Juni 2011

 03.06.2011     SWR-Bericht zur TuS war falsch

Verlag bleibt Sponsor bei Koblenzer Klub

Von Peter Burger Mitglied der Chefredaktion

Koblenz. Auch in der neuen Fußballsaison 2011/2012 ist die Rhein-Zeitung Hauptsponsor von TuS Koblenz. Das stellte Verlagsleiter Walter Thul, bisheriges Aufsichtsratsmitglied des (noch) Drittligisten, am Donnerstag klar. Damit reagierte der Mittelrhein-Verlag auf unzutreffende Meldungen des Südwestrundfunks (SWR), der von einem Zurückziehen der Sponsorengelder berichtet hatte. Der in Rede stehende Betrag in Höhe von 800 000 Euro aber war bereits im Januar überwiesen worden. Weitere Zusagen darüber hinaus gebe es nicht, so der Verlag.

Abgespeckten Etat vorgelegt

Bei dem Koblenzer Traditionsklub klafft nach jüngsten Berechnungen eine Finanzierungslücke von 1,9 Millionen Euro. Deshalb hatte die TuS-Führung im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens einen abgespeckten Etat beim DFB vorgelegt. Mit einer Entscheidung aus Frankfurt rechnen die Koblenzer nun innerhalb einer Woche. Allerdings machen sie sich nicht allzu große Hoffnungen auf einen Erfolg – und das im 100. Jahr ihres Vereinsbestehens.

Bis zuletzt hatte es hinter den Kulissen ein Ringen um die künftige Finanzierung und Gespräche mit potenziellen neuen Sponsoren gegeben. An dieser Suche war auch der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Walterpeter Twer aktiv beteiligt.

Immer wieder aber setzten unter anderem die finanziellen Forderungen der Stadt Koblenz der TuS enge Grenzen. Erst als die Chancen für einen Weiterbetrieb des Profifußballs in Koblenz gegen null tendierten, wollte der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig einer immer wieder von der TuS vorgetragenen Bitte nachkommen, die Stadionmiete zu senken. Doch auch diese Maßnahme hätte lediglich 5 Prozent des Defizits behoben. Gleichzeitig hatte die Stadt Koblenz die Kosten für den P+R-Verkehr um weitere 60 000 Euro erhöht. Die FDP-Fraktion im Koblenzer Stadtrat plädierte gar für eine Erhöhung der Stadionmiete um 110 000 Euro.

Auch ein vom rheinland-pälzischen Innenminister Roger Lewentz in Aussicht gestelltes Landesdarlehen von 300 000 Euro soll über Nacht nicht realisiert worden sein. In Koblenz wird darüber spekuliert, dass dies aus Verärgerung über Indiskretionen des Koblenzer Oberbürgermeisters nach einem Spitzengespräch zur Situation der TuS geschehen ist. Eine gezielte Falschinformation soll auch Ursache der unzutreffenden SWR-Meldungen gewesen sein.

Differenzen mit der Stadtspitze

Offen zutage getreten waren die Differenzen zwischen TuS, Stadt Koblenz und dem Hauptsponsor bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im März. Dabei wurde der Koblenzer Oberbürgermeister ob seiner starren Haltung gegenüber der TuS von den Mitgliedern heftig ausgebuht. Im April schließlich bot Verleger Walterpeter Twer der TuS an, die einst zum Preis von 1,6 Millionen Euro erworbenen 49 Prozent der Anteile an der TuS-GmbH für einen Euro zurückzugeben, neben den bereits überwiesenen 800 000 Euro. Damit wollte Twer die Möglichkeit eröffnen, durch einen Weiterverkauf der Anteile das nötige Geld in die TuS-Kasse zu spülen. Alle Versuche, neue Sponsoren zu finden, fruchteten jedoch nicht.


Jetzt droht die Insolvenz

Ist wenigstens der e.V. zu retten?

Koblenz. Wie geht es nun weiter mit der TuS Koblenz? Eine Woche haben die Vereinsverantwortlichen noch Zeit, um die Etatlücke zu schließen. Da die Suche nach einem Geldgeber oder einem Bürgen bislang schon erfolglos verlief, gehen die Hoffnungen gegen null, dass sich daran noch etwas ändert.

Es wird also damit gerechnet, dass der DFB am kommenden Mittwoch auch den „abgespeckten“ Etat der TuS ablehnt und dem Verein die Lizenz für die kommende Drittligasaison verweigert.

Dann wird der Verein, so TuS-Vorsitzender Werner Hecker, angesichts der düsteren Aussichten „intensiv prüfen müssen, welche Möglichkeiten noch bestehen“ – sprich: ob die TuS ein Insolvenzverfahren beantragen muss. Dann, so Hecker, werde sich auch herausstellen, ob „die TuS eine Überlebenschance hat“.

Der Vertrag von Manager Wolfgang Loos, der am 30. Juni ausläuft, wird nicht verlängert, Trainer Petrik Sander dürfte nach aktuellem Stand intensiv auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber sein. Auch abwanderungswillige Spieler wird die TuS kaum zum Bleiben überreden können.

Vereinspräsident Hecker will auch im schlimmsten Fall einer Insolvenz der GmbH alles versuchen, um den eingetragenen Verein TuS Koblenz zu retten: „Den Verein plattzumachen, hat ja auch keinen Sinn.“ Fraglich ist, auf welchem Niveau die Jugend- und Amateurarbeit bei der TuS dann noch möglich wäre.
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 Quelle Rhein-Zeitung 03.06.2011  http://rhein-zeitung.de

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07.06.2011       TuS-Spieler Acquah ist nicht zu bremsen

Koblenzer macht drei Tore – B-Junioren der TuS krönen Saison mit viertem Platz

Koblenz. Die Regionalligasaison ist für die Jugendfußballer der TuS Koblenz beendet. Die TuS-A-Junioren verabschiedeten sich mit einem Sieg und der Vizemeisterschaft aus der Saison.  Und auch die B-Junioren der TuS überzeugten.

TuS Koblenz - BFV Hassia Bingen 3:2 (2:2)

In einer mäßigen Partie haben die Koblenzer ihre tolle Saison mit einem Heimsieg beendet. Die Vizemeisterschaft stand ohnehin schon seit Wochen fest. Von Beginn merkte man beiden Teams an, dass es um nicht mehr viel geht. Allen voran in den Zweikämpfen fehlte auf beiden Seiten die letzte Aggressivität. Nach zwölf Minuten brachte Maximilian Acquah die Gastgeber mit seinem ersten Treffer in Führung. Danach ließen die Koblenzer jedoch die Konsequenz im Defensivverhalten vermissen und gerieten durch Treffer in der 22. und 26. Minute in Rückstand. Noch vor der Pause sorgte aber Acquah für den Ausgleich zum 2:2.

