|
Oktober 2011
01.10.2011 Pistono Schütze des Abends
Mülheim-Kärlich gewinnt Derby gegen TuS Koblenz II mit 1:0
Mülheim-Kärlich. Die SG Mülheim-Kärlich hat in der Fußball-Rheinlandliga einen wichtigen Sieg gelandet, die TuS Koblenz II bleibt auch nach neun Spielen ohne Punkt – das Derby gestern Abend entschied Steffen Pistono mit seinem Tor in der 77. Minute zum 1:0 für die gastgebende SG 2000.
Da nutzte es der Koblenzer Regionalligareserve nichts, dass die TuS wohl die beste Saisonleistung zeigte. Vorn fehlt die Durchschlagskraft, trotz gutem Spiel reichte es über 90 Minuten nur zu einer guten Chance. Die Mülheimer hingegen konnten bereits in der ersten Hälfte einen Schuss von Zlatibor Sasic als gute Chance verzeichnen, doch der Ball landete an der Latte. Und kurz vor Ende hätte Kevin Urbatzka das 2:0 machen müssen, doch er traf den Kasten nicht.
Und so blieb der Treffer von Pistono das einzige Tor der Partie. Dafür gab es zwei Rote Karten wegen Foulspiels: für den Koblenzer Albert Buhler (33.) und für den Mülheimer Marko Sasic (61.). sle, wzi
Quelle Rhein-Zeitung 01.10.2011 http://rhein-zeitung.de
03.10.2011 TuS und Trier trennen sich 0:0 - „Feuer“ im Fanblock
Koblenz – Mit einem 0:0 trennten sich die TuS Koblenz und Eintracht Trier im brisanten Rheinland-Derby der Fußball-Regionalliga West. Ein Ergebnis, mit dem die gastgebenden Schängel durchaus gut leben können, weniger aber die ambitionierten Gäste.
Die Platzherren gaben damit die Rote Laterne des Tabellenletzten an den SC Idar-Oberstein zurück, der zeitgleich mit 3:6 beim 1. FC Köln II verlor. Die Eintracht hingegen bleibt auf dem dritten Rang hängen. „Feuer“ auf beiden Seiten gab’s vornehmlich in den Fanblocks beider Lager: Vor dem Anpfiff brannten die Trierer Anhänger ein bengalisches Feuerwerk ab, zu Beginn der zweiten Halbzeit taten es ihnen die Koblenzer gleich.
TuS-Trainer Michael Dämgen gab nach dem Abpfiff zu Protokoll: „Zuerst sind wir nur hinterher gelaufen. Die Umstellungen in der zweiten Halbzeit haben uns gut getan, danach war das Spiel offen. Unterm Strich können wir mit dem Punkt zufrieden sein. Hervorheben möchte ich unseren Torwart Kadir Yalcin, der uns mit einigen spektakulären Paraden im Spiel gehalten hat.“ Sein Gegenüber Roland Seitz, der am Spieltag seinen 47. Geburtstag feierte, sagte: „Wir haben richtig gut Fußball gespielt. Kleines Problem: die Tore haben gefehlt, obwohl wir einige Hochkaräter hatten – das tut weh. Immerhin, wir haben wieder zu Null gespielt und nicht verloren.“
Die Elf des Gastgebers musste auf die verletzten Jura Gros und Jung-Hun Kim verzichten, für sie rückten Tokio Nakai und Seung-Yeob Ok in die Anfangsformation. Das Spiel begann mit 18-minütiger Verspätung., weil noch etliche Gästefans im Stau hängen geblieben waren. Die beiden ersten Gelegenheiten des ersten Abschnitts verbuchte Trier durch Ahmet Kulabas, der zunächst mit einem schwachen Kopfball aus kurzer Distanz (6.) und dann mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (14.) scheiterte.
Koblenz kam dem Eintracht-Gehäuse nur bei zwei Weitschüssen von Johannes Göderz (16.) und Thomas Gentner (18.) gefährlich nahe. Es dauerte dann bis zur 33. Minute, ehe die TuS durch den aufgerückten Kapitän Angelo Barletta noch einmal zu einer nennenswerten Chance kam. Davor und danach bestimmten im Prinzip die Gäste das Geschehen: Koblenz konnte dabei von Glück reden, dass Keeper Kadir Yalcin einen richtig starken Tag erwischt hatte und gegen Denny Herzig (30.), Kulabas (34.) sowie Spielführer Thomas Drescher (38., Freistoß) einen drohenden Rückstand bravourös vereitelte.
Die TuS kam wesentlich munterer aus der Kabine. Ob das auch am ersten Wechsel gelegen hatte? Jan Hawel war nun im Spiel und nahm die Position im Sturmzentrum ein. Dafür wechselte David Sasse auf die linke Mittelfeldseite, wo Nakai aus der Partie genommen wurde. Eintracht-Verteidiger Herzig rettete in höchster Not gegen Michael Stahl (46.). Und als David Sasse eine scharfe Hereingabe von Eike Mund Richtung Trierer Linie beförderte, hatte der Anhang der Schängel den Torschrei schon auf den Lippen (49.). Doch Eintracht-Schlussmann Andreas Lengsdorf – für den verletzten Stammtorhüter André Poggendorf zwischen den Pfosten – konnte den Ball noch im letzten Moment ablenken.
Danach verpuffte der anfängliche Elan des Gastgebers etwas. Bange Blicke auf der Koblenzer Bank, als „Stahli“ mit blutender Nase behandelt werden musste (56.). Aber der Mann mit der Nummer 28 konnte weiterspielen. Vier Minuten später feierte der Japaner Kohki Kazama sein Debüt für die TuS. Er übernahm die rechte Mittelfeldseite von Kerim Arslan, der wiederum für den ausgewechselten Ok den Posten des rechten Verteidigers übernahm. In der 66. Minute verfehlte Kazama aus der Distanz nur knapp das anvisierte Ziel. Im Gegenzug verhinderte Yalcin mit einer Glanzparade gegen Alon Abelski das drohende 0:1.
Sein Gegenüber Lengsdorf erwies sich aber auch als Meister seines Fachs, als er einen scharfen Schuss von David Sasse mit Mühe an die Querlatte lenkte (70.). Noch einmal Aufregung, als Barletta per Kopf den Ball gen Trierer Tor beförderte, doch der Linienrichter hatte zuvor eine Abseitsstellung des Schützen erkannt (88.). Auf der Gegenseite verfehlte der eingewechselte Wojciech Pollok ebenfalls mit dem Kopf zweimal den Koblenzer Kasten (89. und 90). Wenig später pfiff der Unparteiische nach zweiminütiger Nachspielzeit ein vor allem in der zweiten Halbzeit recht unterhaltsames Lokalduell ab.
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz: Yalcin – Ok (60. Kazama), Mund, Barletta, Gentner – Göderz, Mineiro – Arslan, Stahl, Nakai (46. Hawel) – Sasse (90.+1 Urwin).
Trier: Lengsfeld – Cozza, Stang, Herzig, Drescher – Opoku Karikari – Kraus, Abelski, Kuduzovic (66. Hauswald), Knartz (73. Pagenburg) – Kulabas (83. Pollok).
Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen).
Zuschauer: 3678.
Gelbe Karten: Ok – Kuduzovic, Abelski.
Thomas Klasen: Die Tore habe ich mir für diese Saison aufgehoben
Koblenz - Einen wie Thomas Klasen können sie bei der TuS Koblenz gut gebrauchen. Warum? Leicht zu erklären: Der 28-Jährige ist gelernter Stürmer – und bei bisher 0,66 Regionalliga-Treffern im Schnitt liegt das Manko der Schängel in diesem Mannschaftsbereich klar auf der Hand.
Das Problem: Klasen war letztmals am 25. Mai beim 0:2 im Pokalfinale gegen Eintracht Trier für Koblenz im Einsatz. Seit dieser Partie gegen die ehemaligen Kollegen – er spielte von Juli 2003 bis Dezember 2005 für die Eintracht – macht ihm ein Innenbandriss und ein Meniskusschaden im rechten Knie zu schaffen. „Zunächst sollte das konservativ abheilen, aber dann war eine Operation unumgänglich.“ Ein abgebrochenes Meniskusstück wurde ihm schließlich am 16. August aus dem Knie entfernt, danach ging es in die Rehabilitation. „Auf eigene Kosten“, wie Klasen betont.
Mittlerweile stehen Laufübungen und leichtere Belastungseinheiten auf dem Programm, in knapp zwei Wochen will er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Das aktuelle 0:0-Spiel gegen den ehemaligen Verein verfolgte er von der Tribüne aus, seine Einschätzung: „Im Endeffekt ein gerechtes Unentschieden, auch wenn Trier in der ersten Halbzeit sicher mehr vom Spiel hatte.“
Seinen letzten Pflichtspieltreffer erzielte der in Neuwied geborene und in Reudelsterz bei Mayen aufgewachsene Klasen am 19. Januar beim 1:4 (1:0) der Koblenzer im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, in 28 Drittligaspielen gelang ihm in der Vorsaison aber kein zählbarer Erfolg. „Die Tore habe ich mir für dieses Jahr aufgehoben“, formuliert er mit einem Augenzwinkern, schränkt dann aber ein: „Ich sage jetzt nicht, dass ich zehn bis 15 Tore mache. Aber ich habe den Anspruch, dass ich der Mannschaft weiterhelfen kann und wenigstens vermehrt für Aktionen sorge, die dann zu Toren führen.“ Worte, die sein Trainer Michael Dämgen sicher gerne hört.
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Quelle Rhein-Zeitung 03.10.2011 http://rhein-zeitung.de
04.10.2011 TuS-Torwart Yalcin hält den Punkt fest
Koblenzer kommen gegen Eintracht Trier zu einem 0:0 – Kohki Kazama feiert 30-minütiges Debüt
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Torarme Fußballspiele stehen selten bis gar nicht in der Gunst der Zuschauer. Auch ein scheinbar schmuckloses 0:0 hat aber durchaus seine Reize, das unterstrich die Nullnummer der Regionalliga West zwischen der TuS Koblenz und Eintracht Trier. Dass dieses brisante Rheinland-Derby letztlich ohne zählbaren Erfolg blieb, grenzte aber schon fast an ein Wunder. Denn auf beiden Seiten boten sich den beteiligten Teams gute Gelegenheiten, in der Summe hatten hier die Gäste die größere Anzahl. Und genau da setzt der Kommentar von Eintracht-Trainer Roland Seitz an, der sich zu seinem 47. Geburtstag sicher zwei Punkte mehr gewünscht hatte: „Eigentlich haben wir richtig gut Fußball gespielt. Kleines Problem: Die Tore haben gefehlt, obwohl wir einige Hochkaräter hatten – das tut weh.“
Warum die Trierer an diesem sonnigen Nachmittag keinen Zugang zum scheinbar vernagelten Koblenzer Kasten fanden, hatte einen simplen Grund: TuS-Torwart Kadir Yalcin präsentierte sich in Höchstform und vereitelte ein ums andere Mal einen möglichen Rückstand. Damit fügte er dem Trierer Coach nicht nur die zitierten Schmerzen zu, sondern brachte die gegnerischen Angreifer schier zur Verzweiflung – und so nebenbei den Eintracht-Anhang auf die Palme. Der zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass er kurz vor dem mit 15 Minuten ohnehin schon verspäteten Anpfiff noch schnell ein bengalisches Feuerwerk abfackelte und den Beginn der Partie um weitere 180 Sekunden verzögerte. Das wollte der Koblenzer Fanblock natürlich nicht auf sich sitzen lassen und tat es den Trieren unmittelbar vor dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit gleich.
TuS-Coach Michael Dämgen machte das, was üblicherweise nicht seine Art ist, er stellte einen Spieler über das Kollektiv: „Der Kadir hat uns mit einigen spektakulären Paraden im Spiel gehalten.“ Aus Dämgens Sicht nur betrüblich, dass er keinen Spieler aus der vordersten Abteilung des Teams lobend hervorheben konnte. Das Sturmspiel wurde im zweiten Abschnitt mit der Einwechslung von Angreifer Jan Hawel aber wesentlich effizienter. Dämgen: „Diese Umstellung hat uns gut getan, danach war das Spiel offen.“
David Sasse ging fortan auf der linken Mittelfeldseite seiner Profession nach, dafür nahm Hawel die Position im Sturmzentrum ein. Leidtragender dieses Wechselspiels war Tokio Nakai. Der erstmalige Einsatz des Japaners von Beginn an war ohnehin nur aus der Not geboren, weil der ansonsten gesetzte Jura Gros wegen Leistenbeschwerden kurzfristig passen musste. Zwischenzeitlich gab es bange Blicke auf der Koblenzer Bank, als Michael Stahl – bis dato bester TuS-Torschütze – mit blutender Nase behandelt werden musste (56.), er konnte aber weiterspielen.
