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Juni 2010
TuS: Fünf Neue auf einen Streich Koblenz hat Unterlagen eingereicht Drittligist TuS Koblenz macht für die neue Spielzeit Nägel mit Köpfen. Der Etat steht, Geschäftsführer Wolfgang Loos hat die Lizenzunterlagen eingereicht – für Liga drei und Liga zwei. Wobei Letzteres wohl nur pro forma geschehen ist, mit einer Rückkehr ins Unterhaus ist nicht mehr zu rechnen. Alle 36 Profiklubs inklusive Arminia Bielefeld haben mittlerweile die Lizenz erhalten – was Loos ob der Probleme vieler Klubs „nachdenklich stimmt“. Auch auf dem Transfermarkt ist die TuS in diesen Tagen rege unterwegs. Als Neuverpflichtungen kann Loos nunmehr fünf Spieler nennen. Vom Drittliga-Absteiger Holstein Kiel kommt Stürmer Massimo Cannizzaro (29), aus Ahlen wechselt Ole Kittner (22) nach Koblenz. Als zweiten Torhüter hat die TuS Andre Weiß, vorher Wilhelmshaven, verpflichtet. Zu diesem Trio sollen sich nach Informationen aus für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ferner Mittelfeldspieler Lukas Nottbeck (21, 1. FC Köln) und Routinier Dennis Brinkmann (31, Eintracht Braunschweig) gesellen.
TuS Koblenz feiert Wiedersehen mit Fortuna Düsseldorf Vielleicht ist es ein gutes Omen für die TuS Koblenz, jenes 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf am 20. Spieltag der vergangenen Zweitliga-Saison. Im DFB-Pokal sehen sich nun beide Klubs wieder. Drittligist TuS Koblenz empfängt die Fortuna zum Duell in der ersten Runde. „Das ist ein gutes und attraktives Pokal-Los. Jeder erinnert sich noch an den tollen Kampf unserer Mannschaft beim 1:0“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Loos. Am letzten Freitag im Januar traf damals Matej Mavric (71.) per Kopf zum Tor des Tages. „Ich erwarte eine sehr gute Kulisse, da bereits im letzten Aufeinandertreffen mehr als 3000 Fans die Fortuna nach Koblenz begleitet haben. Wir werden versuchen, unsere Chance zu nutzen“, sagt Loos. Auch TuS-Trainer Petrik Sander freut sich auf die erste Runde im DFB-Pokal, wenngleich er um die Stärke des Gegners weiß: „Für uns hätte es sicher schlimmer, aber auch besser kommen können.“
Loos wartet auf die Lizenz TuS-Geschäftsführer in Kontakt mit DFB – Neuzugang Klasen auf den Spuren seines Vaters Während TuS Koblenz auf die endgültige Entscheidung in Sachen Lizenzierung wartet, treibt der künftige Drittligist die Personalplanungen voran. Jüngster Neuzugang ist Thomas Klasen. Wolfgang Loos wartet derzeit fast minütlich auf einen Anruf oder ein Fax aus der DFB-Zentrale in Frankfurt. Seit knapp einer Woche liegen dort die überarbeiteten Lizenzunterlagen von TuS Koblenz, ein Haken hinter dem Zahlenwerk würde dem Geschäftsführer einiges an Anspannung nehmen. So bleibt derzeit noch ein Rest an Unsicherheit, ob der Verein denn auch tatsächlich in der kommenden Saison in der Dritten Liga an den Start gehen darf. Wobei sich in den vergangenen Tagen offenbar die Anzeichen verdichtet haben, dass die Koblenzer alle Auflagen und Bedingungen zur Zufriedenheit der Liga-Bosse erfüllt haben. Wohl auch deshalb ist Loos zusammen mit Trainer Petrik Sander inzwischen verstärkt damit beschäftigt, eine konkurrenzfähige Truppe zusammenzustellen. Zu den verbliebenen drei Akteuren (Bender, Schmidt, Stahl), die bereits mit einem Arbeitspapier für die kommende Saison ausgestattet sind, haben sich mittlerweile sieben weitere Profis hinzugesellt. Erfreulich für Sander: Nachdem Dieter Paucken seinen Vertrag bis 2013 verlängert hat und Andre Weis unter Vertrag genommen wurde, ist der Trainer auf der Torwart-Position bereits nahezu aller Sorgen ledig. Denn: Paucken hat in der Vorsaison unter Beweis gestellt, dass er das Zeug zur Nummer eins hat – und mit Weis kehrt nach einem Jahr ein talentierter Schlussmann nach Koblenz zurück, der bei Regionalligist SV Wilhelmshaven durchweg gute Kritiken erhalten hat. Und: Mit gerade einmal 20 Jahren passt er nahezu perfekt in das Raster der TuS, zumal das Regelwerk der Dritten Liga vorschreibt, dass im 18er-Kader stets vier Spieler aufgeführt werden müssen, die nicht älter als 23 Jahre alt sind. Hinzu gesellen sich mittlerweile fünf weitere Neuzugänge. Nach Dennis Brinkmann, Massimo Cannizzaro, Ole Kittner und Lukas Nottbeck ist die TuS auf der Suche nach einer weiteren Offensivkraft praktisch vor der Haustür fündig geworden. Thomas Klasen, dessen Vater Erich zu Oberliga-Zeiten auf dem Oberwerth aktiv war, will nach einem erfolglosen Intermezzo bei der SV Elversberg seiner Karriere zu neuem Schwung verhelfen. Der inzwischen 26-Jährige drückte einst im Gymnasium auf der Karthause die Schulbank, ehe es ihn von Mayen nach Trier, Kaiserslautern und Emden verschlug. „Er ist in der Offensive vielseitig verwendbar“, so Loos über Klasen.
TuS hat die Lizenz Sechster Neuzugang bei den Koblenzern Erleichterung bei TuS Koblenz: Nach wochenlanger Arbeit hinter den Kulissen hat der Verein vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Lizenz für die kommende Saison erhalten und kann damit in der Dritten Liga den geplanten Neuanfang einleiten. Der sogenannte Zulassungsbeschwerdeausschuss des DFB gab allen 20 Vereinen grünes Licht, nachdem zahlreiche Klubs ihre im April eingereichten Unterlagen überarbeiten und finanzielle Bedingungen erfüllen mussten. Als bislang sechster Neuzugang wurde Marcus Steegmann verpflichtet, der Angreifer erhält einen Vertrag bis 2012. Der 29-Jährige kommt vom Liga-Konkurrenten Unterhaching und soll zusammen mit Massimo Cannizzaro und Thomas Klasen bei der TuS für die Tore sorgen. Vor seinem Engagement in Unterhaching war Steegmann beim VfR Aalen und Borussia Dortmund II aktiv, in der Saison 2005/06 verbuchte er dort zwei Bundesliga-Einsätze. Bereits damals war die TuS an ihm interessiert, eine Verpflichtung kam aber nicht zustande.
TuS stellt neue Aktion vor: 100 Jahre, 1000 Freunde Fußball-Drittligist will zum Jubiläumsjahr 2011 eine Jahrhundertsäule errichten – Gutendorf-Ausstellung im Löhr-Center Kaum ein Mensch hat sein Leben so sehr dem „runden Leder“ gewidmet wie der Koblenzer Rudi Gutendorf. Zu seiner neuesten Foto-Ausstellung im Koblenzer Löhr-Center ließ sich die Sport-Prominenz nicht lange bitten, auch wenn „Riegel-Rudi“ gestern leider kurzfristig gesundheitsbedingt absagen musste. Die beiden Fußballweltmeister Horst Eckel und Wolfgang Overath sowie der ehemalige TuS-Trainer Milan Sasic, Weltklasse-Gewichtheber Ronny Weller, Radsport-Legende Rudi Altig und die beiden ehemaligen deutschen Fußballnationalspieler Stephan Engels und Dariusz Wosz waren zur Ausstellungseröffnung nach Koblenz gekommen. „100 Jahre, 1000 Freunde“ heißt die neue Aktion der TuS Koblenz, die Hecker gestern erstmals vorstellte. „Wir werden in Absprache mit der Stadt auf einem prominenten Platz in Koblenz eine ’Jahrhundertsäule’ errichten – ein Denkmal zu unserem Jubiläum 2011. Freunde der TuS Koblenz können dem Verein einmalig 1000 Euro spenden, die ausschließlich der Nachwuchsarbeit zugutekommen. Im Gegenzug werden Sie auf der Säule namentlich verewigt und erhalten eine fortlaufende Spendennummer“, erklärte der TuS-Präsident. Ein wahrer Freund der TuS Koblenz ist auch Rudi Gutendorf.
Aachen wirbt um TuS-Trainer Sander Koblenzer Manager Loos ist stinksauer Fußball-Drittligist TuS Koblenz wird beim Trainingsauftakt am Montag mit Trainer Petrik Sander rechnen dürfen. Der Coach, der direkt nach dem Zweitliga-Abstieg der TuS seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hatte, bestätigt zwar Kontakte zum Zweitligisten Alemannia Aachen. Da die TuS aber nicht bereit ist, ihren Trainer freizugeben, wird Sander seinen Vertrag wohl erfüllen. „Zuerst müssten sich beide Vereine an einen Tisch setzen“, sagte Sander am Freitagabend unserer Zeitung. TuS-Manager Wolfgang Loos ist nach eigenem Bekunden „stinksauer“ auf den Aachener Manager Erik Meijer: „Das ist eine Frechheit, unseren Trainer anzusprechen, ohne vorher mit mir zu reden“, polterte Loos, „ich hoffe, dass dieses Vorgehen im Profifußball keine Schule macht.“
Trainer Sander bekennt sich zur TuS
Vor dem Beginn der Vorbereitung sorgt der Koblenzer Coach für Klarheit – Neuer Kader startet heute um 18 Uhr Heute um 18 Uhr beginnt für TuS Koblenz eine neue Ära. Wenn Trainer Petrik Sander den Kader des künftigen Drittligisten zum ersten Training bittet, wird im Stadion Oberwerth eine komplett umformierte Mannschaft auf dem Rasen stehen. Wobei im Vorfeld des Neustarts vor allem der Coach für Schlagzeilen sorgt. Da ist TuS Koblenz eigentlich noch in der Sommerpause, und urplötzlich herrscht rund um das Stadion Oberwerth helle Aufregung. Grund ist Trainer Petrik Sander, der das Interesse von Alemannia Aachen geweckt hat. Mehr noch: Der Zweitligist war in Person von Manager Erik Meijer wohl zwischenzeitlich bereits bei dem Coach vorstellig geworden und hat angefragt, ob er sich ein Engagement am Tivoli vorstellen könne. Nachdem Sanders erste Reaktion nicht eben nach einer kategorischen Absage klang („Zuerst müssten sich beide Vereine an einen Tisch setzen“), bemühte sich die TuS tags darauf eilig, die Dinge geradezurücken. In einem Interview auf der Internetseite gab Sander, der ja erst vor drei Wochen seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hatte, ein deutliches Treuebekenntnis zum Verein ab: „Ich stehe zu meinem Vertrag, zu den TuS-Verantwortlichen und unserer gemeinsamen Aufgabe. Ohne Wenn und Aber.“ Nicht mit von der Partie werden heute auch alle jene Akteure sein, deren Zukunft noch offen ist – die aber noch bis zum 30. Juni bezahlt werden müssen. Zum Beispiel Frank Wiblishauser, Ervin Skela, Daniel Gunkel, Rico Morack, Dominique Ndjeng und etliche andere. „Sie sind freigestellt“, so Loos. Alles in allem dürften sich am späten Nachmittag wohl etwa 15 Profis zum ersten Training einfinden. Dazu zählen nunmehr auch Jan Hawel, Tobias Bauer und Eike Mund, die aus der Koblenzer U23 befördert und an den Drittliga-Kader herangeführt werden. Das Trio hat einen neuen Einjahres-Vertrag erhalten.
TuS legt wieder los Umbruch bei Drittligist Aufgalopp bei TuS Koblenz: Mit 16 Feldspielern und zwei Torleuten hat der nahezu komplett umformierte Fußball-Drittligist mit der Vorbereitung auf die kommende Saison begonnen. Vor rund 600 Zuschauern konnte Trainer Petrik Sander gleich neun Neuzugänge begrüßen, darunter auch Lukas Nottbeck, mit dessen bisherigem Arbeitgeber 1. FC Köln die abschließenden Formalitäten geregelt worden sind. Zudem hat Johannes Rahn als einer der wenigen verbliebenen Akteure aus dem alten Kader seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Gesucht wird vor allem noch ein Innenverteidiger, auch im Mittelfeld sieht Trainer Petrik Sander noch Handlungsbedarf.
600 Fans verfolgen den Auftakt der TuS Koblenzer Trainer Sander sucht noch einen zentralen Verteidiger Bei TuS Koblenz rollt wieder der Ball. Mit einer komplett neu formierten Mannschaft hat Petrik Sander die Vorbereitung auf die anstehende Saison begonnen. Der Trainer steht nun vor der Herausforderung, binnen fünf Wochen eine konkurrenzfähige Einheit zu formen.
Das war doch schon mal ein ermutigender Auftakt: Der lautstarke Applaus von der Haupttribüne des Stadions Oberwerth wollte gar nicht mehr aufhören, Trainer und Spieler der TuS Koblenz wirkten ob der Sympathiebekundungen fast ein bisschen verlegen. Gerade einmal sechs Wochen ist es her, dass eine traurige Saison mit dem Abstieg aus der Zweiten Liga geendet hat, aber die Anhänger können offenkundig schnell verzeihen. Die Neugier ist groß, wie das runderneuerte Team aussieht, stolze 600 Zuschauer verfolgten interessiert den Aufgalopp der Blau-Schwarzen. „Das zeigt, dass die Fans bereit sind, uns die Treue zu halten“, bedankte sich Trainer Petrik Sander artig für den Vertrauensvorschuss und versuchte gleich, die Emotionen in die richtigen Bahnen zu lenken. Denn eines machte Sander am Tag eins der Vorbereitung auf die Dritte Liga deutlich: Für Gedankenspiele rund um einen direkten Wiederaufstieg ist in Koblenz kein Platz. „Wer hier anfängt zu träumen, wird schnell von der Realität eingeholt werden.“ Zumindest in der Offensive ist der Drittligist, der gestern auch formal die Lizenz für die Spielklasse erhalten hat, bereits ganz ordentlich aufgestellt: In Marcus Steegmann, Thomas Klasen und Massimo Cannizzaro sind drei Angreifer verpflichtet worden, zudem hat sich Johannes Rahn dann doch entschieden, der TuS treu zu bleiben. Dem Vernehmen nach lag ihm auch ein Angebot von Wacker Burghausen vor, unmittelbar vor dem Trainingsauftakt unterschrieb Rahn einen neuen Einjahresvertrag in Koblenz. Der 24-Jährige ist der sechste und damit wohl der letzte Akteur aus dem Zweitliga-Kader des Vorjahres, der weiterbeschäftigt wird – der Rest spielt in den Planungen keine Rolle mehr. Heute soll dem Vernehmen nach ein weiterer Neuzugang zum Team stoßen. Die Verpflichtung von Abwehrspieler Stefan Haben (21), der schon in der Jugend für die TuS spielte und zuletzt für die zweite Mannschaft der Frankfurter Eintracht in der Regionalliga aktiv war, ist angeblich nur noch Formsache.
Der erste Test für TuS Koblenz Das Spiel des Fußball-Drittligisten TuS Koblenz am Mittwoch gegen den russischen Erstligisten FC Tom Tomsk um 16 Uhr im Bad Emser Silberaustadion ist der Auftakt für mehrere Testspiele der Koblenzer. Es folgen Tests gegen eine Bezirksligaauswahl (26. Juni), den SC Idar -Oberstein (29. Juni) und Wormatia Worms (3. Juli). Am 7. Juli dürfen sich die Fans im Krufter Vulkanstadion auf einen besonderen Gegner freuen. Um 17 Uhr trifft das Team von Trainer Petrik Sander auf den französischen Zweitligisten und Traditionsverein Racing Straßburg. Am 9. Juli spielt die TuS gegen den Wuppertaler SV, am 14. Juli gegen die Spfr Herdorf.
Drittligist TuS Koblenz verliert erstes Testspiel mit 1:2
Massimo Cannizzaro zeigte gleich im ersten Testspiel für den Fußball-Drittligisten TuS Koblenz seine Stürmer-Qualitäten: Nach einem schönen Spielzug über Dennis Brinkmann und Thomas Gentner gelang Cannizzaro per Flugkopfball ein herrliches Tor. Es war das 1:1 (13. Minute) vor 450 Zuschauern im Bad Emser Silberaustadion gegen den FC Tom Tomsk, nachdem die Gäste aus Russland in der neunten Minute durch Artem Dzyuba in Führung gegangen waren. Den 2:1-Siegtreffer für Tom Tomsk erzielte Kyrylo Kovalchuk (57.). Allerdings war die TuS ebenbürtig und legte ein hohes Tempo vor. Zweimal Steve Sam und Cannizzaro in der ersten sowie Lucas Musculus und zweimal Thomas Klasen in der zweiten Hälfte vergaben große Torchancen. Für Trainer Petrik Sander war's trotz der 1:2-Niederlage „mehr als ordentlich“.
TuS Koblenz freut sich über neuen Trikotsponsor
Zufriedene Gesichter bei den Offiziellen von Fußball-Drittligist TuS Koblenz: Nach zahlreichen Gesprächen mit potenziellen Kandidaten ist es dem Klub gelungen, einen neuen Trikotsponsor zu gewinnen. In der kommenden Saison wird das Logo der Firma Ehl AG aus Kruft auf der Brust der Profi-Fußballer zu sehen sein. Der führende Hersteller von Betonartikeln für Garten und Landschaftsbau ist bereits seit geraumer Zeit ein Förderer des Vereins und verstärkt nun sein Engagement. „Das ist für uns ein Meilenstein“, freut sich TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos auf die Partnerschaft – und die zusätzlichen Einnahmen in der Kasse. Die Zusammenarbeit ist vorerst bis 2011 fixiert, Loos hofft allerdings, „dass wir noch lange Partner bleiben“. Über die finanziellen Modalitäten haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.
Sander sucht Verteidiger TuS Koblenz fährt morgen ins Trainingslager nach Bad Bertrich – Everson kein Thema Alle Jahre wieder: Am Donnerstag zieht sich Fußball-Drittligist TuS Koblenz für eine Woche nach Bad Bertrich zurück, um in der Eifel-Idylle die Grundlage für eine erfolgreiche Saison zu schaffen. Parallel dazu ist Trainer Petrik Sander auf der Suche nach einem Innenverteidiger. Der Trainer ist voll des Lobes. Auch nach zwei Wochen intensiver Vorbereitung kann Petrik Sander nur positiv über seine Spieler sprechen, die klaglos das stramme Programm absolvieren. TuS Koblenz, wie es läuft und schwitzt, lautet weiterhin das Motto dieser Tage, wobei die Profis des Fußball-Drittligisten inzwischen wohl das Schlimmste hinter sich haben. Im anstehenden Trainingslager in Bad Bertrich soll nun für eine Woche verstärkt die Arbeit auf dem Platz im Mittelpunkt stehen. Als willkommene Abwechslung zum Alltag dient am Sonntag (14 Uhr) das Testspiel gegen den FK Baku. Der Meister aus Aserbaidschan wird vom Ex-Gladbacher Winfried Schäfer trainiert und weilt derzeit in Deutschland.
TuS Koblenz muss an Stuttgarter Kickers zahlen Nach einem Urteil des Landgerichts Koblenz muss die TuS an die Stuttgarter Kickers eine Entschädigung überweisen. Laut der Nachrichten-Agentur dpa handelt es sich dabei um eine Summe in Höhe von 60 000 Euro. Die Richter gaben damit der Klage des Regionalligisten recht, nachdem die Koblenzer zu einem vertraglich vereinbarten Freundschaftsspiel nicht angetreten waren. Hintergrund ist die Verpflichtung von Mustafa Parmak, der im Sommer 2008 nach langem Hin und Her von den Kickers nach Koblenz gewechselt war, sich bei der TuS aber nicht durchsetzen konnte und den Klub nach einem halben Jahr wieder verließ. „Wir haben die Geschichte schon längst aus der Welt geschafft“, kommentierte TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos eine entsprechende Meldung.
TuS müht sich mit schweren Beinen zum Sieg über Idar Mit 2:1 (2:1) hat sich Fußball-Drittligist TuS Koblenz gestern Abend in Büchenbeuren gegen den Oberligisten SC Idar-Oberstein durchgesetzt. Dabei dominierten die Koblenzer zwar die Partie, jedoch waren den Spielern die schweren Beine aus den harten Trainingseinheiten deutlich anzumerken. Thomas Gentner brachte die TuS vor 350 Zuschauern in der 18. Minute mit 1:0 in Führung. In der 35. Minute hatte Gentner dann das 2:0 auf dem Fuß – doch der Linksfuß vergab, und im Gegenzug markierte Idar-Obersteins Christian Henn aus heiterem Himmel das 1:1. Für den 2:1-Endstand sorgte der in der 30. Minute eingewechselte Johannes Rahn (41.). Neben Oliver Laux, Rahn und Lucas Musculus hatte auch Testspieler Fabian Liesenfeld – hier rechts gegen den Idar-Obersteiner Eugen Vetter – eine gute Möglichkeit, ein Tor zu erzielen. Doch er verpasste genauso knapp wie seine Mitspieler.
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Juli 2010
Uwe Koschinat leitet Test der TuS gegen Baku
Schiedsrichter kommen nicht – Koblenzer Co-Trainer springt ein 300 Zuschauer, zwei Profimannschaften, aber kein Schiedsrichter in Bad Bertrich: Co-Trainer Peter Auer sprang in die Bresche und rettete den Test zwischen TuS Koblenz und dem FK Baku. TuS Koblenz - FK Baku 2:2 (1:1) Bad Bertrich. Mit 2:2 (1:1) hat sich Fußball-Drittligist TuS Koblenz in einem Testspiel vom FK Baku getrennt. Der Meister Aserbaidschans wird vom ehemaligen Karlsruher Coach und gebürtigen Mayener Winfried Schäfer trainiert. Seine Kaukasus-Kicker führten vor 300 Zuschauern auf dem Rasenplatz in Bad Bertrich zweimal gegen die TuS. Bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich schnell eine temporeiche Partie, in der die Gäste, die in Bitburg im Trainingslager sind, etwas mehr vom Spiel hatten. Dennoch fiel der Treffer zum 1:0 für die Schäfer-Truppe auf kuriose Art (8.). Aus 40 Metern drosch Siluingo Jaba einen Freistoß auf das Tor von TuS-Torwart Dieter Pauken. Offensichtlich kannte dieser den auch bei der WM in Südafrika von den Torleuten oft kritisierten WM-Ball noch nicht richtig. Die Kugel rutschte ihm unglücklich über die Hände hinweg ins Netz. TuS-Kapitän Massimo Cannizzaro vergab die Chance zum Ausgleich, als er mutterseelenallein den Ball am Baku-Tor vorbeischob (22.). Besser machte er mit dem Kopf. Nach einer Flanke von Johannes Rahn nickte Cannizzaro sicher zum 1:1 ein (35.). Fabio Ramin erzielte mit einem satten Fernschuss das 2:1 (55.). Doch die TuS schlug zurück: Lars Bender markierte den Treffer zum 2:2-Endstand (68.). Sander war mit seiner Elf zufrieden: „Wir sind mit einem unerhört hohen Aufwand nach den Rückständen wieder ins Spiel zurückgekommen – und das bei diesen hohen Temperaturen. Dafür gebührt meiner Elf ein großes Kompliment.“ Um überhaupt spielen zu können, musste der Koblenzer Co-Trainer Uwe Koschinat die Pfeife in den Mund nehmen. Bakus Trainer Winnie Schäfer war mit dessen Entscheidungen aber nicht immer einverstanden, gestand aber ein, dass dies keinen Einfluss auf den Ausgang der Partie hatte.
TuS Koblenz fehlt beim 1:2 gegen Racing Straßburg die körperliche Frische
Der Koblenzer Ole Kittner springt dem Ball entgegen, die gegnerischen Spieler von Racing Straßburg können nicht aktiv eingreifen – ebenso geschickt stellte sich Kittner in der 82. Minute an, als er den einzigen Treffer des Fußball-Drittligisten TuS Koblenz erzielte. Den Test gewann allerdings der französische Drittligist, der in der 48. und in der 53. Minute nach zwei Abwehrfehlern der TuS mit 2:0 in Führung gegangen war. Für die 600 Zuschauer am Rasenplatz in Mülheim-Kärlich war's trotz der Koblenzer 1:2-Niederlage der Beginn eines spannenden Fußballabends und der richtige Einstieg vor dem WM-Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien. Zwar fehlte den TuS-Spielern nach etlichen Trainingseinheiten die Spritzigkeit, aber in der Endphase hatten die Koblenzer mehrere gute Ausgleichmöglichkeiten. Die größte Chance: der Pfostentreffer von Tobias Bauer (75.). „Die körperliche Frische hat noch gefehlt, aber daran werden wir jetzt arbeiten“, sagte TuS-Trainer Petrik Sander, der Marcus Steegmann, Michael Stahl und Massimo Cannizzaro wegen Muskelverhärtungen schonte.
TuS: Rahn setzt auf den Wohlfühl-Faktor Stürmer des Koblenzer Drittligisten lehnt andere Angebote ab Vier Stürmer für zwei Plätze: Während es im Kader von TuS Koblenz noch die ein oder andere Baustelle gibt, tobt in vorderster Linie bereits der Kampf um die beste Ausgangsposition zum Saisonstart. Mittendrin ein alter Bekannter: Johannes Rahn. Als einer der wenig verbliebenen aus dem Zweitliga-Kader muss er sich gleich mit drei Konkurrenten auseinandersetzen. Neben Rahn bewerben sich Massimo Cannizzaro, Marcus Steegmann und Thomas Klasen für zwei Plätze. Geht man davon aus, dass Cannizzaro gesetzt ist, wird die Aufgabe noch ein bisschen schwieriger. Kein Problem für Rahn, der sich selbstbewusst der Herausforderung stellt: „Ich denke, dass jeder die gleichen Chancen hat.“ Und, so fügt er an: „Ich glaube schon, dass ich hier einen ganz guten Stellenwert habe und der Mannschaft helfen kann.“ Das war wohl auch der Grund, warum er in diesem Jahr nicht ein zweites Mal der TuS den Rücken gekehrt und sich fürs Bleiben entschieden hat. Nachdem sich Rahn von 2007 bis 2009 im Talentschuppen des VfB Stuttgart II zu einem etablierten Drittliga-Stürmer entwickelt hat, will er diesen Anspruch nun bei der TuS untermauern. Zwischenzeitlich soll wohl auch ein Angebot des künftigen Liga-Konkurrenten Wacker Burghausen auf dem Tisch gelegen haben – aber Rahn gab seinem Heimatverein den Vorzug und unterschrieb einen Vertrag bis 2011.