Nach einer kritischen und lauten Halbzeitansprache ihres Trainers gaben die Koblenzer zu Beginn des zweiten Abschnitts noch einmal Gas und der überragende Acquah sorgte mit seinem dritten Treffer für das 3:2. Danach vergab die TuS noch einige gute Torchancen und hatte kurz vor dem Schlusspfiff Glück, dass Torwart Kadir Yalcin die letzte große Torchance der Gäste vereitelte. Trotz der knapp verpassten Meisterschaft blickt Trainer Dirk Laux auf eine sehr zufriedenstellende Saison zurück. „Das war eine richtig gute Runde. Allerdings hat man auch gemerkt, dass wir fast immer an unserem Limit gespielt haben. Die Jungs sind jetzt müde.“ Ein letztes großes Ziel haben die Koblenzer noch. Am Mittwoch geht es im Halbfinale des Rheinlandpokals gegen Regionalligaaufsteiger Schweich.

Koblenz: Yalcin, Frank, Masala, Löhr, Edelmann, Sauerborn (66. Göcer), Güngörmüs, Aziz (62. Awa), Hadzic, Acquah (66. Christ), Vom Dorf (46. Durmus).

JFG Marpingen - TuS Koblenz 1:4 (0:3)

Mit dem deutlichen Sieg am letzten Spieltag haben die B-Junioren der TuS Tabellenplatz vier gesichert und eine Saison gekrönt, die trotz vieler Schwierigkeiten überraschend positiv verlief. „Wir haben diesen Tabellenplatz nie angepeilt, sondern wollten einen gesicherten Mittelfeldplatz. Was wir erreicht haben, ist ein absoluter Erfolg“, sagte Trainer Martin Sek.

Im letzten Meisterschaftsspiel sah Sek ein Spiegelbild der gesamten Saison. Im ersten Durchgang spielten die Koblenzer überragend. Nach 14 Minuten verwertete Enrico Köppen eine Vorarbeit von Emre Kaya zum 1:0 aus TuS-Sicht. Neun Minuten später schloss Lars Buckler eine schöne Kombination zum 2:0 ab, in der 27. Minute traf Marvin Kurz zum 3:0.

In der zweiten Halbzeit zeigten die Koblenzer wieder ihr anderes Gesicht. Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken ließ die Laufbereitschaft nach, im Aufbauspiel schlichen sich Fehlpässe ein. Folglich kassierten die Koblenzer vier Minuten nach dem Wiederanpfiff das 1:3. Gegen die Marpinger, die schon zuvor als Absteiger feststanden, blieb es bis zum Schluss ein unangenehmes Spiel. In der Schlussminute traf Dominik Kunz zum 4:1-Endstand und beendete eine Saison, in der die Koblenzer trotz großer Verletzungssorgen über den Erwartungen spielten. „Uns fehlten teilweise sechs oder sieben Stammspieler. Daher ist die Abschlussplatzierung umso höher zu bewerten. Wichtiger ist aber die Tatsache, dass sich alle Spieler über das Jahr wirklich weiterentwickelt haben“, sagte Sek, dessen Mannschaft am Mittwoch sogar noch um den Einzug ins Halbfinale des Rheinlandpokals spielt.
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Koblenz: Saas, Kurz, Fritsch, Rath, Ruof, Schwörer, Klöckner, Buckler (72. Schoos), Kaya (62. Kunz), Altin, Köppen (67. Jusufi).

Quelle Rhein-Zeitung 07.04.2011  http://rhein-zeitung.de

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08.06.2011     TuS: Dritte Liga ist Geschichte

Koblenzer wollen sich in der Regionalliga neu aufstellen – Appell von Hecker

Von unserem Redakteur Sven Sabock

Koblenz. Nach vier Jahren in der Zweiten Bundesliga und einer Saison in der Dritten Liga steht die TuS Koblenz weiterhin vor einer ungewissen Zukunft. Nachdem der Verein in den vergangenen Wochen nicht die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die kommende Spielzeit schaffen konnte, haben die Verantwortlichen nun auch Abstand davon genommen, das sogenannte Zulassungsbeschwerdeverfahren beim Deutschen Fußball-Bund fortzuführen. Angesichts einer finanziellen Lücke von mehr als 1,9 Millionen Euro war die Hoffnung auf die Lizenzerteilung ohnehin äußerst gering – der freiwillige Rückzug des Klubs ist somit als Vorgriff auf ein wahrscheinliches Nein des DFB zu verstehen.

Obwohl der Mittelrhein-Verlag dem Verein seine 49 Prozent Anteile an der TuS Koblenz GmbH im Gegenwert von 1,6 Millionen Euro für 1 Euro überlassen hatte und bereits seinen finanziellen Beitrag als Hauptsponsor in Höhe von 800 000 Euro für die nächste Saison überwiesen hat, war es dem Verein nicht gelungen, einen angemessenen Drittliga-Etat auf die Beine zu stellen. Und das, obwohl das Unternehmen den Klub nach dem Abstieg aus der Zweiten Liga in gleichem Umfang wie zuvor unterstützt.

Nun soll der Start in der Regionalliga zum Rettungsanker für die TuS werden. „Uns bietet sich damit die Chance, möglichst viel davon zu bewahren, was in den vergangenen Jahren entstanden ist“, sagt TuS-Präsident Werner Hecker. Spätestens bis zum Freitag sollen die erforderlichen Unterlagen in der Liga-Zentrale in Frankfurt eingereicht werden. Die Entscheidung des Verbands wird für den 20. Juni erwartet.

Ob die Rechnung der Koblenzer aufgeht, ist allerdings nicht sicher. „Wir werden erneut eine Bürgschaft benötigen“, appelliert Hecker einmal mehr an die Region, den Verein in dieser existenzbedrohenden Situation zu unterstützen. Wie hoch die vom DFB geforderte Bürgschaft ist, entscheiden die Verbands-Verantwortlichen nach Durchsicht des Zahlenwerks. Die TuS-Chefs wollen einen Etat von rund 2 Millionen Euro auf die Beine stellen.

Angesichts einer Vielzahl von U23-Teams der Erst- und Zweitligisten sowie der bescheidenen TV-Gelder (90 000 Euro) ist die Regionalliga alles andere als eine attraktive Klasse. Hecker ist dennoch guter Dinge, die TuS eine Etage tiefer neu aufzustellen. „Wir vermeiden dadurch den Sturz ins Bodenlose“, sagt der Klubchef mit Blick auf die Reform in der Saison 2012/13. Die Regionalliga wird dann auf fünf Klassen aufgestockt, möglicherweise gibt es in der nächsten Spielzeit keinen sportlichen Absteiger.

