria Kaufhof Die TuS Koblenz zieht: Riesiger Andrang herrschte gestern Nachmittag bei der Eröffnung des neuen Fanshops der Blau-Schwarzen im Untergeschoss der Galeria Kaufhof in der Löhrstraße. Zu spüren war bei den Fans dabei die Vorfreude auf die neue Saison. "Wir können es eigentlich gar nicht erwarten, dass es wieder losgeht", betonte der Koblenzer Werner Wimmer, der sich mit seinem Sohn Dominik bei der Neueröffnung nach neuen Fanartikeln umschaute. Auf 60 Quadratmetern bietet der Fanshop, der montags bis samstags von 9.30 bis 19 Uhr geöffnet ist, alles, was das Herz eines TuS-Anhängers begehrt. "Wir haben hier alle gängigen Fanartikel von Schals über Trikots und Sportanzügen bis hin zur Bettwäsche", sagt Marco Weinand von der kaufmännischen Leitung der TuS. Und natürlich gibt es im Fanshop auch Karten für die Heim- und Auswärtsspiele des Zweitligisten. "Ab Mittwoch werden wir hier die Karten für Heimspiele gegen Bielefeld und Cottbus verkaufen", kündigt Weinand an. Sehr zufrieden über den Umzug des TuS-Fanshops, der bislang im Schängel-Center beheimatet war, ist man auch bei Galeria Kaufhof. Geschäftsführer Michael Hövelmann: "Ich denke, mit der TuS und dem Kaufhof haben sich zwei starke Partner gefunden, die in Zukunft auch viele Aktionen gemeinsam machen werden." Ähnlich sieht dies Wolfgang Loos, Geschäftsführer der TuS: "Wir sind zudem sehr erfreut über die zentrale Lage am Eingang zur Fußgängerzone in der Löhrstraße." Einen Stammplatz im Fanshop wird auch der ehemalige TuS-Spieler Evangelos Nessos haben, der nach seiner Spielerkarriere nun in der Merchandising-Abteilung arbeitet
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