Kein Geld für Verstärkungen TuS kann sich vorerst keinen weiteren Abwehrspieler leisten – Saisoneröffnung am Sonntag Zwei Wochen vor dem Saisonauftakt gegen Rot Weiss Ahlen hat bei Fußball-Drittligist TuS Koblenz der Feinschliff begonnen. Vermutlich wird sich Trainer Petrik Sander mit dem aktuellen Kader begnügen müssen, die avisierten Verstärkungen sind nicht in Sicht. Noch 14 Tage, dann wird's ernst für TuS Koblenz. Bis dahin gibt's noch jede Menge Arbeit für Trainer Petrik Sander und seine Akteure, aber die ersten Testspiele haben bereits wichtige Erkenntnisse geliefert, wie es auf dem Rasen um den Fußball-Drittligisten bestellt ist. Am heutigen Samstag um 15 Uhr steht bei Regionalligist Wormatia Worms die nächste Vorbereitungspartie an, am Sonntag wird sich der Kader ab 11 Uhr im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung den Fans präsentieren. Zu sehen bekommen die Besucher dann eine willige TuS-Mannschaft, bei der der Faktor Teamgeist ganz oben angesiedelt ist. Und, so wurde beim 1:2 gegen Straßburg deutlich: Konditionell sind die Koblenzer schon ganz gut dabei. Trotz der hohen Temperaturen war die Mannschaft in der Lage, in den abschließenden 20 Minuten das Tempo noch einmal anzuziehen – fast wäre der Eifer sogar noch mit dem 2:2 belohnt worden. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft marschieren kann“, darf sich Sander in seiner bisherigen Arbeit bestätigt fühlen. Die körperliche Fitness ist die Grundlage für alle 20 Teams in der Liga, bei der TuS kommt ihr wohl noch ein bisschen mehr Bedeutung zu. Die „Boy Group“ von Sander wird damit etliche Mängel kompensieren müssen, die ebenfalls unübersehbar sind. Vor allem die fehlende Breite im Kader könnte zum Manko werden. Gegen Straßburg mussten Marcus Steegmann, Massimo Cannizzaro und Michael Stahl aufgrund von leichten muskulären Problemen passen – und schon stieß die Mannschaft personell an ihre Grenzen. Am Ende standen fünf TuS-Spieler auf dem Platz, die im Vorjahr noch in der Bezirksliga aktiv waren.
TuS besiegt Wormatia und Schweinehund Koblenzer gewinnen Test mit 2:1 – Zukunft von Musculus offen Die extreme Hitze setzt auch TuS Koblenz zu. Das 2:1 (2:0) im Test bei Wormatia Worms wurde für den Fußball-Drittligisten vor allem zu einer Charakter-Probe. Zwischendurch gewährte der Schiedsrichter sogar eine außerplanmäßige Pause, um die verschwitzten Trikots zu wechseln. Bei tropischer Hitze mit fast 40 Grad auf dem Rasen musste sich Fußball-Drittligist TuS Koblenz nicht nur mit Regionalligist Wormatia Worms, sondern auch mit den äußeren Bedingungen auseinandersetzen. Immerhin: Mit dem 2:1 verbuchte die Mannschaft von Trainer Petrik Sander einen Erfolg und untermauerte, dass sie körperlich auf der Höhe ist. „Wir mussten den inneren Schweinehund überwinden“, gestand Neuzugang Thomas Klasen ein, „insofern war der Sieg schon wichtig fürs Selbstvertrauen.“ Vor rund 300 Zuschauern ging die TuS in der 22. Minute durch Lukas Nottbeck in Führung, Johannes Rahn erhöhte noch vor der Pause auf 2:0. Weil die Koblenzer in der zweiten Halbzeit trotz Überlegenheit etliche Großchancen ungenutzt ließen, mussten sie sich am Ende mit einem 2:1 begnügen, Andreas Feller traf in der 82. Minute zum Endstand.
Fans feiern Saisonstart
TuS Koblenz hatte aufs Oberwerth eingeladen Treue Fans: Davon hat die TuS Koblenz reichlich. Trotz Abstiegs in die Dritte Liga kamen die Anhänger des Vereins am Sonntag in Massen zum Fan-Fest und zur Saisoneröffnung aufs Oberwerth. Aufbruchstimmung trotz Abstieg: Auch wenn die TuS Koblenz in der kommenden Saison „nur“ in der Dritten Liga spielt, bleiben die Fans dem Verein treu. Dies wurde gestern deutlich, als mehr als 1000 TuS-Anhänger zum Fan-Fest und zur Saisoneröffnung aufs Oberwerth strömten. Bei einem Familienfest kamen hier alte und junge Fußballbegeisterte auf ihre Kosten und konnten ihre Stars hautnah erleben. Denn nach der offiziellen Vorstellung der Mannschaft baten die Spieler zur Autogrammstunde. Zuvor hatte auch TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos die euphorische Stimmung unter den Fans dankbar zur Kenntnis genommen: „Die Atmosphäre ist gut, trotz des Abstiegs“, freute sich Loos – und versprach: „Wir werden eine gute Saison spielen.“ Ziele wollte Loos derweil nicht formulieren. „Es geht zunächst darum, dass wir uns stabilisieren. Beim ersten Heimspiel sollen allerdings drei Punkte eingefahren werden“, fügte Loos hinzu. Bei der Vorstellung der Mannschaft präsentierte Moderator Mike Fuhrmann dann viele neue Gesichter. Der größte Applaus brandete allerdings auf, als Trainer Petrik Sander die Bühne erklomm, der offenbar bei den Fans die allergrößten Sympathien genießt.
Klasen startet neuen Anlauf TuS-Neuzugang will in Koblenz an bessere Zeiten anknüpfen – Stammplatz in Reichweite Zurück zu den Wurzeln: Nachdem Thomas Klasen in Koblenz die Schulbank gedrückt und von Mayen aus die Republik in Sachen Fußball bereist hat, zieht es den 26-Jährigen wieder in heimatliche Gefilde. Bei TuS Koblenz will er seiner Profi-Karriere neuen Schwung verleihen. Klasen – da war doch mal was? Richtig. Bei dem Namen fällt den etwas älteren unter den TuS-Fans sofort der Name Erich Klasen ein, der zu Oberliga-Zeiten im blau-schwarzen Trikot für die Koblenzer aktiv war. In der anstehenden Drittliga-Saison macht sich nun Thomas Klasen daran, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, an Ehrgeiz mangelt es dem 26-Jährigen jedenfalls nicht. „Ich möchte in Koblenz wieder dahinkommen, wo ich einmal war“, umreißt der Mann mit der Nummer elf auf dem Rücken sein vordergründiges Ziel. Anders ausgedrückt: Für Klasen geht es bei der TuS darum, den Karriereknick hinter sich zu lassen und sich neu zu beweisen. Immerhin 33 Zweitliga-Spiele hat er für Eintracht Trier absolviert, auch in der U23 des 1. FC Kaiserslautern sowie anschließend bei Regionalligist Kickers Emden gehörte er zum Stammpersonal, ehe es zuletzt nicht mehr rund lief.
TuS gewinnt mit 10:0 in Herdorf Souveräner Erfolg für die TuS: Beim 10:0 (5:0) gegen den Bezirksligisten Herdorf haben die Koblenzer die Gelegenheit genutzt, etwas für das Selbstvertrauen zu tun. Vor 300 Zuschauern gab Trainer Petrik Sander etlichen Akteuren aus der zweiten Reihe die Chance, Spielpraxis zu sammeln. Lucas Musculus und Stefan Haben trafen je zweimal für die TuS, die am Samstag (16 Uhr, in Daufenbach) gegen den holländischen Zweitligisten Sittard ihre Generalprobe vor dem Saisonauftakt bestreitet.
TuS posiert in gelben Trikots
Drittligist improvisiert bei Team-Foto 19 Feldspieler, zwei Torleute und der dazugehörige Betreuerstab: Bei TuS Koblenz ist das obligatorische Mannschaftsfoto im Kasten, am heutigen Samstag steht die Generalprobe in Daufenbach auf dem Programm. Nein, TuS Koblenz hat nicht die Vereinsfarben gewechselt. Dass der Fußball-Drittligist wie schon in den Vorbereitungs-Partien auch gestern auf dem offiziellen Mannschaftsfoto in gelben Trikots daherkam, hat einen ganz simplen Grund: Die neuen Shirts, die natürlich nach wie vor in Blau-Schwarz gehalten sind, sind derzeit noch in der Mache und werden wohl erst unmittelbar vor dem ersten Heimspiel am kommenden Samstag gegen Rot Weiss Ahlen fertig werden. Der guten Laune beim obligatorischen Termin vor einer jeden Saison tat das freilich keinen Abbruch. Der komplette Kader strahlte im Stadion Oberwerth um die Wette. Wobei die Zahl der Akteure mit 19 Feldspielern und zwei Torleuten durchaus überschaubar ist – weil aber sämtliche Funktionsträger gleich mit abgelichtet wurden, sah das Ganze dann doch aus wie in einem richtigen Profi-Verein.
TuS-Defensive steht sicher Zweitligist Fortuna Sittard hilft den Koblenzern beim Toreschießen – Kittner muss passen Der Auftakt in der Dritten Liga rückt näher. Beruhigend aus Sicht von TuS Koblenz: Die Defensive macht einen stabilen Eindruck. In der Offensive hat Trainer Petrik Sander indes noch einiges zu tun. TuS Koblenz - Fortuna Sittard 2:1 (1:0) Wo steht Fußball-Drittligist TuS Koblenz vor dem Start in die neue Saison am kommenden Wochenende gegen Rot Weiss Ahlen? Diese Frage kann auch nach einem letzten Härtetest am Samstagnachmittag in Daufenbach gegen den Zweitligisten Fortuna Sittard aus den Niederlanden nicht endgültig beantwortet werden. Erfreulich aus Koblenzer Sicht ist, dass die Generalprobe mit einem hochverdienten 2:1 (1:0)-Sieg vor 500 Zuschauern endete. Dabei konnte die TuS zu Beginn überraschend auf den zuletzt verletzten Marcus Steegmann zurückgreifen, der in den ersten 45 Minuten zusammen mit Christian Pospischil und Massimo Cannizzaro zu den Aktivposten zählte. Steegmann war es auch, der nach einem Foul an Cannizzaro (12.) im Strafraum den fälligen Elfmeter sicher zur 1:0-Führung verwandelte. Fast fehlerfrei in den ersten 45 Minuten präsentierte sich die TuS-Defensive. Die sehr gut organisierte Koblenzer Abwehr um Kapitän Dennis Brinkmann ließ keine einzige Torchance zu. „Das hat mir schon sehr gut gefallen. Wir waren sehr stabil. Zudem konnte die Mannschaft taktisch einige Änderungen gut umsetzen. Allerdings war es auch nicht einfach, auf diesem holprigen Platz vernünftig zu kombinieren“, zeigte sich Sander mit der Leistung seiner Elf bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Matthias Vogel aber zufrieden.
Kittner: Jeder ist gefordert Der Neuzugang von TuS Koblenz bekommt es gleich mit seinem Ex-Klub Ahlen zu tun Noch zwei Tage, dann wird es ernst für TuS Koblenz. Zum Auftakt der Drittliga-Saison geht es am Samstag um 14 Uhr gegen Mitabsteiger Rot Weiss Ahlen. Eine Mannschaft, die vor allem TuS-Neuzugang Ole Kittner bestens kennt. Der Mann ist quasi der Prototyp der neuen TuS. Ole Kittner ist jung, talentiert, will in Koblenz etwas erreichen und hat vor allem das Format, um sich in der Dritten Liga zu behaupten. Dass er obendrein noch Deutscher ist, muss im Vorfeld der neuen Saison eigentlich fast schon nicht mehr erwähnt werden, im Rahmen des Umbruchs war auch dieser Aspekt ein wesentlicher Faktor bei der Zusammenstellung des Kaders. Klar, die gemeinsame Sprache macht auf dem Weg, möglichst schnell ein funktionierendes Team zu werden, vieles einfacher. „Mir ist es wirklich leichtgefallen, mich hier zu integrieren“, sagt denn auch Kittner, dem im Koblenzer Ensemble eine wichtige Rolle zugedacht ist. Der 22-Jährige ist im Abwehrzentrum gesetzt und soll entweder mit Stefan Haben oder Dennis Brinkmann für Ordnung sorgen. „Ich will hier gern Verantworung übernehmen und traue mir diese Rolle auch zu“, sagt Kittner selbstbewusst. Es war wohl in erster Linie diese Perspektive, die ihn dazu veranlasst hat, den Arbeitsplatz zu wechseln. Nach dem Abstieg mit Rot Weiss Ahlen war für ihn der Zeitpunkt gekommen, sich andernorts zu beweisen. „Ich wollte mich einfach mal verändern“, so Kittner, der längst nicht nur den Klub gewechselt hat. Mit dem Gang zur TuS verlässt er gleichzeitig auch das heimatliche Münster, um in der Fremde flügge zu werden. „Ich hatte wirklich sehr gute Gespräche mit dem Trainer und dem Geschäftsführer“, sieht er sich in seiner Entscheidung bestätigt.
Kein Park- und Ride-Service Im ersten Drittliga-Heimspiel der TuS Koblenz am Samstag (14 Uhr) gegen Mitabsteiger Rot Weiss Ahlen wird es aller Voraussicht nach keinen Park- und Ride-Service geben. Nach Angaben des Vereins sind die Gespräche mit der Kevag bislang ergebnislos verlaufen. Laut TuS wird aber angestrebt, den Bus-Transfer unter anderem von den Parkplätzen auf der Karthause sowie in Moselweiß zum Stadion Oberwerth wie in den Vorjahren in den kommenden Wochen wieder aufzunehmen.
TuS Koblenz: Neuanfang mit Nullnummer Drittligist präsentiert sich gegen Ahlen voller Tatendrang, muss aber torgefährlicher werden Der Anfang ist gemacht, aber der Weg bleibt noch lang: TuS Koblenz hat zum Saisonauftakt der Dritten Liga beim 0:0 gegen Rot Weiss Ahlen angedeutet, dass die Mannschaft konkurrenzfähig ist. Und die Vereins-Oberen können zufrieden zur Kenntnis nehmen, dass die umformierte Mannschaft von den Fans angenommen wird: 5804 Zuschauer sind weit mehr als erwartet, trotz der Nullnummer dürften die meisten auch in den nächsten Wochen wiederkommen. Da hätte ein Sieg als Abrundung eigentlich prima gepasst, aber der Elf von Trainer Petrik Sander ging gegen den Mitabsteiger noch die Torgefahr ab. Obwohl der Coach derzeit ein offensives 4-3-3-System bevorzugt, blieb das Spiel in die Spitze überschaubar. Deutlich sichtbar: Dem neu formierten Team fehlen noch die Mittel, um einen tief stehenden Gegner wie die Westfalen aus den Angeln zu heben. Trotz allen Eifers sprangen in den 90 Minuten lediglich zwei Torchancen in der Schlussphase heraus, die noch dazu Innenverteidiger Ole Kittner hatte.
Laux feiert sein Debüt Eigengewächs darf ran Schnell noch das Trikot an und raus auf den Platz: In der 62. Minute schlug plötzlich die Stunde von Oliver Laux, der später zugab, „dass ein Traum in Erfüllung gegangen ist“. Verständlich, schließlich hat der 20-Jährige abgesehen von einem kurzen Abstecher zum FV Engers seit der D-Jugend für die TuS die Schuhe geschnürt und es über die U 23 wohl schneller als erwartet in die Profi-Elf geschafft. Ganz nebenbei hat er damit auch seinen Vater Dirk im TuS-Trikot beerbt. Für Trainer Petrik Sander war der 28-Minuten-Einsatz für das Koblenzer Eigengewächs aber die logische Konsequenz einer starken Vorbereitung von Laux. „Er ist dicht dran an der Mannschaft“, hatte der Coach den Horchheimer bereits im Vorfeld gelobt und ihm wie Angreifer Jan Hawel große Fortschritte attestiert. Dass der Mittelfeldmann gegen Ahlen sein Debüt als Profi gab, war für Sander auch ein Zeichen, dass er auf die Nachwuchskräfte setzt: „Wir müssen an die Jungs glauben.“
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August 2010
Cannizzaro köpft TuS zum Sieg Koblenzer holen in Aalen den ersten Dreier in der Dritten Liga Die TuS Koblenz hat den ersten Dreier in der dritten Fußball-Liga eingefahren – weiß aber weiterhin nicht, wo sie steht. Aufsteiger VfR Aalen war kein Härtetest für den Zweitliga-Absteiger, der bei seinem 2:1-Erfolg gute Ansätze zeigte. Aber auch Defizite, mit denen die TuS gegen stärkere Teams in die Bredouille kommt. Das gilt insbesondere für den zweiten Durchgang. Nach einer stabilen ersten Hälfte und 1:0-Pausenführung verlor die TuS völlig die Ordnung. Glück für die Koblenzer, dass die Schwaben nur das 1:1 durch Robert Lechleiter schafften (54.), aber nicht in Führung gingen. Das verhinderte der erneut fehlerfreie Dieter Paucken im TuS-Tor gegen Tim Bauer (57.) und Ralf Kettemann (64.), Jürgen Mössmer köpfte im Fünfmeterraum freistehend knapp neben das Tor (64.). Neuzugang Massimo Cannizzaro war es vorbehalten, mit seinem ersten Tor für die TuS den Siegtreffer zu erzielen. Nach einem Freistoß von Thomas Gentner war der 29-Jährige per Kopf zur Stelle (74.). VfR-Coach Rainer Scharinger spielte vier Minuten später seine letzten Trümpfe, wechselte dreimal auf einen Schlag. Doch der einzige Torschuss, den der VfR danach noch zustande brachte – Martin Dausch probierte es aus der Distanz (90.) – war kein Problem für Paucken.
1:1 gegen RW Erfurt: TuS erntet viel Beifall
Drittligist Koblenz bleibt weiter ungeschlagen – Viel Pech in Halbzeit eins verhindert Sieg Jung, dynamisch und zumindest insoweit erfolgreich, wenn es gilt, Sympathiepunkte zu sammeln. Zwar blieb Drittligist TuS Koblenz auch beim zweiten Heimauftritt sieglos. Doch die Art und Weise, wie die neu formierte Koblenzer Mannschaft in der neuen Liga forsch nach vorne spielt, kommt an bei den Anhängern. So gab es nach dem 1:1 (1:1) gegen Rot-Weiß Erfurt viel Beifall von den 6234 Zuschauern. Die Mannschaft macht Spaß. Und fünf Punkte aus drei Spielen – das kann sich sehen lassen. Die Frage vor dem Spiel lautete: Wann fällt es endlich, das erste Heimtor in Liga drei? Nun, was der TuS in 90 Minuten gegen Ahlen beim Saisonauftakt nicht gelingen wollte, glückte ihr gegen die Thüringer nach zwei Minuten. Unter gütiger Mithilfe des Gegners. Der wuselige Massimo Cannizzaro hatte den Koblenzer Rechtsverteidiger Dennis Riemer im Strafraum schön freigespielt. Erfurts Thomas Ströhl war zu spät dran, foulte Riemer. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer blieb nichts anderes übrig, als Strafstoß zu geben. Marcus Steegmann verwandelte zum 1:0 für die TuS. Doch nach einer Viertelstunde riss der Faden bei der TuS. Erfurt kam besser ins Spiel – und im Anschluss an eine Ecke zum Ausgleich. Verteidiger Jens Möckel war per Kopf zur Stelle (17.). Wie würde die junge Koblenzer Elf das wegstecken? Gut! Zehn Minuten schüttelte sich die Mannschaft von Trainer Petrik Sander. Dann nahm sie den Faden aus der Anfangsphase wieder auf und erarbeitete sich bis zur Pause einige gute Chancen. Allein, es fehlte das Glück im Abschluss. Nach einer schönen Flanke des sich im Verlaufe des Spiels steigernden Johannes Rahn klärte Rot-Weiß-Keeper Dirk Orlishausen im letzten Augenblick auf der Linie (37.). Sechs Minuten später gelang Rahn nach energischem Einsatz von Cannizzaro ein Kunstschuss, bei dem der Ball nach einem Flachschuss erst an den linken, dann an den rechten Innenpfosten knallte, bevor die Kugel ins Feld zurücksprang.
Gläsner gesteht und zahlt Der Rechtsstreit zwischen Drittligist TuS Koblenz und seinem ehemaligen Geschäftsführer Hermann Gläsner ist beigelegt. Beide Seiten einigten sich gütlich. Laut einer Pressemitteilung des Koblenzer Landgerichts hat Gläsner die Verantwortung für Verstöße gegen das Lizenzierungsverfahren während seiner Amtszeit übernommen. Die Mitglieder des TuS-Aufsichtsrates waren weder in die Vertragsverhandlungen noch in die Vertragsgestaltungen eingebunden, heißt es weiter in einer gemeinsamen Erklärung beider Parteien. Später geänderte und der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht gemeldete Vertragsmodalitäten beim Transfer zweier Spieler von Partizan Belgrad hatten den Streit entfacht. Die DFL verdonnerte die TuS zu einem Punktabzug und zu einer Geldstrafe, Gläsner wurde fristlos entlassen. Gegen die Kündigung hatte der Ex-Geschäftsführer geklagt, die TuS wiederum wollte Geld von Gläsner. Jetzt muss Gläsner blechen – beide Parteien einigten sich auf einen Ausgleichsbetrag in Höhe von 100 000 Euro. Doch die TuS kommt dem geständigen Ex-Mitarbeiter entgegen, für den sich die Zahlung auf 65 000 Euro reduziert – „bei pünktlicher Einmalzahlung“, wie TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos betonte.
Erste Niederlage für die Koblenzer TuS verliert mit 0:2 in Rostock Drittligist TuS Koblenz hat die erste Saisonniederlage kassiert. Beim 0:2 (0:1) bei Hansa Rostock stand die junge Mannschaft von Trainer Petrik Sander auf verlorenem Posten. Im Duell der Absteiger waren die Rostocker über weite Strecken die klar spielbestimmende Mannschaft. Der TuS gelang es nur selten, Akzente zu setzen. Insbesondere im ersten Durchgang agierten die Gäste viel zu zaghaft. Die 1:0-Führung für Rostock durch Tobias Jänicke (32.) war hochverdient. Kapitän Dennis Brinkmann hatte eine Erklärung für den schwachen Auftritt in den ersten 45 Minuten parat: „Einige waren wohl beeindruckt von der Kulisse.“ 13 000 Zuschauer im Ostsee-Stadion, das waren für so manchen TuS-Spieler allzu gewöhnungsbedürftige Begleitumstände.
Koblenzer erzwingen die Überraschung
Nach dem 1:0 im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf hoffen die TuS-Profis auf Bayern München – Tor des Tages durch Johannes Rahn Festtag im Stadion Oberwerth: Mit dem 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf ist TuS Koblenz nicht nur eine Überraschung im DFB-Pokal geglückt, die junge Drittliga-Elf von Trainer Petrik Sander hat einmal mehr Werbung in eigener Sache betrieben. Der Regen wollte einfach nicht aufhören, die Fans waren klitschnass, aber die Stimmung konnte dennoch nicht besser sein: Nach zwei Unentschieden in den ersten beiden Heimspielen ist Fußball-Drittligist TuS Koblenz der erste Erfolg im Stadion Oberwerth geglückt. Und was für einer: Beim 1:0 gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf liefert die Mannschaft von Trainer Petrik Sander im wahrsten Sinne des Wortes einen packenden Pokal-Kampf ab und belohnte sich mit dem entscheidenden Tor durch Johannes Rahn (83.) für ihren nimmermüden Einsatz. Die Koblenzer hatten auch allen Grund dazu, den Moment zu genießen. Schließlich hatte die neu formierte TuS-Mannschaft in den 90 Minuten zuvor eindrucksvoll ihre Charakterstärke unter Beweis gestellt. Auch wenn nicht jeder Pass seinen Adressaten fand und sich gerade in der ersten Halbzeit manche Lücke im Abwehrverhalten auftat, suchte das Team unermüdlich die Zweikämpfe. Es sollte der Schlüssel zum Erfolg werden. Natürlich brauchte es gegen die Fortuna auch ein bisschen Glück. Vor fast 4000 Gäste-Fans unter den 9065 Zuschauern hätten die Düsseldorfer in der ersten Halbzeit gleich zweimal das Spiel zu ihren Gunsten entwickeln können. In der 9. Minute setzte Ranisav Jovanovic nach einer der wenigen schnellen Kombinationen den Ball auf die Latte, in der 28. Minute scheiterte er am herauseilenden TuS-Torwart Dieter Paucken. Bis zur 83. Minute, als sich Oliver Laux den Ball zurechtlegte. Der Nachwuchsmann schlug den Ball aus 40 Metern in Richtung Tor, wo Johannes Rahn einen Tick schneller als die gesamte Düsseldorfer Abwehr reagierte und per Flugkopfball zum 1:0 einnickte. Das Tor war die logische Konsequenz des Spielverlaufs, in dem die TuS mit jeder Minute mehr an Überzeugung gewann, für eine Überraschung sorgen zu können.
Profis zum Nulltarif gesucht TuS richtet nach dem Pokal-Triumph den Blick nach vorn – Kommt erneut Marvin Pourie? Nach dem Pokal-Triumph gegen Fortuna Düsseldorf kehrt bei TuS Koblenz wieder der Alltag ein. Trotz der angespannten Finanzlage sucht Geschäftsführer Wolfgang Loos nach Mitteln und Wegen, um doch noch den einen oder anderen Akteur an Land zu ziehen. Es ist noch sehr früh in der Saison, aber ein wesentliches Ziel haben Spieler und Verantwortliche von TuS Koblenz bereits erreicht. Das völlig neu formierte Team von Trainer Petrik Sander kommt beim Publikum an. Das 1:0 im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf war ein beeindruckender Beleg dafür, dass da eine Elf auf dem Platz steht, in der kein Platz für persönliche Eitelkeiten ist und in der die Moral stimmt. Eine Mannschaft eben, die trotz mancher Defizite im Passspiel munter den Weg nach vorn sucht. „Wir können sehr stolz sein“, sparte denn auch Sander nicht mit Lob, „es freut mich, dass die Jungs sich endlich auch einmal für ihren Aufwand belohnt haben.“ Mit nicht weniger als sechs Akteuren unter 23 Jahren hatte die TuS den klassenhöheren Gegner niedergerungen, die Vorlage zum entscheidenden 1:0 kam von Oliver Laux – ein Eigengewächs, das im Vorjahr noch in der Bezirksliga aktiv gewesen ist. „Die Unterstützung der Fans zeigt, dass unsere Philosophie greift und angenommen wird“, freut sich Geschäftsführer Wolfgang Loos. In der Tat: Trotz der sintflutartigen Regenfälle feierten die Zuschauer noch lange nach dem Abpfiff mit den Spielern. Loos: „Diejenigen, die nicht dabei waren, werden sich ärgern“. Dennoch: 9035 Zuschauer, das kann sich sehen lassen. Eine Variante, die sich die Koblenzer bereits im vergangenen Winter zunutze machten, als Edmond Kapllani, Andreas Glockner, Anel Dzaka oder auch Marvin Pourie ausgeliehen wurden. „Auch damals hatten wir eigentlich kein Geld“, so Loos.