Fest steht: Die TuS müsste in der Regionalliga mit einem komplett neuen Team an den Start gehen. Bis auf wenige Ausnahmen hat kein Spieler einen gültigen Vertrag, vor allem steht der Klub ohne Trainer da. Dass Petrik Sander sein Engagement auf dem Oberwerth verlängert, ist höchst unwahrscheinlich. Hecker hat aber die leise Hoffnung, den 50-Jährigen zum Bleiben zu bewegen: „Er hat noch nicht Nein gesagt.“

Trotz dieser neuen Planspiele wandelt der Verein kurz vor dem 100-jährigen Bestehen am Abgrund. Sollte der DFB der TuS keine Lizenz erteilen, sieht es düster aus. Hecker: „Dann müssen wir über eine Insolvenz nachdenken.“

Quelle Rhein-Zeitung 08.06.2011  http://rhein-zeitung.de

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10.06.2011    TuS-Trainer Sander steht vor dem Abschied

Koblenzer Coach ist bestürzt über die aktuelle Entwicklung

Von unserem Redakteur Sven Sabock

Koblenz. Bleibt er, oder bleibt er nicht? Während die Verantwortlichen von (Ex-)Fußball-Drittligist TuS Koblenz fieberhaft daran arbeiten, die nötigen Sponsorengelder für die angestrebte Regionalliga-Lizenz aufzutreiben, haben die Fans die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass Trainer Petrik Sander auch eine Etage tiefer zur Verfügung steht – falls die TuS denn grünes Licht vom DFB bekommen sollte.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der 50-Jährige tatsächlich (wieder einmal) einen Neuaufbau auf dem Oberwerth beginnt, ist aber nach wie vor sehr gering – zu vage sind die Aussichten für die kommenden Wochen und Monate. Immerhin, ein klares Nein ist von Sander noch nicht zu vernehmen. „Ich schließe nichts aus“, wäre der Coach grundsätzlich auch bereit, in der 4. Liga zu arbeiten, sofern das Ganze mit einer Perspektive einher geht. „Vielleicht bietet sich ja noch eine Chance“, sagt Sander mit Blick auf die Rettungsbemühungen der TuS, schränkt aber deutlich ein: „Diese Chance sehe ich kaum. Es ist sehr schwer vorstellbar, dass ich in Koblenz bleibe.“

Die Zeichen stehen also mehr denn je auf Abschied. Was nicht verwundert, schließlich steht der Fußball-Lehrer trotz erfolgreicher Arbeit vor einem Scherbenhaufen. Der Ausverkauf der jungen Mannschaft, die in der Dritten Liga eigentlich den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen sollte, ist längst im Gange und nicht mehr zu stoppen. In Manuel Hornig und Johannes Rahn (beide zu Arminia Bielefeld) haben sich die ersten Leistungsträger verabschiedet, weitere werden folgen. Der vom VfL Wolfsburg ausgeliehene Dennis Riemer steht ebenfalls vor einem Wechsel zu den Ostwestfalen, auch Lukas Nottbeck und Thomas Gentner sind auf dem Sprung. Nottbeck wird mit Zweitliga-Absteiger Rot-Weiß Oberhausen in Verbindung gebracht, Gentner steht bei Kickers Offenbach auf dem Wunschzettel. Kaum vorstellbar, dass etablierte Profis wie Marcus Steegmann, Dennis Brinkmann, Christian Pospischil oder Massimo Cannizzaro in der kommenden Saison in der Regionalliga auflaufen.

„Es ist doch normal, dass die Spieler sich umschauen“, kennt Sander die Mechanismen des Geschäfts – und ist dennoch ein Stück weit fassungslos angesichts der dramatischen Entwicklung in den vergangenen Wochen. Bei der TuS, so scheint es, bleibt in diesen Tagen nicht mehr als die Erinnerung an eine harmonische Elf auf dem Rasen, die in der abgelaufenen Saison vor allem im DFB-Pokal für Furore gesorgt hat. „Ich bin bestürzt, und entsetzt“, so der Coach, „es ist traurig, dass jetzt alles wie ein Kartenhaus zusammenbricht.“

Sätze, die verdeutlichen, dass Sanders Herz an der TuS hängt. Umso erschrockener ist der 50-Jährige darüber, dass die Lage viel schlimmer ist als es auch intern angenommen wurde. Die zäh anlaufenden Planungen für die kommende Spielzeit waren ein erstes Warnsignal, den drohenden Kollaps hatten aber selbst Trainer und Spieler nicht erwartet. „Es wurden bei vielen falsche Hoffnungen geweckt“, sagt Sander.

Der Trainer selbst hat offenkundig noch keinen neuen Arbeitgeber – dennoch ist ein Wechsel oder eine Auszeit wahrscheinlicher als ein weiteres Engagement in Koblenz. „Natürlich ist die TuS nach wie vor mein erster Ansprechpartner“, spielt der Fußball-Lehrer mit offenen Karten, „aber es steht ja noch gar nicht fest, ob und wie es weitergeht. Zur Zeit sehe ich lediglich einen Überlebenskampf.“ Von der zwischenzeitlichen Aufbruchstimmung ist auch bei Petrik Sander nichts übrig geblieben. Und das offizielle Ende seiner Amtszeit wohl nur eine Frage von Tagen.

Quelle Rhein-Zeitung 10.06.2011  http://rhein-zeitung.de

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15.06.2011      TuS Koblenz: Sander geht

Trainer sah keine sportliche Perspektive mehr

Koblenz. Jetzt ist es amtlich: Trainer Petrik Sander kehrt dem Noch-Drittligisten TuS Koblenz den Rücken. Er habe keine sportliche Perspektive mehr gesehen und werde seinen Vertrag nicht verlängern, betonte der Fußball-Lehrer, der im Dezember 2009 den damaligen Zweitligisten übernommen hatte. Nach dem Abstieg in die Dritte Liga formte Sander eine völlig neue Mannschaft, die in der abgelaufenen Saison lange Zeit im oberen Tabellendrittel mitspielte und dabei zeitweise begeisternden Fußball bot. Ich hatte tolle Mitstreiter während meiner Zeit in Koblenz, und ich denke, wir haben ein zukunftsträchtiges Team aufgebaut. Doch sportlich hatte es zuletzt keinen Wert mehr sagte Sander, der nicht damit rechnet, zur neuen Saison bei einem anderen Klub als Trainer zu arbeiten. Der Markt in Deutschland ist zu und fürs Ausland ist es für mich noch etwas zu früh. Sander wird weiter mit seiner Familie in der Nähe von Mainz wohnen, sich am Wochenende das ein oder andere Fußballspiel in der Region anschauen und warten.
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Tus darf wieder auf Ja des DFB hoffen

Koblenz. Die TuS Koblenz darf im Kampf um den Start in der Regionalliga auf das erlösende Ja des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hoffen. Der Grund für den vorsichtigen Optimismus hängt auch mit der bestehenden Sponsoring-Zusage des Mittelrhein-Verlags zusammen.

Die 800000 Euro, die das Unternehmen bereits im Januar für die kommende Saison 2011/12 überwiesen hat, bleiben dem Verein erhalten.