Nakais Landsmann Kohki Kazama feierte nach 60 Minuten sein Debüt auf der rechten Mittelfeldseite. Dem Mann mit der Nummer 35 war die Nervosität anzumerken, allerdings deutete er auch an, dass er durchaus eine Bereicherung für die Offensive der Koblenzer werden kann. Sasse (49. und 70.) kam hier noch zu zwei guten Einschussmöglichkeiten, aber auch Triers Keeper Andreas Lengsfeld – für den verletzten Stammtorhüter André Poggendorf zwischen den Pfosten – erwies sich als Meister seines Fachs. Da war das Endresultat eine fast logische Folge. „Unterm Strich können wir mit dem Punkt zufrieden sein“, fasste Dämgen das Geschehen zusammen.
TuS-Nachwuchs gelingt höchster Saisonsieg
A-Junioren-Regionalliga Koblenz - Neunkirchen 6:0
Koblenz. Mit einem wenig überzeugenden 6:0 (2:0)-Kantersieg gegen Borussia Neunkirchen haben die A-Juniorenfußballer der TuS Koblenz ihre sportliche Krise vorläufig beendet und den besonders für das Selbstvertrauen so wichtigen ersten Heimsieg der Saison in der Regionalliga Südwest eingefahren. Von einem Befreiungsschlag wollte Trainer Dirk Laux aber noch nichts wissen. „Wir müssen jetzt erstmal abwarten, wie die Mannschaft mit dem Erfolg umgeht. Wir haben wieder viele Fehler gemacht, die von anderen Gegnern bestraft werden.“
Vor allem in der ersten halben Stunde war Laux mit der Leistung seiner Elf erneut nicht zufrieden. Im Spielaufbau gingen die Bälle zu leicht verloren, in der Offensive ließ die TuS zum wiederholten Male einige hundertprozentige Chancen liegen. Allein Neunkirchen wusste daraus kein Kapital zu schlagen. Noch vor Enrico Köppens Treffer zum 1:0 (27.) für die TuS hatte Maximilian Acquah freistehend vor dem Gästetor vergeben. Zur Beruhigung der Nerven aller Koblenzer Beteiligten traf Acquah dann aber quasi mit dem Halbzeitpfiff zum 2:0.
Nach einer kritischen Halbzeitansprache von Laux erhöhte Köppen per Foulelfmeter schon zwei Minuten nach Wiederanpfiff auf 3:0. Für den negativen Höhepunkt sorgte Ferhan Güngörmüs in der 58. Minute, als er freistehend aus einem Meter Tor-Entfernung einen Neunkirchener Abwehrspieler anschoss und direkt im Anschluss von Laux ausgewechselt wurde. Acquah (66.), Dominik Schwörer (86.) und Marvin Sauerborn (88.) sorgten dann aber doch noch für den höchsten Saisonerfolg der TuS. „Gegen andere Mannschaften reicht eine solche Leistung nicht“, sagte Laux. tok
Koblenz: Raich, Masala, Löhr, Sauerborn (70. Wolf), Köppen, Arbursu (71. Altin), Acquah (67. Wolf), Schwörer, Rath, Kohns (71. Schäfer), Güngörmüs (58. Kaya).
Di Maio erleichtert
Jugendfußball TuS-Nachwuchs siegt erstmals auswärts
Blaubach. Nach vier sieglosen Spielen haben die B-Juniorenfußballer der TuS Koblenz mit einem äußerst glücklichen Auswärtserfolg in die Erfolgsspur der Regionalliga Südwest zurückgefunden. Die TuS gewann bei der SG Blaubach-Diedelkopf mit 2:1 (1:0).
Bis der Dreier bei der SG feststand, mussten die TuS-Verantwortlichen allerdings einige Nerven lassen. Allein der extrem schwache Gegner sorgte dafür, dass die TuS-Elf zum ersten Mal in der Saison mit einem Sieg im Gepäck nach Koblenz zurückkehrte. In der ersten Halbzeit blieb bei beiden Mannschaften vieles Stückwerk. Die Koblenzer offenbarten vor allem im Spielaufbau erneut zu viele Fehler, doch die Gastgeber scheiterten regelmäßig an ihrem eigenen Unvermögen vor dem TuS-Tor. Vier Minuten vor der Halbzeitpause sorgte Kapitän Marcus Fritsch dann per Strafstoß für das 1:0 der Koblenzer. Nach dem bis dahin besten Angriff des Spiels über die rechte Seite war Luca Reuter im Strafraum der SG nur noch mit einem Foulspiel zu stoppen gewesen. „So wollen wir eigentlich immer kombinieren“, sagte TuS-Trainer Vincenco Di Maio.
Im zweiten Durchgang blieb die Partie auf dem schwachen Niveau der ersten Halbzeit. Nach 66 Minuten sorgte wiederum ein guter Angriff, dieses Mal über die linke Seite, für die Vorentscheidung. Der lange Zeit verletzte Julian Moog traf zum 2:0. In der Schlussminute verkürzte Blaubach noch auf 1:2, mehr war für die Gastgeber aber nicht mehr drin. „Für die Jungs ist es wichtig, dass sie auch mal für ihren Aufwand belohnt wurden. Es wäre wünschenswert, wenn das Spiel der Befreiungsschlag gewesen ist“, sagte Di Maio, „wenngleich wir noch nicht dort sind, wo wir eigentlich hinwollen.“ tok
Koblenz: Mroß, Reuter, Weber, Laux, Strunk, Hein (76. Tairou), Collu, Fritsch, Engel (41. Hermann), Öztürk (64. Moog), Yilmaz (41. Akwapay).
Koblenz II bleibt auch nach Pleite neun gelassen
Rheinlandliga Trainer Breitbach weiter im Amt
Mülheim-Kärlich. Während der Klassenkonkurrent TuS Mayen bereits gehandelt und sich von Trainer Niko Foroutan getrennt hat, bleibt beim Tabellenletzten TuS Koblenz II auch nach der neunten Niederlage im neunten Saisonspiel der Fußball-Rheinlandliga alles ruhig. Zumindest nach außen dringt keine Kritik an Trainer Markus Breitscheid. Dessen Mannschaft verlor bei der SG Mülheim-Kärlich zwar erneut mit 0:1, bot nach Meinung aller Beteiligten aber die bis dahin beste Saisonleistung.
In den nächsten beiden Begegnungen wird es aber auch für die TuS-Reserve ernst. In den Spielen gegen die direkten Konkurrenten Spvgg Wirges II und auch zehn Tage später gegen den FV Engers muss Breitbach Punkte sammeln, ansonsten sind die Nichtabstiegsplätze selbst mit dem Fernglas nicht mehr zu sehen. Und so wird Breitbach wohl in jenen beiden Schicksalsspielen auch personell tatkräftig mit Spielern aus dem Regionalliga-Kader unterstützt werden. Sehr wahrscheinlich auch mit namhaften Akteuren, so ist es zumindest aus den Reihen des Vereins zu hören.
Ruhe herrscht auch wieder bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich. „Es war beinahe schon zu ruhig“, flachste Mülheims Trainer Marco Wagner. Zwar sei der Sieg gegen die Koblenzer Reserve kein Zuckerschlecken sondern eher „zähe Kost“ gewesen, doch zog Wagner das Positive aus dem Spiel: „Es war doch klar, dass es derart laufen würde. Wir waren auch verunsichert. Koblenz hat alles versucht. Dass wir die nicht überrennen werden, das musste jedem bewusst sein.“ Dennoch sah Wagner neben den drei Punkten auch spielerisch wieder Fortschritte: „Leichte Fortschritte, nennen wir es so.“
Die Mannschaft erhielt indes drei Tage frei, auch der Trainer mochte einmal ein langes Wochenende nicht an Fußball denken müssen. „Es tut uns sicher allen ganz gut, wenn wir die Köpfe frei bekommen“, sagte Wagner. Dessen Arbeitstag endete am Freitag übrigens nicht nach dem Schlusspfiff. Übungsleiter Wagner: „Ich habe mit den Spielern vor der Vereinskneipe noch viele Einzelgespräche geführt. In dieser Woche arbeiten wir wieder intensiv weiter.“ dag
In Eich gibt es ein 1:0
TuS Sieg dank Mineiro
Eich. Das Treffen der 100-jährigen Fußball-„Oldies“ endete mit einem überschaubaren Ergebnis: Die TuS Koblenz siegte im Jubiläumsspiel bei der drei Klassen tiefer angesiedelten SG Eich/Nickenich/ Kell vor knapp 500 Zuschauern nur mit 1:0 (1:0). Im Gegensatz zur Punktpartie gegen Trier verzichtete TuS-Trainer Michael Dämgen in der Startelf auf acht etatmäßige Kräfte, die er teilweise nach und nach ins Spiel brachte. Angelo Barletta, Michael Stahl, Kerim Arslan, Johannes Göderz und Kadir Yalcin gönnte er aber eine komplette Auszeit. Das Tor des Nachmittags ging aufs Konto von Mineiro, der eine Hereingabe von Tokio Nakai per Direktabnahme vom Elfmeterpunkt aus im Eicher Kasten versenkte (42.). Koblenz hatte gefühlte 90 Prozent Ballbesitz, wirkte aber am und im gegnerischen Strafraum meist zu umständlich. Dämgen sagte: „Wir sind gerne hierhin gekommen. Natürlich wollten wir den Zuschauern mehr Tore zeigen.“ bhm
Quelle Rhein-Zeitung 04.10.2011 http://rhein-zeitung.de
07.10.2011 TuS schnuppert wieder Bundesligaluft
TuS Koblenz - Kurze Verschnaufpause für die TuS Koblenz in der Fußball-Regionalliga West, die nun ein (fast) spielfreies Wochenende einlegt. Zugleich ist das aber auch eine günstige Gelegenheit, sich losgelöst vom Wettkampfgeschehen mal mit einem renommierten Gegner im Test zu messen. Die Wahl im Koblenzer Jubiläumsjahr fiel dabei auf den 1. FC Kaiserslautern, der zugesagt hat, mit seiner Profimannschaft am heutigen Freitag um 17.30 Uhr im Stadion Oberwerth anzutreten. Somit erhalten sowohl die TuS als auch das Koblenzer Publikum die Möglichkeit, mal wieder Bundesligaluft zu schnuppern.
TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen und Trainer Michael Dämgen nutzten die freie Zeit nach den Spielen gegen Trier und in Eich, um im Kurzurlaub zu regenerieren und neue Kraft zu tanken für anstehende Aufgaben. Das galt auch für die Protagonisten auf dem Platz, die nach ein paar fußballlosen Tagen erst heute wieder "zu einem leichten Aufgalopp" (Dämgen) gebeten werden.
Die ganze Geschichte dient natürlich auch dazu, die notorisch klamme Kasse der TuS ein bisschen aufzubessern. Der Gastgeber muss lediglich für den Bustransfer und das Abendessen des Lauterer Trosses im Pressecontainer aufkommen. Zudem steht die obligatorische Stadionmiete an, doch da wiegelt Theisen ab: "Das fällt kaum ins Gewicht. Die Stadt ist uns sehr großzügig entgegengekommen, das ist fast gratis."
Wer sich beim FCK nun im Detail heute hinter dem Begriff "Profikader" verbirgt, ist nicht eindeutig abzusehen. Dass Lautern aber nur mit der zweiten Garde aufs Oberwerth kommt, daran mag der Koblenzer Geschäftsführer nicht glauben: "Ich denke, dass Trainer Marco Kurz mal ein paar Tore seiner Mannschaft sehen will." Das war vom Grundsatz her auch der Plan der TuS unlängst beim Jubiläumsspiel gegen den Bezirksligisten aus Eich, Nickenich und Kell. Im Endeffekt sprang aber nur ein 1:0 heraus, das wurmte Dämgen schon irgendwie: "Ja, das ist ein Kritikpunkt. Wir haben uns selbst ein wenig im Weg gestanden." Und dann kommt er ohne Umschweife aufs Spiel gegen den FCK zu sprechen: "Das Ergebnis ist absolut zweitrangig. Jeder hat die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Wir werden ein ordentliches Spiel abliefern."