TuS ganz abgeklärt zum Auswärtssieg Koblenzer Drittligist liefert beim 2:1 in Stuttgart eine überzeugende Vorstellung ab – Cannizzaro und Haben treffen TuS Koblenz hat ein weiteres Zeichen gesetzt. Mit dem 2:1 beim VfB Stuttgart II ist dem Fußball-Drittligisten der zweite Auswärtssieg geglückt, die Mannschaft bot dabei eine starke Vorstellung. Was so ein Sieg im Pokal doch alles bewirken kann. Das 1:0 der TuS Koblenz am vergangenen Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf war offenkundig mehr als nur das Erreichen der nächsten Runde. Im Nachklapp dokumentierte es den nächsten Entwicklungsschritt der jungen Elf von TuS-Trainer Petrik Sander. Beim 2:1 bei der U 23 des VfB Stuttgart präsentierten sich die Koblenzer jedenfalls als kompakte und abgeklärte Einheit, die vor allem in der Defensive überzeugen konnte. Die beiden Tore durch Massimo Cannizzaro und Stefan Haben ergaben sich da fast schon zwangsläufig. Wie schon zuletzt gegen Düsseldorf wurden die ruhenden Bälle zur entscheidenden Waffe der TuS. In der 43. Minute legte Johannes Rahn einen Stahl-Freistoß mustergültig auf, Massimo Cannizzaro besorgte das 0:1. Und schon früh in der zweiten Halbzeit gab die TuS den hilflosen Gastgebern den Rest. Stefan Haben war es, der nach einer Nottbeck-Ecke und einem Steegmann-Kopfball an der richtigen Stelle stand und den Ball aus zwei Metern zum 0:2 über die Linie drückte (55.). Der Innenverteidiger konnte seinen Coup kaum fassen, die rund 150 mitgereisten Koblenzer Anhänger waren indes restlos begeistert. Das 1:2 der kurz vor Schluss durch eine Rote Karte dezimierten Stuttgarter in der Nachspielzeit war nur ein Schönheitsfehler im überzeugenden Gesamtbild. Mit den drei Punkten bleibt die Sander-Elf weiterhin auf beruhigender Distanz zu den unteren Tabellenregionen
TuS: Musculus geht, kommt Verstärkung? Koblenz löst Vertrag mit Angreifer auf Bekommt Fußball-Drittligist TuS Koblenz eine Woche vor dem Ablauf der Transferfrist doch noch einmal Verstärkung? Zumindest sind die Chancen darauf seit gestern gestiegen, nachdem der Vertrag mit Lucas Musculus aufgelöst worden ist. Der 19-Jährige war im Vorjahr von der U19 des 1. FC Köln zur TuS gewechselt, schaffte aber nicht den Sprung in den Profi-Kader. Spätestens seit der Vorbereitung auf die aktuelle Saison spielte der Angreifer in den Planungen von Trainer Petrik Sander keine Rolle mehr, das vorzeitige Ende in Koblenz war somit fast schon die logische Konsequenz. Musculus hätte bei der TuS eigentlich noch einen Vertrag bis 2012 gehabt und sucht nun einen neuen Arbeitgeber. Zwischenzeitlich hatte er sich bereits bei den Reserveteams von Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund vorgestellt.
„Roter Teufel“ wird zum Schängel Manuel Hornig vom FCK nach Koblenz – Heute gegen Werder II Die Rasselbande von Fußball-Drittligist TuS Koblenz ist um einen erfahrenen Kopf reicher: Vom 1. FC Kaiserslautern kommt Manuel Hornig, der der TuS-Defensive zusätzlichen Halt geben soll. Der 27-jährige Abwehrspieler spielte in den Planungen der Pfälzer keine Rolle mehr, bei den Schängeln wird er mit offenen Armen empfangen. „Wir waren schon länger an ihm dran und freuen uns, dass wir ihn verpflichten können“ so TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos. Hornig erhält in Koblenz einen Vertrag bis 2011 und soll schon heute im Spiel gegen Werder Bremen II (19 Uhr) im Kader stehen – sofern alle Formalitäten erledigt sind.
Koblenzer mühen sich vergeblich
TuS muss sich gegen Werder Bremen II mit einem torlosen Unentschieden begnügen – Hornig feiert Debüt TuS Koblenz muss in der Dritten Liga weiterhin auf den ersten Heimsieg warten. Die Mannschaft von Trainer Petrik Sander kam gegen Werder Bremen II nicht über ein 0:0 hinaus. Zwei glanzvolle Auftritte in Folge sind noch längst keine Garantie, dass es auch beim dritten Mal so kommt. Diese Erfahrung mussten die Fußballer von TuS Koblenz machen, die sich gegen Werder Bremen II zwar nach Kräften mühten, aber den Ball partout nicht im Tor unterbrachten. Mit dem 0:0 geht das Warten auf den ersten Liga-Heimsieg weiter – auf der anderen Seite sind die Koblenzer auf dem Oberwerth noch ohne Niederlage. Es fehlte die Klarheit und Präzision, zudem machten die Bremer im Mittelfeld geschickt die Räume eng. Anders als die Reserve des VfB Stuttgart in der Vorwoche präsentierten sich die Hanseaten erstaunlich robust. Konsequenz: Torchancen blieben in den ersten 45 Minuten Mangelware, die Koblenzer kamen allenfalls mit Fernschüssen zu halbwegs gefährlichen Möglichkeiten. Auf der anderen Seite ließ sich auch die Abteilung Abwehr wenig zuschulden kommen, für Trainer Sander gab's somit auch keinen Grund, den frisch verpflichteten Manuel Hornig einzuwechseln. Zuvor durfte der Ex-Lauterer hautnah miterleben, wie seinem Coach in den zweiten 45 Minuten langsam aber sicher der Kamm schwoll. Was vor allem an Schiedsrichter Marc Seemann lag. Der Unparteiische verweigerte in der 51. Minute dem 1:0 durch Johannes Rahn die Anerkennung, weil der TuS-Angreifer die Hand zu Hilfe genommen haben soll. Zuvor hatte Ole Kittner maßgerecht aufgelegt. Ob Seemann richtig lag, ließ sich nicht erkennen.
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September 2010
Die „neue“ TuS liegt im Soll Eine erste Zwischenbilanz des Koblenzer Drittligisten – Michael Stahl nutzt seine Chance Der erste Heimsieg lässt weiter auf sich warten, aber im Lager von Fußball-Drittligist TuS Koblenz kann der Start in die Saison als gelungen bezeichnet werden. Eine Zwischenbilanz. Der leisen Hoffnung auf ein paar freie Tage hat Trainer Petrik Sander schon früh eine Absage erteilt. Zwar macht die Dritte Liga bis zum 11. September Pause, für den Coach von Fußball-Drittligist TuS Koblenz ist das aber noch lange kein Grund, es mit der Arbeit ein bisschen ruhiger angehen zu lassen. Selbst ein Sieg gegen Werder Bremen II hätte daran wohl nichts geändert. Denn, so der Coach: „Wir müssen begreifen, dass wir nur dann in der Lage sind, unsere Stärken einzubringen, wenn die körperliche Fitness stimmt.“ Ein Leitsatz, der bereits zu Beginn der Vorbereitung ein wesentlicher Maßstab für Sander war. Die bisherigen Spiele geben ihm recht, vor allem im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf ist es seiner Elf gelungen, trotz widriger Bedingungen in der Schlussphase das Tempo zu erhöhen – als Belohnung gab's ein 1:0 und den Einzug in die nächste Runde. Dort empfängt die TuS am Dienstag, 26. Oktober (19 Uhr), den Bundesliga-Absteiger Hertha BSC. Mit bislang neun Punkten aus den ersten fünf Spielen liegen die Koblenzer auf ihrer Marschroute durch die Saison bislang voll im Plan und rangieren derzeit fern der Abstiegsränge. Ein Ruhekissen ist das freilich nicht, das wissen alle Beteiligten. Dennoch, der erste Eindruck bei der TuS anno 2010/2011 stimmt.
Pech in der Nachspielzeit verhindert den Sieg Trotzdem zufriedene Gesichter beim Drittligisten TuS Koblenz nach dem 1:1 in Unterhaching – Johannes Rahn trifft vor der Pause Einen Punkt verdient, zwei weitere nur um Haaresbreite verpasst. Gleichwohl waren die Akteure von TuS Koblenz nach dem 1:1 in Unterhaching nicht unzufrieden. „Wenn wir das Spiel nüchtern analysieren, dann müssen wir sehr unzufrieden sein.“ Petrik Sander sprach aus, was in den Gesichtern der Koblenzer Spieler geschrieben stand. Okay, hätte Thomas Klasens Schuss in der Nachspielzeit den Weg vom Innenpfosten ins Tor gefunden – die TuS-Spieler hätten den Unterhachinger Sportpark mit dem dritten 2:1-Auswärtssieg in dieser Spielzeit verlassen können. Wäre, hätte, könnte – „irgendwann gleicht sich das bekanntlich aus“, wollte der TuS-Trainer den Konjunktiv nicht weiter strapazieren und hielt fest, dass „wir auch so mit dem Punkt leben können“. Besonders bitter empfand der eingewechselte Klasen sein Pech: „Eigentlich habe ich alles richtig gemacht, aber dann war es doch falsch.“ Im Klartext: Ein tolles Solo, ein satter Schuss, doch der Pfosten war im Weg. Nur ein „Grashälmchen“ sei seine Mannschaft vom Auswärtssieg entfernt gewesen, bedauerte Sander, dass Klasen und seine Mitspieler „für den Aufwand nicht belohnt worden sind“. Christian Pospischil legte für Johannes Rahn auf, der überlistete Unterhachings Keeper Kampa und schloss technisch versiert ab – ein schöner Treffer! „Ich musste sofort schießen, sonst wäre die Chance vorbei gewesen“, hatte Rahn die Situation richtig erfasst. Dass die Koblenzer das 1:0 zwar in die Pause, aber nicht über die volle Distanz brachten, lag für Sander an „einer Fehleinschätzung, die uns ausgerechnet nach einem ruhenden Ball unterlaufen ist“. Zillner schlug die Ecke herein, Unterhachings Kapitän Torben Hoffmann war mit dem Kopf zur Stelle – 1:1 (67.)
Hornig verletzt, Nottbeck wieder fit Neuzugang der TuS Koblenz am Sprunggelenk operiert – Brinkmann will nicht schon wieder ein Unentschieden Fußball-Drittligist TuS Koblenz muss in den kommenden Wochen auf Manuel Hornig verzichten. Dem Ex-Lauterer macht eine Verletzung am Sprunggelenk zu schaffen. Auf TuS Koblenz warten drei Spiele in einer Woche, da kann Trainer Petrik Sander diese Nachricht eigentlich gar nicht gebrauchen: Vor der Partie gegen den SV Babelsberg (Sa., 14 Uhr) und den darauf folgenden Begegnungen am Mittwoch in Burghausen und gegen Offenbach (Sa., 25. September, 14 Uhr) musste sich Neuzugang Manuel Hornig einem arthroskopischen Eingriff am Sprunggelenk unterziehen. Der Neuzugang fällt damit rund drei Wochen aus. „Bei ihm ist wohl eine alte Verletzung wieder aufgebrochen, mit der er bereits zu seiner Zeit in Kaiserslautern Probleme hatte“, so Sander am Rande des Trainings. Dabei hatte der nachverpflichtete Abwehrspieler gerade erst die spielfreie Zeit genutzt, um sich an die Mannschaft heranzuarbeiten. Passiert ist das Malheur offensichtlich nach seiner Einwechslung in der TuS-Partie in Unterhaching (1:1).
Paucken hält Heimsieg fest
TuS Koblenz müht sich zum 1:0 gegen Babelsberg und freut sich über Platz sechs Es ist vollbracht: Mit dem 1:0 gegen den SV Babelsberg hat Drittligist TuS Koblenz den ersten Heimsieg eingefahren und ist nun schon seit vier Runden ohne Niederlage. Es war beileibe nicht die beste Saisonleistung, aber das konnte man im Lager von TuS Koblenz getrost verschmerzen. Nach dem 1:0 gegen Aufsteiger Babelsberg ist vielmehr die Diskussion um einen möglichen Heimkomplex schon im Keim erstickt worden, zudem liest sich die Tabelle höchst erfreulich. Mit nunmehr 13 Punkten rangiert die Elf von Trainer Petrik Sander auf Rang sechs und hat sich zu Beginn der englischen Woche in eine komfortable Lage gebracht. „Wir können stolz auf das Erreichte sein“, hielt Sander fest, der den Erfolg gegen die Brandenburger in die Kategorie „Arbeitssieg“ einstufte. In der Tat bekamen die 4276 Zuschauer eine TuS zu sehen, die anders als in den Vorwochen die Leichtigkeit des Seins vermissen ließ. Die Koblenzer bestimmten gegen die einzig auf Torverhinderung bedachten Gäste über 90 Minuten das Geschehen, benötigten aber einmal mehr eine Standardsituation, um in Person von Marcus Steegmann einen Treffer zu erzwingen.
TuS verliert Spiel und den Kapitän Koblenz kassiert 1:3 in Burghausen Das war völlig unnötig aus Sicht von TuS Koblenz: Nach vier Spielen ohne Niederlage musste der Fußball-Drittligist beim 1:3 in Burghausen erstmals wieder als Verlierer den Platz verlassen. Das Ärgerliche daran: Die Mannschaft von Trainer Petrik Sander schlug sich nach gutem Beginn praktisch selbst und gab ohne Not das Spiel aus der Hand. Das Auftreten der Koblenzer schien die Gastgeber derart zu beeindrucken, dass sie sogar helfend zur Seite sprangen. Wacker-Verteidiger Peter Hackenberg legte Marcus Steegmann vor dem eigenen Strafraum den Ball auf, der TuS-Routinier bedankte sich für das Geschenk mit einem sehenswerten Heber zum 0:1 (13.). Nicht genug, dass Eric Agyemang praktisch aus dem Nichts in der 22. Minute den Ausgleich erzielte. Nach der Pause kippte die Partie vollends, war von TuS-Souveränität nichts mehr zu sehen. Begünstigt wurde der Umschwung durch die Rote Karte gegen Dennis Brinkmann. Der Mittelfeldmann hatte kurz nach der Pause Christoph Burkhard humorlos von den Beinen geholt, die Strafe war dennoch überzogen. Dann ging es Schlag auf Schlag. Ausgerechnet der Gefoulte war drei Minuten später wieder putzmunter und erzielte das 2:1 (56.), ehe Sören Halfar kurz darauf durch die TuS-Abwehr spazierte und zum 3:1 nachlegte (59.). Binnen sechs Minuten standen die Koblenzer ohne Punkte und ihren Kapitän da.
TuS: Wille allein reicht nicht
Koblenzer kassieren beim 0:1 gegen Tabellenführer Offenbach ihre erste Heimniederlage Erste Heimniederlage für TuS Koblenz: Beim 0:1 gegen Tabellenführer Kickers Offenbach zog sich der Drittligist achtbar aus der Affäre. Um eine Überraschung zu erzwingen, fehlten aber die Mittel. Wenn es denn in Koblenz noch ein paar unverbesserliche Optimisten geben sollte, die der TuS in dieser Drittliga-Saison eine vordere Platzierung zutrauen, so dürfte spätestens seit dem Samstag klar sein, dass die Realität eine andere ist. Für die Koblenzer dürfte tatsächlich das einzige Ziel sein, was Trainer Petrik Sander schon zu Beginn der Vorbereitung verkündet hatte: sich mit aller Macht aus dem Schlamassel der Abstiegsregion fern zu halten. „Wir sind auf einem guten Weg“, glaubt der Coach ungeachtet des 0:1 gegen Kickers Offenbach. Gegen den Liga-Primus spielte die TuS noch nicht einmal schlecht. Über weite Strecken waren die Männer vom Oberwerth sogar ein achtbarer Gegner. Offenbachs Top-Torjäger Olivier Occean (acht Treffer) blieb bis auf zwei Szenen blass, dank solider Defensivarbeit wurden kaum Chancen der Gäste zugelassen. Passend dazu entsprang das Tor des Tages quasi aus dem Nichts, als Lars Bender und Marcus Steegmann nach einem verunglückten Einwurf die Hessen förmlich zum 0:1 einluden. Trainer Sander war fassungslos: „So was gibt's noch nicht einmal in der F-Jugend.“
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Oktober 2010
Koblenzer glänzen nur eine Halbzeit lang TuS kassiert nach überzeugendem Auftritt vor der Pause in Braunschweig ein 1:4 – Trainer Petrik Sander nimmt Führungskräfte in die Pflicht Was für ein Wellenbad der Gefühle: Beim 1:4 in Braunschweig lieferte TuS Koblenz in der ersten Halbzeit eine überragende Vorstellung ab – um am Ende völlig chancenlos zu sein. So eine TuS gab’s schon lange nicht mehr zu sehen. Da stand eine Mannschaft auf dem Platz, bei der ein Rädchen ins andere griff und die den Gegner von einer Verlegenheit in die nächste stürzte. Dass die Koblenzer obendrein bei Aufstiegs-Kandidat Eintracht Braunschweig derart auftrumpften, wertete die Leistung zusätzlich auf. Sehenswerte Ballstafetten wechselten sich mit aggressiver Defensivarbeit ab, dazu gab’s ein sehenswert herausgespieltes 0:1, als Johannes Rahn bereits in der zweiten Minute eine prima Flanke von Lars Bender über die Linie drückte – die rund 200 mitgereisten Anhänger waren zur Pause völlig aus dem Häuschen. 45 Minuten später war die Gefühlswelt eine gänzlich andere. Steegmann selbstkritischNach dieser tollen ersten Halbzeit war es in der Tat kaum zu glauben, dass die TuS mit einer 1:4-Klatsche die Heimreise antreten musste. Mit dem 1:1 durch Patrick Amrhein in der 54. Minute – einem Tor aus dem Nichts – wachte die Eintracht auf, fortan hatte die TuS den ambitionierten Niedersachsen nichts mehr entgegenzusetzen. Dominick Kumbela legte sechs Minuten später zum 2:1 nach, mit dem 3:1 in der 68. Minute war die Sache durch. Erneut traf Kumbela und nahm ein Elfmeter-Geschenk von Schiedsrichter Arno Blos aus Altbach dankend an. Lars Bender soll Amrhein gefoult haben, für Sander war das „ein Witz“. Mit dem 4:1 machte Dennis Kruppke in der 82. Minute den Deckel drauf, am Ende wäre sogar eine noch höhere Pleite möglich gewesen. „Wir haben es nicht mehr geschafft, die Wellen zu stoppen“, wusste Steegmann. Den TuS-Kickern, die eigentlich als charakterstark gelten, fehlte auch der Glaube, nach dem 1:2 noch einmal zurückzukommen.
TuS Koblenz gewinnt Test mit 1:0
Fußball-Drittligist TuS Koblenz hat gestern Abend vor 918 Zuschauern auf dem Oberwerth ein Benefiz-Spiel gegen den Zweitligisten MSV Duisburg mit 1:0 gewonnen. Das Siegtor für die Koblenzer erzielte Jan Hawel in der 18. Minute. Während MSV-Trainer Milan Sasic nahezu die Bestbesetzung aufs Feld schickte, griff TuS-Trainer Petrik Sander in der Startelf gleich auf fünf U23-Akteure zurück. Trotzdem war die TuS über weite Strecken die tonangebende Mannschaft. Nur zweimal musste TuS-Keeper André Weis in der ersten Halbzeit bei Chancen von MSV-Stürmer Srdjan Baljak klären. Auf der anderen Seite traf Hawel nach Freistoß von Tobias Bauer zum 1:0. Nach etlichen Wechseln auf beiden Seiten verflachte die Partie in Halbzeit zwei zusehends.
Der Eismann patzt und Cannizzaro trifft Drittligist TuS Koblenz beendet seine Negativserie und landet einen Arbeitssieg gegen Jena Petrik Sander ist fraglos ein kompetenter Trainer, aber auch als Prophet macht der Fußball-Lehrer eine gute Figur. „Wir werden gegen die Jenaer Abwehr unsere Chance bekommen“, hatte der Coach von TuS Koblenz vor dem Drittliga-Spiel gegen Carl Zeiss Jena gemutmaßt. Und genau so kam es: Ein böser Abwehrschnitzer ebnete den Weg zum 1:0 (1:0)-Arbeitssieg der TuS gegen Jena. Ein ganz persönliches Erfolgserlebnis für Massimo Cannizzaro – und ein wichtiges für die TuS-Elf nach zuletzt drei Niederlagen. Bevor die Partie auf dem Rasen nennenswerte Aktionen produzierte, galt die geballte Aufmerksamkeit der 4515 Zuschauer dem Geschehen auf den Rängen, genauer gesagt den eher unsportlichen Ereignissen im Block der Jenaer Fans. Die lieferten sich kleinere Scharmützel mit Ordnungskräften und den anschließend heranrückenden Polizisten. Die Gastgeber hatten ihre anfängliche Nervosität einigermaßen abgestreift, kamen in der Folgezeit auch aus dem Spiel heraus zu Chancen. Nach Kittner-Flanke verpasste Pospischil zunächst den Führungstreffer nur knapp (30.). Vier Minuten später war es dann so weit. Sören Eismann, ständiger Unsicherheitsfaktor in der Gäste-Verteidigung, schlug über den Ball, Cannizzaro war zur Stelle und schoss zum 1:0 ein. Koblenz war bis zur Pause die klar tonangebende Elf, hatte aber noch eine Schrecksekunde zu überstehen, als auch TuS-Abwehrspieler Lars Bender ein Luftloch trat, Dieter Paucken den Smeekes-Schuss aber klasse zur Ecke lenkte (37.). Dem Spiel in die Spitze mangelte es schlichtweg an Präzision. Gleichwohl hatte die TuS Chancen, das beruhigende 2:0 zu erzielen. Bei Rahns platziertem Schuss (53.) hatte Nulle was dagegen, in der 70. Minute schob Pospischil den Ball haarscharf am Tor vorbei. So war es bis zum Schluss keine hochklassige, aber stets spannende Partie – mit dem besseren Ende für Koblenz.
TuS Koblenz auf der Leinwand: 3. Liga live
Das kommende Auswärtsspiel in Heidenheim wird am Samstag im Apollo-Kino gezeigt Es ist ein Novum, für die 3. Fußball-Liga und auch für TuS Koblenz: Diesen Samstag wird das Auswärtsspiel der TuS in Heidenheim (Anstoß: 14 Uhr) live im Koblenzer Apollo-Kino (Löhrstraße 78) übertragen. Karten gibt es für 5 Euro ab 12.30 Uhr nur an der Tageskasse. Die Idee, den Schängel-Fans das Spiel live zu zeigen, hatte Kay Lister, ein TuS-Fan. Für Lister und seine Mitstreiter ist diese Live-Übertragung ein Pilotprojekt, ein Testlauf. Kommt sein Vorhaben bei den TuS-Fans an, kann er sich weitere Live-Übertragungen vorstellen – auch von anderen Drittligisten. Vor einiger Zeit hatte Lister Kontakt mit der TuS aufgenommen und dem Drittligisten seine Idee vorgestellt. Am Dienstag hat die TuS Koblenz vom deutschen Fußball-Bund (DFB) die offizielle Bestätigung für die Live-Berichterstattung im Kino erhalten. Rund 500 Zuschauer können sich die Übertragung aus der 3. Liga anschauen. „Die 3. Liga ist sehr stark besetzt und attraktiv. Der Hauptgedanke dieser Aktion ist, die Mannschaft zum Fan zu bringen. Wir wollen eine engere Bindung zwischen Fan und Mannschaft herstellen“, sagt Lister. Julian Turek, Pressesprecher der TuS Koblenz, meint zu dem Pilotprojekt: „Es ist eine tolle Idee, die wir natürlich unterstützen. Nicht jeder Fan hat schließlich die Möglichkeit, bis zu zwölf Stunden zu einem Auswärtsspiel zu fahren. Zudem können sich die Koblenzer Fans vor und nach dem Spiel zum Fachsimpeln treffen.“
Mit Brinkmann gehen die Siegchancen TuS Koblenz verliert nach starkem Beginn mit 1:3 beim 1. FC Heidenheim – Bruch im Spiel nach erneuter Gelb-Roter Karte für den Koblenzer Kapitän TuS Koblenz tut sich auswärts in letzter Zeit sehr schwer – nicht nur mal wieder ein Spiel zu gewinnen, sondern auch mal eins mit elf Mann zu beenden. Beim 1:3 in Heidenheim traf die TuS mal wieder die volle Wucht der fußballerischen Widrigkeiten. Im Grunde gehört der Spruch „Wer 1:0 führt, der stets verliert“ als Reim mit extrem hohem Untauglichkeitsgrad auf den Müllhaufen der Redewendungen. Für Drittligist TuS Koblenz indes wird er mehr und mehr zum Menetekel – insbesondere wenn es um Auswärtsspiele geht. 1:0 in Burghausen geführt und verloren. 1:0 bei Eintracht Braunschweig geführt und verloren. Und jetzt, am Wochenende in Heidenheim – Sie ahnen es wohl schon – ging die TuS ebenfalls 1:0 in Führung, um die Partie auch diesmal wieder aus der Hand zu geben. 1:3 hieß es am Ende aus Koblenzer Sicht, mal wieder ging es nach starkem Beginn stark bergab – vom anfänglichen Aufwärtstrend bei Auswärtsspielen mit Siegen in Aalen und Stuttgart ist nicht mehr viel geblieben. Und wieder war Dennis Brinkmann der – soll man es so nennen? – Unglücksrabe. Zweimal zupfte der TuS Kapitän einem enteilenden Gegenspieler am Trikot. Und prompt wurde aus zweimal Gelb einmal Gelb-Rot. „Das war ein Witz, ich falle zweimal auf, und schon muss ich vom Platz. Außerdem hat mich Andreas Spann in der zweiten Szene mehr geklammert, als ich ihn gehalten habe“, suchte Brinkmann sein Heil in der vehementen Verteidigung. Fakt aber ist: Nach Gelb-Rot für den diesmal wegen der Verletzung von Stefan Haben in die Innenverteidigung gerutschten Brinkmann (34.) wurde es schwarz für die TuS. „Wir haben danach kurzzeitig die Ordnung verloren“, konstatierte Sander mit bitterer Miene. Heidenheim, bis dahin kaum einmal mit guten Offensivaktionen auffällig geworden, nutzte die Unordnung und machte aus dem 1:0 für die TuS durch einen satten Volleyschuss von Lukas Nottbeck in den Winkel (5.) binnen Minuten ein 2:1.