Obwohl die Vereinbarung nur für die Dritte Liga galt, verzichtet der langjährige Förderer entgegen der vertraglichen Regelung darauf, das Geld von der TuS zurückzufordern und wird den Verein wie schon in den Jahren zuvor in vollem Umfang unterstützen. Mit diesem deutlichen Signal soll auch der Neustart des Vereins eine Etage tiefer gefördert werden.

Eine entsprechende Vereinbarung kann die TuS dem DFB nun im Rahmen der Lizenzierung vorlegen damit verbessern sich die Chancen des Vereins auf die Regionalliga erheblich.

Nachdem die Lizenzierungs-Unterlagen fristgerecht eingereicht worden sind, wird in der DFB-Zentrale in Frankfurt das Zahlenwerk geprüft, eine Entscheidung ist dem Vernehmen nach aber noch nicht gefallen. Es wird an einer zeitnahen Lösung gearbeite, gibt sich der Verband wortkarg und will sich nicht zum laufenden Verfahren äußern.

Spätestens am 24. Juni ist die Hängepartie beendet

Offen ist nach wie vor, ob und wann es Grünes Licht vom DFB gibt. Nachdem zwischenzeitlich die Drittligisten sowie die Regionalliga-Bewerber Klarheit über ihre Zukunft haben, ist die TuS der letzte verbliebene Verein, dessen Lizenzierungs-Unterlagen geprüft werden. Spätestens am Freitag, 24. Juni, wird die Hängepartie beendet sein, dann wird im Rahmen der Präsidiumssitzung des DFB die Einteilung der drei Staffeln Nord, West und Süd vorgenommen. Die TuS wäre ein Fall für den Westen, mögliche Gegner könnten Eintracht Trier, der SC Idar-Oberstein und Mainz 05 II sein.

Unterdessen wird in Koblenz mit Spannung eine Pressekonferenz erwartet. Am heutigen Donnerstag will sich Vereins-Präsident Werner Hecker zum Stand der Dinge äußern, möglicherweise gibt es dann schon die erlösende Nachricht aus der DFB-Zentrale in Frankfurt.

Zeit zum Durchatmen wird es aber auch anschließend nicht geben. Gesucht wird neben einem Geschäftsführer auch ein neuer Trainer, der binnen kürzester Zeit einen komplett neuen Kader auf die Beine stellen muss. Anfang Juli beginnen die Teams mit der Vorbereitung, der Saisonauftakt ist für den 5. bis 7. August terminiert.

Aus der letztjährigen TuS-Mannschaft wird wohl kaum ein Akteur auf dem Oberwerth verbleiben. Gleich drei Spieler (Hornig, Rahn, Riemer) haben bei Arminia Bielefeld angeheuert, zahlreiche andere stehen andernorts auf dem Zettel. Torwart Andre Weis soll ein Thema beim VfB Stuttgart II sein, Marcus Steegmann werden Verhandlungen mit dem 1. FC Saarbrücken nachgesagt. Und auch Jungspund Andre Hahn, der eine beeindruckende Rückrunde absolviert hat, bleibt offenbar in der Dritten Liga Kickers Offenbach hat ein Auge auf den Außenstürmer geworfen. Darüber hinaus weiß auch Uwe Koschinat die Fähigkeiten der TuS-Spieler zu schätzen. Der langjährige Assistenz-Trainer der Koblenzer und neue Chefcoach des möglichen Liga-Rivalen Fortuna Köln ist bei diversen Profis vorstellig geworden.

Quelle Rhein-Zeitung 15.06.2011 http://rhein-zeitung.de

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17.06.2011      TuS plagen 3 Millionen Euro Schulden

Koblenzer rechnen in der kommenden Woche mit Lizenz-Entscheidung Hecker stellt Vertrauensfrage

Von unserem Redakteur Sven Sabock

Koblenz. Der Andrang war groß, die Fakten überschaubar: Im Rahmen einer Pressekonferenz hat TuS-Präsident Werner Hecker noch einmal die Rettungsbemühungen um den Koblenzer (Ex-)Drittligisten aufgezeigt, die entscheidende Nachricht konnte der Vereinschef indes noch nicht präsentieren. Nach wie vor ist offen, ob die blau-schwarzen Fußballer in der kommenden Saison in der Regionalliga an den Start gehen dürfen. Die abschließende Lizenz-Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird aller Voraussicht nach in der nächsten Woche fallen.

Ich möchte gern zuversichtlich sein, hielt sich Hecker mit Prognosen zurück, ob die TuS tatsächlich die Lizenz erhält. Knackpunkt des Ganzen ist offenbar eine Bürgschaft, deren Höhe die Verantwortlichen noch nicht kennen, da der Verband derzeit noch die Unterlagen prüft. Erst wenn wir die Summe kennen, können wir mit potenziellen Bürgen sprechen, sagt Hecker und sieht daneben noch ein, zwei Hürden auf dem Weg zum Ja des DFB. Um letzte Unklarheiten zu beseitigen, wird der Vereinschef möglicherweise zu Beginn der Woche persönlich in die Verbands-Zentrale nach Frankfurt fahren.

Als große Last auf dem Weg zu einem Neuanfang erweist sich der enorme Schuldenstand. Wir haben derzeit Verbindlichkeiten in Höhe von 3 Millionen Euro, so Hecker, der gleichwohl betont, dass der Gang in die Insolvenz für ihn keine Lösung darstellt, um den Klub zu sanieren. Wir haben gegenüber unseren langjährigen Partnern die Verantwortung, dass wir unseren Verpflichtungen nachkommen, stellte Hecker klar und ergänzte: Wir müssen unsere Verankerung in der Region verbessern.

Um mit zahlreichen Gerüchten aufzuräumen und die Mitglieder umfassend über die aktuellen Ereignisse zu informieren, hat der TuS-Vorstand für den kommenden Mittwoch, 22. Juni (19 Uhr, Stadthalle Vallendar), zu einer außerordentlichen Versammlung eingeladen. Dort will das dreiköpfige Präsidium auch die Vertrauensfrage stellen.

Sollten sich die Dinge zum Guten entwickeln, ist offenbar schon ein neuer Geschäftsführer gefunden. Wir stehen in aussichtsreichen Verhandlungen, berichtete Hecker, es handelt sich um eine in der Region bekannte Person mit einem untadeligen Ruf. Eine der ersten Amtshandlungen des neuen Mannes wird sein, den Ausverkauf der Mannschaft zu stoppen. Als nächster Abgang ist Lars Bender zu verzeichnen. Der Außenspieler hat bei Kickers Offenbach einen Vertrag bis 2012 unterschrieben. Auch Angreifer Andre Hahn steht in Verhandlungen mit den Hessen.