Ein paar Worte zum verfügbaren Personal der Schängel: Tobias Bauer hat Probleme mit dem Fußgelenk, deswegen pausierte er auch schon beim Spiel in Eich. Sein Einsatz ist fraglich. Der angeschlagene Johannes Göderz und der zuletzt erkrankte Patrick Nonnenmann sollen aber wieder fit sein. Neben Kohki Kazama - er debütierte beim TuS-Spiel gegen Trier - gibt es ein weiteres neues Gesicht in Reihen der Koblenzer: Mauro Sosa wurde schon auf dem Eicher "Horeb" 90 Minuten lang getestet. Der junge Uruguayer wurde vom ehemaligen TuS-Trainer Colin Bell empfohlen, er kommt ähnlich wie Mineiro von der christlichen Organisation "Sportler für Sportler".
"Volles Haus" vermeldete die TuS übrigens letztmals am 19. Januar 2011, als das Achtelfinale im Wettbewerb um den DFB-Pokal auf dem Programm stand. Der Gegner damals wie heute: der 1. FC Kaiserslautern, der nach dem 4:1 eine Runde später aber am MSV Duisburg scheiterte. Im Testspiel gegen den 1. FC Köln (3:1) am 6. Juli 2009 konnte Koblenz ebenfalls 15 000 Zuschauer begrüßen. Eine Zahl, die nun allein aufgrund der baulichen Veränderungen des Stadions nicht annähernd zu erreichen ist. 9500, mehr gehen zurzeit nicht rein, sagt Theisen. Wobei er natürlich schon mit einer Kulisse von rund 5000 Zuschauern zufrieden wäre.
Der Vergleich mit Kaiserslautern soll übrigens nicht der letzte mit einem großen Klub in dieser Saison gewesen sein. Laut Theisen kommt im Frühjahr - der genaue Termin steht noch nicht fest - der FSV Mainz 05 aufs Oberwerth.
Quelle Rhein-Zeitung 07.10.2011 http://rhein-zeitung.de
08.10.2011 Tokio Nakai trifft gegen Kaiserslautern
Nur 2107 Zuschauer sehen das 2:1 des Bundesligisten bei der TuS Koblenz
Von unseren Mitarbeitern Bodo Heinemann und Wilfried Zils
Koblenz. Man stelle sich vor, ein renommierter Fußball-Bundesligist spielt in der Region – und kaum einer geht hin. So geschehen beim Testspiel der TuS Koblenz gegen den 1. FC Kaiserslautern, zu dem sich bei nasskaltem Wetter gerade mal 2107 Zuschauer – wohlwollend vom Veranstalter gezählt – im Oval des Oberwerther Stadions verloren. Geschäftsführer Thomas Theisen ließ sich seine Enttäuschung aber nicht anmerken, er sagte: „Ich bin froh über jeden, der gekommen ist.“ Keine Frage aber, dass bei einer derartigen Kulisse keine rechte Stimmung aufkommen wollte. Am Ende zog sich der drei Klassen tiefer angesiedelte Regionalligist bei der 1:2 (0:1)-Niederlage absolut achtbar aus der Affäre. Für das Koblenzer Tor sorgte Tokio Nakai in der Schlussminute.
TuS-Trainer Michael Dämgen war angetan von der Leistung seiner Schützlinge: „Wir haben uns im Rahmen unserer Möglichkeiten gewehrt. Am Ende bin ich vor allem mit dem Ergebnis zufrieden.“ 21 Spieler hatte er während der Partie zum Einsatz gebracht, nur Kohki Kazama durfte durchspielen. Wer nun annimmt, dass der Gastgeber aufgrund der enormen Wechselspiele vor allem im zweiten Abschnitt kein Bein auf den Boden bekommen sollte, sah sich getäuscht.
Koblenz hielt ordentlich dagegen, hätte bei konsequenterer Chancenverwertung der Lauterer aber auch bis zum eigenen Treffer schon höher zurückliegen können. So blieb es aber bei den beiden einzigen Gegentoren durch Richard Sukuta-Pasu (20. und 83.). FCK-Trainer Marco Kurz fasste das Geschehen wie folgt zusammen: „Wir sind gerne gekommen, um zu helfen. Schade, dass die Kulisse nicht größer gewesen ist. In der ersten Halbzeit hätte ich mir mehr Engagement meiner Mannschaft gewünscht, in der zweiten Halbzeit haben wir das dann besser gemacht.“
Gerade mal fünf Stammspieler hatte Kurz mit nach Koblenz gebracht: Kapitän Christian Tiffert, Rodnei, Florian Dietz und Sukuta-Pasu haben alle acht Bundesliga-Spiele mitgemacht, der eingewechselte Martin Amedick hat siebenmal mitgemischt. Fünf Feldspieler des Aufgebots und Torwart Tobias Sippel haben noch keine einzige Minute in der Eliteliga absolviert. Und so fehlte dem FCK phasenweise die Abstimmung, auch wenn sich gerade die Spieler aus der zweiten Reihe für höhere Aufgaben empfehlen wollten. Die TuS schaffte es aber, den Gegner auf rutschigem Untergrund gut zu beschäftigen. Und wenn doch einmal etwas durchkam, dann waren Keeper Kadir Yalcin – er spielte in der Jugend selbst einmal für Kaiserslautern – und später Kevin Birk zwischen den Pfosten zur Stelle. Theisen blickte unmittelbar nach dem Abpfiff schon auf die folgende Punktpartie der TuS: „Die heute gezeigte Leistung stimmt mich zuversichtlich für das nächste Auswärtsspiel in Wiedenbrück.“
TuS Koblenz - 1. FC Kaiserslautern 1:2 (0:1)
Koblenz: Yalcin (46. Birk) – Ok (46. L. Klappert), Nonnenmann (46. Mund), Barletta (46. Urwin), Gentner (46. Lauer) – Stahl (62. Grober), Mineiro (46. Göderz) – Gros (62. Sosa), Kazama, Arslan (46. Nakai) – Sasse (46. Hawel).
Kaiserslautern: Sippel – Dietz (73. Lucas), Rodnei (46. Amedick), Abel, Bugera – Tiffert (73. Bilek), De Wit – Sukuta-Pasu, Sahan, Walch (64. Micanski) – Kouemaha (64. Nemec).
Schiedsrichter: Florian Fochs (Betzdorf).
Zuschauer: 2107.
Tore: 0:1 Sukuta-Pasu (20.), 0:2 Sukuta-Pasu (83.), 1:2 Nakai (90.).
Nächste Aufgabe für Koblenz: am Freitag, 14. Oktober, um 19 Uhr beim SC Wiedenbrück.
Quelle Rhein-Zeitung 08.10.2011 http://rhein-zeitung.de
10.10.011 Tokio Nakai erzielt bei seiner Rückkehr zwei Treffer
TuS Koblenz II gewinnt das Kellerduell bei der Spvgg EGC Wirges mit 3:1 – Stefan Waßmann bemängelt die vielen Ballverluste
Von unserem Mitarbeiter Jörn Müller
Wirges. Eine 1:3 (1:1)-Niederlage gegen die zweite Mannschaft der TuS Koblenz musste die Spvgg Wirges II am 10. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga auf dem heimischen Rasenplatz einstecken. Das Kellerduell zwischen dem 17. und 18. wurde entschieden durch Tore von Jan Hawel und Tokio Nakai, die ansonsten beide für die erste Mannschaft der TuS in der Regionalliga auflaufen. Diese hatte jedoch am vergangenen Wochenende ebenso spielfrei wie die erste Mannschaft der Spvgg Wirges.
Gleich zu Beginn der Partie gingen die Gäste in Führung. Nakai flankte von links in den Wirgeser Strafraum, Hawel setzte sich zweikampfstark durch, war vor den Abwehrspielern am Ball und grätschte das Spielgerät unhaltbar zum 0:1 ins Tor (16.).
Bis zur 34. Minute waren Torchancen der Heimelf Mangelware. Dann jedoch schoss Yuya Yoneda aus 25 Metern auf den Koblenzer Kasten. Torwart Kevin Birk hielt den harten Schuss nicht fest, woraufhin Fatos Prenku zum 1:1 abstaubte.
Bis zum Halbzeitpfiff kam die Gastmannschaft zu gleich mehreren Chancen, abermals in Führung zu gehen. Die Koblenzer schossen den Ball aber entweder aus kurzer Distanz über das Tor oder scheiterten am starken Wirgeser Schlussmann Thorsten Schmidt (36., 43., 45.).
Auch in der zweiten Hälfte drängten die Koblenzer weiterhin auf die Führung. Erneut war es aber Schmidt, der den Zwischenstand von 1:1 gegen Johannes Grober und Hawel festhielt (48., 56.).
TuS-Angreifer Tokio Nakai machte es besser: In der 68. Minute spielte der Ex-Wirgeser seine individuelle Klasse aus, setzte sich gegen gleich mehrere EGC-Verteidiger technisch stark durch und brachte den Ball aus 16 Metern unhaltbar zum 1:2 im Wirgeser Tor unter.
Noch bevor Nakai den Endstand zum 1:3 herstellte, musste Wirges den Angriffen der Koblenzer Tribut zollen: Nach wiederholtem Foulspiel in Nähe des Strafraums der Westerwälder holte sich Spielertrainer Stefan Waßmann in der 80. Minute die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Marco Huber ab.
Fünf Minuten vor Schluss war es dann wieder Nakai, der den Abwehrspielern der Heimmannschaft keine Chance ließ und nach schöner Einzelleistung zum 1:3 einschob. Stefan Waßmann zeigte sich unmittelbar nach Spielende enttäuscht: „Wir haben allgemein zu wenig getan und zu wenig Bälle gehalten. So kann man leider kein Spiel gewinnen. Hinzu kommt natürlich, dass Koblenz in Jan Hawel und Nakai zwei Topstürmer aufgeboten hat.“
Sein Gegenüber Stefan Breitbach hingegen war über die ersten Punkte seiner Mannschaft sowohl erfreut als auch erleichtert: „Uns war klar, dass wir heute gewinnen müssen, um den Anschluss nach oben zu halten. Die Einstellung hat heute gestimmt, und wir haben absolut verdient gewonnen.“
Am Rande des Spielfelds merkte der Wirgeser Mannschaftsverantwortliche Rudi Schenkelberg an, dass das Spiel das vorerst letzte der zweiten Mannschaft auf dem Rasenplatz sein werde. Dieser befinde sich in einem solch schlechten Zustand, dass er die zahlreichen Partien durch die A-Jugend sowie erste und zweite Mannschaft nicht verkraften könne.
Quelle Rhein-Zeitung 10.10.2011 http://rhein-zeitung.de
11.10.2011 Koblenzer B-Junioren verlieren in Trier 0:3
TuS-Nachwuchs ernüchtert
Trier. Bei den Fußball-B-Junioren der TuS Koblenz ist Ernüchterung eingekehrt. Beim SV Eintracht Trier, einem Nachbarn im Tabellenmittelfeld der Regionalliga, verlor die TuS das Nachholspiel vom ersten Spieltag mit 0:3 (0:1). In der 10. Minute nutzten die Gastgeber einen Stellungsfehler in der Koblenzer Abwehr zum 1:0. Nach einer Stunde verpasste die Eintracht den Gästen nach einer Ecke mit dem 2:0 den laut Trainer Vincenzo Di Maio „entscheidenden Genickschlag“. Das 3:0 nach einem Konter zeigte dann noch einmal die Kaltschnäuzigkeit der Trierer auf, die die Fehler der TuS konsequent nutzten. „Die Tabelle lügt nicht. Wir sind derzeit nicht besser“, sagte Di Maio, dessen junges Team bei einem Pfostentreffer von Marvin Weber auch noch Pech hatte. Di Maio bleibt aber optimistisch: „Spieler aus dem älteren Jahrgang kommen allmählich zurück in die Mannschaft. Dann steigt die Qualität wieder.“ tok
Koblenz: Heinrich, Schlich (72. Klimek), Reuter, Weber, Laux, Strunk (50. Yilmaz), Akwapay (41. Moog), Hein, Collu, Fritsch, Öztürk (72. Engel).