Stahl trifft aus 60 Metern ins Glück
Drittligist TuS Koblenz steht nach 2:1 gegen Hertha BSC im Achtelfinale des DFB-Pokals – Traumtor zum 1:0 TuS Koblenz entwickelt sich zum Pokalschreck: Nach dem hochverdienten 2:1 gegen Hertha BSC steht der Fußball-Drittligist wie schon im Vorjahr im Achtelfinale. Was für ein Abend im Stadion Oberwerth: In einer furiosen Partie hat Fußball-Drittligist TuS Koblenz im DFB-Pokal für die nächste Überraschung gesorgt und Hertha BSC mit 2:1 niedergerungen. Die Koblenzer Treffer erzielten Marcus Steegmann und Michael Stahl – aus 60 Metern. Die Partie war der Beweis dafür, dass die Phrase vom Pokal und den eigenen Gesetzen auch im Herbst 2010 nicht an Bedeutung verloren hat. Schon früh verschwammen die Liga-Grenzen, war von einem Klassenunterschied nichts zu sehen. Die TuS war fest entschlossen, den Moment zu nutzen und nach dem Erstrunden-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf den nächsten Coup zu landen. Eine Fülle von Chancen in den ersten 45 Minuten war die Konsequenz, vor allem Johannes Rahn hätte seinem Siegtreffer in der ersten Runde zwei weitere folgen lassen können. Der Angreifer scheiterte jedoch in der 6. und 30. Minute am ansonsten reichlich unsicheren Hertha-Schlussmann Marco Sejna. Mit jeder Minute wuchs bei den Blau-Schwarzen die Überzeugung, dass etwas gegen den vermeintlich übermächtigen Kontrahenten geht. Und in der 60. Minute verkörperte Michael Stahl das Selbstvertrauen der TuS mit einem Treffer, wie er wohl seit der Erbauung im Jahre 1936 auf dem Oberwerth noch nicht gesehen wurde. Nach einem Zweikampf im Mittelfeld fiel dem 23-Jährigen der Ball vor die Füße, den er aus rund 60 Metern am verdutzten Hertha-Torwart vorbei ins Netz beförderte. Prognose: Das war das Tor des Monats. Jetzt trugen auch die 7015 Zuschauer ihren Teil zu einem magischen Abend bei. Die Kulisse war da und durfte in der 71. Minute sogar das 2:0 bejubeln: Marcus Steegmann knallte einen Foulelfemeter mit Brachialgewalt ins Tor. Die Überraschung war perfekt, der Rest war Party auf dem Oberwerth. Da wurde es fast zur Randnotiz, dass die Hertha in der 88. Minute durch Ramos zum 2:1 kam. Es änderte nichts daran, dass die Koblenzer Fans den Satz des Abends anstimmten: „Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin“.
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November 2010
TuS fehlt die Kraft und die Inspiration Koblenzer Drittligist beim 0:1 gegen Dynamo Dresden zu statisch – Bender muss im Abwehrzentrum aushelfen Fußball ist eben ein Tagesgeschäft. Ruhm ist vergänglich, erst recht lassen sich Erfolge nicht beliebig wiederholen. Und so schlichen die Profis der TuS Koblenz am Sonntag nach dem 0:1 gegen Dynamo Dresden mit hängenden Köpfen und schweren Schrittes von dannen – eben jene Kicker, die vier Tage zuvor noch gegen Hertha BSC den Rasen förmlich umgepflügt und die Zuschauer mitgerissen hatten. „Vielleicht hat uns ein bisschen die Power gefehlt“, meinte Angreifer Johannes Rahn und stand damit stellvertretend für etliche seiner Kollegen. Wohl wahr. Nicht nur im Vergleich zum furiosen Vortrag vom vergangenen Dienstag schien es, als hätten elf andere Spieler die blau-schwarzen Trikots an. Von der Dominanz, die die TuS in den bisherigen Liga-Heimspielen häufig entwickeln konnte, war wenig zu sehen, logischerweise gab's praktisch keine Torchancen zu sehen. Allenfalls in der ersten Halbzeit, als Rahn nach sehenswerter Kombination über Thomas Gentner und Marcus Steegmann das 1:0 auf dem Kopf hatte, entstand zwischendurch so etwas wie Torgefahr. Spätestens nach der Pause fehlten aber die spielerischen Mittel und vor allem das Tempo, um die Sachsen ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.
TuS kommt Abstiegszone näher
Koblenzer müssen mit 0:0 in Saarbrücken leben – Trainer Sander: Wir brauchen frisches Blut 14 Spieltage hat TuS Koblenz bestens verheimlichen können, dass es für Fußball-Drittligisten eigentlich nur gegen den Abstieg geht. Spätestens nach dem 0:0 beim 1. FC Saarbrücken gewinnt dieses Thema indes zunehmend an Bedeutung. Von den letzten sieben Liga-Partien hat die Elf von Trainer Petrik Sander nur eines gewonnen, so langsam sehnen alle Beteiligten die Weihnachtspause herbei. Die Leichtigkeit der ersten Wochen ist dahin, dem Team fällt es zusehends schwer, seine spielerische Linie beizubehalten. Erschwerend hinzu kommt, dass die Chancenauswertung zu wünschen übrig lässt. Die Ursache dafür ist in erster Linie in der chronischen Personalnot zu suchen, die reichlich Substanz kostet. „Wir brauchen einfach frisches Blut im Team“, hofft Sander auf ein Ende der Verletzungsprobleme – denkt aber inzwischen wohl auch laut über mögliche Verstärkungen in der Winterpause nach. In den nächsten Wochen besteht die Zielsetzung zunächst einmal darin, die direkte Konkurrenten auf Distanz zu halten. Sander weiß: „Es wird Zeit, dass wir mal wieder einen Dreier holen.“ Das nächste Heimspiel gegen den Tabellen-17. SV Sandhausen wäre eine gute Gelegenheit, den negativen Trend umzukehren. TuS kommt locker zum Erfolg Beim 3:0 für den Drittligisten leistet Gegner Sandhausen kaum Gegenwehr Klettern, ohne sich groß anzustrengen, so macht Aufsteigen Spaß. Mit dem 3:0 (2:0) gegen den SV Sandhausen hat Drittligist TuS Koblenz sich und seine Fans gleich in doppelter Hinsicht belohnt. Zum einen sprang die Mannschaft von Trainer Petrik Sander vom 14. auf den 9. Tabellenplatz. Zum anderen durften die TuS-Fans gegen maximal harmlose Gäste so oft jubeln wie in allen sieben Heimspielen zuvor zusammen. So gesehen kam das 3:0 einem Kantersieg gleich. Das war in den 90 Minuten zuvor ganz anders. Schon nach einer halben Stunde und den Toren von Lukas Nottbeck (15.) und Marcus Steegmann (31., Foulelfmeter) war den Zuschauern eigentlich klar, dass sie zur Abwechslung mal in den Genuss einer Partie kommen würden, die ihre Mannschaft locker nach Hause schaukeln kann. Steegmanns zweiter Treffer zum 3:0 (57.) unterstrich diese These.
TuS gibt sich in Immendorf keine Blöße
Bezirksligist wehrt sich im Rheinlandpokal nach Kräften, ist beim 1:7 aber chancenlos – Rahn trifft dreimal Im Pokal ist bekanntlich vieles möglich, aber so einfach lässt sich ein Vier-Klassen-Unterschied dann doch nicht verheimlichen. Beim 1:7 gegen TuS Koblenz wehrte sich Bezirksligist TuS Immendorf so lange die Kräfte reichten, war aber unter dem Strich chancenlos. Weil die Profis von Trainer Petrik Sander von der ersten Minute an das Tempo hoch hielten, blieb der Traum von der Sensation für die wackeren Immendorfer unerfüllt. Nach dem frühen 0:1 durch Johannes Rahn (10.) erhöhte der Angreifer in der 43. Minute auf 0:2, nach dem 0:3 durch Marcus Steegmann war die Sache praktisch schon zur Halbzeit entschieden. Die klaren Verhältnisse auf dem Platz trübten indes nicht die Volksfest-Stimmung im Höhenstadtteil. Der TuS Immendorf hatte nahezu den kompletten Verein als Helfer mobilisiert, rund 1000 Zuschauer bildeten den passenden Rahmen zum Duell des David gegen den Goliath. Und trotz der Niederlage gab's für die Hausherren Grund zum Jubeln: In der 48. Minute nickte Mittelfeldmann Mike Roeder nach einem Freistoß zum zwischenzeitlichen 1:3 ein, mit dem Treffer belohnte sich die Elf von Trainer Robby Brace für ihr engagiertes Auftreten. „Kompliment ans Team, wir haben gut dagegengehalten“, so Brace, „ich hatte vor dem Spiel ein bisschen befürchtet, dass wir zweistellig verlieren.“ Chancen im Minutentakt Die Koblenzer Nummer zwei Andre Weis blieb indes nahezu ohne Beschäftigung, zumal bei den Immendorfern nach der Pause zusehends die Kräfte schwanden. Der Geist war willig, aber für einen zweiten Treffer reichte es nicht. Stattdessen erhöhte Rahn in der 52. Minute mit seinem dritten Treffer auf 1:4, zehn Minuten später demonstrierte Lars Bender nach schönem Zuspiel von Michael Stahl, dass er ebenfalls über Torjäger-Qualitäten verfügt und schob zum 1:5 ein. Doch damit nicht genug: In der 78. Minute versenkte Christian Pospischil einen Foulelfmeter souverän zum 1:6. Drei Minuten später sorgte der eingewechselte Tobias Bauer für das 1:7, die Dominanz drückte sich am Ende auch in Toren aus.
TuS hält Bayern auf Distanz Koblenzer Drittligist setzt sich nach 1:1 in München im Mittelfeld fest Der Befreiungsschlag ist ausgeblieben, aber auch ohne den dritten Auswärtssieg kann sich die jüngste Bilanz von Fußball-Drittligist TuS Koblenz sehen lassen: Mit dem 1:1 beim FC Bayern München II hat die Elf von Trainer Petrik Sander gegen drei unmittelbare Konkurrenten fünf Punkte eingefahren und bleibt damit auf Distanz zu der gefährlichen Zone der Tabelle. Die erste Bewährungsprobe in einer langen Saison ist bestanden. Angesichts dieser erfreulichen Gesamtsituation lässt sich im Lager der TuS auch verschmerzen, dass aus dem greifbar nahen „Dreier“ am Ende nur ein Punkt geworden ist. Wie schon so oft in dieser Saison lieferten die Koblenzer in der ersten Halbzeit einen nahezu fehlerfreien Auftritt ab und profitierten beim 0:1 durch Lars Bender in der 44. Minute von einem kapitalen Abwehrfehler der Münchner. Und wie schon so oft verpasste es die TuS, ein weiteres Tor nachzulegen und damit für beste Laune auf der sechsstündigen Heimfahrt zu sorgen. Es kam, wie es kommen musste: Sechs Minuten vor Feierabend traf Münchens Mario Erb aus 25 Metern in den Winkel und sorgte für den 1:1-Endstand.
Blessur schockt TuS Saison für Massimo Cannizzaro beendet Schock für Fußball-Drittligist TuS Koblenz: Angreifer Massimo Cannizzaro hat sich im Training die Achillessehne gerissen und fällt voraussichtlich ein halbes Jahr aus. Für den Deutsch-Italiener, der bislang drei Tore erzielt hat, dürfte die Saison damit vorzeitig beendet sein. Der 29-Jährige hatte gerade erst einen Muskelfaserriss auskuriert und soll nun schnellstmöglich operiert werden, um einen optimalen Heilungsverlauf zu gewährleisten. Durch den langfristigen Ausfall von Cannizzaro verschärft sich die Personalnot bei der ohnehin dünn besetzten TuS: Manuel Hornig müht sich nach seiner Sprunggelenks-Operation um den Anschluss ans Team, zudem muss Mittelfeldspieler Lukas Nottbeck nach einer Kapselverletzung am Knie drei bis vier Wochen pausieren. Weil obendrein Marcus Steegmann eine Gelb-Sperre absitzen muss und Johannes Rahn in dieser Woche noch nicht trainieren konnte, gehen Trainer Petrik Sander vor dem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden (Sa., 14 Uhr) die Offensivkräfte aus.
TuS wird zur positiven Überraschung
Koblenzer Drittligist glänzt beim 3:2 gegen Wehen als Kollektiv – Tore durch Gentner und Haben Es ist eigentlich nichts Neues, dass TuS Koblenz immer für eine Überraschung gut ist. Neu ist allerdings, dass der Verein als Fußball-Drittligist inzwischen auch wieder positiv zu überraschen weiß. Vor der Saison stand für den Zweitliga-Absteiger zu befürchten, dass er nach unten durchgereicht werden könnte – die Blau-Schwarzen geben sich indes alle Mühe, die Schwarzseher eines Besseren zu belehren. Mit dem 3:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden hat die Elf von Trainer Petrik Sander nach dem 18. Spieltag eine ausgeglichene Bilanz vorzuweisen und hält sich konsequent von den Abstiegsplätzen fern. Seit vier Runden sind die Koblenzer nun schon ohne Niederlage, haben dabei acht Punkte eingefahren und treffen inzwischen zu Hause sogar das Tor: In den beiden letzten Heimspielen gab's sechs Treffer zu bejubeln. Nun sind Sperren und Verletzungen im Verlauf einer Saison nichts Ungewöhnliches, treffen den dünnen Koblenzer Kader aber umso härter. Gegen die Wehener lieferte die TuS indes den Beweis, dass sie gelernt hat, sich gegen die Widrigkeiten aufzulehnen. Die Abwehrspieler Stefan Haben und Thomas Gentner sorgten für die Tore, bemerkenswert war obendrein der läuferische Einsatz gegen den Tabellen-Vierten. Was Sander zu der folgenden, treffenden Analyse bewegte: „Mannschaft schlägt Klasse.“ Will sagen: Im Koblenzer Kollektiv werden im Sinne des Erfolgs persönliche Eitelkeiten beiseite geschoben. Um so größer ist anschließend die Freude, zumal die Perspektive verlockend ist: In den ausstehenden drei Partien vor der Winterpause bietet sich nun sogar die Möglichkeit, vorzeitig die Basis für den Klassenverbleib zu legen. Sander freut's: „Es ist jetzt ganz neu für uns, aus einer komfortablen Situation ins Spiel zu gehen.“ Das kann man wohl sagen.
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Dezember 2010
TuS punktet eifrig weiter
Koblenzer bauen mit 1:0 gegen Aalen Serie aus Bei Fußball-Drittligist TuS Koblenz wird aus dem Aufwärtstrend fast schon ein Höhenflug: Durch das 1:0 gegen den VfR Aalen ist die Mannschaft von Trainer Petrik Sander nun schon seit fünf Runden ohne Niederlage und hat zuletzt elf Punkte eingeheimst. Da konnten es sich die Koblenzer auch guten Gewissens verschmerzen, eine durchwachsene Leistung geboten zu haben. Wobei Sander durchaus angetan war von der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft. Obwohl über weite Strecken vieles Stückwerk geblieben war, gefiel dem Coach die „taktische Flexibilität“ des Teams, die letztlich zum entscheidenden Faktor für den Sieg werden sollte. Zunächst gelang die Abkehr vom gewohnten 4-3-3-System, ehe auch 20 Minuten in Unterzahl souverän gemeistert wurden. Grund: Kapitän Dennis Brinkmann hatte es geschafft, sich bereits seinen dritten Platzverweis (!) in dieser Saison einzuhandeln.
Kein Stadion für Koblenz Nach Absprung der Investoren wirft die TuS der Stadt Verhinderungstaktik vor Die Pläne zum Bau eines neuen Stadions in Koblenz haben sich zerschlagen. Entsprechende Informationen hat der Aufsichtsrat der TuS Koblenz bestätigt. Aus Sicht der TuS sind die Investoren vor allem wegen der langen Hängepartie um das Projekt sowie wegen überzogener Kostenforderungen der Stadt abgesprungen. Der Oberbürgermeister bestreitet dies – und betont die Unterstützung der Stadt für den Fußballverein in der Vergangenheit. Der aktuelle Stand: Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig hatte Ende November den Aufsichtsratsvorsitzenden der TuS Koblenz GmbH, Walterpeter Twer, angeschrieben. Bis zum 21. Dezember solle Twer der Stadt eine Antwort auf die Frage geben, „ob die Investorengruppe beabsichtigt und in der Lage ist, die Sport- und Veranstaltungsarena zu errichten“. Die Frist zur Beantwortung habe der Stadtrat bereits im Mai beschlossen. Das Problem dabei ist: Weder Twer noch TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos wussten von diesem Beschluss, wie sie auf Nachfrage der RZ betonen. In einer Pressemitteilung der Stadt teilte Hofmann-Göttig jetzt mit, Twer habe in seinem Antwortschreiben „von den Plänen für den Neubau eines Stadions für den Fußballdrittligisten Abstand genommen“. Für diese „Klarstellung“ bedankte sich der Oberbürgermeister. Zudem betonte er noch einmal, welchen Stellenwert die TuS und der Profifußball für die Stadt und die Menschen der Region besäßen. Was der Oberbürgermeister in seiner Pressemitteilung verschweigt: Twers Schreiben enthält mehr als die zitierte „Klarstellung“. Zentral ist Twers Aussage: „Mehr als vier Jahre hatte ich eine Investorengruppe trotz unendlicher Verhinderungsmaßnahmen zusammenhalten können.“ Als Verhinderer gemeint ist die Stadt – die die Stadion-Initiatoren und – Investoren erst hingehalten habe und schließlich mit weiteren Kosten belasten wollte.
Der Pokal-Hit fällt den Wetter-Kapriolen zum Opfer Derby zwischen TuS Koblenz und dem 1. FCK muss nach erneuten Schneefällen abgesagt werden – Wege und Dächer vereist Am Ende waren alle Mühen umsonst. Noch am Morgen hatte TuS Koblenz via Internet Freiwillige gesucht, um im Stadion Oberwerth Schnee zu schippen. Es sollte ein letzter verzweifelter Akt sein, um den Pokal-Hit gegen den 1. FC Kaiserslautern doch noch irgendwie austragen zu können. Aber um kurz nach 11 Uhr musste die Platzkommision nach einer Besichtigung das „Spiel des Jahres“ schweren Herzens absagen. Die überraschend starken Schneefälle in der Nacht zuvor ließen keine andere Entscheidung zu. Während Schiedsrichter Babak Rafati den aufgetauten Rasen als gut bespielbar bezeichnete, glich der Rest der Arena einer Winterlandschaft. Hauptgrund für die Absage waren die vereisten Schneemassen auf den Stahlrohr-Tribünen, die sich nicht abtragen ließen. Da die Gefahr bestand, dass sich einzelne Stücke lösen und auf Besucher stürzen könnten, „wäre es für die Zuschauer unverantwortlich gewesen, das Spiel stattfinden zu lassen“, unterstrich TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos.
Hahn stürmt künftig für TuS Koblenz Drittligist verpflichtet 20-Jährigen vom FC Oberneuland – Keine weiteren Zugänge geplant Während sich die Mannschaft von Fußball-Drittligist TuS Koblenz in den Weihnachtsurlaub verabschiedet hat, werden hinter den Kulissen die Weichen für die Zukunft gestellt. Nachdem der Klub schon vor geraumer Zeit ein Auge auf Andre Hahn geworfen hat, sind gestern Fakten geschaffen worden: Der Angreifer des FC Oberneuland hat bei der TuS einen Vertrag bis Juni 2013 unterschrieben. Der 20-Jährige kommt ablösefrei. Weil Massimo Cannizzaro mit einem Achillessehnen-Riss bis zum Saisonende ausfällt, trauen die Verantwortlichen dem Winterzugang durchaus zu, die entstandene Lücke im Sturm zu schließen. „Wir gehen davon aus, dass er uns sofort helfen kann“, sagt TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos. Hahn erzielte für den Bremer Vorstadt-Verein in der laufenden Saison bislang acht Tore, zuvor war er für den Nachwuchs des Hamburger SV aktiv. „Er passt perfekt in unser Anforderungsprofil“, hofft Loos, dass der künftige Koblenzer eine ähnliche Entwicklung nimmt wie etliche TuS-Kicker im aktuellen Kader. Dennis Riemer, Thomas Gentner oder auch Stefan Haben waren in der Vorsaison ebenfalls in der Regionalliga aktiv, ehe sie sich binnen kürzester Zeit eine Etage höher zu einer festen Größe im Drittliga-Team entwickelt hatten. „Diesen Stil, auf junge deutsche Spieler zu setzen, wollen wir beibehalten“, so Loos, „das Trainerteam hat es bislang hervorragend verstanden, die Mannschaft weiterzuentwickeln“.
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Januar 2011
TuS-Rumpfteam gewinnt Koblenzer Stadtmeistertitel Drittligareserve bezwingt im City-Cup-Finale FC Metternich mit 2:0 Sieger des diesjährigen City-Cups um die Koblenzer Stadtmeisterschaft im Hallenfußball wurde die TuS Koblenz II. Die Schützlinge von Trainer Colin Bell setzten sich im Finale gegen den FC Metternich verdient mit 2:0 durch. Bis dahin hatte die Germania alle Spiele gewonnen und schien auf dem besten Weg zu sein, ihren Vorjahrestitel zu verteidigen. Aber im Endspiel musste die Germania die Leistung der TuS-Reserve anerkennen, die schon nach 90 Sekunden mit 2:0 führte und den Vorsprung sicher über die Zeit brachte. Der Sieg der TuS II war umso bemerkenswerter, weil die Mannschaft das gesamte Turnier nur mit einem Auswechselspieler bestritt. „Die anderen Spieler sind noch in Urlaub. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, sie bewies eine tolle Moral und spielte dabei auch noch attraktiven Hallenfußball“, lobte Colin Bell seine stark kämpfenden Spieler. Bei der Truppe des Engländers fehlte auch ein Torhüter, sodass Feldspieler Paul Lauer diesen Part übernahm. Die vermeintliche Schwächung entpuppte sich als Glücksgriff: Lauer hielt nicht nur seinen Kasten sauber, sondern setzte auch als fünfter Feldspieler Akzente und schaffte oft auf dem Parkett Überzahl.
TuS Koblenz verliert Testspiel 0:2
Die Vorstellung der TuS Koblenz war ansprechender, als es das Ergebnis vermuten lässt: Mit 0:2 verlor der Drittligist gestern ein kurzfristig angesetztes Testspiel gegen Zweitliga-Vertreter SC Paderborn. Die Elf von Trainer Petrik Sander wusste insbesondere in Halbzeit eins in „Bestbesetzung“ zu gefallen, zeigte einige flüssige Kombinationen und erspielte sich gute Chancen wie in dieser Szene durch Thomas Klasen (links). Nach der Pause wechselten beide Teams durch, die Paderborner nutzten Unaufmerksamkeiten in der TuS-Abwehr zu Toren durch David Jansen (59.) und Gateano Manno (63.).
TuS: Pospischil und Steegmann treffen Drittligist aus Koblenz gewinnt das Testspiel gegen Wuppertaler SV mit 2:0 – Lob für Ausrichter Nörtershausen Fußball-Drittligist TuS Koblenz hat gestern ein Testspiel auf dem gut bespielbaren Rasenplatz in Nörtershausen vor 140 Zuschauern mit 2:0 (2:0) gewonnen: Gegen den Regionalligisten Wuppertaler SV trafen die Schützlinge von Trainer Petrik Sander bereits in der ersten Hälfte zweimal, bevor sie nach dem Wechsel einige taktische Varianten übten. Was vor wenigen Tagen auf Grund des Winterwetters noch illusorisch erschien, wurde der TuS mit Hilfe des FC Nörtershausen/Udenhausen ermöglicht. Das Testspiel gegen Wuppertal konnte gestern stattfinden, weil die Vorderhunsrücker ihren Rasenplatz dafür zur Verfügung stellten, worüber Sander überaus glücklich war: „Ein riesengroßes Dankeschön an die Gastgeber dafür, dass wir hier spielen durften.“ Die TuS war in der ersten Spielphase hellwach und hatte in der dritten Minute bereits eine Torgelegenheit, allerdings vergab Johannes Rahn knapp nach einer schönen Vorbereitung von Michael Stahl. Vier Minuten danach machte es Marcus Steegmann besser, jedoch profitierte er dabei auch von einer Unsicherheit des Gäste-Torwarts Kevin Rauhut: Dieser ließ eine hohe Hereingabe abklatschen, sodass Steegmann zur 1:0-Führung treffen konnte (7.). Wuppertal zog sich aber keineswegs zurück, sondern spielte ordentlich mit. So kam der Regionalligist auch zu einigen Distanzschüssen, die aber am Tor vorbeiflogen oder von TuS-Torwart Andre Weis entschärft wurden. Weis zeigte als Paucken-Vertreter eine gute Leistung, was ihm Torwart-Trainer Peter Auer bestätigte: „Der Junge hat heute eine ordentliche Leistung gebracht.“ In der zweiten Halbzeit zog sich die TuS zunächst in die eigene Hälfte zurück. „Wir haben das bewusst so gemacht, um einige taktische Alternativen und Varianten einzuüben“, erklärte Sander. Dass die TuS sich bereits auf ein mögliches Konterspiel für das DFB-Pokalduell gegen den 1. FC Kaiserslautern einstellen würde, wollte der TuS-Trainer aber nicht bestätigen.
TuS spielt 1:1 gegen den 1. FC II
Koblenz zeigt im letzten Test vor dem Pokalspiel eine gute Leistung gegen Köln Im letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart und dem DFB-Pokalachtelfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern hat sich Fußball-Drittligist TuS Koblenz vor 250 Zuschauern auf dem Rasenplatz in Nörtershausen mit 1:1 (1:1) vom 1. FC Köln II getrennt. Ole Kittner sorgte in der 27. Minute mit seinem Kopfballtor für die Führung. Kurz vor dem Halbzeitpfiff besorgte FC-Profi Adil Chihi den Ausgleich. Mit Adil Chihi (36 Bundesligaspiele) und Carsten Cullmann (65 Bundesligaspiele) standen gleich zwei erfahrene Bundesligaprofis in den Reihen der Kölner Reserve. Die tonangebende Mannschaft über die gesamte Spielzeit war hingegen die TuS. Von Beginn an drängten die Koblenzer den FC in die Defensive. Einen Freistoß-Schlenzer von Christian Pospischil aus 20 Metern lenkte FC-Keeper Timo Horn mit den Fingerspitzen über die Latte (5.). Zwei Minuten später erneut die TuS: Nach feiner Vorarbeit von Marcus Steegmann verfehlte Thomas Klasen das Tor der Domstädter mit seinem Distanzschuss nur um Zentimeter (7.). Bei einem Kopfball von FC-Verteidiger Stefan Schwellenbach war TuS-Keeper Dieter Paucken zur Stelle (12.). Glück hatten die Kölner in der 22. Minute: Nach einer Gentner-Ecke konnte der Kopfball von Ole Kittner im letzten Moment auf der Linie geklärt werden. Drei Minuten später versuchte es erneut Thomas Klasen aus der Distanz (25.). Die verdiente 1:0-Führung dann durch die Standardspezialisten Thomas Gentner als Vorlagengeber und Ole Kittner als Vollstrecker. In der 27. Minute war der TuS-Verteidiger nach einer Ecke von Gentner per Kopf zu Stelle zum 1:0 für die TuS. Noch vor der Halbzeitpause hätten der agile Thomas Klasen (40.) sowie Marcus Steegmann (41.) für das 2:0 sorgen können. Ihre Distanzschüsse verfehlten das FC-Gehäuse nur knapp. Kurz darauf der überraschende 1:1-Ausgleich durch Chihi. Nach einem schnellen Konter über Mark Uth war der 22-jährige Stürmer etwas schneller am Ball als die TuS-Verteidigung und drückte das Leder über die Torlinie der Koblenzer (43.). Auch in der zweiten Halbzeit blieb die TuS das bessere Team. Mit schnellen Kombinationen – vor allem über die Außenbahnen – brachten die Schängel die Kölner Reserve immer wieder in Verlegenheit. In der 46. Minute konnte eine Flanke des starken TuS-Rechtsverteidigers Dennis Riemer im letzten Moment abgeblockt werden. In der 50. Minute spielte erneut Dennis Riemer seinen Gegenspieler schwindelig. Drei Meter vor dem Tor konnte der schnelle Rechtsfuß noch abgedrängt werden.