Loos zu RB Leipzig

Geschäftsführer hat in Sachsen große Ziele

Koblenz. Neuer Job für Wolfgang Loos: Nach gut drei Jahren als Geschäftsführer der TuS Koblenz nimmt der 55-Jährige bei Fußball-Regionalligist RB Leipzig eine neue Herausforderung an. Loos, dessen Vertrag in Koblenz am 30. Juni ausläuft, hat bei den ambitionierten Sachsen zunächst bis 2013 unterschrieben. Der Klub zählt zum Imperium von Red-Bull-Inhaber Dietrich Mateschitz und will in den kommenden Jahren mit aller Macht den Sprung in die Bundesliga schaffen. Es ist schon enorm, welche Perspektive der Verein hat, sagt Loos unsere Ziele sind aber langfristig ausgelegt.

Der Kontakt nach Leipzig war laut Loos vor einigen Wochen entstanden (Wir hatten sehr gute Gespräche), der künftige Sportdirektor soll Trainer Peter Pacult in den Personalplanungen unterstützen. Die klare Vorgabe für die neue Saison ist der Aufstieg in die Dritte Liga. Am nötigen Kleingeld wird es jedenfalls nicht mangen: Derzeit baut der Verein ein Trainingszentrum für 30 Millionen Euro.
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Quelle Rhein-Zeitung 17.06.2011 http://rhein-zeitung.de

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21.06.2011      Mittelrhein-Verlag bürgt für die TuS Koblenz

Koblenz - Neue Hoffnung für TuS Koblenz: Damit der ehemalige Drittligist seine Chance wahrt, eine Lizenz für die kommende Saison der Regionalliga zu erhalten, wird der Mittelrhein-Verlag (MRV) als Hauptsponsor dem Verein eine Bürgschaft über 500.000 Euro geben.

Nachdem die TuS trotz sportlicher Qualifikation aus finanziellen Gründen auf eine weitere Zugehörigkeit zur Dritten Liga verzichtet hat, laufen intensive Bemühungen, wenigstens die Voraussetzungen für eine Teilnahme am Spielbetrieb der viertklassigen Regionalliga zu schaffen. Diesem Ziel ist der Klub mit der Bürgschaft des MRV ein entscheidendes Stück näher gekommen.

Der Mittelrhein-Verlag, der die Rhein-Zeitung und ihre Heimatausgaben herausgibt, hatte seinen Sponsorenbeitrag von 800.000 Euro für die nächste Saison auch nach dem Rückzug der TuS aus der Dritten Liga nicht zurückgefordert.

Quelle Rhein-Zeitung 21.06.2011  http://rhein-zeitung.de

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23.06.2011    Keine Entwarnung bei der TuS Koblenz: Noch fehlen Bürgschaften

Koblenz - Die Lizenz wird für die TuS Koblenz zum Lotteriespiel. Es liegen noch nicht Bürgschaften in ausreichender Höhe vor, sagte Präsident Werner Hecker in der außerordentlichen Mitgliederversammlung. Die Mitglieder stärkten ihm dort zugleich eindrucksvoll den Rücken.

Am Freitag um 9 Uhr sollte die TuS den Nachweis über eine Bürgschaft im siebenstelligen Bereich erbringen - 1,3 bis 1,5 Millionen Euro, die in der Versammlung genannte Summe schwankte. Doch das hätte die TuS keinesfalls geschafft - wegen des Feiertags und weil von den Banken am Freitagmorgen nicht rechtzeitig die nötigen Unterlagen beizubringen gewesen wären. Deshalb feilschte die TuS schon um die Zeit - mit Erfolg: Jetzt läuft die Frist um 14 Uhr am Freitag ab. Klappt es dann und die TuS bekommt die Spielberechtigung für die Regionalliga, sollen am Montag Trainer und Geschäftsführer vorgestellt werden.

Doch in der Mitgliederversammlung konnte Hecker nicht sagen, ob die TuS am Freitag die Lizenz erhalten wird. "Wir hätten Ihnen heute gerne die Rettung der TuS Koblenz verkündet, dies können wir aber leider nicht tun." Noch sind nicht alle Bürgschaften fest zugesagt, um die Summe aufzubringen. Hecker impfte sogar seine Frau, ihm bei sein Handy auf die Bühne zu reichen, wenn es klingelt: Er wartete auf einen Anruf wegen einer Bürgerschaft von Lotto Rheinland-Pfalz. 750.000 Euro Bürgschaft sind gesichert, doch die Differenz zum vom DFB geforderten Betrag fehlt noch. Das Land als Lotto-Hauptgesellschafter muss mitspielen. Mit der Entscheidung wurde in der Nacht oder im Laufe des Donnerstags gerechnet. Ohne die Bürgschaft gibt es keine Lizenz und die TuS steht vor der Insolvenz.

Der Mittelrhein-Verlag hatte in dieser Woche eine feste Zusage für eine Bürgschaft über 500.000 Euro gegeben. Am Mittwoch sei dann die Zusage der Stadt gekommen, über die städtischen Beteiligungsesellschaften für 250.000 Euro zu bürgen, so der TuS-Präsident. Doch diese 750.000 Euro alleine reichen noch nicht.

Hecker und das Präsidium machten die Versammlung auch zur Vertrauensabstimmung über ihre Arbeit - und bekamen eindrucksvoll Zustimmung signalisiert: Bei drei Enthaltungen votierte die Versammlung einstimmig für die Führung der TuS, nach Bekanntgabe applaudierten die Mitglieder stehend. Hecker nahm das Votum mi Tränen in den Augen auf. Er hatte zuvor gesagt: "Wenn jemand meint, das besser zu machen, bin ich nicht beleidigt und gebe das Ruder ab". Hecker bleibt am Ruder.

(law/kif)

Quelle Rhein-Zeitung 23.06.2011  http://rhein-zeitung.de

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24.06.2011     TuS-Lizenz: Entscheidung vertagt

Koblenz - Bekommt TuS Koblenz die Lizenz für die Fußball-Regionalliga? Die Hängepartie um den in Existenznot befindlichen Verein geht weiter - und wird vermutlich erst am Montag entschieden werden. Das teilte die TuS in einer Presseerklärung mit.

Am Freitag tagten seit 8.30 Uhr die Vereins-Verantwortlichen und suchten nach Lösungen, um in quasi letzter Sekunde doch noch Grünes Licht für die 4. Liga zu erhalten und damit die drohende Insolvenz abzuwenden.

Bis um 14 Uhr wurden auch alle Unterlagen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) fristgerecht eingereicht, alllerdings fehlen offenbar zu diversen Bürgschaftserklärungen die erforderlichen schriftlichen Bestätigungen. Im Raum steht eine Summe von rund 600.000 Euro, die nachgewiesen werden muss.