Quelle Rhein-Zeitung 11.10.2011 http://rhein-zeitung.de
14.10.2011 TuS hat Auswärtssieg in Wiedenbrück im Visier
Koblenz - Die Reserve der TuS Koblenz hat es vorgemacht: Nach neun sieglosen Spielen gelang in der höchsten Verbandsklasse der erste Saisonerfolg beim 3:1 in Wirges. Nun will die erste Garnitur zwei Etagen höher diesem rühmlichen Beispiel folgen. Die Voraussetzungen dafür sind in den folgenden acht Tagen – rein statistisch gesehen – gar nicht mal so schlecht: Am heutigen Freitag um 19 Uhr tritt die TuS als Tabellenvorletzter beim nur einen Platz besser postierten SC Wiedenbrück an, genau eine Woche später kommt das Schlusslicht aus Idar-Oberstein ins Koblenzer Stadion Oberwerth.
Wenn nicht jetzt, wann dann? Dieser Liedtitel der kölschen Kultband „De Höhner“ fördert wohl die Mutter aller Fragen der Koblenzer Fans zutage. In dieser „Woche der Wahrheit“ können und wollen die Koblenzer Kicker die Weichen stellen für einen versöhnlicheren Saisonverlauf. In den bisherigen neun Begegnungen war die TuS zumeist in der Rolle des Außenseiters, reagieren statt agieren entwickelte sich zur fast zwangsläufigen Marschrichtung.
Wenn Koblenz im Jahnstadion aber am Ende erhobenen Hauptes den Platz verlassen möchte, ist ein gerütteltes Maß an Eigeninitiative diesmal unabdingbar. Dass Wiedenbrück ähnlich wie die TuS das Schießpulver nicht gerade erfunden hat, liegt auf der Hand. Wenn die zweitschlechteste Offensive auf die schwächste der Liga trifft, ist üblicherweise nicht mit einem Schützenfest zu rechnen. Im Gegensatz zur TuS regnet's bei Wiedenbrück hinten aber regelmäßig rein. Also Bahn frei für David Sasse, Jan Hawel, Michael Stahl oder auch Tokio Nakai? Der Japaner zählt zwar nicht unbedingt zur ersten Wahl von Trainer Michael Dämgen, traf vor Wochenfrist aber gleich dreimal ins Schwarze: einmal beim 1:2 im Test gegen den 1. FC Kaiserslautern, gleich doppelt beim Spiel der Reserve in Wirges. „Ja, er ist auf einem guten Weg“, sagt der Coach, räumt aber ein, dass er ihn ähnlich wie Landsmann Kohki Kazama vorerst weiter nur als Ergänzungsspieler sieht. Dämgens Devise für den Auftritt beim 17. der Tabelle: „Wir müssen kühlen Kopf bewahren und nicht nur nach vorne denken.“
Erstmals in dieser Saison ist das Team übrigens schon am Vortag zum Auswärtsspiel angereist – in der Hoffnung, dass das im Wiedenbrücker Jahnstadion die letzten Prozentpunkte generiert, um am Ende den ersten Drei-Punkte-Pack zu feiern. „Das ist aber eine einmalige Geschichte“, sagt TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen zu der fürs Team kostenneutralen Aktion. Finanziert wurde der nächtliche Aufenthalt in Wiedenbrück nämlich von Frank Linnig, Fan und zugleich Sponsor der TuS. Zu den im Kalenderjahr 2011 noch folgenden vier Auswärtspartien in Gelsenkirchen (30. Oktober), Düsseldorf (19. November), Mainz (3. Dezember) und Elversberg (17. Dezember) wird die TuS also wieder erst am Spieltag selbst anreisen. Ob diese Maßnahme die erhofften Früchte trägt? Wenn die Spieler auf dem Platz aber nur so schleppend in Gang kommen wie der Teambus auf der Straße, dann wird's wohl nichts mit dem Sieg: Denn die Koblenzer Karosse blieb gestern im Stadion hinter der Haupttribüne erst einmal liegen und bekam dann die erforderliche Starthilfe von einem Traktor...
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Der Gegner unter der Lupe: SC Wiedenbrück
Elf Jahre ist der SC Wiedenbrück 2000 erst alt, spielt aber nun schon seit 15 Monaten dort, wo auch die 89 Jahre ältere Konkurrenz aus Koblenz mittlerweile gegen den Ball tritt: in der Regionalliga West. Der Klub aus Rheda-Wiedenbrück (48 ?000 Einwohner) entstand zur Jahrtausend-wende aus den Stammvereinen DJK Eintracht und SV Westfalia.
Trainer des Teams ist seit 2008 der 45-jährige Thomas Stratos, vor allem bekannt durch sein knapp siebenjähriges Engagement als Spieler von Arminia Bielefeld Ende der 90er-Jahre. Mit dem Griechen schaffte Wiedenbrück in der Saison 2008/09 auf Anhieb das Meisterstück in der Verbandsliga Westfalen – und das mit sagenhaften 28 Punkten Vorsprung. In der folgenden Spielzeit ging die Erfolgsgeschichte weiter, als Titelträger der NRW-Liga gelang der Sprung in die vierthöchste Klasse der Republik, wo im Premierenjahr ein zehnter Platz unterm Strich stand – nicht zuletzt dank der 18 Tore des Mittelfeldspielers Robert Mainka.
Als Westfalen-Pokalsieger durfte sich der SCW am 31. Juli mit dem 1. FC Köln messen, am Ende mussten sich die Stratos-Schützlinge vor 12 ?000 Zuschauern im ausverkauften Gütersloher Heidestadion mit 0:3 geschlagen geben. In der Regionalliga fabrizierte Wiedenbrück zwei Heimsiege (1:0 gegen den SC Idar-Oberstein und 3:1 gegen Fortuna Köln). Dass nach dem jüngsten 0:0 in Elversberg gegen die sieglose TuS nun der dritte Erfolg glücken soll, steht wohl außer Frage. Wer die dazu nötigen Tore schießen soll, verrät die Statistik: Der erst 18-jährige Aias Aosman erzielte drei der erst sieben Wiedenbrücker Treffer.
Gespielt wird übrigens im von Koblenz rund 265 Kilometer entfernten Jahnstadion an der Rietberger Straße, das über 750 überdachte Sitz- und rund 1800 nicht überdachte Stehplätze verfügt. (bhm)
TuS-Termine im November Donnerstag, 10. November: Test-Heimspiel der TuS um 19 Uhr gegen den Zweitligisten MSV Duisburg. „Das ist definitiv“, betont der Koblenzer Geschäftsführer Thomas Theisen. Sonntag, 13. November: Von der TuS organisiertes Spiel der deutschen U18-Nationalmannschaft gegen Belgien um 17 Uhr im Stadion Oberwerth. Mittwoch, 16. November: Testspiel der TuS um 19.30 Uhr beim NRW-Oberligisten Spfr Siegen. Samstag, 19. November: Offizielle 100-Jahre-Jubiläumsfeier der TuS ab 19.11 Uhr in der Koblenzer Mercedes-Benz-Niederlassung (nur für geladene Gäste). (bhm)
Quelle Rhein-Zeitung 14.10.2011 http://rhein-zeitung.de
15.10.2011 TuS Koblenz unterliegt in Wiedenbrück
Regionalligist kassiert ein 0:1 im Jahnstadion – Mainka erzielt Tor des Abends
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Wiedenbrück. Wieder nichts: Auch im zehnten Anlauf schaffte die TuS Koblenz in der Fußball-Regionalliga West nicht den erhofften Sieg. Beim vormals oberen Tabellennachbarn SC Wiedenbrück sprang gestern Abend im Jahnstadion vor rund 580 Zuschauern noch nicht einmal ein Remis heraus, am Ende mussten sich die Schängel knapp mit 0:1 (0:1) geschlagen geben.
Es war eine absolut unnötige Niederlage, zumal sich den Gästen zahlreiche Einschussgelegenheiten boten, die aber wieder einmal allesamt ungenutzt blieben. Was fehlte, war nur ein Quäntchen Glück. Sicherlich war die TuS mit den allerbesten Vorsätzen ins Spiel gegangen, doch die waren schon nach nicht einmal acht Minuten über den Haufen geworfen. Der offensive Mittelfeldspieler Robert Mainka – bester Wiedenbrücker Torschütze der Vorsaison – kurvte über die halblinke Position in den Koblenzer Strafraum, umspielte auch noch Torhüter Kadir Yalcin und schob locker zum 1:0 ein. Zuvor hätte die TuS gut und gerne selbst in Führung gehen können, doch Michael Stahl (4. und 5.) verfehlte zweimal nur knapp das Ziel. Auch mit dem Kopf klappte es nicht so recht: David Sasse (19.) und wiederum Stahl (28.) waren mit dem obersten Körperteil keine Treffer vergönnt.
Nach der Pause erarbeiteten sich die Koblenzer weiter Chance um Chance, der gewünschte Erfolg blieb indes weiter aus: Sasse (46. und 54.), Jura Gros (60.) und der aufgerückte Kapitän Angelo Barletta nur wenige Sekunden später brachten keinen zählbaren Erfolg zustande. Auf der Gegenseite konnte die TuS von Glück reden, als John-Dieter Thöle alleinstehend vor Keeper Kadir Yalcin den Ball am Koblenzer Tor vorbeihob (61.). Auch Aias Aosman (64.) und Lukas Krause (73.) kamen in aussichtsreicher Position zum Schuss, verfehlten aber das anvisierte Ziel.
Mit frischen Offensivkräften wollte Gästetrainer Michael Dämgen den Ausgleich in der letzten halben Stunde praktisch erzwingen. Jan Hawel (für Kerim Arslan) und Tokio Nakai (für Jura Gros) konnten aber kaum Akzente setzen. Auch Kohki Kazama (für Johannes Göderz) sollte nach 78 Minuten noch einmal für frischen Wind sorgen. Doch alles, was fortan noch gefährlich aufs Wiedenbrücker Gehäuse kam, wurde vom guten SCW-Schlussmann Marcel Hölscher entschärft. Fast wäre Wiedenbrück sogar noch das 2:0 gelungen, doch ein Mainka-Kopfball (88., Pfosten) und ein Aosman-Schuss (89.) blieben ohne Erfolg. So musste die TuS am Ende die vierte Saisonniederlage einstecken und läuft nun sogar Gefahr, vom kommenden Gegner aus Idar-Oberstein auf den letzten Tabellenplatz verdrängt zu werden.
Koblenz: Yalcin – Ok, Mund, Barletta, Gentner – Göderz (78. Kazama), Mineiro – Gros (67. Nakai), Stahl, Arslan (62. Hawel) – Sasse.
Wiedenbrück: Hölscher – Boachie, Halstenberg, Leeneman, Rogowski – Tietz (82. John), Krause – Aosman (90..+1 Kniat), Mainka, Dayangan – Thöle (67. Bulut).
Schiedsrichter: Stefan Brauer (Hildesheim).
Zuschauer: 580.
Quelle Rhein-Zeitung 15.10.2011 http://rhein-zeitung.de
17.10.2011 Jetzt haben die Koblenzer wieder die Rote Laterne
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
TuS Koblenz - Thomas Stratos brachte es kurz, knackig und auch treffend auf den Punkt: "Das Spiel hätte auch 4:4 oder 5:4 ausgehen können." Damit beschrieb der Fußballtrainer des SC Wiedenbrück genau das, was sich in 90 Minuten plus Nachspielzeit im Regionalliga-Duell mit der TuS Koblenz abgespielt hatte. Da aber beide Mannschaften leichtfertig bis fahrlässig mit einer ganzen Reihe an guten Gelegenheiten umgegangen waren, stand am Ende unterm Strich lediglich ein 1:0 (1:0). Der geringste aller Siege genügte aber dem Gastgeber, um sich ins untere Mittelfeld der Tabelle abzusetzen und beim Gegner durchweg für betretene Mienen zu sorgen. "Es war ein flottes Spiel mit viel Einsatz auf beiden Seiten", sah Stratos das wechselvolle Geschehen auf dem Platz in einem positiven Licht. Der entscheidende Satz von ihm kam ganz zum Schluss: "Ich bin froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben."
Noch 20 Minuten vor dem Spiel saß Stratos entspannt mit seiner Tochter im Presseraum und schaute sich von oben gelassen die Warmmachübungen seiner Schützlinge an. Knapp zweieinhalb Stunden später standen sein Pendant Michael Dämgen und TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen gedankenversunken im gleichen Raum und rätselten stumm darüber, wie denn so ein Spiel überhaupt ohne eigenen Treffer hatte enden können. Selbst beim 3:3 in Bochum, wo die TuS binnen 36 Minuten die Hälfte aller bisher erzielten Tore verbuchte, gab es in der Summe nicht so viele Offensivakzente wie in Wiedenbrück.