Stiftung ist Teil der „blau-schwarzen Familie“ Ehrenamt Engagement der Fans im Jugend- und Amateurbereich kommt den jungen Fußballern und der TuS zugute Rund 5000 Euro hat die TuS-Koblenz-Stiftung in den vergangenen drei Monaten investieren können. Das Geld ging in Ausrüstung für den Jugendspielbetrieb, in Kameras für eine effektive Spielanalyse der A- und B-Jugend, in die finanzielle Unterstützung eines talentierten A-Jugendspielers, der nach Koblenz gezogen ist, um bei der TuS zu spielen und kaum Unterstützung von den Eltern und praktisch keine vom Verein bekommt. Noch vor gut einem Jahr hat sich niemand träumen lassen, dass die TuS-Fans bundesweit die ersten sein würden, die eine Stiftung für einen Profiverein gründen würden. „Man kann es nicht genau belegen, aber wir glauben sogar, dass wir europa- oder gar weltweit die ersten waren“, sagt Stiftungs-Vorstandsvorsitzender Rolf Berger ein bisschen stolz.
Lakic wirft wackere TuS aus dem Pokal
Eine Halbzeit lang hält Koblenz die Lauterer in Schach, dann bricht der FCK-Stürmer den Bann – Am Ende heißt es 1:4 Nichts war's mit der Pokalüberraschung am Oberwerth. Eine Stunde lang hielt Drittligist TuS Koblenz den Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern in einer unterhaltsamen Achtelfinalpartie prima in Schach, führte bis dahin verdient mit 1:0. Dann aber konnte die TuS dem zunehmenden Druck des FCK nicht mehr standhalten. Binnen zehn Minuten drehten die Pfälzer die Partie und gewannen am Ende verdient mit 4:1. Im Viertelfinale am kommenden Mittwoch müssen die Lauterer nun beim MSV Duisburg und ihren ehemaligen Trainer Milan Sasic ran. Die Koblenzer legten los, als sei Überrennen im Fußball ein probates Mittel, den Gegner in die Knie zu zwingen. In der Anfangsviertelstunde war vom hohen Favoriten außer vornehmer Zurückhaltung nicht viel zu sehen. Die TuS machte mächtig Tempo und verzeichnete die erste Chance der Partie. Nach einer Flanke von Johannes Rahn in den Rücken der Abwehr rutschte Christian Pospichil in aussichtsreicher Position am Ball vorbei. Die Gastgeber waren vom Start weg gut im Spiel, spielten weiter munter und druckvoll drauf los. Und während die Lauterer Findungsphase noch andauerte, stand es auch schon 1:0 für die TuS. Endlich war es der erhoffte Pokalkampf, in dem die TuS weiterhin auf Augenhöhe agierte. Bis zur 37. Minute, als sich das Blatt zu wenden schien. Der Ex-Lauterer Manuel Hornig hatte FCK-Stürmer Adam Nemec im Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Babak Rafati lag richtig, als er auf Strafstoß für die Gäste entschied. Doch Lakic nutzte die große Chance zum Ausgleich nicht, Dieter Paucken parierte den scharf, aber unplatziert getretenen Ball. Diese Szene gab der TuS noch einmal Auftrieb. Ole Kittner hatte sogar das 2:0 auf dem Fuß, verfehlte das Tor nach erneut schöner Vorarbeit von Steegmann aber um einen halben Meter (42.). In Halbzeit zwei übernahmen die Lauterer dann endgültig das Kommando auf dem Rasen, machten mächtig Druck – und in Minute 54 den Ausgleich. Einen Nemec-Kopfball konnte Paucken noch halten, den Abpraller aber stocherte Lakic zum 1:1 ins Tor. Das war aber erst der Anfang der Wiedergutmachungstour des Srdjan Lakic. Die TuS verlor kurzzeitig die Ordnung in der Defensive, was Lakic bestens zu nutzen verstand. Nach einem Tiffert-Freistoß war der Angreifer erneut zur Stelle und köpfte zur FCK-Führung ein (59.). Die Moral der TuS-Spieler war damit gebrochen. Nemec (64.) und abermals Lakic (65.) schossen den standesgemäßen Sieg für den Favoriten heraus. „Das war wichtig für mich, dass ich nach dem verschossenen Elfmeter noch die Erfolgserlebnisse hatte“, gestand der Dreifach-Torschütze Lakic. „Unsere erste Halbzeit war nicht gut, aber nach 90 Minuten waren wir die bessere Mannschaft.“
Stahls Traum ist Wirklichkeit geworden Wie der Koblenzer Profi die Auszeichnung zum Torschützen des Jahres erlebt – Schlaflose Nacht vor der Ehrung Auch der Tag danach lief für Michael Stahl noch wie ein Film ab. Eigentlich stand für den Mittelfeldspieler der TuS Koblenz eine ganz normale Autogrammstunde im Rahmen eines Fußball-Turniers der Fan-Klubs auf dem Programm. Aber spätestens seit dem 26. Oktober 2010 verläuft das Leben von „Stahli“ alles andere als normal. Seine brachiale Rettungsaktion im DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC ist für den 23-Jährigen zum Schuss ins Glück geworden, ein ebenso kurioses wie unglaubliches Tor hat ihn im digitalen Zeitalter zur Berühmtheit werden lassen. Mehr als eine Million Mal ist das Video von seinem 61-Meter-Hammer im Internet angeklickt worden, selbst Stahl gesteht, dass er sich das Ganze als Motivationshilfe vor Spielen von Zeit zu Zeit ansieht. Und doch sagt der junge Mann mit der Nummer 22 auf dem Rücken: „Es wird sicher noch seine Zeit dauern, bis ich das alles realisiert habe.“ Am Samstag ist nämlich das passiert, was sich so ziemlich jeder Fußballer erträumt. Nachdem der Treffer bereits zum Tor des Monats gewählt worden war, steigt der Profi aus Diez an der Lahn mit der Kür zum Torschützen des Jahres in die Ruhmeshalle der ARD-Sportschau auf. Viel mehr geht nicht für jemanden, der das Spiel liebt und von Kindesbeinen an mit der samstäglichen Bundesliga-Berichterstattung aufwächst. Und ach ja: Stahl hat keinen Geringeren als Bayern-Star Arjen Robben auf die Plätze zwei und drei verwiesen und zusammen mehr Stimmen (29,1 Prozent) als der Niederländer mit seinen beiden Treffern gegen Manchester (13,6) und Schalke (9,3) zusammen.
TuS-Sieg in Ahlen rundet das „Tor des Jahres“ ab
Koblenzer Drittligist überzeugt beim 3:2 – Tore durch Rahn, Pospischil und Kittner Als Ole Kittner knapp eine Viertelstunde nach Spielende als Letzter in die Koblenzer Kabine kam, war dort schon längst die Hölle los. Die Kicker vom Oberwerth sangen, jubelten und feierten, dass es im kompletten Stadioninnenraum zu hören war. Kein Wunder, sie hatten ja auch gleich doppelten Grund dazu. Nicht nur, dass das erste Drittligaspiel 2011 einen 3:2 (0:0)-Sieg über Rot-Weiss Ahlen einbrachte – nach dem Schlusspfiff erfuhren sie auch, dass Michael Stahl mit seinem 61-Meter-Hammer gegen Hertha BSC Berlin das Rennen gemacht hatte bei der Wahl zum Torschützen des Jahres. So fiel auch Sanders Spielanalyse differenziert aus. „In der ersten Hälfte sind wir insgesamt sehr überzeugend aufgetreten, haben es aber verpasst, uns zwingende Chancen herauszuspielen.“ Zum zweiten Abschnitt erklärte Sander: „Nach dem 3:1 auch noch das vierte oder fünfte Tor zu machen, ist eine Sache, die die Mannschaft noch lernen muss.“ Dass sich ein derart torreiches Spiel entwickeln würde, darauf hatte zur Halbzeit noch nichts hingedeutet. Für die TuS hatte Johannes Rahn die einzige hochkarätige Chance im ersten Durchgang, als er nach einer halben Stunde alleine aufs Tor zulief, es aber nicht schaffte, RW-Keeper André Maczkowiak zu überwinden. Auf der Gegenseite war TuS-Keeper Dieter Paucken auch nur einmal ernsthaft gefordert, als er gegen Kevin Wölk stark parierte (43.). Doch nach dem Wechsel gewann die Partie rasant an Torraumszenen und Unterhaltungsfaktor. Das gilt zumindest für die TuS-Anhänger, denn mancher Ahlener Fan wandte sich angesichts der Defensivpatzer mit Grauen ab. Fassungslosigkeit herrschte etwa in der 50. Minute. Neuzugang Robert Fleßers – immerhin einst U 21-Nationalspieler – verlor die Übersicht, der Innenverteidiger passte den Ball in die Füße von Marcus Steegmann. Der TuS-Stürmer ging allein aufs Tor zu, der hinterhergeeilte David Flottmann trat ihm in die Hacken, der souveräne Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) entschied sofort auf Elfmeter – und Christian Pospischil ließ sich die Gelegenheit zum 1:0 nicht entgehen. Nur zwei Minuten darauf war RWA bei einem Eckball komplett unsortiert. Pospischil hatte den Ball kurz getreten, Thomas Klasen per Kopf verlängert und Rahn schließlich verwandelt (52.). Während RWA-Trainer Arie van Lent fuchsteufelswild am Spielfeldrand tobte, skandierten die TuS-Fans „Auswärtssieg, Auswärtssieg“. Ein bisschen zu früh, denn ausgerechnet ein Ex-Koblenzer brachte die Rot-Weißen wieder heran. Matthew Taylor traf per Strafstoß, nachdem der Ex-Ahlener Ole Kittner Marcus Piossek gefoult hatte (59.). „Ich wollte blocken, aber dann kam er mit der Fußspitze noch dazwischen. Den Elfer kann man geben“, sagte Kittner, „aber ich bin froh, dass ich es wiedergutmachen konnte.“ Er selbst stellte mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her (66.). Nach einem Eckball herrschte Getümmel im Strafraum, Steegmann war selbst in guter Schussposition, hatte aber das Auge für Kittner, der mitten im Strafraum völlig frei stand. Das 2:3 erzielte Wölk per Freistoß aus 20 Metern (87.). „Wenn wir noch das 3:3 gemacht hätten, wäre das sehr glücklich gewesen“, räumte auch van Lent ein.
Schwarzer Tag für die TuS-Profis Koblenzer Serie von sechs Spielen ohne Niederlage reißt beim 0:3 in Erfurt – Kittner kassiert Rote Karte Die aufkeimende Euphorie beim Fußball-Drittligisten TuS Koblenz ist schon wieder dahin. Das 0:3 (0:1) beim FC Rot-Weiß Erfurt hat die Schängel im zweiten Auswärtsspiel des Jahres jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. „Heute waren alle, die von der Nummer eins bis zur Nummer 18 nominiert waren, ein Ausfall“, sagte TuS-Trainer Petrik Sander bei der Pressekonferenz nach der Partie im Steigerwaldstadion. Dabei hatte der verdiente 3:2-Auswärtserfolg vor Wochenfrist bei Rot-Weiss Ahlen am Deutschen Eck doch die (berechtigte) Hoffnung genährt, der Zweitligaabsteiger könne den Blick in den kommenden Wochen von der unteren Tabellenhälfte schon abwenden. Sven Reichwein war der sichtbarste Beleg für die Einschätzung des Gästetrainers. Der 24-Jährige, der aus der Jugend der Eisbachtaler Sportfreunde hervorgegangen ist, war ein ständiger Unruheherd auf dem Platz und besonders in der Spielhälfte der Gäste. Positiv gesehen, weil der laufstarke Stürmer die TuS-Abwehr ständig attackierte und schon im Spielaufbau in Zweikämpfe verstrickte. Negativ für den neutralen Beobachter aber auch, weil er häufig durch Reklamieren, Fallsucht und Provozieren von Freistoßentscheidungen des Schiedsrichters in Erscheinung trat. So war es kaum verwunderlich, dass Reichwein vehement einen Elfmeter forderte, nachdem er mit dem Ball am Fuß auf Stefan Haben im TuS-Strafraum auflief und zu Boden ging. Mit Erfolg, denn Referee Glasmacher zeigte auf den Punkt, und Nils Pfingsten-Reddig verwandelte eiskalt zum 1:0 (22.). Dass Reichwein wenig später, als Thomas Gentner ihn (schon eher) an gleicher Stelle foulte, keinen Strafstoß bekam, war ausgleichende Gerechtigkeit. Nach dem Wechsel war die Partie nach weiteren vier Minuten Spielzeit bereits entschieden. Reichwein schoss einen Freistoß aus 22 Metern durch die TuS-Mauer und unter Torwart Dieter Pauckens rechter Hand hindurch zum 2:0 ins Netz (49.). Olivier Caillas (52.), Tino Semmer (53.) und Pfingsten-Reddig (62., Handelfmeter) scheiterten danach am Gästeschlussmann. Ole Kittners akrobatische Rettungsaktion auf der eigenen Torlinie wurde zu Unrecht mit der Roten Karte bestraft, wie Fernsehbilder später belegten. Der Abwehrchef hatte das Leder mit Brust und Schulter eingeklemmt, der Unparteiische wertete das Ganze als Handspiel.
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Februar 2011
Kein Neuzugang für TuS Koblenz Pourie-Ausleihe geplatzt - Spiel in Regensburg findet statt Beim Fußball-Drittligisten TuS Koblenz ist es in der Winter-Transferperiode ruhig geblieben. Andre Hahn vom FC Oberneuland bleibt der einzige Winter-Zugang, weitere Verstärkungen konnten (und wollten) sich die Koblenzer aus finanziellen Gründen nicht leisten. „Wir vertrauen unserem Kader und werden mit ihm den Rest der Saison bestreiten“, sagt TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos. Weil sich der von Trainer Petrik Sander favorisierte Mittelfeld-Allrounder offensichtlich nicht auf dem Markt befand, war zuletzt eine erneute Ausleihe von Marvin Pourie diskutiert worden. Das Nachwuchs-Talent von Bundesligist Schalke 04 hatte bereits in der vergangenen Rückrunde in Koblenz ausgeholfen, dieses Mal sind sich die Vereine aber nicht einig geworden. „Der Trainer und ich waren uns einig, dass wir nur dann tätig werden, wenn alle Konstellationen passen“, bleibt der TuS-Manager gelassen.
TuS jubelt im kalten Regensburg Koblenzer Drittligist gewinnt Nachholspiel mit 2:0 – Tore durch Bender und Hornig Das war die richtige Antwort auf die Schlappe von Erfurt: Mit einem 2:0 im Nachholspiel bei Jahn Regensburg hat Fußball-Drittligist TuS Koblenz den vierten Auswärtssieg der Saison eingefahren und sich auf den siebten Tabellenplatz verbessert. Die Tore vor 1496 Zuschauern erzielten Lars Bender und Manuel Hornig vor der Pause, die Koblenzer hatten anschließend keine Mühe, den Erfolg über die Zeit zu bringen. Ärgerlich aus Sicht der TuS: Kapitän Dennis Brinkmann kassierte seine fünfte Gelbe Karte und ist damit im Heimspiel am Sonntag gegen Hansa Rostock gesperrt. Die Schängel ließen von der ersten Minute an erkennen, dass sie etwas gut machen wollten. Überraschend kamen die Gäste mit dem hart gefrorenen Untergrund viel besser klar als der Jahn, der am Dienstag im Stadion hatte trainieren können. Die TuS agierte konzentrierter, spritziger und williger als die Gastgeber. So sahen sich auch die beiden Nationalspieler Bastian Schweinsteiger und Mario Gomez im Publikum mit an, wie Bender nach Thomas Gentners Flanke von rechts per Kopfball das 0:1 markierte (20.). Als Christian Pospischil kurz vor der Pause zum vierten Koblenzer Eckball antrat, köpfte Bender erneut gefährlich. Auf der Torlinie geklärt, landete der Ball vor den Füßen von Manuel Hornig, der entschlossen zum 0:2 einschoss (43.). Der Rest war Formsache. Von Regensburg kam nach der Pause nicht mehr viel, die Koblenzer hielten die Gastgeber geschickt vom eigenen Tor fern. Der Erfolg wurde souveräner erspielt, als es die TuS wohl selbst erwartet hätte
TuS ist einfach nicht effektiv genug
Drittligist Koblenz hält gegen Rostock gut dagegen, verliert aber mit 0:2 Nein, gut mitgespielt hat Drittligist TuS Koblenz beim 0:2 (0:0) gegen Aufstiegsanwärter Hansa Rostock nicht. Das wäre die falsche Formulierung, denn spielerisch boten beide Teams in einer zähen Partie herzlich wenig. Was in erster Linie den in dieser Hinsicht enttäuschenden Rostockern anzukreiden war. Läuferisch und kämpferisch dagegen war eine engagiert zu Werke gehende TuS-Mannschaft dem Kontrahenten mindestens ebenbürtig. Was den Ausschlag für den Hansa-Sieg gab, brachte TuS-Trainer Petrik Sander auf den Punkt: „Uns hat es bei den wenigen Chancen an Effizienz gefehlt.“ Während Marcus Steegmann, vor allem aber Lars Bender ihre Chancen vor der Pause nicht nutzten, machten es die Gäste nach der Pause besser. In einem ebenso umkämpften wie zerfahrenen Spiel mit unzähligen Freistößen aus dem Halbfeld brachte eine Standardsituation den ersten Treffer. Kevin Pannewitz köpfte eine Freistoßflanke von Mohammed Lartey ungehindert ein (66.). Elf Minuten später schloss Tobias Jänicke einen Konter der Rostocker sehenswert mit dem 0:2 ab. Hätte Referee Dominik Nowak, so wie nahezu jeder im Stadion, das Handspiel eines Rostocker Abwehrspielers im Strafraum gesehen und geahndet (83.), hätte es noch einmal interessant werden können
Stadt plant Umbau des Stadions Oberwerth Podiumsdiskussion Koblenzer TuS-Fans stellen Fragen, Verantwortliche aus Verein und Politik geben Antworten 5000 Zuschauer pro Heimspiel, Fernsehberichte, Tor des Jahres – die TuS Koblenz ist auch in der dritten Liga ein großer Werbeträger für die Stadt. Bei einer Podiumsdiskussion, zu der der Dachverband Koblenzer Fanclubs geladen hatte, konnten die Anhänger der Blau-Schwarzen Verantwortliche aus Politik, Sport und Verwaltung befragen. Wie kann das Stadion Oberwerth umgebaut werden? Nachdem die Diskussion um einen Stadionneubau beendet ist, führt die Stadt laut Jürgen Sonntag, Leiter des Sport- und Bäderamts, zurzeit Gespräche mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord über einen Umbau. „Wir müssen dabei überlegen, was mit der Haupttribüne wird, ob die Laufbahnen bleiben und welche Anforderungen der Gewässerschutz stellt“, sagt Sonntag. Entwürfe für einen Umbau liegen der Stadt bereits vor. „Vielleicht lässt sich so was scheibchenweise wie in St. Pauli am Millerntor bewältigen“, meint SPD-Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann. Allerdings werden sich nicht alle Probleme lösen lassen. „Allein wegen der Verkehrsanbindung werden wir am Oberwerth wohl nie glücklich“, warnt Monika Sauer, sportpolitische Sprecherin der CDU. Wie notwendig ist die gemietete Südtribüne in der dritten Liga? Für TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos kommt ein Rückbau nicht infrage: „Ohne die Tribünen hätte dieses Stadion keinen Charakter mehr.“ Zudem würde der Rückbau der Tribüne 500 000 Euro kosten. Werden die Verträge mit Trainer und Geschäftsführer verlängert? Darüber wird laut TuS-Präsident Prof. Dr. Werner Hecker erst nach der Aufsichtsratssitzung am 21. Februar entschieden. Dann wisse man, was man sich in der neuen Saison leisten könne und was nicht. Wie können Trainingsbedingungen für die Jugend verbessert werden? Dass die Trainingsbedingungen für die Jugend katastrophal sind, zeigt schon die Tatsache, dass die A-Jugend der TuS ihre Spiele in Bad Ems und die B-Jugend in Lahnstein austrägt. TuS-Präsident Werner Hecker hofft jedoch, dass eine Kooperation mit dem VfL Kesselheim die Notlage lindert: „Vielleicht wird dann in Kesselheim ein Kunstrasenplatz gebaut.“ Wer nutzt das Stadion außer der TuS, und wie hoch ist die Miete? Außer der TuS, die für das Stadion pro Saison 300 000 Euro Miete zahlt, gibt es praktisch keinen Mieter. Die Stadt hat die Auflage, dass auf dem Oberwerth nur Sportveranstaltungen stattfinden können.
Riemers Freistoßtreffer löst die Blockade
TuS Koblenz schafft gegen den VfB Stuttgart II den ersten Drittliga-Heimsieg 2011 Für Statistiker war das 2:0 (0:0) der TuS Koblenz im Drittliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II 60 Minuten lang sehr eintönig. Keine Tore, keine Karten, keine Einwechslungen. Allenfalls die komplett leeren Stehränge in der Südkurve, wohin sich kein einziger Schwabe verirrt hatte, waren eine Notiz wert und könnten die in der Regionalliga angestoßene Diskussion um die (finanzielle) Attraktivität von zweiten Mannschaften befeuern. Hätte sich nicht Manuel Hornig nach einer Ecke von Thomas Gentner in den Strafraum geschlichen und einen Kopfball knapp neben den Pfosten gesetzt, dann wäre – angesichts gleichwertiger Stuttgarter Harmlosigkeit – die Spalte „Torchance“ ebenfalls leer geblieben. „Wenn wir nicht früh in Führung gehen, dann müssen wir halt kompakt stehen und aufpassen, dass wir nicht in einen Konter laufen“, erklärte TuS-Trainer Petrik Sander im Nachhinein, warum seine Mannschaft von Beginn an Vorsicht walten ließ. Dennoch wäre das risikoarme Spiel fast schiefgegangen, als Michael Gardawski plötzlich allein loszog, aber am Fuß von TuS-Schlussmann Dieter Paucken scheiterte. „Das war unsere Chance zum 1:0“, hielt VfB-Coach Jürgen Seeberger fest. Seinen Koblenzer Kollegen ärgerte vor allem, dass die Chance der Gäste unmittelbar aus einem eigenen Angriff entstanden war. „Da musst du den Ball auch mal auf die Tribüne schießen, anstatt ihn in den eigenen Reihen halten zu wollen“, mahnte er das einfache Spiel an und betonte, „dass wir hier das Quäntchen Glück hatten“. Immerhin: Nach der Stuttgarter Führungschance kamen endlich auch Statistiker auf ihre Kosten. Je drei Einwechslungen auf beiden Seiten, zwei Gelbe Karten (Christian Pospischil, Dennis Riemer) gegen die TuS, drei gegen den VfB und zwei Tore binnen vier Minuten – der Live-Ticker nahm nach einer Stunde richtig Fahrt auf. „Wenn du gegen Koblenz in Rückstand gerätst, wird es sehr schwer“, wunderte sich Seeberger kaum, dass Riemers Freistoß aus zentraler Position zum 1:0 (77.) und Manuel Hornigs Treffer zum 2:0 (81.) – nach einer Ecke von Pospischil – die Entscheidung herbeiführten.
TuS: Platz drei ist (noch) tabu Koblenzer sind nach 2:0 in Bremen die Gewinner des Spieltags Für Fußball-Drittligist TuS Koblenz könnte die bisher überragende Saison zu einem sensationellen Ende führen. Weil der der Tabellen-Dritte Kickers Offenbach in diesem Jahr eine veritable Krise durchlebt, ist für die Koblenzer Elf von Trainer Petrik Sander nach dem 2:0 bei Werder Bremen II sogar Platz drei und damit die Relegation für die Zweite Liga in Reichweite gerückt. Gerade einmal vier Punkte beträgt mittlerweile nur noch der Rückstand, wobei die Hessen allerdings auch noch ein Spiel im Rückstand sind. „Für uns steht die Ausbildung der Spieler im Mittelpunkt“, sagt Sander, der die Rückrunde nun in aller Ruhe dazu nutzen will, um die zahlreichen Talente im Team weiterzuentwickeln. Bestes Beispiel gegen Bremen war Andre Hahn (20), dem in der alten Heimat sein erster Treffer für Koblenz gelang, ehe Manuel Hornig eine Viertelstunde vor Schluss den 2:0-Endstand besorgte.