Am Vormittag konnte die Vereinsspitze in einer abschließenden Krisensitzung wohl einen Erfolg erringen. Dem Vernehmen nach haben sich private Gönner und Unternehmer gefunden, die bereit sind, neben ihren Sponsoring-Maßnahmen auch zusätzliche Bürgschaften zu übernehmen. Nachdem die Lotto Rheinland-Pfalz GmbH aufgrund von EU-Recht dem Klub keine Bürgschaft gewähren kann, hat sich das Glücksspiel-Unternehmen aber bereiterklärt, als Trikotsponsor für die kommenden beiden Spielzeiten zu fungieren. Daneben stellt ein in Koblenz bekannter und populärer Geschäftsmann eine Bürgschaft in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung, zudem sollen sich Teile des TuS-Präsidiums dazu entschlossen haben, für 100.000 Euro zu bürgen.

Nicht zuletzt hat der Mittelrhein-Verlag auf Bitten des Vereins seine bereits bestehende Zusage über 500.000 Euro noch einmal um 100.000 Euro aufgestockt. Nach Informationen unserer Zeitung kam es zu der Erhöhung, weil die Stadt Koblenz ihre zugesagte Bürgschaft in Höhe von 250.000 Euro in quasi letzter Sekunde zurückgezogen hat. Ein kurioser Vorgang - schließlich würde die Stadt bei einer Insolvenz der TuS als einer der Hauptgläubiger des Vereins wohl leer ausgehen.

Ob dieser Betrag letztlich ausreicht, wird sich am Nachmittag entscheiden, wenn in der DFB-Zentrale die Unterlagen aus Koblenz geprüft werden.


TuS-Lizenz wird zum Wettlauf mit der Zeit

DFB fällt heute Entscheidung – Mitglieder stützen Präsident Hecker – Ruthenbeck Trainer?

Von unserem Redakteur Sven Sabock

Koblenz. Die Zukunft der TuS Koblenz hängt am seidenen Faden. Nach wochenlangem Ringen um Sponsorengelder und Bürgschaften wird sich am heutigen Freitag entscheiden, ob der Klub nach dem freiwilligen Rückzug aus der Dritten Liga die Lizenz für die Regionalliga West erhält oder im Falle des Scheiterns in der kommenden Woche den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen muss.

Eigentlich wollte TuS-Präsident Werner Hecker im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Mittwochabend mit Fakten aufwarten – doch daraus wurde nichts. Grund sind die abschließenden Gespräche mit den Bürgen, die sich hinziehen und wohl erst am heutigen Vormittag zum Abschluss kommen. Um 11 Uhr wird sich das DFB-Präsidium auf einer turnusmäßigen Sitzung mit dem Fall TuS Koblenz beschäftigen, ehe um 14 Uhr der Kontrollausschuss tagt. Dann endet auch die letzte Frist, die noch einmal um sechs Stunden verlängert wurde. Ob die Vereinsverantwortlichen dann aufatmen können, ist völlig offen.

Dass der Klub überhaupt noch auf die Lizenz hoffen darf, hängt maßgeblich mit der Zusage des Mittelrhein-Verlags zusammen, der TuS eine Bürgschaft in Höhe von 500 000 Euro zur Verfügung zu stellen. „Wir haben uns wahnsinnig darüber gefreut“, verkündete Hecker unter dem Applaus der Mitglieder. Darüber hinaus hat sich die Stadt Koblenz bereit erklärt, über die städtischen Beteiligungsgesellschaften für 250 000 zu bürgen. Mit diesen 750 000 Euro ist der Verein aber noch längst nicht aus dem Schneider. Insgesamt steht eine Summe zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Euro im Raum, die der Verband an Sicherheiten haben will. Als möglicher Geldgeber war Lotto Rheinland-Pfalz auserkoren, doch das Glücksspiel-Unternehmen muss aufgrund von EU-Vorgaben passen. „Andere Vereine könnten in diesem Falle erfolgreich klagen“, heißt es in einer Pressemitteilung von Lotto, dessen Geschäftsführer Hans-Peter Schössler parallel zur TuS-Veranstaltung bis in die Nacht vergeblich Verhandlungen mit möglichen Geldgebern geführt hatte.

Letzter Strohhalm für den am Abgrund wandelnden Verein ist nun das Land Rheinland-Pfalz. Heute Morgen finden abschließende Gespräche statt, in denen Hecker auf ein Ja aus Mainz für die ausstehende Summe hofft. Mögliche Alternative: Der DFB schraubt seine Bürgschaftsforderung zurück.

Das Dilemma der Koblenzer: Angesichts der jüngsten Pleiten in der Regionalliga Süd (Ulm, Weiden) sowie noch offener schriftlicher Zusagen von TuS-Sponsoren hat der DFB die Höhe der Bürgschaft derart hoch angesetzt. „Es soll in jedem Fall gewährleistet sein, dass der Spielbetrieb für die gesamte Saison gesichert ist“, erklärt Hecker.

Ungeachtet der Last von rund 3 Millionen Euro Schulden ist es den Verantwortlichen gelungen, ein der Regionalliga angemessenes Budget in Höhe von 1,5 Millionen Euro auf die Beine zu stellen. „Das Ganze ist auf Kante genäht, aber wir werden damit über die Runden kommen“, sagt Hecker und ergänzt: „Wir können und wollen es unseren Partnern nicht zumuten, die Bürgschaften zu ziehen.“

Sollte es in praktisch letzter Minute mit der Lizenz für die Regionalliga klappen, sind bereits die ersten Weichen gestellt. Mit einem möglichen Geschäftsführer sind abschließende Gespräche geführt worden, dem Vernehmen nach handelt es sich um Thomas Theisen. Der 42-Jährige ist Inhaber einer PR-Agentur und ist im regionalen Fußball bestens vernetzt. Auch ein neuer Trainer soll gefunden sein, als heißer Kandidat wird Stefan Ruthenbeck (zuletzt Wirges) gehandelt. Auf der anderen Seite steht fest: Ohne Lizenz ist ein Insolvenzverfahren unvermeidlich, als Konsequenz daraus würde die TuS wohl in der Rheinlandliga auflaufen.

Obwohl es derzeit alles andere als rosig um den Klub bestellt ist, darf sich Hecker der Unterstützung der Mitglieder gewiss sein. Dem Präsidenten wurde bei drei Enthaltungen einstimmig das Vertrauen ausgesprochen.

Quelle Rhein-Zeitung 24.06.2011  http://rhein-zeitung.de

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25.06.2011     Hängepartie um die TuS-Lizenz ist noch nicht zu Ende

DFB entscheidet erst in der nächsten Woche – Verein sammelt Geld für Bürgschaft – Stadt zieht zurück, Mittelrhein-Verlag stockt auf

Von unserem Redakteur Sven Sabock

Koblenz. Die Ereignisse des Tages hatten fast schon dramatische Züge, aber all jene, die mit TuS Koblenz leiden, sind noch nicht erlöst. Eigentlich hätte am Freitagnachmittag (endlich) die Entscheidung fallen sollen, ob der Verein in der kommenden Saison in der Regionalliga West an den Start gehen darf – aber daraus wurde nichts. Nachdem die Klub-Bosse mit heißer Nadel an einem Rettungspaket gestrickt und praktisch in letzter Sekunde ihre Unterlagen an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) geschickt haben, wird der Verband wohl erst am Montag das abschließende Urteil fällen. Möglicherweise auch erst am Dienstag.