Ob es nun mangelnde Cleverness, pures Unvermögen, ein guter SCW-Schlussmann Marcel Hölscher oder einfach nur Pech beim Abschluss war, sei einmal dahingestellt. Fakt ist aber, dass die Koblenzer durch derartige Misserfolge Gefahr laufen, immer mehr den Glauben an das eigene Können zu verlieren. Und wenn man in dieser Lage dann auch noch einem Gegner unterliegt, der der wohl schwächste im bisherigen Saisonverlauf war, stellt sich einmal mehr die Frage nach der grundsätzlichen Regionalliga-Tauglichkeit der TuS. "Wir haben es einfach nicht geschafft, das Tor zu machen", gab Dämgen konsterniert zu Protokoll. Dann schob er hinterher: "Die Enttäuschung ist jetzt natürlich relativ groß." Besonders tief saß der Stachel bei Theisen, der sich - emotional aufgewühlt - einen offiziellen Kommentar nach der Begegnung zunächst sparte, später aber mit etwas Abstand die vierte Niederlage halbwegs verdaut hatte. Er trauerte speziell der Szene hinterher, als Michael Stahl einen von Kerim Arslan eigentlich als Torschuss abgegebenen Ball aus kurzer Distanz messerscharf am linken Pfosten vorbeinickte (28.). Dass Glück und Pech oft extrem dicht beieinander liegen, wurde in dieser Sekunde deutlich. "Und wer weiß, wie es dann wohl gelaufen wäre ...", bemühte Theisen den Konjunktiv.
Ähnlich minimalistisch, aber genau so erfolgreich wie Wiedenbrück präsentierte sich auch der kommende Koblenzer Gegner: Mit dem 1:0 gegen die SV Elversberg überreichte der SC Idar-Oberstein den Schängeln die Rote Laterne des Tabellenletzten. Und wenn der TuS im direkten Duell in fünf Tagen nicht endlich der erste Saisonerfolg glückt, wird das ungeliebte Ding wohl noch eine ganze Weile auf dem Oberwerth leuchten. Theisen wäre aber nicht Theisen, wenn er mit Blick auf dieses Kellerduell nicht schon wieder optimistisch gestimmt wäre: "Gegen Idar wird das endlich funktionieren. Da bin ich mir sicher."
Quelle Rhein-Zeitung 17.10.2011 http://rhein-zeitung.de
18.10.2011 TuS-Nachwuchs hat in der Liga Fuß gefasst
Koblenz gewinnt in Offenbach
Sieg für die A-Junioren, Niederlage für die B-Junioren: Der Fußballnachwuchs der TuS Koblenz hat in den Regionalligen sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielt.
FSV Offenbach - TuS Koblenz 2:5 (0:2)
Der Vizemeister der Vorsaison hat offenbar endgültig Fuß in der neuen Saison gefasst. Nach einwöchiger Spielpause gewann die A-Junioren-Mannschaft von Trainer Dirk Laux das zweite Spiel in Folge und hat sich ins Tabellenmittelfeld geschoben. Ein Grund für den positiven Trend ist die wiedergefundene Stärke in der Offensive. Nach zehn Treffern in den ersten sechs Spielen erzielten die Koblenzer allein in den vergangenen zwei Partien elf Tore.
Die TuS, die ihre Taktik etwas umgestellt hatte und vornehmlich auf lange Bälle aus der Defensive setzte, legte früh den Grundstein für den Sieg. Nach einem Foulspiel verwandelte Enrico Köppen bereits nach zwei Minuten den fälligen Strafstoß zur Koblenzer Führung. Nach einer Viertelstunde erhöhte Maximilian Acquah nach einem Pass in die Schnittstelle der offen stehenden Abwehr der Gastgeber auf 2:0. Anders als in der Vorwochen war Laux auch mit der Arbeit gegen den Ball zufrieden. „Das war wirklich gut“, sagte der Coach.
Im zweiten Durchgang erhöhte Köppen bereits nach neun Minuten mit seinem zweiten Strafstoß-Treffer zum 3:0, ehe die Gastgeber fast im Gegenzug mit einem direkt verwandelten Freistoß verkürzten, ohne jedoch Zweifel am Koblenzer Sieg hervorzurufen. Zum Matchwinner avancierte Acquah, der in der 66. und 81. Minute seine Treffer Nummer zwei und drei machte. Das 2:5 der Offenbacher durch einen verwandelten Handelfmeter hatte nur noch statistischen Wert. „Das war unsere beste Saisonleistung. Die Mannschaft hat meine Vorgaben wirklich gut umgesetzt. Ich hoffe, dass der Trend nun weiter nach oben geht“, sagte Laux.
Koblenz: Raich, Wolf, Masala, Löhr, Sauerborn, Köppen (83. Kaya), Arbursu (59. Altin), Acquah (81. Rang), Schwörer (28. Güngörmüs), Rath, Kohns.
1. FC Kaiserslautern - TuS Koblenz 3:0 (1:0)
Eine couragierte und kämpferisch starke Leistung hat den Koblenzern nicht zu einem Punktgewinn beim großen Ligafavoriten in der Pfalz gereicht. „Wir haben uns richtig gut verkauft und mit einem Tor zu hoch verloren. Leider können wir uns von der guten Leistung nichts kaufen“, sagte TuS-Trainer Vincenco Di Maio.
Gegen die spielbestimmenden Gastgeber setzte die TuS immer wieder Nadelstiche, große Torchancen gab es jedoch nicht. Die Pfälzer, die in der laufenden Saison auch im neunten Spiel ohne Punktverlust blieben, gingen erst kurz vor der Halbzeitpause durch einen Abstauber mit 1:0 in Führung, nachdem TuS-Keeper Christian Mroß einen Distanzschuss hatte abprallen lassen.
In der zweiten Halbzeit vergab dann Marvin Weber nach 50 Minuten die größte TuS-Chance zum Ausgleich. Einen Konter schloss er mit einem Schuss knapp neben das Tor ab. Zehn Minuten nach Webers Chance sorgten die Hausherren mit dem 2:0 für die Entscheidung. „Der Treffer war irregulär, weil der Ball zuvor im Seitenaus war“, haderte Di Maio, dessen Mannschaft durch eine weitere Einzelaktion der Lauterer noch das 0:3 hinnehmen musste (64.). „Die Einstellung hat gestimmt, den Schwung müssen wir mitnehmen“, sagte Di Maio tok
Koblenz: Mroß, Schlich (61. Klimek), Reuter, Weber, Laux (61. Yilmaz), Strunk, Hein (68. Engel), Collu, Fritsch, Moog (9. Akwapay) Öztürk.
Quelle Rhein-Zeitung 18.10.2011 http://rhein-zeitung.de
20.10.2011 TuS II verliert in der Nachspielzeit
Engers gewinnt 2:1
Koblenz. Unter besonderer Beobachtung haben gestern Abend die TuS Koblenz II und der FV Engers gestanden. 30 Schiedsrichter wollten das Kellerduell der Fußball-Rheinlandliga als Anschauungsunterricht für ihren Lehrgang an der Sportschule Oberwerth nutzen. Zu sehen bekamen die Referees Abstiegskampf in Reinkultur und den 2:1 (1:0)-Sieg des Gästeteams aus Engers.
Während der Koblenzer Trainer Markus Breitbach nach dem Abpfiff mit versteinerter Miene wortlos in die Kabine stapfte, konnte der Engerser Trainer Juri Kling sein Glück kaum fassen. Nach der Gelb-Roten Karte gegen FVE-Akteur Matthias Fink wegen Zeitspiels (83.) war der überlegenen TuS Koblenz II nach einem Eckstoß durch einen Kopfball von Tobias Dahm kurz vor Spielende der Ausgleich zum 1:1 (88.) gelungen. In der Nachspielzeit nutzte Hakan Yilmaz dann eine Unaufmerksamkeit in der Koblenzer Hintermannschaft und traf zum 2:1 für die dezimierten Gäste aus Engers (90.+1).
Schon der an Höhepunkten arme erste Durchgang machte klar, warum beide Teams in Nöten sind. Der FV Engers erspielte sich in der kampfbetonten Partie gerade einmal eine Torgelegenheit, das sollte allerdings zum Führungstreffer reichen. Einen abgefälschten 14-Meter-Schuss von Kevin Bersch musste der chancenlose Koblenzer Schlussmann Kevin Birk passieren lassen (28.). Im zweiten Durchgang erarbeitete sich Schlusslicht TuS Koblenz II dann optische Vorteile, ohne daraus viel Kapital schlagen zu können. maw, wzi
Quelle Rhein-Zeitung 20.10.2011 http://rhein-zeitung.de
21.10.2011 Kellerduell in Koblenz
TuS will gegen Idar endlich mal gewinnen
Koblenz. Vor zwei Jahren wäre die TuS Koblenz allenfalls in einem Vorbereitungs-Spiel gegen den SC Idar-Oberstein angetreten, inzwischen liegen die Dinge aber völlig anders. Aus der Partie ist mittlerweile ein Derby auf Augenhöhe geworden – allerdings im Tabellenkeller der Fußball-Regionalliga West. Mehr noch: Im Duell gegen den Oberliga-Aufsteiger von der Nahe geht es für die TuS fast schon darum, nicht zur Lachnummer der Liga zu verkommen. Um 19 Uhr unternimmt der Tabellenletzte gegen den Vorletzten den nächsten Versuch, endlich den ersten Sieg einzufahren. Immerhin im elften Saisonspiel. Kaum zu glauben, aber wahr.
„Wir dürfen jetzt nicht die Köpfe hängen lassen“, klingen die Worte von Trainer Michael Dämgen denn auch fast schon nach Durchhalteparolen. Verständlich: Seit Wochen hält er seine Schützlinge an, vor dem Tor mit mehr Verve zu agieren, lediglich sechs Treffer sind aber ungenügend. Immerhin: Nur elf Gegentreffer sind der drittbeste Wert aller Mannschaften und zeigen auf, dass die TuS bislang in nahezu allen Begegnungen wettbewerbsfähig war. „Wir werden für unseren Aufwand irgendwann auch belohnt werden“, gibt sich Dämgen optimistisch. Was bleibt ihm auch anderes übrig?
Nicht viel besser stehen die Gäste da, die aber zumindest schon wissen, wie es sich anfühlt, ein Spiel zu gewinnen. Zwei Siege hat der SC Idar schon verbuchen können, Trainer Sascha Hildmann wähnt seine Elf „auf einem guten Weg“. Nach dem 1:0 vor Wochenfrist gegen den SV Elversberg kommen die Gäste mit breiter Brust aufs Oberwerth, und Hildmann hält ein bisschen stolz fest: „Wer hätte gedacht, dass die TuS jetzt sogar Respekt vor uns hat.“ sn/sab
Dämgen: Die Zeit ist reif für den ersten Sieg
TuS Koblenz trifft heute Abend im Kellerduell auf Idar-Oberstein
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Kennen Sie den Unterschied zwischen der TuS Koblenz und dem SC Idar-Oberstein? Realistisch und statistisch betrachtet: drei Punkte und genau eine Position in der Regionalliga West. Manchmal ist es aber nur eine gehörige Portion Glück, die im Fußball über Sieg, Niederlage und Tabellenplatz entscheidet. Aktueller Vergleich: Während die Schängel vor Wochenfrist in Wiedenbrück ein durchaus vermeidbares 0:1 einstecken mussten, schummelte sich der kommende Gegner zu einem 1:0 im Heimspiel gegen die SV Elversberg.