Zwei frühe Freistoßtore machen es der TuS leicht Fußball-Rheinlandpokal Koblenzer Drittligist gewinnt in Dörbach 2:0 Eine halbe Stunde vor dem Anpfiff des Achtelfinalspiels im Fußball-Rheinlandpokal zwischen dem SV Dörbach und der TuS Koblenz war das Polizeiaufgebot größer als der Fanandrang und die Situation rund ums Stadion in Dörbach noch angespannt. Spätestens als 16 Minuten gespielt waren, stellten sich dann aber alle auf einen ruhigen Abend ein: Denn die TuS führte zu diesem Zeitpunkt mit 2:0 und nahm dem gastgebenden Rheinlandligisten und dessen Fans früh die kleine Hoffnung auf eine Pokalüberraschung. Derweil freuten sich die Anhänger des Drittligisten beim 2:0 (2:0)-Erfolg über zwei wunderschöne Freistoßtreffer in der ersten Hälfte: Beim ersten Mal hieß Lukas Nottbeck der Schütze. Der Koblenzer Kapitän verwandelte aus 17 Metern von halblinker Position direkt in den Winkel (10. Minute). Das wollte Thomas Gentner noch besser machen. Der Linksfuß lief in der 16. Minute an und zirkelte den Ball aus fast gleicher Position wie Kollege Nottbeck, doch diesmal von halbrechts, ins Tor. Mit dem 2:0 war Dörbach, das in den 90 Minuten keinen Torschuss abgab, schon geschlagen. Einziger Wermutstropfen für die TuS: Stefan Haben musste in der zwölften Minute wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden. Für ihn kam Eike Mund, der seine Aufgabe in der Innenverteidigung sehr gut erledigte. Weniger gut war in der zweiten Hälfte die Chancenverwertung der Koblenzer. Lars Bender (50., 51.) per Doppelchance, Michael Stahl aus sieben Metern (68.), Geburtstagskind Dennis Riemer nach einem Solo, Marcus Steegmann (72.) und Nottbeck (88.) alleine vor dem Torhüter oder Tobias Bauer mit einem Linksschuss – sie alle nutzten ihre Chancen nicht oder scheiterten am besten Dörbacher, Torhüter Sascha Maxheim. So blieb's beim 2:0, und TuS-Trainer Petrik Sander hakte das Spiel schnell ab: „Aufgabe erledigt, jetzt konzentrieren wir uns wieder auf die Liga.“
TuS: Remis bringt 40. Punkt
Koblenz 1:1 gegen Haching – OFC feuert Wolf Die Leistung war überschaubar, aber das große Ganze stimmt: Fußball-Drittligist TuS Koblenz musste sich im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching mit einem 1:1 begnügen, hat durch das Unentschieden aber bereits am 26. Spieltag die 40-Punkte-Marke erreicht. „Das hätte uns vor der Saison niemand zugetraut“, freute sich Trainer Petrik Sander, der ansonsten nicht viel Positives in den 90 Minuten gesehen hatte. „Das war eines unserer schwächeren Heimspiele“, fand der Coach, der diesen Umstand darauf zurückführte, dass einige seiner Akteure gedacht haben, „dass es schon irgendwie zum Sieg reichen wird.“ Immerhin: Das späte Ausgleichstor von Marcus Steegmann war das Ergebnis enormer Willenskraft. Letztlich diente die Partie wohl auch als Anschauungsmaterial dafür, dass seine Elf gut beraten ist, sich nicht mit höheren Ambitionen zu beschäftigen. Sander: „Für uns hat sich das Liebäugeln mit Platz drei erledigt.“
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März 2011
Hahn freut sich auf den Karneval 20-Jähriger wird beim 1:0 der TuS Koblenz in Babelsberg zum Mann des Tages Für Andre Hahn läuft es derzeit. Gleich doppelt und dreifach sogar, im engeren wie im weiteren Sinne, im wörtlichen wie im übertragenen. Der Winter-Neuzugang der TuS Koblenz avancierte mit seinem goldenen Tor im Drittliga-Fußballspiel bei Aufsteiger SV Babelsberg 03 zum Mann des Tages. Es lief die 14. Minute, nach einer angeschnittenen Ecke von Lukas Nottbeck bekamen weder Freund noch Feind die Kugel unter Kontrolle. Hahn behielt als Einziger Überblick und Nerven, aus zentraler Position schoss er den Ball cool ins Netz. „Klar läuft es bei mir. Das ist aber nicht entscheidend“, sagte Hahn nach dem Koblenzer 1:0-Sieg zurückhaltend und lenkte gleich den Blick von sich auf sein Team: „Momentan läuft es für die ganze Mannschaft. Darauf kommt es an.“ Sein Anteil daran ist dennoch beachtlich. Der 20-Jährige war im Winter als Alternative für die Offensive vom Regionalligisten FC Oberneuland gekommen und hat sich schneller als gedacht an die höhere Klasse gewöhnt. In Babelsberg stand er zum dritten Mal in Folge in der Startformation, erzielte seinen zweiten Treffer. Und wenn es schon so gut läuft, dann läuft Hahn selbst umso mehr. 87 Minuten lang rannte er gegen Babelsberg auf der rechten Seite rauf und runter, bis Trainer Petrik Sander ihn erschöpft vom Feld nahm. „Das Tor hat mich natürlich zusätzlich beflügelt“, meinte der Jungspund, der das aber ansonsten nicht weiter bemerkenswert fand: „Das ist sowieso mein Spiel. Ich komme meistens über das Läuferische.“
TuS-Zukunft: Loos und Sander schlagen Alarm Droht dem Drittliga-Fußball in Koblenz das Ende? Zumindest schlagen Trainer Petrik Sander und Geschäftsführer Wolfgang Loos im Vorfeld des Heimspiels gegen Wacker Burghausen Alarm und fordern massive strukturelle Verbesserungen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins zu sichern. "Sportlich befinden wir uns in einer so tollen Ausgangssituation. Das normalste von der Welt wäre jetzt, am 27. Spieltag Planungssicherheit zu haben. Aber es passiert nichts", sagt Sander. Damit meint der Trainer noch nicht einmal seine persönliche Situation um die ungeklärte Vertragsverlängerung. Vielmehr liegt dem 50-Jährigen die Zukunft seiner Mannschaft am Herzen, deren sportliche Entwicklung angesichts der schlechten wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen im Sand zu verlaufen droht. "Das stimmt mich sehr traurig", so Sander, "und ich weiß nicht, wie lange ich mir das noch angucken soll." Dabei ist der Coach eigentlich der festen Überzeugung, "dass wir mit zwei, drei Verstärkungen durchaus andere Ziele in Angriff nehmen könnten". Für Loos, dessen Vertrag ebenso wie der von Sander am 30. Juni ausläuft, sind in erster Linie die enormen Stadionkosten ein massives Problem, die den Handlungsspielraum des Klubs erheblich einschränken. "Wenn in dieser Stadt nicht bald eine Stadionphilosphie entwickelt wird, geht hier demnächst bald alles den Bach runter", sagt Loos und zeichnet ein düsteres Bild. Während in Städten wie Dresden, Braunschweig, Offenbach oder auch Heidenheim die Stadien neu- oder umgebaut werden, sieht sich Loos im völlig veralteten Stadion Oberwerth einer weiteren Steigerung der Kosten gegenüber.
Niederlage: TuS Koblenz verliert 0:4 gegen Wacker Burghausen
Burghausen nutzt seine wenigen Chancen effizient aus 4.122 Zuschauer sahen eine herbe Niederlage der TuS Koblenz gegen die Gäste aus dem Süden Deutschlands. Koblenz in den ersten Minuten die stärkere Mannschaft und mit Zug zum Tor der Gäste. Wacker Burghausen nutzte die sich ihnen bietende Chancen effizient aus. In der 13. Minute war es Eric Agyemang, der den Ball ins lange Eck schieben konnte. Christian Knappmann erhöhte noch vor der Pause (39.) auf 0:2. Unmittelbar nach der Pause schlugen die Burghauser durch Sören Halfar erneut zu (48.). Nur einige Minuten später (54.) war es Darlington Omobiagbe der auf 0:4 erhöhte. In den ersten Minuten der Partie gleich mit zwei guten Möglichkeiten. Zwanzig Sekunden nach dem Anpfiff war es Lukas Nottbeck, der auf André Hahn flankte. Dieser hätte den Ball einschieben können, kam aber einen kleinen Schritt zu späte. Dennis Riemer war es, der in der 5. Minute den Ball an der Strafraumgrenze zu flanken versuchte, dabei aber wegrutschte. Eine Minute später zögerte Marcus Steegmann einen Tick zu lange und konnte mittig an der Strafraumgrenze nicht mehr aufs Tor schießen. Wacker Burghausen schlug das erste Mal in der 13. Spielminute zu. Koblenz nach einem Konter nicht schnell und sortiert genug zurück in der eigenen Hälfte, so dass Eric Agyemang aus halb rechter Position, rund 15 Meter vor dem Tor ins lange linke Toreck einschießen konnte. Wacker Burghausen mit der Führung im Rücken sehr sicher und mit viel Übersicht. Koblenz in vielen Situationen etwas zu umständlich und ohne die notwendige Übersicht. Folgerichtig legte Burghausen in der 39. Minute nach und erhöhte durch Christian Knappmann auf 0:2. Kurz vor der Pause verletzte sich Dennis Brinkmann an der Ohrmuschel (Ohrmuschelriss) und konnte nach der Halbzeit nicht mehr auflaufen. Für Dennis Brinkmann kam Lars Bender ins Spiel und Michael Stahl wurde zur Halbzeit durch Stefan Haben ersetzt. Die Schängel kamen nach der Halbzeit früher aus der Kabine und versuchten den Anschluss zu erzielen. Wacker Burghausen machte aus seiner dritten Chance das dritte Tor. Sören Halfar schoss von der Strafraumgrenze einfach drauf und der Ball prallte von der Lattenunterkante direkt ins Tor (48.). Koblenz nach dem 0:3 Rückstand verunsichert und mit einigen individuellen Fehlern. In der 54. Spielminute gelang Darlington Omobiagbe noch das 0:4. Ein verunglückter Schuss landete abgefälscht im Tor der Schängel.
TuS-Mitglieder buhen den OB aus Hohe Kosten rund um das Stadion bringen Verein in Existenznot – Twer: Die Stadt ist am Zug Fußball-Drittligist TuS Koblenz geht ausgerechnet im Jahr des 100-jährigen Bestehens schweren Zeiten entgegen. Obwohl die neu formierte Mannschaft von Trainer Petrik Sander bislang eine überzeugende Saison spielt und mit dem Abstieg längst nichts mehr zu tun hat, war die Stimmung bei der Mitgliederversammlung im VIP-Zelt des Stadions Oberwerth insgesamt eher gedrückt, aber auch gereizt. Grund dafür war wie so oft in den vergangenen Jahren die angespannte Finanzlage des Vereins, die sich indes im Vorfeld der kommenden Spielzeit zuspitzt. Obwohl die Versammlung über weite Strecken sachlich verlief, drohte zwischenzeitlich ein Eklat: Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig, der als Gast anwesend war, erklärte während der Aussprache: „An dieser beschissenen finanziellen Situation der TuS hat die Stadt keine Schuld.“ Daraufhin verließen Trainer Petrik Sander und Aufsichtsrats-Chef Walterpeter Twer das Zelt. Sander fuhr nach Hause, Twer kehrte wenig später wieder zurück. Buh-Rufe für den Oberbürgermeister, der sich zuvor schon unbeliebt gemacht hatte, als TuS-Präsident Werner Hecker ein Schreiben verlas, in dem Hofmann-Göttig gefordert hatte, „dass sich Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführung von Verein und GmbH jeglicher negativer Äußerung über die Stadt Koblenz [...] enthalten“ sollen. Schulden auf 1,7 Millionen gedrückt Zahlen, die es dem Klub fast unmöglich machen, eine finanzielle Grundlage für den Verbleib in der Dritten Liga zu haben – geschweige denn, höhere Ziele in Angriff zu nehmen. „Wir haben in den vergangenen Jahren unseren Schuldenberg von mehr als 9 auf 1,7 Millionen Euro reduziert“, erklärte Twer die schwierige Gratwanderung des Vereins und dankte dabei ausdrücklich Lotto Rheinland-Pfalz für deren Unterstützung in der laufenden Saison: „Wir hätten es nicht geschafft, wenn wir nicht eine Bürgschaft von Lotto gezogen hätten.“ In der aktuellen Spielzeit droht der TuS ein Minus von 300 000 Euro. „Damit können wir leben“, ergänzte Twer. Was dem langjährigen Förderer indes zu schaffen macht, sind die Planungen für die nächste Spielzeit: Um halbwegs wettbewerbsfähig zu sein, fallen trotz Einsparungen auf allen Ebenen Kosten von rund 5 Millionen Euro an, dagegen liegen die Einnahmen bei lediglich 3,5 Millionen Euro. „Es fehlen 1,5 Millionen Euro“, sagte Twer mit Blick auf die derzeit laufende Lizenzierung, „und ich weiß nicht, wo die herkommen sollen.“ Erst im vergangenen Sommer habe er privat in praktisch letzter Minute mit 320 000 Euro gebürgt, damit die TuS überhaupt die Drittliga-Lizenz erhielt.
Uwe Koschinat ist jetzt Fußball-Lehrer Koblenzer Urgestein hat Lehrgang gemeistert – Zeit der Doppelbelastung ist endlich vorbei Für Uwe Koschinat hat das Büffeln bis in die Nacht ein Ende, vor allem aber kann der Co-Trainer der TuS Koblenz jetzt wieder montags ein bisschen länger im Bett bleiben. Nach stressigen, aber auch interessanten 44 Wochen hat der 39-Jährige in diesen Tagen erfolgreich den Fußball-Lehrer-Lehrgang in Köln abgeschlossen – und der Drittligist hat nun neben Petrik Sander, Colin Bell und Jugend-Trainer Patric Muders gleich vier Übungsleiter in seinen Reihen, die die höchste Stufe der Trainer-Ausbildung erfolgreich gemeistert haben. „Ich werde es genießen, mich jetzt auch wieder mehr um die Familie kümmern zu können“, sagt Koschinat. Seit Mai war er zusammen mit 26 Gleichgesinnten von montags um 8 Uhr bis mittwochs um 18 Uhr an der Hennes-Weisweiler-Akademie in Köln, um für den Rest der Woche seiner eigentlichen Tätigkeit als Assistent von Sander nachzukommen. Psychologie, Pädagogik, Trainingswissenschaft, Sportmedizin und vor allem fußballspezifische Aspekte standen bei dem Lehrgang auf dem Stundenplan, den Lehrgangsleiter Frank Wormuth laut Koschinat „sehr praxisnah“ geleitet hat. Zum Beispiel galt es, Trainingsformen für verschiedene Spielsysteme zu entwickeln oder Stärken und Schwächen verschiedener Systeme herauszuarbeiten.
Sander ist stolz auf seine TuS Dezimierter Koblenzer Drittligist zeigt bei 0:0 in Offenbach Moral 0:0 – das klingt nach einem mauen Kick, aber das Gegenteil war der Fall. Das torlose Unentschieden der TuS Koblenz bei Kickers Offenbach glich einem Kraftakt sondergleichen, den Trainer Petrik Sander in den höchsten Tönen lobte. „Ich war in meiner ganzen Karriere noch nie so stolz auf eine Mannschaft“, zeigte sich der 50-Jährige einmal mehr beeindruckt von der Charakterstärke seiner Elf. Hintergrund: Im Vorfeld mussten nicht weniger als sieben Akteure passen, zu Beginn der Partie schied auch noch Lukas Nottbeck mit einer ausgekugelten Schulter aus. Die letzten Aufrechten ignorierten indes alle Widrigkeiten und brachten den Aufstiegskandidaten mit leidenschaftlich geführten Zweikämpfen zur Verzweiflung. „Dieser Punkt ist für die Moral mehr wert als jeder Sieg in dieser Saison“, freute sich der Coach gerade für die nachgerückten Akteure aus der zweiten Reihe und fügte mit Blick auf die ungewisse Zukunft an: „Das war ein Fingerzeig an alle, denen etwas an der TuS liegt. Es darf im Sommer nicht vorbei sein.“
Tribüne wird aus Sicherheitsgründen gesperrt Beim Spiel von TuS Koblenz gegen Braunschweig (2. April) wird die Südtribüne nicht freigegeben Aus Sicherheitsgründen bleibt die Lotto-Tribüne beim nächsten Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig am Samstag, 2. April, gesperrt. Bei den regelmäßigen Sicherheitsgesprächen, an denen vor jedem Heimspiel unter anderem Polizei, Feuerwehr, Bauaufsicht und Ordnungsamt teilnehmen, sind wiederholt Bedenken bezüglich der Standsicherheit der Anlage in der Südkurve geäußert worden. In einem Schreiben vom 15. März hat der Rechtsanwalt der Firma, die die Tribüne aufgebaut und an die TuS vermietet hat, nun schriftlich die Verantwortung für die Sicherheit abgelehnt. Grund für die Bedenken sei, „dass die Randale auf den Tribünen sich in einer Art und Weise abspielt, die über das normale gelegentlich unangenehme Fan-Verhalten in Fußballstadien deutlich hinausgeht“, heißt es in dem Brief an die TuS. Der Verein wird darin aufgefordert, die Nutzung der Tribüne mit entsprechenden Auflagen zu versehen. Und auch für das Abbrennen von Bengalos sind die Tribünen laut Information der Firma Nüssli absolut nicht geeignet. Die Stadt Koblenz habe sich an die Firma gewandt, heißt es in dem Schreiben weiter, und „darauf hingewiesen, dass die Nutzung der Tribüne sich während der Liga-Spiele in einer Art und Weise abspielt, die die Standsicherheit der Tribünen infrage stellt und letzten Endes dazu führt, dass die Sicherheit der Anlagen insgesamt infrage steht“.
Effektive TuS schlägt die Eisbären
Koblenz schafft ohne Glanz den Sprung ins Halbfinale Fußball-Drittligist TuS Koblenz steht im Halbfinale des „Bitburger Rheinlandpokals“. Die „Schängel“ gewannen das Viertelfinale bei den Sportfreunden Eisbachtal mit 4:1 (1:0). Das Ergebnis fiel jedoch um ein, zwei Tore zu hoch aus, denn auch die „Eisbären“ hatten in Hälfte zwei einige gute Aktionen. „Ich hatte mir ein anderes Auftreten und mehr Souveränität im Spiel meiner Mannschaft erhofft“, sagte TuS-Trainer Petrik Sander. Seine Elf bestimmte zwar das Spielgeschehen in Hälfte eins, brauchte aber eine starke Einzelaktion von Tobias Bauer, um mit einer Pausenführung in die Kabine gehen zu können. In der 32. Spielminute kam der TuS-Spieler 18 Meter vor dem Tor an den Ball, profitierte dabei von einem Stellungsfehler von Christian Groß und versenkte das Leder im langen Eck. Auch die zweite Hälfte begann zunächst mit Koblenzer Überlegenheit, aber ohne zwingende Torchancen. Die hatte nach 66 Minuten plötzlich Eisbachtal, als Timo Schlag nach einer Ecke den Ball mit dem Kopf perfekt gen Torwinkel zirkelte. Doch TuS-Spieler Dennis Riemer klärte – ebenfalls per Kopf – auf der Linie. „Wenn wir da das 1:1 machen, dann geht das Spiel sicherlich nicht 1:4 aus“, fand Eisbachtals Trainer Dirk Hannappel, der nur acht Minuten nach dem Schlag-Kopfball die nächste Großchance seiner Mannschaft sah. Der kurz zuvor eingewechselte Pascal Heene hätte einen Abpraller aus zehn Metern ins fast leere Tor schieben können, das Leder aber flog über die Torlatte (74.). So kam, was kommen musste: Eisbachtal lud Koblenz zum Freistoßtraining ein – wie unmittelbar vor dem 0:2. Die Gastgeber verloren bei eigenem Einwurf den Ballbesitz, mussten dann am Strafraum Foul spielen. Den Freistoß von Bauer köpfte Ex-Eisbär Michael Stahl zum 2:0 in die Maschen (76.). Dank TuS-Keeper Dieter Paucken und einem Abstimmungsfehler mit dessen Abwehr kam Eisbachtal zwar noch zum Anschlusstreffer, als der eingewechselte Christopher Reusch den Ball über die Linie stocherte (84.). Doch schon wenig später wurde ein Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Gasteier zur Spaßbremse. André Hahn kam im Strafraum zu Fall und verwandelte den Elfmeter selbst zum 3:1 (88.). Als Oliver Laux mit dem Schlusspfiff noch auf 4:1 erhöhte, war der TuS-Sieg um mindestens ein Tor zu hoch ausgefallen. „Wir haben zwar nicht viel zugelassen, aber nach dem Anschlusstreffer war es ein wenig wackelig“, sagte Sander, dessen Team im Halbfinale auf die Spvgg EGC Wirges trifft. Eisbären-Coach Hannappel gratulierte der TuS „zu einem verdienten Pokalsieg. Unsere Abwehr hat die Aufgabe heute über weite Strecken stark gelöst.“
Zwanziger: Ohne neues Stadion keine Zukunft DFB-Präsident sorgt sich um den Profifußball in Koblenz Er ist auf den Plätzen der Fußballwelt heimisch – und dennoch ein Mann der Region. DFB-Präsident Theo Zwanziger, in Paris gerade ins Exekutivkomitee des Weltfußballverbandes Fifa gewählt, erörtert im Gespräch mit unserer Zeitung, wohin der Weg des Fußballs in Koblenz führen könnte. Sein Appell: In Sachen Stadionneubau muss eine Lösung her, schnellstens. Bleibt alles beim Alten, spielt Drittligist TuS Koblenz weiterhin im wenig zeitgemäßen Stadion auf dem Oberwerth, sieht der Altendiezer schwarz für den Spitzenfußball am Deutschen Eck. In Deutschland sind die größten Stadien inzwischen topmodern, Städte wie Mainz bauen gerade neu. Auch in Liga zwei gibt es durchaus viele schmucke Stadien. Sind jetzt die Vereine und Städte aus der Dritten Liga am Zug, wenn sie ihre eigene Zukunft in der Spitze sichern wollen? Eindeutig ja. Der Fußball in der Spitze ist ein Mediensport. Wer dabei sein will, der braucht Fernsehgelder. Was bedeutet das konkret? Das heißt: Du musst in einer Klasse spielen, in der auch Fernsehgelder ausgeschüttet werden. Das ist sehr gut in der Ersten Liga der Fall und auch in der Zweiten Liga, aber sicher auch noch in der Dritten Liga machbar. Denn auch dort gibt es Fernsehpräsenz. Die Dritten Programm zeigen die Spiele, teilweise sogar live, auch die Sportschau im Ersten berichtet von den Spielen. Mit dieser Fernsehpräsenz gibt es verbesserte Möglichkeiten, Sponsoreneinnahmen zu generieren, und es gibt natürlich die unmittelbaren Zuschüsse. Vereine, die in diesen drei Spielklassen spielen, werden in der Lage sein, mit Augenmaß auch professionellen Fußball anzubieten. Das wird unterhalb dieser drei Ligen dauerhaft nur in Ausnahmefällen möglich sein. Sie kennen das Koblenzer Stadion auf dem Oberwerth gut, die Historie ebenso wie die bauliche Situation und die Lage. Welchen Sinn hat es, in ein solches Stadion, Baujahr 1936, zu investieren? Die Frage, wo man investiert, ob man saniert, ausbaut oder neu baut, muss natürlich vor Ort getroffen werden. Klar ist nur, dass der aktuelle Standort durch seine Lage im Wasserschutzgebiet und Ähnliches ein sehr problematischer Standort ist. Das lässt sich nicht leugnen. Man wird nicht alles, was man machen will, ohne Weiteres machen können. Wenn man es will, muss deshalb eine Entscheidung getroffen werden, ob man an einer anderen Stelle zu einer Neubausituation kommt, damit man das realisieren kann, was Vereine heute für die Dritte Liga oder auch für die Zweite Liga benötigen. Gibt es demnach eine Alternative zu einem Stadionneubau? Aus meiner Sicht gibt es die nicht. Natürlich kann ich die technischen Dinge nicht alle beurteilen. Es gibt einen Standort, klar. Auch habe ich nicht alle Faktoren durchgeprüft. Was meiner Meinung nach aber erwartet werden darf, ist, dass der Verein nicht jahrelang hingehalten wird. Es hilft kein jahrelanges Zerreden, vielmehr müssen Entscheidungen her. Das machen andere Städte Koblenz vor. Das sehe ich aus rheinländischer Sicht mit einer Träne im Auge, aber um den Gesamtfußball in Deutschland mache ich mir keine Sorgen. In Deutschland wird Fußball gespielt – ob mit oder ohne Koblenz.
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April 2011
TuS kämpft, Eintracht trifft
Braunschweig im Stile eines Aufsteigers So spielt ein Aufsteiger: Der souveräne Drittliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig hat sich auch gegen TuS Koblenz nicht von seinem Weg abbringen lassen. Dank enormer Effizienz und einem Kader, der in der Liga seinesgleichen sucht, setzten sich die Niedersachsen mit 2:0 auf dem Oberwerth durch und haben nun schon 20 Punkte Vorsprung auf den Relegations-Platz drei. „In punkto Leidenschaft und Moral ist die Mannschaft über ihre Grenzen gegangen“, lobte TuS-Trainer Petrik Sander trotz der fünften Heimniederlage den Aufwand seiner Elf, „letztlich hat die individuelle Qualität der Braunschweiger den Unterschied ausgemacht.“ Die Fakten dazu: Die Torschützen Kumbela und Kruppke haben inzwischen mehr Treffer erzielt (31) als sämtliche Koblenzer in der gesamten Saison (30). Ein Doppelschlag binnen zwei Minuten brachte die Entscheidung, der Koblenzer Not-Elf fehlte am Ende die Kraft und auch die fußballerischen Mittel, um für eine Überraschung sorgen zu können. Angesichts der zahlreichen Ausfälle werden die anstehenden englischen Wochen im April für die TuS zu einem Kraftakt, bereits am Dienstag geht es mit der Partie bei Carl Zeiss Jena weiter. Jüngste Hiobsbotschaft: Mittelfeldmann Michael Stahl biss mit einem Mittelhandbruch gegen Braunschweig auf die Zähne, wird sich aber über kurz oder lang einer Operation unterziehen müssen.
TuS schrammt knapp am Dreier vorbei Koblenzer kassieren in Jena spätes 2:2 Fußball-Drittligist TuS Koblenz hat in dieser Saison voller Überraschungen den nächsten Coup nur knapp verpasst. Die Mannschaft von Trainer Petrik Sander stand beim 2:2 bei Carl Zeiss Jena ganz dicht vor dem siebten Auswärtssieg, erst der späte Ausgleich durch Felicio Brown-Forbes (88.) riss die Koblenzer aus ihren Träumen. Zuvor hatten Ole Kittner (13.) und Marcus Steegmann (18.) nach Freistößen die Treffer für die TuS erzielt, die damit ihren Ruf untermauerte, nach ruhenden Bällen eine der gefährlichsten Mannschaften der Liga zu sein. Mehr noch: Der Punktgewinn im Ernst-Abbe Sportfeld war vor allem ein Beleg dafür, wie sehr Sanders Team in den vergangenen Monaten gereift ist. Nachdem sich im Vorfeld der Partie auch Kapitän Dennis Brinkmann verletzt abmelden musste, sprach wenig für die Koblenzer, die die Widrigkeiten aber schlichtweg ignorierten. Auch die damit einhergehende taktische Umstellung erwies sich nicht als Problem. Erstmals in dieser Spielzeit agierten die Blau-Schwarzen im Mittelfeld mit einer Raute und zwei Angreifern. Eine Variante, gegen die die Thüringer so ihre liebe Mühe hatten. Michael Stahl und Manuel Hornig zwangen die Jenaer immer wieder zu langen Bällen, geordnete Angriffe blieben die Ausnahme. Zum Beispiel in der 29. Minute, als Brown-Forbes auf der rechten Seite entwischt war und zum 1:2 einschob. Klar, dass dieses Tor der Auftakt einer kampfbetonten zweiten Halbzeit war, in der die FCC-Fans sogar Einwürfe frenetisch feierten. Der Druck wurde größer – aber anders als in etlichen Partien in der Hinrunden brachen die Koblenzer nicht ein und stürzten sich mit Verve in jeden Zweikampf. Ähnlich wie jüngst beim 0:0 in Offenbach gefiel sich die Sander in der Rolle des Spielverderbers. Mit erstaunlicher Cleverness wurde der Vorsprung über die Zeit gebracht, ehe Torwart Dieter Paucken kurz vor dem Ende eine unnötige Ecke verursachte, die zum Ausgleich führte.