Lotto als neuer Trikotsponsor

Seit 8.30 Uhr hatte TuS-Präsident Werner Hecker zusammen mit Finanz-Chef Dirk Feldhausen sowie FVR-Präsident Walter Desch und Hans-Peter Schössler, Geschäftsführer der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH, getagt, um das drohende Aus im Profifußball abzuwenden. Knackpunkt waren die vom DFB auferlegten Bürgschaften, die nach etlichen Sponsoren-Zusagen von 1,5 auf 1,2 Millionen Euro gedrückt werden konnten. Die Hälfte davon stellt der Mittelrhein-Verlag zur Verfügung und stockt damit die bereits versprochene Summe von 500 000 nochmals um 100 000 Euro auf. Unabhängig vom Ausgang des gesamten Verfahrens steht fest: Ohne diese Hilfe wäre die Pleite der TuS bereits besiegelt. „Unser besonderer Dank gilt dem Mittelrhein-Verlag“, ließ der Verein via Pressemitteilung verlauten.

Nachdem Lotto aufgrund von EU-Richtlinien keine Bürgschaft übernehmen durfte, leistet das Unternehmen gleichwohl einmal mehr einen maßgeblichen Beitrag, um der TuS aus der Patsche zu helfen. Lotto Rheinland-Pfalz wird in den kommenden beiden Jahren als Trikotsponsor fungieren, was dem Verein eine sechsstellige Summe in die Kasse spült. Und auch der dann noch fehlende Betrag konnte offenbar herbeigeschafft werden. Unter anderem stellt ein in Koblenz bekannter und populärer Geschäftsmann eine Bürgschaft in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung. „Wir haben zahlreiche Telefonate geführt“, berichtet Hecker vom Krisentreffen in der Lotto-Zentrale.

Obwohl Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig der TuS über die städtischen Beteiligungsgesellschaften eine Bürgschaft in Höhe von 250 000 Euro in Aussicht gestellt hatte, verwandelte sich die Absichtserklärung letztlich in eine Absage der Stadt Koblenz an die Klubchefs. Was durchaus verwundert, schließlich würde die Stadt bei einer Insolvenz der TuS als einer der Hauptgläubiger des Vereins wohl leer ausgehen.

Das Nein aus dem Rathaus ist ein herber Rückschlag für die TuS, deren Schicksal nun in den Händen des DFB liegt. „Wir haben alles getan, was möglich ist“, sagte der hörbar erschöpfte Hecker am frühen Freitagabend, „diese Situation geht bei uns allen an die Substanz.“ Nachdem der 60-Jährige in den vergangenen Wochen zahlreiche Wellenbäder der Gefühle durchleben musste, will er denn auch keine Prognose wagen, ob die Lizenz nun gesichert ist: „Wir haben alle erforderlichen Unterlagen eingereicht und werden nun abwarten müssen, wie der DFB die Dinge bewertet.“

Abschließende Prüfung des DFB

Am gestrigen Freitag jedenfalls wollte der Verband nichts übers Knie brechen. „Heute passiert nichts mehr“, sagte ein DFB-Sprecher am späten Nachmittag, „das Verfahren läuft noch.“ Weil die zahlreichen Papiere wohl erst in letzter Sekunde in der DFB-Zentrale in Frankfurt eingetrudelt sind, wird erst zu Beginn der Woche eine abschließende Prüfung vorgenommen. Hecker und seinen Mitstreitern bleibt somit übers Wochenende nichts anderes übrig, als zu warten.

Unterdessen könnte sich im Falle der Lizenzerteilung eine neue Baustelle auftun. Obwohl der Verein dem Vernehmen nach sowohl mit dem designierten Geschäftsführer Thomas Theisen sowie Stefan Ruthenbeck als Trainer einig sein soll, geht Oberligist Spvgg Wirges davon aus, dass der Fußball-Lehrer dort am Montag mit der Saisonvorbereitung beginnt. Der Coach hatte vor einem Jahr im Westerwald einen Vertrag über ein Jahr plus Option unterschrieben. Dieser Vertrag sei noch nicht gekündigt.

„Er hat in Koblenz abgesagt, weil es ihm in Wirges sehr gut gefällt“, sagt Spvgg-Geschäftsführer Frank Schenkelberg, „er hat mir noch einmal bestätigt, dass schon viel passieren müsse, bevor er uns verlässt.“ Zum Beispiel die Lizenz-Erteilung für TuS Koblenz? Für Werner Hecker und die leidgeprüften TuS-Fans käme diese Entscheidung jedenfalls einer Erlösung gleich.

  Quelle Rhein-Zeitung 25.06.2011  http://rhein-zeitung.de

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27.06.2011    TuS-Quartett zu Fortuna Köln

Ausverkauf in Koblenz geht weiter – Auch die Konkurrenz blickt gebannt auf die Entscheidung des DFB

Von unserem Redakteur Sven Sabock

Koblenz. Gibt es am heutigen Montag endlich die lang ersehnte Regionalliga-Lizenz für die TuS Koblenz? Nach Wochen des Hoffens und Bangens und unendlich vielen Gesprächen und Telefonaten deutet alles darauf hin, dass der Deutsche Fußball-Bund in Frankfurt seine Entscheidung bekannt gibt – eine definitive Aussage dazu war indes aus der Verbandszentrale nicht zu erhalten. Rund 600 000 Euro an Bürgschaften und Sponsorengeldern hatten die Koblenzer Vereinsverantwortlichen am Freitag binnen weniger Stunden noch auftreiben können, „jetzt müssen wir sehen, wie unsere Unterlagen bewertet werden“, sagt TuS-Präsident Werner Hecker.

Doch nicht nur in Koblenz wird in diesen Tagen gebannt darauf gewartet, ob die Blau-Schwarzen in der Regionalliga an den Start gehen dürfen. Ein Ja hätte Auswirkungen auf die noch ausstehende Staffeleinteilung, auch das Schicksal des TSV Havelse vor den Toren Hannovers hängt am Wohl und Wehe der TuS. Die Niedersachsen stehen eigentlich als sportlicher Absteiger aus der Regionalliga Nord fest, würden aber bei einem Aus der TuS als Nachrücker doch noch in der Klasse bleiben. Zwischenzeitlich bemühte sich auch Oberligist FC Homburg um eine Regionalliga-Lizenz, bekam vom DFB aber eine Absage.