Doch fehlendes Glück allein möchte TuS-Trainer Michael Dämgen vor dem direkten Duell heute Abend um 19 Uhr im Stadion Oberwerth gar nicht als Ausrede gelten lassen: „Wir sind einfach zu brav im vorderen Bereich. Das ist natürlich auch eine Frage der Qualität, da macht sich der fehlende Konkurrenzdruck bemerkbar.“ Und dann, konkret angesprochen auf die bisherige Sturmmisere, wird er deutlicher: „Es gibt Situationen, da musst du die Brutalität vorm Tor einfach in dir tragen.“ Geschäftsführer Thomas Theisen schränkt in diesem Zusammenhang aber ein: „Es bringt nichts, da jetzt einfach auf die Spieler draufzuhauen.“
Dämgen deutet zwar an, dass es „ein, zwei Veränderungen“ in der Aufstellung geben wird, das bisherige 4-2-3-1 will er deswegen aber nicht aufbrechen: „Am System liegt es nicht, sondern nur an der Art und Weise, wie man es interpretiert.“ Sein Pendant Sascha Hildmann bevorzugt in der Regel ein 4-4-1-1, muss aber vielleicht umstellen, weil der Einsatz des erfahrenen Ex-Lauterers Michael Lehmann (Kapselverletzung im Sprunggelenk) wohl nicht in Frage kommt. Koblenz kann im Vergleich zur Vorwoche auf den gleichen Kader zurückgreifen, hinzu gesellt sich nun auch der rekonvaleszente Thomas Klasen. Für ihn ist ein Einsatz von Beginn an nach nur einer Woche Mannschaftstraining aber nicht vorgesehen. Dämgen: „Ihm fehlt natürlich noch die Spielpraxis.“
Stellt sich nun noch die alles entscheidende Frage, ob die TuS im elften Spiel endlich mal gewinnen kann. Das beantwortet der Koblenzer Coach im Brustton der Überzeugung: „Die Zeit ist reif für den ersten Sieg.“ Kollege Hildmann hatte nach dem Erfolg gegen Elversberg gesagt: „So einen schmutzigen Sieg haben wir gebraucht.“ Das würde Dämgen heute Abend gegen 20.50 Uhr sicher auch gern von sich geben. Eines ist fast sicher: Sollte das Spiel gegen Idar-Oberstein aus Koblenzer Sicht nicht den gewünschten Ausgang nehmen, dann ist der Kredit bei vielen Fans der Schängel wohl aufgebraucht. Glück hin oder her.
Der Gegner: SC Idar-Oberstein
Idar-Oberstein. Das ist im Fußballsport eher selten: Ein Trainer wird Meister mit seiner Mannschaft – und wechselt anschließend den Verein. Nein, die Rede ist nicht von Felix Magath und dem VfL Wolfsburg anno 2009. Sondern vom SC Idar-Oberstein, wo Erfolgscoach Michael Dusek nach Abschluss der erfolgreichen Oberliga-Saison 2010/11 seine Siebensachen packte und kurzerhand zum FK Pirmasens entschwand – um dort als Tabellenzehnter eher ein Mauerblümchen-Dasein zu fristen. Sascha Hildmann (39), früher vornehmlich für die Amateure des 1. FC Kaiserslautern, für Alemannia Aachen und den FC Homburg als Spieler im Einsatz, nutzte derweil die sich bietende Gelegenheit und betreut seither die Schmuckstädter in der Regionalliga West. Dort spielte Idar schon einmal, und zwar in der Saison 1999/2000, an deren Ende aber wieder der Abstieg stand. In die laufende Spielzeit startete der Neuling sehr schleppend: Der erste Punktgewinn glückte zwar direkt am Premierenspieltag beim 0:0 gegen den aktuellen Branchenführer aus Lotte, doch aufs erste Tor mussten die Idarer Fans ähnlich lange wie ihre Koblenzer Leidensgenossen warten: Nach genau 331 Minuten glückte es beim 2:3 gegen Schalke 04 II. Mittlerweile hat sich das Hildmann-Team aber konsolidiert, in den vergangenen drei Spielen gab es immerhin zwei Siege (2:1 gegen Mainz II und 1:0 gegen Elversberg). Auf wen Koblenz besonders achten muss: Eric Wischang, Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, hat schon viermal getroffen. bhm
TuS II spielt in Schweich
Von unserem Mitarbeiter Wilfried Zils
Koblenz. Rot-Weiß Koblenz ganz oben, TuS Koblenz II ganz unten; mit dieser Konstellation hätte vor dem zwölften Spieltag der Fußball-Rheinlandliga niemand gerechnet. Der Aufsteiger aus der Vorstadt führt die Tabelle an und empfängt auf dem Oberwerther Kunstrasen am Samstag den SV Morbach. Derweil muss die TuS-Reserve das bittere 1:2 gegen Engers verkraften und auswärts am Sonntag bei Mosella Schweich ran.
TuS Rot-Weiß Koblenz - SV Morbach (Sa. 18 Uhr): Als Tabellenführer der Rheinlandliga und ungeschlagen gastierten die Rot-Weißen unter der Woche in der dritten Rheinlandpokalrunde bei der SG Andernach. Was elf Rheinlandligisten nicht schafften, gelang dem Bezirksligisten: Die Andernacher setzten sich mit 3:1 durch und erreichten überraschend die vierte Runde. „Ich war unmittelbar nach dem Spiel schon verärgert. Unser Ziel war es, im Pokal weiter zu kommen. Aber der Ärger ist verflogen, jetzt bin ich gespannt, wie die Mannschaft die erste Niederlage wegsteckt“, sagt Michael Maur, der Trainer der Vorstädter. „Die Andernacher haben mehr getan als wir und sich verdient durchgesetzt. Wenn du nur einige Prozent nachlässt, wird es schon schwer, gegen einen engagierten Gegner zu gewinnen“, sagt Maur.
Der Trainer sieht das als Warnschuss vor der Partie gegen Morbach. Bei den Hunsrückern hat, nach dem 0:0 gegen Malberg, Trainer Torsten Haubst sein Amt zur Verfügung gestellt. „Ob mit oder ohne neuen Trainer, die Gäste zählen zu den besseren Teams in der Klasse und können uns das Leben schwer machen. Ich hoffe, dass ich die richtige Auswahl treffe und Andernach lediglich ein Ausrutscher war“, wünscht Maur sich die Fortsetzung der Erfolgsserie in der Rheinlandliga.
TuS Mosella Schweich - TuS Koblenz II (So. 15 Uhr): Nach dem ersten Sieg in der Rheinlandliga bei der EGC Wirges II hoffte die TuS-Reserve, gegen Engers nachlegen zu können. Aber die Partie endete nach 90 Minuten mit einem 2:1 für die Gäste vom Wasserturm. Der Koblenzer Mannschaft konnte das Bemühen nicht abgesprochen werden, aber das allein genügt nicht. Eine Unkonzentriert in der Nachspielzeit führte zur Niederlage. Den Führungstreffer der Engerser durch Kevin Bersch (28.) konnte Abwehrspieler Tobias Dahm in der 88. Minute ausgleichen. Bezeichnend für die Angriffsleistungen war, dass ein Abwehrspieler den Treffer erzielte. Doch am Ende jubelte Engers: Hakan Yilmaz traf in der ersten Minute der Nachspielzeit noch zum 2:1.
Am Sonntag in Schweich steht schon der zwölfte Spieltag an. Ein Drittel der Saison sind schon gespielt, und die Koblenzer kommen mit mageren drei Punkten an die Mosel. Ein Dreier muss her. Die Frage ist allerdings: Kann die verunsicherte Mannschaft die Wende schaffen? „Ich bin richtig sauer und erwarte in Schweich eine Reaktion der Mannschaft“, sagte der Koblenzer Trainer Markus Breitbach nach dem 1:2 gegen Engers, „den einen Punkt hätten wir unbedingt mitnehmen müssen. Stattdessen verhalten sich einige Spieler disziplinlos.“
Quelle Rhein-Zeitung 21.09.2011 http://rhein-zeitung.de
22.10.2011 Kein Sieger in Koblenz
TuS und SC Idar trennen sich 3:3 – Zwei Handelfmeter
Koblenz. Die TuS Koblenz wartet weiter auf den ersten Sieg der Saison: Im Rheinland-Pfalz-Derby der Regionalliga West gab's ein furioses 3:3 (1:2) gegen Aufsteiger SC Idar-Oberstein. Vor 2117 Zuschauern hatte Idar zur Halbzeit sogar durch Tore von Tim Schwartz (31.) und Konstantin Sawin (41.) mit 2:1 geführt, nachdem die TuS zunächst dank Michael Stahl mit 1:0 in Front gegangen war (20.). Im zweiten Abschnitt überschlugen sich die Ereignisse. Erst gelang Jura Gros (75.) der Ausgleich für Koblenz, dann sorgten zwei Handelfmeter für Wirbel. Als Angelo Barletta vom Punkt traf, sah die TuS schon wie der Sieger aus (81.). Doch Eric Wischang machte per Strafstoß noch das 3:3 (83.). sab
TuS Koblenz kommt nur zum siebten Unentschieden
Mannschaft von Trainer Michael Dämgen holt gegen den SC Idar ein 3:3
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Die lange Leidenszeit für die TuS Koblenz geht weiter: Im Vergleich des Schlusslichts mit dem SC Idar-Oberstein gelang auch im elften Anlauf nicht der so dringend erhoffte erste Saisonsieg. Das Kellerduell der Fußball-Regionalliga West endete für die Schängel gestern Abend nach turbulentem und absolut unterhaltsamem Verlauf mit einem 3:3 (1:2).
TuS-Trainer Michael Dämgen hatte sein Team im Vergleich zur Vorwoche gleich auf drei Positionen umgestellt: Als rechter Außenverteidiger durfte sich Patrick Nonnenmann von Beginn an versuchen, in der offensiven Dreier-Mittelfeldkette schenkte der Coach auf den Außenbahnen der japanischen Flügelzange – Tokio Nakai links, Kohki Kazama rechts – das Vertrauen. Dämgens Kollege Sascha Hildmann hatte nach dem 1:0 gegen Elversberg nur einen einzigen Grund, die Startelf zu ändern: Für den verletzten Michael Lehmann rückte Christoph Lawnik ins Team.
Ergebnismäßig verlief zunächst alles nach Wunsch für den Tabellenletzten: Nach 20 Minuten stolperte Michael Stahl eine eigentlich als Torschuss gedachte Hereingabe von Nonnenmann ins gegnerische Gehäuse. Es war schon das vierte Saisontor für den Mann mit der Nummer 28, aber erst das dritte der TuS vor eigenem Publikum in dieser Saison. Schon nach fünf Minuten hatte der erste Treffer in der Luft gelegen: Mineiro traf nur die Latte des Gästetores. Keine halbe Minute später hatte Konstantin Sawin auf der Gegenseite den Koblenzer Keeper Kadir Yalcin schon umspielt, setzte den Ball aber nur ans Außennetz. Idar zeigte sich vom Rückstand keinesfalls geschockt. Im Gegenteil: Nachdem schon Ferhat Gündüz aus ähnlicher Lage wie Sawin das mögliche 0:1 verpasst hatte (18.), machte es der aufgerückte Defensivmann Tim Schwartz schließlich besser: Er nahm den Ball am rechten Strafraumeck auf und vollstreckte per Schrägschuss zum Gleichstand (31.). Aus ähnlicher Position brachte Sawin den SC Idar-Oberstein kurz vor der Pause (41.) sogar in Führung.
Drei Minuten nach Wiederanpfiff hätte Eric Wischang schon für die Entscheidung sorgen können, doch er scheiterte binnen Sekundenbruchteilen gleich zweimal an Yalcin. Auf der Gegenseite verpasste Stahl knapp das anvisierte Ziel (52.). Patrick Stumpf hatte das 3:1 für Idar auf dem Fuß (57.), doch er lupfte den Ball leichtfertig übers Koblenzer Tor. Der Ausgleich ging eindeutig auf die Kappe von Georg Borschnek: Einen Freistoß von Jura Gros berechnete der SC-Keeper völlig falsch, der Ball senkte sich hinter ihm zum 2:2 in die Maschen (75.). Und es sollte noch besser kommen für die Platzherren: Kapitän Angelo Barletta verwandelte einen von Schwartz verursachten Handelfmeter kaltschnäuzig zum Führungstreffer (81.). Gleiches Spiel auf der Gegenseite: Der Schiedsrichter zeigte erneut auf den Punkt, weil Kerim Arslan die Kugel im Strafraum mit der Hand abgewehrt hatte. Wischang nutzte die Gelegenheit zum abermaligen Ausgleich (83.). Ein Ergebnis, mit dem Idar gut leben kann. Nicht aber die TuS, die somit weiter im Besitz der Roten Laterne bleibt.