Colin Bell verlässt TuS Koblenz II und wird Trainer beim SC 07 Bad Neuenahr Colin Bell ist immer 100-prozentig bei der Sache bei seinem Job als Fußballtrainer. Seit fünf Jahren ist er für die Reserve der TuS Koblenz verantwortlich, zurzeit steht er mit seiner Mannschaft, mit der er mehrmals in Folge aufstieg, in der Rheinlandliga auf dem zweiten Platz. Am Ende dieser Saison muss sich der Verein allerdings einen neuen Trainer suchen, denn Bell wechselt zum Frauen-Bundesligisten SC 07 Bad Neuenahr. „Ich hatte fünf wunderbare Jahre bei der TuS, hatte eine fantastische Mannschaft und ein tolles Trainerteam. Ich bin dankbar für die Zeit bei der TuS, und diese Entscheidung ist mir sicher nicht leicht gefallen. Aber es ist auch eine Chance für mich“, sagte Colin Bell. Wolfgang Loos, Geschäftsführer der TuS Koblenz, sagte: „Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit Colin Bell bedauern wir diese Entscheidung, müssen sie aber letztlich akzeptieren. Wir wünschen ihm für die sicher nicht einfache Aufgabe alles Gute.“
Petrik Sander tobt und lobt
Koblenz feiert 4:0 – Braunschweig steigt auf Auf dem Spielberichtsbogen standen gerade mal 15 Akteure, aber das hinderte Fußball-Drittligist TuS Koblenz nicht an der nächsten Großtat: Trotz des letzten Aufgebots feierte die Elf von Petrik Sander mit dem 4:0 (1:0) gegen den 1. FC Heidenheim den höchsten Saisonsieg und machte den Trainer förmlich sprachlos. „Was die Mannschaft in puncto Leidenschaft und Moral geleistet hat, war überragend“, lobte Sander seine Not-Elf, in der nicht zuletzt die Jungspunde aus dem eigenen Nachwuchs ihr Gesellenstück ablieferten. „Sie sind in der Liga angekommen“, freute sich der Coach über deren Entwicklung. Um die spielerischen Nachteile gegenüber den gefälligen, aber harmlosen Gästen zu kompensieren, nahm der Trainer sogar in Kauf, kurz vor der Pause auf die Tribüne verbannt zu werden. „Wir brauchten Emotionen im Spiel“, erklärte Sander seine besondere Form des Coachings, beschwerte sich aber gleichzeitig über die Umgangsformen des Schiedsrichters: „Es kann nicht sein, dass er mich einfach duzt und abkanzelt.“
TuS: Sander hakt 0:1 schnell ab Koblenzer verlieren in Dresden – Rostock patzt Jetzt ist das Thema endgültig erledigt, das für die TuS ohnehin keines war: Nach dem 0:1 bei Dynamo Dresden haben sich für den Koblenzer Drittligisten die Fragen nach dem Kampf um Platz drei erübrigt, fünf Spieltage vor dem Saisonende trennen die Elf von Trainer Petrik Sander acht Punkte vom Relegations-Rang. Vielmehr zeigte die frühe Verletzung von Marcus Steegmann fast symptomatisch die Lage beim Tabellensiebten auf: Trainer Petrik Sander muss fast wöchentlich neue Hiobsbotschaften verkraften, nach dem Ausfall des treffsichersten TuS-Angreifers (neun Tore) fehlten nicht weniger als neun Akteure. Ein nicht zu kompensierendes Manko im ohnehin zu dünnen Kader. Die Not-Elf verkaufte sich bei den Sachsen ordentlich, letztlich fehlte es aber an Offensiv-Qualität, um Zählbares zu verbuchen. „Wir haben den Ball phasenweise gut laufen lassen“, resümierte der Coach, „aber es ist wenig dabei herausgekommen.“ Sanders Fazit: „Eine bittere Niederlage, die uns aber nicht zurückwirft.“
Statt drei Punkten gibt’s am Ende keinen
TuS Koblenz verliert 1:2 gegen Saarbrücken Ein lauer Frühlingsabend, zwei Mannschaften, die munter nach vorn spielen – das 1:2 von TuS Koblenz gegen den 1. FC Saarbrücken zählte zu den sehenswerteren Partie in der Dritten Fußball-Liga. Die 5540 Zuschauer bekamen reichlich was für ihr Geld geboten, an sehenswerten Szenen gab's keinen Mangel. Dumm nur, dass aus Sicht der Gastgeber das Ergebnis nicht passte. Es zwar war nicht unbedingt das von den Fans erhoffte knallharte Duell, aber Unterhaltungswert hatte die Partie allemal. Frei von allen Abstiegssorgen suchten beide Mannschaften den Weg nach vorn, wobei die Gäste mit vier Siegen im Rücken bisweilen gefällig die Kugel laufen ließen. Wenn bei der TuS etwas ging, dann über rechts, wo Dennis Riemer und vor allem Lars Bender etliche Vorstöße starteten. Erstaunlich: Obwohl der TuS inzwischen fast alle Angreifer abhanden gekommen sind, entstanden etliche Halbchancen, bei der vielversprechendsten wurde Bender in letzter Sekunde abgeblockt. In dieser Hinsicht stand der FCS der TuS zunächst in nichts nach. Nach einem Elfmeter-Geschenk von Schiedsrichter Florian Steinberg in der dritten Minute schoss Nico Zimmermann derart schlampig, dass TuS-Torwart Andre Weis keine Probleme hatte, den Ball zu parieren. Für solche Fälle wurde wohl der Begriff von der ausgleichenden Gerechtigkeit erfunden. Und doch musste der erneut überzeugende junge Schlussmann der Koblenzer unmittelbar vor der Pause hinter sich greifen. Nach einer Ecke traf FCS-Mittelfeldmann Stephan Sieger per Kopf zum 0:1. Dass die Moral trotz aller Verletzungsnöte ungebrochen ist, bewies die Sander-Elf in der zweiten Halbzeit. Nach dem furiosen 4:0 vor zehn Tagen gegen Heidenheim bemühte sie sich dieses Mal darum, wenigstens einen Punkt zu ergattern. Es passte ins Bild, dass in Lars Bender der beste Koblenzer in der 62. Minute zum 1:1 einschob. Plötzlich war Leben auf dem Oberwerth, jetzt wollten die Blau-Schwarzen sogar noch mehr. Das 2:1 lag in der Luft, ehe der eingewechselte FCS-Stürmer Guiseppe Pisano in der 84. Minute zur Spaßbremse wurde und zum 1:2 traf. Ein ärgerliches Ende für die TuS.
Klasens Pech verhindert Koblenzer Auswärtssieg TuS kann mit 0:0 in Sandhausen gut leben – Ärger über SVS-Boss Es war eine intensiv geführte Partie mit mehreren Fouls, die beide Teams bei tropischen Temperaturen im Sandhausener Hardtwald-Stadion ablieferten. Fünf Gelbe Karten (vier für die TuS Koblenz) standen nach dem Schlusspfiff auf dem Zettel des guten Bundesligaschiedsrichters Markus Schmidt – sicherlich keine besorgniserregende Zahl. Dass SV-Linksaußen Julian Schauerte mit Verdacht auf eine Sprunggelenksverletzung bereits nach 35 Minuten vom Platz getragen werden musste, hatte zwar eine gewisse Tragik, war aber nicht einem überharten Spiel der Gäste geschuldet. Schauerte hatte sich im Zweikampf mit TuS-Kapitän Dennis Brinkmann nur unglücklich den Fuß verdreht. Angesichts vieler Personalsorgen hatte Sander Manuel Hornig ins Sturmzentrum geschickt. Der Blondschopf bemühte sich zwar, doch in der ersten Halbzeit fehlten nicht nur ihm die Ideen für gescheite Angriffe. Offensiv fand die TuS über weite Strecken fast gar nicht statt. Wenn die Koblenzer den Ball eroberten, hielten sie ihn (zu) lange in den eigenen Reihen, anstatt zügig nach vorn zu spielen. Fast wäre sogar noch mehr als ein Unentschieden für die Koblenzer herausgesprungen. Hätte Thomas Klasen besser gezielt, wäre sein Schuss nicht an die Latte, sondern ins Tor gegangen (58.). „Mit ein bisschen Glück gehen wir als Sieger vom Platz“, sagte TuS-Abwehrspieler Ole Kittner, der sich über die Rückkehr von Dennis Brinkmann freute. „Mit ihm standen wir in der Abwehr noch besser.“
Tobias Bauer schießt TuS Koblenz ins Endspiel
Fußball-Rheinlandpokal Spvgg EGC Wirges unterliegt nur mit 0:1 Die TuS Koblenz hat mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg beim Oberligisten Spvgg EGC Wirges das Endspiel des Fußball-Rheinlandpokals erreicht, in dem der Drittligist auf den Regionalligisten Eintracht Trier treffen wird. Dabei hatten die Koblenzer vor 1525 Zuschauern in Wirges harten Widerstand der Gastgeber zu brechen, was TuS-Trainer Petrik Sander keineswegs überraschte: „Wir haben hier nicht in der Runde der letzten 64 gespielt, sondern im Halbfinale. Das Spiel war eine echte Herausforderung für meine Mannschaft. Für die Entwicklung der Spieler ist es wichtig, ein Finale erreicht zu haben.“ In der ersten Hälfte hatten die Koblenzer die Begegnung fest im Griff gegen ein Wirgeser Team, das von Beginn an versuchte, nicht mit Härte, sondern mit spielerischen Mitteln Paroli zu bieten. Nachdem Ole Kittners Kopfball (11.) nach Eike Munds Ecke das Wirgeser Gehäuse knapp verfehlt hatte und Agim Dushica einen Schuss des abschlussfreudigen Thomas Klasen pariert hatte (14.), fiel in der 21. Minute der entscheidende Treffer. Die Wirgeser klärten nach einer weiteren Mund-Ecke nicht weit genug. Tobias Bauer hatte 20 Meter zentral vor dem Tor Zeit, sich den Ball auf den linken Fuß zu legen und traf per Flachschuss ins rechte Eck. „Leider haben wir es versäumt, einen zweiten Treffer nachzulegen“, vermisste Sander weiteren Tordrang seiner Spieler. Diese arbeiteten aber immerhin sehr konzentriert nach hinten, waren lauffreudig und brachten immer genügend Leute hinter den Ball. So drangen die Wirgeser Angriffsbemühungen in der ersten Stunde nie in gefährliche Zonen durch. „In der ersten Hälfte war Koblenz die bessere Mannschaft und die Führung verdient“, fand EGC-Trainer Stefan Ruthenbeck.
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Mai 2011
TuS verliert – Chaos beim OFC Offenbach feuert Trainer, Manager Möller geht 1:3 gegen den bereits abgestiegenen Tabellenletzten FC Bayern II – das klingt nach einem ziemlich lustlosen Auftritt der TuS Koblenz und erweckt den Anschein, dass der Fußball-Drittligist die bislang so gute Saison gemütlich austrudeln lässt. Dem war allerdings nicht so, die Mannschaft von TuS-Trainer Petrik Sander dokumentierte indes einmal mehr, dass sie mit dem Toreschießen so ihre Probleme hat. 13:1-Ecken und eine Vielzahl an guten Möglichkeiten reichten nicht aus, um die Bayern-Bubis in die Knie zu zwingen. Weil auf der anderen Seite statt der sonst soliden Abwehrarbeit der Mut zur Lücke vorherrschte, gab's am Ende lange Gesichter auf dem Koblenzer Oberwerth. „Die Mannschaft betreibt einen Riesenaufwand und schafft es im Moment einfach nicht, sich dafür zu belohnen“, resümierte Sander, der trotz vier Spielen ohne Sieg weit davon entfernt ist, den Stab über die Mannschaft zu brechen: „Wir haben schon schlechtere Heimspiele abgeliefert – und gewonnen.“ Überragender Mann auf dem Platz war der Münchner Deniz Yilmaz. Der künftige Mainzer erzielte zwei Tore und leitete nahezu jede Aktion der Gäste ein.
Koblenzer bringen Ball nicht über die Linie
Beim 1:3 der TuS gegen Bayern II wiederholt sich ein bekanntes Phänomen Sie hatten vieles richtig gemacht, in den entscheidenden Situationen fehlte dann aber das Glück – und auch die nötige Klasse: Mit dem 1:3 gegen den FC Bayern München II erlebte Fußball-Drittligist TuS Koblenz eine unangenehme Überraschung, das Ergebnis war Ausdruck der fehlenden Effizienz in Reihen des Teams von Trainer Petrik Sander. „Wir hatten eigentlich genug Ballbesitz und auch etliche Tormöglichkeiten“, grübelte Innenverteidiger Ole Kittner, „aber es gibt eben manchmal solche Spiele, in denen der Ball einfach nicht rein will.“ Das konnte man so sehen, das Fazit des Abwehrchefs ließ sich auch mit Fakten belegen: Stolze 13:1-Ecken standen am Ende der 90 Minuten für die TuS zu Buche, dazu gab's zwei Lattentreffer und eine Handvoll bester Möglichkeiten. Das sollte normalerweise genügen, um gegen den bereits als Absteiger feststehenden Tabellenletzten die Oberhand zu behalten. Allein, in einer Vielzahl von Szenen offenbarte sich das Dilemma der Koblenzer. Entweder kam der letzte Pass in die Spitze nicht an, oder es fehlte der unbedingte Wille den Ball irgendwie über die Linie zu drücken. Bezeichnend, dass Bayern-Torwart Rouven Sattelmaier beim zwischenzeitlichen 1:2 durch Marcus Steegmann der TuS auf die Sprünge half, indem er einen haltbaren Schuss aus 20 Metern passieren ließ (68.). Wobei der Schlussmann zuvor mehrfach immer eine Hand an den Ball gebracht hatte und die Blau-Schwarzen zur Verzweiflung trieb. Zum Beispiel in der 54. Minute, als er einen Kopfball von Thomas Klasen ans Gebälk lenkte. Ein weiterer Faktor: Den Koblenzern gelang es kaum, ihre Vorteile bei ruhenden Bällen einzubringen.
Twer zieht sich bei TuS Koblenz zurück Mittelrhein-Verlag gibt seine Anteile an der GmbH für 1 Euro an den Klub zurück – Kritik an der Stadt Koblenz Der Koblenzer Mittelrhein-Verlag, Herausgeber der Rhein-Zeitung und ihrer Heimatausgaben, zieht sich aus seinem Engagement beim Fußball-Drittligisten TuS Koblenz zurück. Das erklärte TuS-Aufsichtsratsvorsitzender Walterpeter Twer am Dienstagabend. „Ich habe mich dazu entschlossen, die damals für 1,6 Millionen Euro erworbenen Anteile von 49 Prozent, die der Mittelrhein-Verlag an der Profi-GmbH hält, für einen Euro an die TuS zurückzugeben. Damit bieten wir dem Verein eine letzte Möglichkeit, durch einen Weiterverkauf seine Zukunft zu sichern“, so Twer. Nach der Übertragung der Anteile werde er sich als Aufsichtsratsvorsitzender zurückziehen, kündigte der Verleger unserer Zeitung an. Er habe „keine Chance mehr gesehen, 1,6 Millionen, die in der TuS-Kasse fehlen, auf andere Weise zu beschaffen.“
TuS verhandelt mit potenziellem Investor Koblenzer Drittligist sucht nach neuem Geldgeber – Präsident Hecker ist guter Dinge Nach dem Rückzug von Walterpeter Twer als Mitgesellschafter bei TuS Koblenz arbeitet der Fußball-Verein fieberhaft daran, neue Geldgeber zu finden und damit den Fortbestand in der Dritten Liga zu sichern. Der Verleger unserer Zeitung und Aufsichtsrats-Vorsitzende hatte sich dazu entschlossen, seine 49 Prozent der Anteile an der TuS Koblenz GmbH in Höhe von 1,6 Millionen Euro für einen Euro an den Klub zurückzugeben, um der TuS die Möglichkeit zu geben, sich neu aufzustellen. Gleichzeitig bleibt der Mittelrhein-Verlag dem Verein in der kommenden Saison als Sponsor erhalten. „Wir sind Herrn Twer für diesen Schritt sehr dankbar“, sagt TuS-Präsident Werner Hecker, „wir haben somit die Chance, die fehlenden Mittel im Rahmen der Lizenzierung über andere Geldgeber zu akquirieren.“ Konkret: Die Verantwortlichen sind dabei, einen potenziellen Investor zu suchen, der die 49 Prozent Anteile erwirbt und damit einen nicht unerheblichen Teil zur Rettung der TuS beiträgt. Laut Twer klafft mit Blick auf die Finanzierung der anstehenden Spielzeit in der Kasse ein Loch von 1,6 Millionen Euro. Um die Lizenz-Bedingungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu erfüllen, bleibt noch bis zum 1. Juni Zeit – die Verhandlungen mit möglichen Interessenten stehen demnach unter enormem Zeitdruck. Offenbar stehen die Chancen aber gar nicht so schlecht, in Koblenz das drohende Aus im Profifußball abwenden zu können. Schon seit geraumer Zeit laufen Gespräche mit einem möglichen Geldgeber, der nicht abgeneigt scheint, der TuS zu helfen. „Wir sind schon länger in Kontakt, weil wir ja ohnehin auf der Suche nach weiteren Sponsoren sind“, sagt Hecker und fügt an: „Ich bin zuversichtlich, dass die Verhandlungen zu einem positiven Ende führen.“ Bei dem möglichen Partner handelt es sich um ein in der Region ansässiges Großunternehmen. Zu Namen und Details wollte sich Hecker nicht äußern.
TuS ist trotz Niederlage stolz
Koblenz 0:1 in Wehen – Duell um Platz drei Die Koblenzer Schicksalsgemeinschaft in kurzen Hosen trotzt allen Widrigkeiten – daran ändert auch das 0:1 beim SV Wehen Wiesbaden nichts. Obwohl die Zukunft des Fußball-Drittligisten am seidenen Faden hängt, bewies die TuS-Elf von Petrik Sander einmal mehr Moral und war drauf und dran, sogar in Unterzahl einen Punkt zu ergattern. „Natürlich tut diese Niederlage weh, aber ich bin stolz auf die Mannschaft“, lobte der Trainer den unermüdlichen Eifer seiner Schützlinge. Bis zum Platzverweis von Abwehrchef Ole Kittner in der 27. Minute (Sander: „An der Roten Karte gibt es nichts zu deuteln“) hatte die TuS alles im Griff, ehe die Gastgeber anschließend das Tor des Tages durch Francis Kioyo (70.) erzwangen. Die TuS ist damit seit fünf Runden ohne Sieg. „Diesen Abwärtstrend haben die Jungs eigentlich nicht verdient“, findet Sander, der vor dem Saisonkehraus gegen Regensburg das Ziel ausgegeben hat, die 50-Punkte-Marke zu knacken. Am 25. Mai steht noch das Rheinlandpokal-Finale gegen Trier auf dem Programm – wie es dann mit der TuS weitergeht, ist offen.
VIP-Container ist Samstag noch offen Stadt hatte Sicherheitsbedenken bei der Stabilität – TuS-Geschäftsführer Loos fordert mehr Unterstützung Erst die Südtribüne, jetzt der VIP-Container: Wieder einmal hat die Stadt Sicherheitsbedenken gegen Einrichtungen im Stadion formuliert. Das Telefon in der TuS-Geschäftsstelle am Altlöhrtor klingelt. Jens Feldhoff vom Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung ist dran. „Er sagte, der VIP-Container im Stadion könne aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden“, berichtet Marco Weinand, Leiter Rechnungswesen/Personal bei der TuS Koblenz, von dem Gespräch am vergangenen Freitag. Feldhoff formuliert es im Gespräch mit der RZ anders: „Ich habe gesagt, dass wir Bedenken haben und prüfen, inwieweit die Sicherheit des Containers gegeben ist.“ Den Tag verbringen TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos und Marco Weinand am Telefon. Denn die Sponsoren müssen ja informiert werden, dass der Container beim letzten Heimspiel nicht mehr genutzt werden darf. Eine Ausweichmöglichkeit gibt es eigentlich nicht, denn das VIP-Zelt ist auch voll verplant. Ausweichen ist aber auch nicht nötig, stellt sich dann heraus: Denn am Montag wird der TuS schriftlich mitgeteilt, dass der Container für das letzte Heimspiel am kommenden Samstag noch einmal benutzt werden darf. „Nach Durchsicht der statischen Unterlagen zu dem VIP-Container und nach Rücksprache mit unserer Prüfstatikerin Fr. Lieb bestehen keine Bedenken, den VIP-Container für das Spiel am kommenden Samstag noch einmal zu nutzen“, heißt es in dem Schreiben.
TuS-Saison ist nur auf dem Rasen zu Ende
Koblenz - Mit dem 0:2 gegen Jahn Regensburg ist auch die Saison 2010/2011 für TuS Koblenz Geschichte, die Zukunft des Fußball-Drittligisten bleibt offen. Gut zwei Wochen sind noch Zeit, um die finanzielle Grundlage für die kommende Spielzeit zu schaffen - spätestens dann wird sich weisen, wie es um den Klub bestellt ist. Auf der Suche nach neuen Geldgebern gibt es bislang keine Fakten zu vermelden, Präsident Werner Hecker sieht sich auf dem schwierigen Weg aber ein gutes Stück weiter. "Ich merke an den positiven Rückmeldungen, dass die Region spürt, dass das Leben ohne die TuS um einiges ärmer ist", berichtet Hecker von zahlreichen Gesprächen und ergänzt: "Ich bin noch optimistischer, als ich es ohnehin schon bin." Der Haken an der Sache: Der Abschluss mit einem potenziellen Investor lässt auf sich warten, von weiteren Sponsoren gibt es wohl (noch) nicht mehr als Absichtserklärungen. Und die Zeit drängt. Es gilt, bis zum 1. Juni einen Gesamt-Etat von rund fünf Millionen Euro auf die Beine zu stellen, um in der Dritten Liga konkurrenzfähig zu bleiben. "Wir arbeiten an mehreren Szenarien", sagt Hecker und strickt mit den Vereins-Verantwortlichen offenbar auch an einem Plan B, sollten sich die Dinge nicht nach Wunsch entwickeln. Eines steht für den TuS-Chef unumstößlich fest: "Wir werden den Verein nicht verkaufen." Ähnliche Vorgänge wie im Jahr 2001, als der polnische Unternehmer Anton Ptak den Klub quasi schluckte und auch einen Geschäftsführer einsetzte, schließt Hecker aus. Vielmehr könnte eine Variante sein, mit einem noch abgespeckteren Etat in die neue Spielzeit zu gehen - was noch mehr als bislang einer sportlichen Gratwanderung gleichkäme.
Was wird aus dem Stadion Oberwerth? FDP will die Miete erhöhen – Zukunft des Standorts beschäftigt morgen den Stadtrat Die Pläne für ein neues Stadion in Koblenz sind nach langen Querelen vom Tisch. Doch wie geht es jetzt für die TuS im Stadion Oberwerth weiter? Pläne der FDP, die Stadionmiete zu erhöhen, sorgen bei TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos für Entsetzen. Der Stadtrat wird sich morgen damit auseinander setzen müssen. Das Stadion und die Mietkosten: Die Stadionmiete bringen die Liberalen mit einem Antrag auf die Tagesordnung. Die Fraktion fordert darin eine Erhöhung der Kosten für die TuS – um steuerliche Nachteile der Stadt auszugleichen. Die dahinter stehende Argumentation hatte der OB zuletzt geliefert: Zwischen den Ausgaben der Stadt und den Mietzahlungen des Vereins ergebe sich eine Lücke – ein städtischer Zuschuss, wie Hofmann-Göttig betonte, den die Stadt jährlich mit 110 000 Euro versteuern müsse. Eben jene Kosten wollen die Liberalen bei der TuS-GmbH geltend machen. Kompensieren lasse sich das über eine Vermarktung des Stadionnamens durch Stadt und Verein: Dadurch ergebe sich für die TuS die Möglichkeit, höhere Einnahmen zu erzielen. Bei der TuS ist man über diesen Vorstoß fassungslos: „So würde man die TuS noch mehr schädigen“, betont Geschäftsführer Wolfgang Loos. In Gesprächen sei es zwar um die Vermarktung des Stadionnamens gegangen. Ziel sei jedoch eine gemeinsame Reduzierung der Kosten gewesen, nie die Idee, die Miete noch weiter zu steigern. Loos: „Dann lässt sich für uns gar nichts mehr rechnen.“
Hornig will alles geben Leistungsträger zieht es zu Arminia Bielefeld Fußball-Drittligist TuS Koblenz muss den Verlust von Defensivspieler Manuel Hornig hinnehmen. Der 28-Jährige wechselt zum künftigen Liga-Konkurrenten Arminia Bielefeld. Hornigs Vertrag in Koblenz läuft am 30. Juni aus, er kann den Verein somit ablösefrei verlassen. Hornig war nach seiner Sprunggelenks-Verletzung in der Rückrunde der konstanteste TuS-Akteur, in 21 Saisonspielen gelangen ihm drei Tore. „Wir bedauern seinen Weggang sehr“, sagt TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos. Hornig wird demnach am kommenden Mittwoch im Rheinlandpokal-Finale gegen Eintracht Trier seinen letzten Auftritt im TuS-Trikot haben, ehe er bei den Ostwestfalen anheuert. „Ich werde alles für Koblenz geben und will anschließend beim Neuanfang in Bielefeld helfen“, so Hornig.
TuS erlebt Tiefschlag in Trier
Koblenzer Drittligist verliert Rheinlandpokal-Finale mit 0:2 und kämpft um die Zukunft Der große Fußball wird in der kommenden Saison einen Bogen um Koblenz machen. Während die Verantwortlichen hinter den Kulissen fieberhaft daran arbeiten, ein weiteres Jahr Drittliga-Fußball finanzieren zu können, hat es die Elf von Trainer Petrik Sander verpasst, mit dem Gewinn des Rheinlandpokals in den DFB-Pokal einzuziehen. Die TuS unterlag im Endspiel bei Regionalligist Eintracht Trier mit 0:2 (0:1) und zeigte dabei unter dem Strich eine enttäuschende Leistung. Die Ungewissheit um die Zukunft des Vereins hat längst die Profis erfasst, die phasenweise gehemmt und hilflos wirkten. Ein Klassenunterschied war nicht erkennbar im Trierer Moselstadion. Die Koblenzer schafften es nicht, ihre körperlichen Vorteile einzubringen, auch das spielerische Element kam nicht entscheidend zum Tragen. Immerhin, ein Hochkaräter sprang vor der Pause heraus, als Andre Hahn eine Maßflanke von Johannes Rahn knapp neben den Kasten setzte (33.). Keine Frage, die Einsatzbereitschaft konnte man der in Weiß gewandeten TuS nicht absprechen. Aber wie schon so oft in der abgelaufenen Saison fehlte den finalen Pässen die Präzision, die Hausherren konnten im Gegenzug immer wieder zu Kontern ansetzen. In der 35. Minute hatte Fahrudin Koduzovic eine richtig gute Idee, als er zusammen mit Angreifer Lukas Mössner die gesamte Abwehr aushebelte und zum 1:0 einnickte. Schockstarre auf der Koblenzer Bank – sollte nun auch das letzte große Ziel dieser Saison verpasst werden? Dabei hatte Sander nichts unversucht gelassen, um mit allen Mitteln den ersehnten Pokalsieg zu erzwingen. Mit Johannes Rahn und Christian Pospischil waren zwei Leistungsträger zurück in der Startelf, beiden war freilich die fehlende Spielpraxis anzumerken. Der entscheidende Faktor war indes das sorglose Abwehrverhalten der TuS. Wie schon vor dem 1:0 reichte auch unmittelbar nach der Pause ein simpler Pass in die Gasse, um die Defensive schlecht aussehen zu lassen. Der überragende Alban Meha schob den Ball in die Mitte, wo Mössner den Rest zum 2:0 erledigte – Toreschießen leicht gemacht. Ein Genickschlag, von dem sich die Mannschaft nicht mehr erholen konnte. Es fehlte die geistige Frische, um die Partie noch einmal zu drehen. Jene Elf, die Verlauf der Drittliga-Spielzeit viele Sympathien gewinnen konnte, erlebte ein trauriges Ende der Saison.