Bei einem Entscheid zugunsten der TuS werden aller Voraussicht nach die Sportfreunde Lotte, unweit von Osnabrück, von der West- in die Nord-Staffel wechseln. Auch Kassel, Verl und Elversberg müssen möglicherweise in einer anderen Staffel starten.

Fest steht: Die TuS hat zwischenzeitlich nicht einmal mehr einen Rumpfkader zur Verfügung. Uwe Koschinat, lange Jahre Co-Trainer und nun Chefcoach bei Regionalligist Fortuna Köln, hat gleich vier TuS-Akteure für seinen neuen Klub gewinnen können. Torwart Dieter Paucken, Stefan Haben, Lukas Nottbeck und Oliver Laux laufen künftig in der Südstadt auf. Damit sind nur noch acht TuS-Spieler aus der Vorjahres-Mannschaft ohne neuen Klub, wobei nicht zu erwarten ist, dass zum Beispiel Ole Kittner, Thomas Gentner oder Massimo Cannizzaro in Koblenz bleiben. Der neue Trainer müsste praktisch bei null beginnen.

„Das ist für uns alle eine Riesenenttäuschung“, sagt Dennis Brinkmann, „eigentlich wollte jeder bleiben, aber wir müssen eben auch für unseren Lebensunterhalt sorgen.“ Der 33-Jährige hat zwischenzeitlich beim Wuppertaler SV einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben und kehrt möglicherweise wie das TuS-Quintett in Köln als Gast aufs Oberwerth zurück. Vorausgesetzt, der DFB gibt den Koblenzern das erhoffte Ja-Wort.

Quelle Rhein-Zeitung 27.06.2011  http://rhein-zeitung.de

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28.06.2011      TuS-Chefs müssen zur Anhörung beim DFB

Entscheidung über Regionalliga-Lizenz zieht sich hin – Verband sieht Klärungsbedarf

Von unserem Redakteur Sven Sabock

Koblenz. Das Ringen um die Regionalliga-Lizenz wird für TuS Koblenz zur schier unendlichen Geschichte. Nachdem der um die Existenz kämpfende Fußballverein am vergangenen Freitag seine abschließenden Unterlagen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht hatte, geht das Warten auf das mögliche Ja aus Frankfurt weiter.

Eigentlich war für den gestrigen Montag eine Entscheidung erwartet worden – aber sowohl die Verantwortlichen als auch die mit der TuS bangenden Fans müssen sich weiter in Geduld üben.

Das abschließende Urteil über Wohl und Wehe des Klubs wird nun vermutlich am Donnerstag oder Freitag fallen. Am Donnerstag findet vor dem sogenannten Zulassungsbeschwerdeausschuss des DFB in Frankfurt eine mündliche Anhörung statt, in der die Koblenzer Vereinsverantwortlichen noch einmal im Detail über die eingereichten Sponsorenzusagen beziehungsweise Bürgschaften berichten sollen. Dieses Verfahren ist offenkundig notwendig geworden, weil die TuS gegen die aus ihrer Sicht zu knappe Fristsetzung um 14 Uhr formal Einspruch eingereicht hatte.

Möglicher Hintergrund des Termins: Offenbar kamen die Unterlagen der TuS in der Hektik des vergangenen Freitags so kurzfristig beim DFB an, dass die Mitglieder des maßgeblichen Gremiums in der Ligazentrale noch Klärungsbedarf sehen. Die Koblenzer Verantwortlichen hatten binnen kürzester Zeit in fast schon dramatischen Stunden die vom Verband geforderten 1,2 Millionen Euro auftreiben können, darunter eine 600 000-Euro-Bürgschaft des Mittelrhein-Verlags. „Wir werden dort unsere Standpunkte vorbringen und die anschließende Entscheidung abwarten“, so TuS-Präsident Werner Hecker. Die Tatsache, dass die Koblenzer Verantwortlichen die Angelegenheit vorbringen dürfen, kann ein Hoffnungsschimmer sein. „Ich möchte das nicht bewerten“, so Hecker, „es ist zumindest kein schlechtes Zeichen.“

Erst nach dem Urteil wird der DFB auch die abschließende Einteilung der drei Staffeln vornehmen. Die TuS würde in jedem Fall in die West-Staffel eingruppiert werden und bekäme es dort mit nicht weniger als neun Zweit-Vertretungen der Profi-Vereine zu tun.

Ungeachtet der Hoffnung auf die Zulassung für die Regionalliga, wird die Hängepartie für die TuS auch zu einem sportlichen Problem. Zwar soll in Thomas Theisen bereits ein Geschäftsführer in den Startlöchern stehen, angesichts des Saisonauftakts am 6. August läuft dem Verein aber die Zeit davon. Angesichts des Schwebezustands stocken die Kaderplanungen, nicht zuletzt die Spieler hängen in der Luft. Am Montag wurde der Wechsel des TuS-Quartetts Lukas Nottbeck, Dieter Paucken, Oliver Laux und Stefan Haben zum möglichen Liga-Konkurrenten Fortuna Köln auch offiziell verkündet – weitere werden folgen. Ungeachtet der Widrigkeiten, ist Hecker überzeugt, dass die Koblenzer gut aufgestellt sein werden: „Wir werden innerhalb der nächsten Wochen eine hinreichend schlagkräftige Mannschaft beisammenhaben.“

Quelle Rhein-Zeitung 28.06.2011  http://rhein-zeitung.de

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30.06.2011        TuS: DFB muss entscheiden

Klub-Chefs zur Anhörung in Frankfurt

Koblenz. Im Kampf um die Regionalliga-Lizenz ist für die TuS Koblenz nach Wochen des Hoffens und Bangens der Tag der Entscheidung gekommen. Nachdem die Verantwortlichen in einem Kraftakt binnen kürzester Zeit die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) geforderten 1,3 Millionen Euro an Bürgschaften und Sponsorengeldern aufgetrieben haben, findet am heutigen Donnerstag eine abschließende mündliche Anhörung vor dem Zulassungsbeschwerdeausschuss des DFB statt. Anschließend werden die Funktionäre entscheiden, ob die Koblenzer endlich mit den sportlichen Planungen für die vierte Liga beginnen können. Im Falle eines Neins in Frankfurt droht dem Klub die Insolvenz, die TuS würde dann vermutlich in der Rheinlandliga einen kompletten Neuaufbau starten müssen.

Neben der TuS sind zu dem Termin in der DFB-Zentrale auch die Verantwortlichen der SF Lotte und des TSV Havelse eingeladen. Lotte droht bei einer Lizenzerteilung der TuS die Versetzung in die Nord-Staffel, verbunden mit erheblich höheren Fahrtkosten. Havelse ist zwar sportlicher Absteiger, hat aber die Lizenz erteilt bekommen und wäre bei einem Aus der TuS der erste Nachrücker.
sab

Quelle Rhein-Zeitung 30.06.2011  http://rhein-zeitung.de

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