Quelle Rhein-Zeitung 22.10.2011 http://rhein-zeitung.de
24.10.2011 Zwei Elfmeter beenden turbulentes Spiel
Michael Stahl eröffnet beim Koblenzer 3:3 den Torreigen gegen Idar – Kapitän Barletta trifft per Handelfmeter
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Die nervliche Anspannung war auch nach dem 3:3 (1:2) im Spiel der Fußball-Regionalliga West zwischen der TuS Koblenz und dem SC Idar-Oberstein irgendwie noch zu spüren. Gästetrainer Sascha Hildmann brachte dieses Gefühl auch klar zum Ausdruck: „Ich bin noch total aufgeregt und aufgewühlt, das war eine Belastung für beide Trainer.“ Sein Gegenüber Michael Dämgen gab zu Protokoll: „Leider wurden vorgegebene Dinge nicht zu 100 Prozent umgesetzt. Das war aber kein böser Wille, sondern lag an der Hektik und dem Stress.“ Personell hatte er etwas in die Trickkiste gegriffen, um endlich den ersten Saisonsieg unter Dach und Fach zu bringen. Zwar nicht sehr tief, aber immerhin doch so, dass die Aufstellung ein wenig überraschte. „Unser Ziel war es, direkt Druck aufzubauen“, begründete Dämgen diese Maßnahme. Ein Experiment, dass jedoch nicht oder nur vorübergehend den gewünschten Erfolg brachte.
Der von Dämgen erwähnte Druck mündete zunächst auch ins Führungstor durch Michael Stahl (20.). „Das hätte uns normalerweise Sicherheit geben müssen“, glaubte der Koblenzer Coach. Der Spielstand von 1:0 hatte schließlich nur ein begrenztes Haltbarkeitsdatum, weil auch der Gegner ein ähnliches Vorhaben konsequent und erfolgreich in die Tat umsetzte. Hildmann: „Wir haben versucht, Koblenz im Mittelfeld zu packen und unter Druck zu setzen.“ Daraus resultierten schließlich die beiden Tore durch Tim Schwartz (31.) und Konstantin Sawin (41.).
Kein Wunder übrigens, dass Stadionsprecher Dirk Köster ob des turbulenten und zum Teil verbissen geführten Schlagabtauschs etwas ins Schleudern geriet. Erst hatte er beim 1:0 Tokio Nakai anstelle von Stahl als Torschützen ausgemacht, dann Christoph Schmell auf der Gegenseite als verantwortlichen Mann für den 1:2-Pausenstand, der allerdings aufs Sawin-Konto ging.
Im zweiten Abschnitt wurde das muntere Hin und Her mit etlichen Strafraumszenen zwar nicht wirklich ruhiger, aber zumindest war der Durchblick quasi garantiert, denn die folgenden Treffer fielen ab der 75. Minute nach ruhendem Ball. Bis dahin hätte Idar schon längst alles klar machen können. Nur ein Beispiel: Eric Wischang scheiterte freistehend gleich doppelt am gegnerischen Keeper Kadir Yalcin (48.). Idars Trainer schüttelte irritiert den Kopf: „Wenn ich den Eric nachts um drei Uhr aus dem Bett hole, dann macht er diese Dinger normalerweise. Heute aber leider nicht.“
Derlei Nachlässigkeit sollte sich für Idar schließlich rächen, wenn auch nur vorübergehend. Erst ließ Borschnek nämlich einen an sich harmlosen Freistoß zum 2:2 passieren. Den hohen, von Jura Gros getretenen Ball hatte er lange im Blick, ließ ihn dann aber doch irgendwie über seine Fäuste hinweg ins Tor segeln (75.). Vor dem 3:2-Führungstreffer der TuS hatte Schwartz die Hände im Spiel, auch wenn er das nicht wahrhaben wollte. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, den der Koblenzer Kapitän Angelo Barletta auch eiskalt nutzte (81.). Dem Idarer Defensivmann als Verursacher wurde somit das gleich Schicksal zuteil wie 120 Sekunden später Stahl auf der Gegenseite: ein Tor geschossen, eines mit der Hand indirekt verschuldet. Diesmal ließ sich Wischang die Chance nicht entgehen, das 3:3 per Elfmeter (83.) war der Schlusspunkt hinter einem abwechslungsreichen Derby.
„Der Schiedsrichter wollte den Elfer gar nicht geben“
Kerim Arslan spielt einfach dort, wo er im Koblenzer Team gebraucht wird
Koblenz. Ob links oder rechts, vorne oder hinten: Kerim Arslan hat im bisherigen Saisonverlauf der Fußball-Regionalliga West im Team der TuS Koblenz schon die unterschiedlichsten Rollen übernommen. „Er ist unser Allrounder, in dieser Funktion wird er von mir schon fast missbraucht“, beschreibt sein Trainer Michael Dämgen die Aufgabe des 24-jährigen, der vor der aktuellen Spielzeit vom NRW-Oberligisten Spfr Siegen nach Koblenz gewechselt ist. Arslan darf trotz seines relativ jungen Alters durchaus als Routinier in der vierten und fünften Klasse Deutschlands bezeichnet werden, 113 Ober- und 43 Regionalliga-Spiele hat er schon auf dem Buckel. In der Jugend trat er beim 1. FC Köln gegen den Ball, danach zog es ihn für zwölf Monate zum GFC Düren. Es folgten jeweils zwei Jahre bei Bayer Leverkusen II und in Siegen. In den ersten zehn Punktspielen dieser Saison wirkte der Deutsch-Türke immer von Beginn an mit und wurde lediglich zweimal ausgewechselt. Gegen den SC Idar-Oberstein saß der in Würselen (Stadtteil von Aachen) geborene Kicker aber erstmals auf der Bank, da kam er nach 51 Minuten für den bis dato blassen Rechtsverteidiger Patrick Nonnenmann in die Partie. Den Ausgang der nervenaufreibenden Begegnung wertet er wie folgt: „Alles in allem geht das Ergebnis in Ordnung. Blöd nur, dass wir uns nach dem 3:2 wohl zu lange gefreut haben. Der Schiedsrichter wollte den Elfer gegen uns gar nicht geben, sondern weiterspielen lassen. Der Linienrichter hat ihm aber den Wink übers Mikro gegeben.“
Grundsätzlich spielt Arslan, der seit Ende September offiziell in Koblenz wohnt, lieber etwas offensiv orientiert, letztlich lässt er sich aber auch gerne mal überraschen: „Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt und wo ich gebraucht werde.“ Mal sehen, welche Überraschung beim kommenden Spiel gegen den FC Schalke 04 II in Gelsenkirchen auf ihn wartet. „Wir wollen in jedem Spiel etwas mitnehmen. Vielleicht gelingt ja ausgerechnet dann der erste Sieg, wenn es kaum jemand von uns erwartet“, meint er augenzwinkernd. bhm
TuS II siegt und verlässt den letzten Platz
Koblenzer setzen sich 2:0 bei Mosella Schweich durch
Schweich. Den zweiten Saisonsieg hat die TuS Koblenz II in der Fußball-Rheinlandliga eingefahren. Gestern setzte sich die Mannschaft von Trainer Markus Breitbach beim TuS Mosella Schweich mit 2:0 (1:0) durch. Edis Ramovic brachte die Koblenzer Regionalligareserve in der 14. Minute in Führung. Diese hielt lange, weil beide Mannschaften noch gute Möglichkeiten vergaben. Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit, als Albert Buhler zum 2:0 für Koblenz traf. Die TuS II verlässt durch den Sieg den letzten Tabellenplatz, wo sich nach dem 1:4 in Engers die Spvgg EGC Wirges II eingefunden hat.
Quelle Rhein-Zeitung 24.10.2011 http://rhein-zeitung.de
25.10.2011 TuS kämpft an vielen Fronten
Koblenz hat's nicht nur auf dem Rasen schwer – Idar sieht sich auf Kurs
Von unserem Redakteur Sven Sabock
Koblenz. So hatten sie sich das bei der TuS Koblenz dann doch nicht vorgestellt. So langsam naht der Winter, aber der Fußball-Regionalligist muss seit dem Saisonstart im August noch immer auf den ersten Sieg warten. Der letzte Tabellenplatz ist die Konsequenz, selbst gegen den Vorletzten Idar-Oberstein reichte es nicht zum Dreier. Der Neuaufbau nach der Fast-Insolvenz wird für den Ex-Zweitligisten zu einer zähen Angelegenheit, die Tristesse im Herbst 2011 dient vor den anstehenden Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen nicht eben als Stimmungsaufheller. „Es ist sehr unangenehm, Letzter zu sein“, räumt Geschäftsführer Thomas Theisen ein, „es ist für mich aber keine Überraschung, dass wir im unteren Drittel stehen“.
Dabei könnten die Verantwortlichen wahrlich gute Nachrichten gebrauchen. Es gilt, sportlich konkurrenzfähig zu sein und gleichzeitig die Finanzen zu konsolidieren – ein Spagat, der nur schwer zu meistern ist. „Wir werden diese Saison ordentlich zu Ende bringen können“, ist eine finanzielle Pleite für Theisen kein Thema, „ob wir 19. oder 15. werden, ist für das mittelfristige Überleben des Vereins nicht entscheidend“.
Vordergründig wird auf dem Rasen deutlich: Angesichts der Sparzwänge hat es bei der TuS nicht zu einem Kader gereicht, der durchgängig das Niveau für die Vierte Liga hat. Der Wille ist den Akteuren nicht abzusprechen, aber es fehlt an Physis und der spielerischen Qualität, einen Gegner zu dominieren. „Wir machen zu viele taktische Fehler“, stöhnt Kapitän Angelo Barletta, neben dem Brasilianer Mineiro und Michael Stahl einer der wenigen, die sich um Struktur im Koblenzer Spiel bemühen. „60 Prozent der Mannschaft haben eben noch nicht auf diesem Level gespielt“, sagte Coach Michael Dämgen nach dem 3:3 gegen Idar fast entschuldigend. Seine Hauptaufgabe besteht derzeit darin, die einfachen Dinge des Spiels zu vermitteln: „Die Jungs müssen versuchen, die Vorgaben auch umzusetzen.“
Da ist der SC Idar schon einen Schritt weiter. Zwar rangiert die Elf von Sascha Hildmann nur einen Platz vor der TuS, der Trainer konnte nach der Punkteteilung auf dem Oberwerth aber zufrieden festhalten, „dass wir in der Liga angekommen sind“. Der Oberliga-Meister verfügt über eine eingespielte Elf und wird allerorten unterschätzt. Hildmann kokettiert zwar mit dem Etikett der Feierabend-Fußballer („Unser Stürmer Ferhat Gündüz hat bis halb fünf Päckchen ausgefahren“), fügt aber auch an: „Vielleicht machen uns viele kleiner, als wir es tatsächlich sind.“ Erfreulich für beide Trainer: Nach derzeitigem Stand der Dinge gibt es am Ende der Saison keine Absteiger.
Di Maio ist sauer auf sein Team
TuS Koblenz siegt und verliert
Koblenz. Freude beim ältesten Fußballnachwuchs der TuS Koblenz, schlechte Stimmung bei den B-Junioren: Für die Koblenzer gab es in der Regionalliga einen Sieg und eine Niederlage.
TuS Koblenz -FSV Salmrohr 4:2 (3:1)
Mit dem dritten Sieg in Folge haben die Koblenzer ihren positiven Lauf fortgesetzt und sich im Tabellenmittelfeld vor den FSV Salmrohr geschoben. Wie in der Vorwoche waren die Koblenzer von Beginn an am Drücker und gingen durch einen verwerteten Abpraller von Maximilian Acquah bereits in der sechsten Minute in Führung. Gegen die harmlosen Gäste erhöhte Delil Arbursu per Direktabnahme nach einer Viertelstunde auf 2:0. Mit der Führung im Rücken blieben die Koblenzer haushoch überlegen, Acquah und Enrico Köppen vergaben jedoch beste Chancen auf eine beruhigende Drei-Tore-Führung. Stattdessen ermöglichte Marcel Löhr Salmrohr in der 33. Minute mit einem Fehlpass in der Defensive mit dem ersten Torschuss überhaupt den glücklichen Anschlusstreffer. Doch noch vor der Halbzeit machte Löhr seinen Fehler wett und sorgte per Freistoß Freistoß zum 3:1.
Der zweite Abschnitt begann wie der erste, doch die Koblenzer Offensive ließ einige gute Chancen zur Vorentscheidung liegen. Ein eigentlich harmloser Distanzschuss der Gäste führte stattdessen nach 56 Minuten zum abermaligen Anschlusstreffer. Die TuS brauchte in der Folge einige Minuten, um zurück in die Partie zu finden und hatte Glück, dass Salmrohr eine große Möglichkeit zum 3:3 ungenutzt ließ. In der 83. Minute sorgte Giuliano Masala nach Vorlage von Enrico Köppen dann mit dem 4:2 für die Entscheidung. „Es war ein Spiel, das wir eigentlich 5:0 oder 6:0 gewinnen müssen. Mit etwas Pech kann es aber auch unentschieden ausgehen“, sagte TuS-Trainer Dirk Laux.