Sander nimmt Abschied von Fans Trainer deutet nach der 0:2-Pleite in Trier das Ende seiner Amtszeit an Diese Niederlage hat Spuren hinterlassen. Bei Spielern und Trainern der TuS Koblenz. Während die Profis nach dem 0:2 bei Regionalligist Eintracht Trier zunächst fassungslos auf dem Rasen saßen und anschließend wie paralysiert die Medaillen entgegennahmen, machte sich Trainer Petrik Sander auf den Weg zu den Anhängern. Erst winkte er den Fans, dann schritt er die lange Reihe ab und schüttelte eifrig Hände. Eine Szene, die erahnen lässt, dass das Pokal-Finale sein letzter Auftritt als Coach der TuS Koblenz war. „Ich habe mich vorsorglich schon mal verabschiedet“, räumte der 50-Jährige später ein. Sanders Ende in Koblenz ist freilich noch nicht spruchreif oder verkündet, die Eindrücke der 90 Minuten zuvor werden den Trainer aber darin bestärkt haben, dass ein einfaches „Weiter so“ mit ihm nicht zu machen ist. Während die Mannschaft über weite Strecken der Saison am Limit oder phasenweise sogar darüber gespielt hat, bekam sie in den letzten Wochen und erst recht gegen Trier die Quittung für ihren Ritt auf der Rasierklinge.
TuS-Präsident: Wir appellieren an die Region Drittligist startet „Retter-Aktion“ und bittet um Spenden Koblenz. Das verlorene Pokal-Finale gegen Regionalligist Eintracht Trier war nicht eben ein Steilpass für die Verantwortlichen der TuS Koblenz. Seit Wochen laufen hinter den Kulissen zahlreiche Rettungsversuche, um die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die kommende Saison zu schaffen. Angesichts der Dimension des Ganzen wäre aber wohl selbst der Pokalsieg inklusive der rund 150 000 Euro an Einnahmen aus der Teilnahme am DFB-Pokal wahrscheinlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen. Bis zum kommenden Dienstag, 15.30 Uhr, bleibt Zeit, um die Bedingungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu erfüllen, der TuS droht nach wie vor das Aus in der Dritten Liga. Mit einem Appell an die Öffentlichkeit und einer „Retter-Aktion“ unternimmt TuS-Präsident Werner Hecker einen weiteren Versuch, um den finanziell angeschlagenen Verein vor der Pleite zu bewahren. Herr Hecker, wie ist der Stand der Dinge bei der Suche nach möglichen Geldgebern? Leider ist die Suche bisher nicht erfolgreich gewesen, obwohl die Gespräche zwischenzeitlich Anlass zu begründetem Optimismus gegeben haben. Aber leider kam es im Ergebnis mit einem potenziellen Großsponsor – auf den wir große Stücke gesetzt hatten – nicht zu dem erhofften Abschluss. Woran sind die Verhandlungen im Wesentlichen gescheitert? Zum einen sieht er die Perspektiven für die TuS im Moment nicht in dem Maß gegeben, um sich massiv zu beteiligen. Er wäre wohl bereit gewesen, wenn er mittelfristig ein klar umrissenes Konzept gesehen hätte, vor allem mit Blick auf einen Stadionbau. Er hat uns aber zugesichert, dass er erneut zu Gesprächen bereit ist, wenn wir den Sprung in die kommende Saison schaffen.
TuS darf Stadion vermarkten Einnahmequelle für Verein Gute Nachricht für TuS Koblenz: Der Verein darf die Namensrechte des Stadions Oberwerth vermarkten. Dies beschloss der Koblenzer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Der Beschluss gilt vorbehaltlich einer Klärung der Vereinbarkeit mit dem EU-Beihilferecht, wie Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig dem TuS-Präsidenten und GmbH-Aufsichtsrat Prof. Dr. Werner Hecker brieflich mitgeteilt hat. Die Stadt Koblenz bietet dadurch der TuS die Möglichkeit, ihre Einnahmesituation zu verbessern.
TuS-Krise: Werner Hecker sieht „positive Signale“ Koblenz kämpft um Lizenz – Was wird aus Geschäftsführer Loos? Das herrliche Frühsommer-Wochenende kennen die Verantwortlichen der TuS Koblenz nur vom Hörensagen. Für einen Spaziergang inklusive Biergarten-Besuch hatte Werner Hecker keine Zeit, vielmehr führte der Präsident des Fußball-Drittligisten ein Telefonat nach dem anderen. Es geht um nicht weniger als die Zukunft des Klubs im Profifußball, die am seidenen Faden hängt. Nachdem sich der Einstieg eines potenziellen Investors zerschlagen hatte, hat sich die Lage zwischenzeitlich noch einmal zugespitzt. Neben der ins Leben gerufenen „Retter-Aktion“ sind zahlreiche Gespräche geführt worden, um die vom DFB geforderte Bürgschaft einreichen zu können. „Es gibt positive Signale“, sagte Hecker am Sonntagnachmittag. Für eine Entwarnung oder gar Euphorie ist es freilich noch viel zu früh. Das Grund-Dilemma: Selbst ein Mini-Etat von 4,5 Millionen Euro (der Schnitt in der Dritten Liga liegt bei 6,3 Millionen) ist in der Region Koblenz nur schwer zu realisieren, eine frustrierende Erfahrung für die Verantwortlichen nach vielen Verhandlungen mit möglichen Sponsoren. Und doch ist der Optimismus vorhanden, mit einem abgespeckten Budget ins Rennen zu gehen – und konkurrenzfähig zu sein. Vieles läuft dabei auch bei Wolfgang Loos zusammen, der das Zahlenwerk zusammenträgt und spätestens am 1. Juni, 15.30 Uhr, dem DFB zugestellt haben wird. Dabei ist es alles andere als sicher, dass der 55-Jährige auch nach Ablauf seines am 30. Juni endenden Vertrags für die TuS tätig sein wird. Offizielle Aussagen dazu gibt es von den Beteiligten nicht, aber die Anzeichen deuten darauf hin, dass sich die Zeit von Loos nach knapp dreieinhalb Jahren in Koblenz dem Ende entgegenneigt. Rahn zu Arminia Bielefeld
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Juni 2011
Jetzt droht die Insolvenz Ist wenigstens der e.V. zu retten? Wie geht es nun weiter mit der TuS Koblenz? Eine Woche haben die Vereinsverantwortlichen noch Zeit, um die Etatlücke zu schließen. Da die Suche nach einem Geldgeber oder einem Bürgen bislang schon erfolglos verlief, gehen die Hoffnungen gegen null, dass sich daran noch etwas ändert. Es wird also damit gerechnet, dass der DFB am kommenden Mittwoch auch den „abgespeckten“ Etat der TuS ablehnt und dem Verein die Lizenz für die kommende Drittligasaison verweigert. Dann wird der Verein, so TuS-Vorsitzender Werner Hecker, angesichts der düsteren Aussichten „intensiv prüfen müssen, welche Möglichkeiten noch bestehen“ – sprich: ob die TuS ein Insolvenzverfahren beantragen muss. Dann, so Hecker, werde sich auch herausstellen, ob „die TuS eine Überlebenschance hat“. Der Vertrag von Manager Wolfgang Loos, der am 30. Juni ausläuft, wird nicht verlängert, Trainer Petrik Sander dürfte nach aktuellem Stand intensiv auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber sein. Auch abwanderungswillige Spieler wird die TuS kaum zum Bleiben überreden können. Vereinspräsident Hecker will auch im schlimmsten Fall einer Insolvenz der GmbH alles versuchen, um den eingetragenen Verein TuS Koblenz zu retten: „Den Verein plattzumachen, hat ja auch keinen Sinn.“ Fraglich ist, auf welchem Niveau die Jugend- und Amateurarbeit bei der TuS dann noch möglich wäre.
TuS: Dritte Liga ist Geschichte Koblenzer wollen sich in der Regionalliga neu aufstellen – Appell von Hecker Nach vier Jahren in der Zweiten Bundesliga und einer Saison in der Dritten Liga steht die TuS Koblenz weiterhin vor einer ungewissen Zukunft. Nachdem der Verein in den vergangenen Wochen nicht die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die kommende Spielzeit schaffen konnte, haben die Verantwortlichen nun auch Abstand davon genommen, das sogenannte Zulassungsbeschwerdeverfahren beim Deutschen Fußball-Bund fortzuführen. Angesichts einer finanziellen Lücke von mehr als 1,9 Millionen Euro war die Hoffnung auf die Lizenzerteilung ohnehin äußerst gering – der freiwillige Rückzug des Klubs ist somit als Vorgriff auf ein wahrscheinliches Nein des DFB zu verstehen. Obwohl der Mittelrhein-Verlag dem Verein seine 49 Prozent Anteile an der TuS Koblenz GmbH im Gegenwert von 1,6 Millionen Euro für 1 Euro überlassen hatte und bereits seinen finanziellen Beitrag als Hauptsponsor in Höhe von 800 000 Euro für die nächste Saison überwiesen hat, war es dem Verein nicht gelungen, einen angemessenen Drittliga-Etat auf die Beine zu stellen. Und das, obwohl das Unternehmen den Klub nach dem Abstieg aus der Zweiten Liga in gleichem Umfang wie zuvor unterstützt. Nun soll der Start in der Regionalliga zum Rettungsanker für die TuS werden. „Uns bietet sich damit die Chance, möglichst viel davon zu bewahren, was in den vergangenen Jahren entstanden ist“, sagt TuS-Präsident Werner Hecker. Spätestens bis zum Freitag sollen die erforderlichen Unterlagen in der Liga-Zentrale in Frankfurt eingereicht werden. Die Entscheidung des Verbands wird für den 20. Juni erwartet. Ob die Rechnung der Koblenzer aufgeht, ist allerdings nicht sicher. „Wir werden erneut eine Bürgschaft benötigen“, appelliert Hecker einmal mehr an die Region, den Verein in dieser existenzbedrohenden Situation zu unterstützen. Wie hoch die vom DFB geforderte Bürgschaft ist, entscheiden die Verbands-Verantwortlichen nach Durchsicht des Zahlenwerks. Die TuS-Chefs wollen einen Etat von rund 2 Millionen Euro auf die Beine stellen. Angesichts einer Vielzahl von U23-Teams der Erst- und Zweitligisten sowie der bescheidenen TV-Gelder (90 000 Euro) ist die Regionalliga alles andere als eine attraktive Klasse. Hecker ist dennoch guter Dinge, die TuS eine Etage tiefer neu aufzustellen. „Wir vermeiden dadurch den Sturz ins Bodenlose“, sagt der Klubchef mit Blick auf die Reform in der Saison 2012/13. Die Regionalliga wird dann auf fünf Klassen aufgestockt, möglicherweise gibt es in der nächsten Spielzeit keinen sportlichen Absteiger. Fest steht: Die TuS müsste in der Regionalliga mit einem komplett neuen Team an den Start gehen. Bis auf wenige Ausnahmen hat kein Spieler einen gültigen Vertrag, vor allem steht der Klub ohne Trainer da. Dass Petrik Sander sein Engagement auf dem Oberwerth verlängert, ist höchst unwahrscheinlich. Hecker hat aber die leise Hoffnung, den 50-Jährigen zum Bleiben zu bewegen: „Er hat noch nicht Nein gesagt.“
TuS Koblenz: Sander geht
Trainer sah keine sportliche Perspektive mehr Jetzt ist es amtlich: Trainer Petrik Sander kehrt dem Noch-Drittligisten TuS Koblenz den Rücken. Er habe keine sportliche Perspektive mehr gesehen und werde seinen Vertrag nicht verlängern, betonte der Fußball-Lehrer, der im Dezember 2009 den damaligen Zweitligisten übernommen hatte. Nach dem Abstieg in die Dritte Liga formte Sander eine völlig neue Mannschaft, die in der abgelaufenen Saison lange Zeit im oberen Tabellendrittel mitspielte und dabei zeitweise begeisternden Fußball bot. Ich hatte tolle Mitstreiter während meiner Zeit in Koblenz, und ich denke, wir haben ein zukunftsträchtiges Team aufgebaut. Doch sportlich hatte es zuletzt keinen Wert mehr sagte Sander, der nicht damit rechnet, zur neuen Saison bei einem anderen Klub als Trainer zu arbeiten. Der Markt in Deutschland ist zu und fürs Ausland ist es für mich noch etwas zu früh. Sander wird weiter mit seiner Familie in der Nähe von Mainz wohnen, sich am Wochenende das ein oder andere Fußballspiel in der Region anschauen und warten.
Tus darf wieder auf Ja des DFB hoffen Die TuS Koblenz darf im Kampf um den Start in der Regionalliga auf das erlösende Ja des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hoffen. Der Grund für den vorsichtigen Optimismus hängt auch mit der bestehenden Sponsoring-Zusage des Mittelrhein-Verlags zusammen. Die 800000 Euro, die das Unternehmen bereits im Januar für die kommende Saison 2011/12 überwiesen hat, bleiben dem Verein erhalten. Obwohl die Vereinbarung nur für die Dritte Liga galt, verzichtet der langjährige Förderer entgegen der vertraglichen Regelung darauf, das Geld von der TuS zurückzufordern und wird den Verein wie schon in den Jahren zuvor in vollem Umfang unterstützen. Mit diesem deutlichen Signal soll auch der Neustart des Vereins eine Etage tiefer gefördert werden. Eine entsprechende Vereinbarung kann die TuS dem DFB nun im Rahmen der Lizenzierung vorlegen damit verbessern sich die Chancen des Vereins auf die Regionalliga erheblich. Nachdem die Lizenzierungs-Unterlagen fristgerecht eingereicht worden sind, wird in der DFB-Zentrale in Frankfurt das Zahlenwerk geprüft, eine Entscheidung ist dem Vernehmen nach aber noch nicht gefallen. Es wird an einer zeitnahen Lösung gearbeite, gibt sich der Verband wortkarg und will sich nicht zum laufenden Verfahren äußern. Spätestens am 24. Juni ist die Hängepartie beendet
TuS plagen 3 Millionen Euro Schulden Koblenzer rechnen in der kommenden Woche mit Lizenz-Entscheidung Hecker stellt Vertrauensfrage Der Andrang war groß, die Fakten überschaubar: Im Rahmen einer Pressekonferenz hat TuS-Präsident Werner Hecker noch einmal die Rettungsbemühungen um den Koblenzer (Ex-)Drittligisten aufgezeigt, die entscheidende Nachricht konnte der Vereinschef indes noch nicht präsentieren. Nach wie vor ist offen, ob die blau-schwarzen Fußballer in der kommenden Saison in der Regionalliga an den Start gehen dürfen. Die abschließende Lizenz-Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird aller Voraussicht nach in der nächsten Woche fallen. Ich möchte gern zuversichtlich sein, hielt sich Hecker mit Prognosen zurück, ob die TuS tatsächlich die Lizenz erhält. Knackpunkt des Ganzen ist offenbar eine Bürgschaft, deren Höhe die Verantwortlichen noch nicht kennen, da der Verband derzeit noch die Unterlagen prüft. Erst wenn wir die Summe kennen, können wir mit potenziellen Bürgen sprechen, sagt Hecker und sieht daneben noch ein, zwei Hürden auf dem Weg zum Ja des DFB. Um letzte Unklarheiten zu beseitigen, wird der Vereinschef möglicherweise zu Beginn der Woche persönlich in die Verbands-Zentrale nach Frankfurt fahren. Als große Last auf dem Weg zu einem Neuanfang erweist sich der enorme Schuldenstand. Wir haben derzeit Verbindlichkeiten in Höhe von 3 Millionen Euro, so Hecker, der gleichwohl betont, dass der Gang in die Insolvenz für ihn keine Lösung darstellt, um den Klub zu sanieren. Wir haben gegenüber unseren langjährigen Partnern die Verantwortung, dass wir unseren Verpflichtungen nachkommen, stellte Hecker klar und ergänzte: Wir müssen unsere Verankerung in der Region verbessern.
Loos zu RB Leipzig Geschäftsführer hat in Sachsen große Ziele Neuer Job für Wolfgang Loos: Nach gut drei Jahren als Geschäftsführer der TuS Koblenz nimmt der 55-Jährige bei Fußball-Regionalligist RB Leipzig eine neue Herausforderung an. Loos, dessen Vertrag in Koblenz am 30. Juni ausläuft, hat bei den ambitionierten Sachsen zunächst bis 2013 unterschrieben. Der Klub zählt zum Imperium von Red-Bull-Inhaber Dietrich Mateschitz und will in den kommenden Jahren mit aller Macht den Sprung in die Bundesliga schaffen. Es ist schon enorm, welche Perspektive der Verein hat, sagt Loos unsere Ziele sind aber langfristig ausgelegt.
Mittelrhein-Verlag bürgt für die TuS Koblenz Neue Hoffnung für TuS Koblenz: Damit der ehemalige Drittligist seine Chance wahrt, eine Lizenz für die kommende Saison der Regionalliga zu erhalten, wird der Mittelrhein-Verlag (MRV) als Hauptsponsor dem Verein eine Bürgschaft über 500.000 Euro geben. Nachdem die TuS trotz sportlicher Qualifikation aus finanziellen Gründen auf eine weitere Zugehörigkeit zur Dritten Liga verzichtet hat, laufen intensive Bemühungen, wenigstens die Voraussetzungen für eine Teilnahme am Spielbetrieb der viertklassigen Regionalliga zu schaffen. Diesem Ziel ist der Klub mit der Bürgschaft des MRV ein entscheidendes Stück näher gekommen. Der Mittelrhein-Verlag, der die Rhein-Zeitung und ihre Heimatausgaben herausgibt, hatte seinen Sponsorenbeitrag von 800.000 Euro für die nächste Saison auch nach dem Rückzug der TuS aus der Dritten Liga nicht zurückgefordert.
Keine Entwarnung bei der TuS Koblenz: Noch fehlen Bürgschaften Koblenz - Die Lizenz wird für die TuS Koblenz zum Lotteriespiel. Es liegen noch nicht Bürgschaften in ausreichender Höhe vor, sagte Präsident Werner Hecker in der außerordentlichen Mitgliederversammlung. Die Mitglieder stärkten ihm dort zugleich eindrucksvoll den Rücken. Am Freitag um 9 Uhr sollte die TuS den Nachweis über eine Bürgschaft im siebenstelligen Bereich erbringen - 1,3 bis 1,5 Millionen Euro, die in der Versammlung genannte Summe schwankte. Doch das hätte die TuS keinesfalls geschafft - wegen des Feiertags und weil von den Banken am Freitagmorgen nicht rechtzeitig die nötigen Unterlagen beizubringen gewesen wären. Deshalb feilschte die TuS schon um die Zeit - mit Erfolg: Jetzt läuft die Frist um 14 Uhr am Freitag ab. Klappt es dann und die TuS bekommt die Spielberechtigung für die Regionalliga, sollen am Montag Trainer und Geschäftsführer vorgestellt werden. Doch in der Mitgliederversammlung konnte Hecker nicht sagen, ob die TuS am Freitag die Lizenz erhalten wird. "Wir hätten Ihnen heute gerne die Rettung der TuS Koblenz verkündet, dies können wir aber leider nicht tun." Noch sind nicht alle Bürgschaften fest zugesagt, um die Summe aufzubringen. Hecker impfte sogar seine Frau, ihm bei sein Handy auf die Bühne zu reichen, wenn es klingelt: Er wartete auf einen Anruf wegen einer Bürgerschaft von Lotto Rheinland-Pfalz. 750.000 Euro Bürgschaft sind gesichert, doch die Differenz zum vom DFB geforderten Betrag fehlt noch. Das Land als Lotto-Hauptgesellschafter muss mitspielen. Mit der Entscheidung wurde in der Nacht oder im Laufe des Donnerstags gerechnet. Ohne die Bürgschaft gibt es keine Lizenz und die TuS steht vor der Insolvenz. Der Mittelrhein-Verlag hatte in dieser Woche eine feste Zusage für eine Bürgschaft über 500.000 Euro gegeben. Am Mittwoch sei dann die Zusage der Stadt gekommen, über die städtischen Beteiligungsesellschaften für 250.000 Euro zu bürgen, so der TuS-Präsident. Doch diese 750.000 Euro alleine reichen noch nicht.
TuS-Lizenz: Entscheidung vertagt Bekommt TuS Koblenz die Lizenz für die Fußball-Regionalliga? Die Hängepartie um den in Existenznot befindlichen Verein geht weiter - und wird vermutlich erst am Montag entschieden werden. Das teilte die TuS in einer Presseerklärung mit. Am Freitag tagten seit 8.30 Uhr die Vereins-Verantwortlichen und suchten nach Lösungen, um in quasi letzter Sekunde doch noch Grünes Licht für die 4. Liga zu erhalten und damit die drohende Insolvenz abzuwenden. Bis um 14 Uhr wurden auch alle Unterlagen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) fristgerecht eingereicht, alllerdings fehlen offenbar zu diversen Bürgschaftserklärungen die erforderlichen schriftlichen Bestätigungen. Im Raum steht eine Summe von rund 600.000 Euro, die nachgewiesen werden muss. Am Vormittag konnte die Vereinsspitze in einer abschließenden Krisensitzung wohl einen Erfolg erringen. Dem Vernehmen nach haben sich private Gönner und Unternehmer gefunden, die bereit sind, neben ihren Sponsoring-Maßnahmen auch zusätzliche Bürgschaften zu übernehmen. Nachdem die Lotto Rheinland-Pfalz GmbH aufgrund von EU-Recht dem Klub keine Bürgschaft gewähren kann, hat sich das Glücksspiel-Unternehmen aber bereiterklärt, als Trikotsponsor für die kommenden beiden Spielzeiten zu fungieren. Daneben stellt ein in Koblenz bekannter und populärer Geschäftsmann eine Bürgschaft in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung, zudem sollen sich Teile des TuS-Präsidiums dazu entschlossen haben, für 100.000 Euro zu bürgen.
TuS muss sich weiter gedulden, darf aber hoffen Entscheidung über Regionalliga-Lizenz steht auch nach der Anhörung vor dem DFB aus – Unterlagen waren zu spät in der Verbandszentrale Die Hängepartie um die Regionalliga-Lizenz für TuS Koblenz wird zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit. Nachdem der um seine Existenz kämpfende Fußballverein in der Vorwoche seine Unterlagen für die Regionalliga beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht hat, geht auch nach der abschließenden Anhörung vor dem Zulassungsbeschwerdeausschuss das Warten auf die Lizenz weiter. Eigentlich war für den späten Nachmittag mit einer Entscheidung gerechnet worden, doch daraus wurde (wieder einmal) nichts. Nach dem letzten Stand der Dinge ist am heutigen Freitag mit einem abschließenden Urteil zu rechnen – sicher ist das in dieser nicht enden wollenden Affäre aber nicht. Die Indizien deuten gleichwohl darauf hin, dass die Dinge für die TuS ein gutes Ende nehmen und der Klub in der vierten Liga starten darf. Frist um 52 Minuten überschritten Die TuS-Verantwortlichen mussten bei dem 75-minütigen Termin detailliert die Umstände schildern, unter denen die Sponsoringverträge und Bürgschaften am vergangenen Freitag auf den Weg gebracht worden sind. Unstrittig ist, dass die vom DFB gewünschte Summe von rund 1,2 Millionen Euro erbracht worden ist, wie TuS-Präsident Werner Hecker nach der Anhörung bestätigte: „Der DFB hat unsere Unterlagen anerkannt.“ Zum Knackpunkt wird indes der zeitliche Ablauf. In einem Wettlauf mit der Zeit waren bis 12.30 Uhr alle Zusagen über die erforderlichen Gelder eingeholt worden, unter anderem auch eine maßgebliche Bürgschaft des Mittelrhein-Verlags über 600 000 Euro. Aber: Weil sich die anschließende Beurkundung bei der Sparkasse Koblenz hinzog, konnte die ultimative Frist von 14 Uhr nicht eingehalten werden. Nach Informationen unserer Zeitung sind die Unterlagen erst um 14.52 Uhr in der Zentralverwaltung des DFB per Fax eingegangen.
Aufatmen bei TuS Koblenz: DFB erteilt Regionalliga-Lizenz Das bange Warten und Hoffen hat ein Ende: TuS Koblenz erhält die Lizenz für die Fußball-Regionalliga. Dies ist am Freitagmorgen durchgesickert. Nachdem die Vereinsspitze am Donnerstag vor dem Zulassungsbeschwerdeausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nochmals angehört worden ist, hat das Gremium dem letzlich zuständigen Spielausschuss die Lizenzerteilung empfohlen. Knackpunkt des Verfahrens war offenbar die zeitliche Verzögerung bei der Einreichung der abschließenden Bürgschaften sowie der Sponsoring-Verträge in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Den TuS-Offiziellen sowie ihrem Rechtsbeistand ist es anscheinend gelungen, auf eine Grauzone im Regelwerk hinzuweisen. Unstrittig bei den abschließenden Prüfungen des Verbands war, dass die TuS-Unterlagen vollständig eingereicht wurden. Letztlich honorierte der DFB wohl auch das Bemühen des Vereins, mit aller Macht den freien Fall in die Ober- oder gar Rheinlandliga zu vermeiden. Die Klub-Chefs können nun die zuletzt stockenden Planungen vorantreiben. Als erster Schritt ist die Installierung eines neuen Geschäftsführers geplant, dem Vernehmen nach handelt es sich um Thomas Theisen. Als Konsequenz aus der Entscheidung zugunsten der TuS wird die Regionalliga West auf 19 Vereine aufgestockt. Die Sportfreunde Lotte, denen eine Versetzung in die Nord-Staffel drohte, verbleiben demnach im Westen. Zudem rückt der TSV Havelse, der zwar sportlich abgestiegen ist, aber die Lizenz bereits erhalten hat in die Nord-Staffel nach
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