Koblenz: Raich, Wolf (59. Kaya), Masala, Löhr, Sauerborn, Köppen, Arbursu (88. Altin), Acquah (67. Edelmann), Schwörer (90. Schäfer), Rath, Kohns.
1. FSV Mainz 05 II -TuS Koblenz 7:0 (3:0)
Nach der höchsten Saisonniederlage und einer indiskutablen Leistung fand TuS-Trainer Vincenco Di Maio harte Worte. „Wir haben uns zu keiner Zeit gewehrt und müssen froh sein, dass wir nur sieben Tore bekommen haben. Ich muss mich für die Leistung der Mannschaft schämen. Das war eine Bankrotterklärung“ Schon nach 18 Minuten führten die Gastgeber gegen hoffnungslos unterlegene Koblenzer mit 3:0. „Wenn man eine Trainerausbildung abhalten würde, könnte man das Offensivspiel der Mainzer als Lehrvideo vorführen“, gestand Di Maio ein. Besonders in der Umschaltbewegung von Abwehr auf Angriff waren die Gastgeber der TuS mehr als nur einen Schritt voraus.
Folgerichtig fiel schon drei Minuten nach Anpfiff des zweiten Durchgangs das 4:0. Die Koblenzer brachen nun völlig in sich zusammen und ließen jeglichen Widerstand vermissen. „Das ist ganz klar ein Einstellungsproblem zum Leistungssport. Wir müssen die Klasse halten, aber mit solch einer Vorstellung sehe ich dieses Ziel derzeit als gefährdet an“, sagte Di Maio, dessen Team mit nur acht Punkten aus zehn Spielen auf den elften Platz abrutschte. Ein Patentrezept für das Ende des Negativlaufs mit nun drei Niederlagen in Folge hat der Coach nicht. „Ich habe erstmal bis Donnerstag frei gegeben. Ich habe momentan keine Lust, die Spieler zu sehen.“ tok
Koblenz: Heinrich, Schlich, Reuter, Weber, Laux, Strunk, Akwapay (49. Klimek), Hein (41. Engel), Collu (41. Yilmaz), Fritsch (59. Scheid), Öztürk.
Quelle Rhein-Zeitung 25.10.2011 http://rhein-zeitung.de
27.10.2011 TuS schlägt Augst 5:0 – Klasen besteht Härtetest
Neuhäusel. Ein 5:0 (3:0) tut gut in diesen schweren Wochen. Doch das Ergebnis war Nebensache im kurzfristig anberaumten Testspiel des Fußball-Regionalligisten TuS Koblenz beim A-Ligisten SG Augst. Was zählte für TuS-Trainer Michael Dämgen, war die Tatsache, dass Thomas Klasen nach seiner Knie-Operation 90 Minuten lang ohne Beschwerden Fußball spielen konnte. Vom Einsatz des Stürmers hatte Dämgen kurz vor dem Spiel gegen den SC Idar-Oberstein noch abgesehen und stattdessen das Freundschaftsspiel in Neuhäusel ausgemacht. „Thomas hat gut gespielt, es gab keinerlei Anzeichen, dass das Knie Probleme bereitet“, sagte TuS-Pressesprecher Julian Turek. Fast schon zur Nebensache wurde da, dass die Koblenzer vor gut 200 Zuschauern auch noch Tore geschossen haben. David Sasse brachte den Regionalligisten per Doppelpack in Führung (16., 32.), Tokio Nakai legte vor der Pause nach (34.). Nach dem Wechsel traf Patrick Nonnenmann noch zweimal (50., 77.). „Für unsere Jungs war das schön, mal gegen einen Regionalligisten spielen zu dürfen“, sagte SG-Trainer Markus Kluger. „Ich finde, meine Mannschaft hat das auch sehr gut gemacht.“ ros
Quelle Rhein-Zeitung 27.10.2011 http://rhein-zeitung.de
28.10.2011 Trainer will Geschäftsführer ärgern
TuS Koblenz spielt am Sonntag in der Herner Mondpalast-Arena gegen Schalke II
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Die vermeintlich leichten Gegner hat die TuS Koblenz in der Fußball-Regionalliga West hinter sich gelassen. Terminlich, nicht tabellarisch. Und so stehen in den sieben Spielen bis zur sechswöchigen Winterpause für das Schlusslicht ausnahmslos Gegner auf dem Programm, die sicher nicht im Vorbeigehen zu schlagen sind. Beginnend mit der Begegnung beim FC Schalke 04 II, die am Sonntag um 14 Uhr in der Herner Mondpalast-Arena angepfiffen wird. Das Stadion fasst 13 500 Zuschauer und ist das einzige in Deutschland, das eine Patenschaft mit einem (gleichnamigen) Volkstheater vorweisen kann.
Jetzt, wo die Hoffnung auf den ersten Saisonsieg bei den meisten Anhängern der Schängel praktisch gen Null gesunken ist, bringt vielleicht eine in diesem Zusammenhang gerne zitierte Trotzreaktion die Wende zum Besseren. „Kopf hoch, morgen geht es schon weiter“, hatte TuS-Trainer Michael Dämgen eine halbe Stunde nach dem ernüchternden 3:3 gegen Idar-Oberstein aufmunternd zu Protokoll gegeben.
Ob auch alle Köpfe wirklich oben sind, bleibt indes abzuwarten. Bei Patrick Nonnenmann und Kohki Kazama war gegen den SC eine gewisse nervliche Anspannung fast greifbar. „Da fehlt es dann auch ein wenig an Zutrauen“, räumt Dämgen unumwunden ein. Und das gibt es frei Haus nun mal nur mit den entsprechenden Erfolgserlebnissen.
„Wir wollen auch diesmal nach vorn spielen, aber nicht ganz so offen wie gegen Idar-Oberstein“, sagt der Koblenzer Coach. Warum speziell gegen Idar das taktische Gerüst plötzlich mächtig ins Wanken geriet, weiß er genau: „Wir haben das erste Gegentor überhaupt nicht gut vertragen.“ Und so wird er wohl in erster Linie doch darauf bedacht sein, die Defensive zu stabilisieren.
Dämgen kokettiert wieder mit der einen oder anderen Umstellung, um den Gegner zu überraschen. Mehr sagt er dazu nicht, nur so viel: „Zu 90 Prozent habe ich das schon im Kopf.“ Nach einer kurzen Pause fügt er an: „Vielleicht können wir ja den Tom ein bisschen ärgern.“ Der „Tom“ ist Koblenzer Geschäftsführer, heißt Theisen mit Nachnamen und ist eigentlich großer Anhänger von Schalke 04. Eigentlich. Denn er verwechselt Passion auf keinen Fall mit Profession, daher ist auch für ihn ein Erfolg der TuS beim anerkannten Lieblingsverein oberste Pflicht.
Zu den personellen Voraussetzungen: Thomas Klasen ist wieder voll da, beim 5:0-Testspielsieg am Dienstag beim A-Ligisten SG Augst stand der offensive Mann in Eitelborn über die volle Distanz auf dem Platz. Ein Torerfolg blieb ihm aber (noch) verwehrt. Dafür traf der in der Liga torlose David Sasse zweimal ins Schwarze. „Das wünsche ich ihm auch am Sonntag, er tut mir schon fast leid“, sagt Theisen. Die weiteren Testtore gingen aufs Konto von Tokio Nakai und Nonnenmann (2), der sich im Spiel nach vorne offensichtlich pudelwohl fühlte. Ersatztorhüter Kevin Birk ist verletzungsbedingt zurzeit kein Thema, er wurde am Kehlkopf operiert und fällt zumindest am Sonntag aus. Für ihn wird Jan Kramer – er spielte schon gegen Augst durch – die Reise in den Ruhrpott mitmachen.
Damit der TuS im anstehenden Monat November auf keinen Fall langweilig wird, kommt neben drei Liga- und zwei Testspielen nun noch eine Pokalpaarung hinzu: Am Mittwoch, 23. November (18.30 Uhr), geht's zur zwei Klassen tiefer angesiedelten SG Mülheim-Kärlich.
Der Gegner unter der Lupe: FC Schalke 04 II
Gelsenkirchen. Vier Heimspiele hintereinander hat der FC Schalke 04 II zuletzt in der Herner Mondpalast-Arena verloren, zudem stellen die Königsblauen mit 24 Gegentreffern die Schießbude der Regionalliga West. Wer nun aber annimmt, dass sich die Schalker Reserve deswegen in ähnlichen Tabellenregionen aufhält wie die Koblenzer, der sieht sich mit einem Blick auf die komplette Bilanz getäuscht: Mit fünf Siegen und 17 Punkten rangieren die „Knappen“ in der Summe derzeit auf einem respektablen siebten Platz.
Eine derartige Effizienz auf fremdem Platz würde sich TuS-Trainer Michael Dämgen sicherlich auch wünschen. Sein Kollege auf Schalker Seite heißt Bernhard Trares und ist den Fußballinteressierten vornehmlich als ehemaliger Spieler von 1860 München und Werder Bremen (zusammen 183 Bundesliga-Einsätze) bekannt. Von 2007 bis 2009 war der mittlerweile 46-Jährige als Cheftrainer verantwortlich für Wormatia Worms, in der Vorsaison coachte er den FSV Frankfurt II in der Regionalliga Süd.
Die beiden torgefährlichsten Akteure der zweiten S04-Garnitur heißen Andreas Wiegel (sechs Tore) und Kevin Pires-Rodriguez (vier). Was im aktuellen Fall aber nicht von Bedeutung ist, denn beide sind am Sonntag nicht dabei, weil sie sich vor Wochenfrist beim 0:2 in Elversberg eine Sperre einhandelten. „Hoffentlich kommt dafür kein Ersatz von oben“, unkt TuS-Geschäftsführer Theisen. bhm
Quelle Rhein-Zeitung 28.10.2011 http://rhein-zeitung.de
29.10.2011 TuS-Reserve kassiert 1:2 in der Nachspielzeit
Den Koblenzern klebt bei der Niederlage gegen Badem das Pech an den Füßen
Koblenz. Das Pech klebt dem Fußball-Rheinlandligisten TuS Kolenz II an den Füßen: In der zweiten Minute der Nachspielzeit kassierte die TuS-Reserve gestern Abend das 1:2 – und die SG Badem/Kyllburg/Gindorf verließ jubelnd den Oberwerther Kunstrasenplatz.
Die TuS-Reserve begann druckvoll und erarbeitete sich einige Chancen. „Zwei davon waren Hochkaräter“, sagte der Koblenzer Mannschaftsbetreuer Peter Schilling. Und plötzlich, in der 25. Minute, kamen die Gäste vors Tor von Jan Kramer, und Pierre Valerius markierte das 1:0 für Badem. Doch nach dem 2:0-Erfolg in Schweich lässt die junge Koblenzer Mannschaft nicht so schnell die Köpfe hängen.
Die TuS dominierte weiter die Partie und kam in der 35. Minute zum 1:1-Ausgleich. Torschütze war Jose Matuwila, der sich auf der Außenbahn per Einzelaktion schön durchgespielt hatte.
Die TuS-Spieler kamen früh aus der Kabine und konnten den Anpfiff zum zweiten Durchgang kaum erwarten. In den ersten fünf Minuten machten sie auch enorm viel Druck. Die Phase endete mit einem Lattenstreifer von Matuwila. Von nun an verlief die Partie erst einmal ausgeglichen ohne Tormöglichkeiten. Auf jeden Fall konnte sich Badem vom Koblenzer Druck befreien. Chancen konnte sich aber auch die Gästemannschaft nicht mehr erspielen. Erst in den letzten Minuten nahm die Partie vor rund 100 Zuschauern, darunter der Koblenzer Trainer Michael Dämgen, wieder Fahrt auf. Und den Verlauf der letzten Minuten kennen die TuS-Spieler mittlerweile schon. Zu Kurz vor dem Ende hatte Albert Buhler die Torchance, doch er vergab. Im Gegenzug, es war die zweite Minute der Nachspielzeit, spielte der Bademer Michael Mayer Nosbüsch seine Klasse aus und traf mit dem 2:1 die TuS ins Mark. sle
Koblenz: Kramer, Tillmanns, Dahm, Klappert, Tan, Lauer, Hadzic, Akwapay, Hawel, Matuwila (78. Wagner), Buhler.
Quelle Rhein-Zeitung 29.10.2011 http://rhein-zeitung.de
|