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Februar 2012
02.02.12 Haben kehrt nach Koblenz zurück
Innenverteidiger kommt von Fortuna Köln
Koblenz. Stefan Haben ist zurück beim Fußball-Regionalligisten TuS Koblenz. Der 24-Jährige kommt ablösefrei von Fortuna Köln ans Deutsche Eck in seine alte Heimat. Nach seiner Freigabe erhält Haben bei der TuS Koblenz einen Vertrag bis zum 30. Juni dieses Jahres.
Geschäftsführer Thomas Theisen bedankte sich bei Fortuna Kölns Trainer Uwe Koschinat, der „durch seine Bereitschaft die Rückkehr erst möglich gemacht hat“. Für Theisen ist der Wechsel „ein Zeichen für die Zukunft“. Haben soll – nach Wunsch der Koblenzer – im Juli einen Vertrag über mehrere Jahre unterzeichnen und eine tragende Rolle bei der TuS Koblenz spielen. Haben absolvierte in der abgelaufenen Hinrunde 15 Spiele (1 Tor) in der Regionalliga West.
Ein weiterer Spieler hat sich der TuS angeschlossen, ist aber noch nicht spielberechtigt: der Kroate Tino Lagator. Der 24-jährige Stürmer kommt vom kroatischen Zweitligisten NK Junak Sinj , wo er in der Hinrunde in 13 Spielen acht Tore erzielte. „Es stehen aber erst noch einige Behördengänge an“, sagt Theisen. pmd
Der Vorverkauf für das Meisterschaftsspiel gegen den VfL Bochum II (17. Februar) sowie für das Rheinlandpokalspiel gegen die SG Mülheim-Kärlich (22. Februar) hat begonnen.
Quelle Rhein-Zeitung 02.02.2012 http://rhein-zeitung.de

03.02.2012 Heimspiel der TuS abgesagt
Fußball-Regionalliga - Blauer Himmel, Sonnenschein, saftig grüner Rasen - der Schein trügt rund ums Stadion Oberwerth. Es ist nämlich saukalt, der Stadionrasen gefroren und glatt, an Fußballspielen ist nicht zu denken. Und so fällt die für Samstag geplante Partie der Regionalliga West zwischen TuS Koblenz und Borussia Mönchengladbach II aus. "Das wäre für die Spieler gesundheitsgefährdend", erklärt TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen die Absage, außerdem würde der Rasen zerstört, und "ganz ehrlich gesagt", ergänzt Theisen, "für die Zuschauer ist das bei diesen Temperaturen auch nicht schön."
Schön ist der Spielausfall allerdings auch nicht. Besonders nicht für den Koblenzer Trainer Michael Dämgen. "Wir haben in Verl eine ganz ordentliche Leistung gezeigt und wir hätten im Heimspiel, so glaube ich, eine gute Chance auf einen Erfolg gehabt", sagt Dämgen. Diese Chance ist nun erstmal eingefroren, und so muss der Trainer mit seinem Team am 12. Februar bei Rot-Weiss Essen antreten. "Zweimal in Folge auswärts spielen, das ist nicht gerade optimal für uns", weiß Dämgen. Auch Theisen ist es ein wenig mulmig, wenn er ans Auswärtsspiel in Essen denkt, was keine sportlichen Gründe hat. Es sind die eigenen Fans, oder auch nicht. "Das sind keine TuS-Fans", redet Theisen Klartext zu den Ausschreitungen einiger Koblenzer rund um die Regionalligapartie in Verl (die RZ berichtete). Sondern? "Das sind Jugendliche, die den Fußball als Plattform nutzen und am Wochenende ihre Aggressionen abbauen." Deshalb fordert der Geschäftsführer alle TuS-Fans dazu auf, "diese Leute, diese wenigen Verrückten, auszuschließen, denn diese Leute wollen wir hier nicht sehen".
Sehen und gesehen werden - letzteres traf für Stefan Haben in der Regionalliga im Trikot des SC Fortuna Köln immer seltener zu. "Am Anfang habe ich regelmäßig gespielt und war auch zufrieden, aber zuletzt war die sportliche Situation für mich unbefriedigend." Das ist aber nicht der einzige Grund, warum Haben nun zur TuS zurückgekehrt ist. Der 24-Jährige ist eng verbunden mit seiner Koblenzer Heimat und wohnte auch zu seiner Fortuna-Zeit in der Rhein-Mosel-Stadt. "Ich bin froh, endlich wieder in meinem familiären Umfeld zu sein, hier habe ich meine Freunde", sagt Haben, der auch seinen Heimatverein, den SV Niederwerth, nicht unerwähnt lässt. Aus Sicht der TuS-Verantwortlichen ist dem Verein mit der Haben-Rückkehr ein echter Coup gelungen. "Stefan Haben gehört zur TuS, um ihn herum können wir eine Mannschaft aufbauen. Er ist gut, er ist klug, und er ist von hier, besser geht’s nicht", sagt Theisen, und auch Dämgen lobt: "Wir haben dadurch an Qualität dazugewonnen. Und man sieht: Langsam und stetig entwickelt sich etwas bei der TuS."
Während Stefan Haben sich bei der TuS ab sofort weiterentwickeln kann, muss der zweite Koblenzer Zugang, Tino Lagator, noch etwas warten mit Training und Spiel rund ums Oberwerth. "Er ist zurzeit in Kroatien", erzählt Theisen, "dort muss er selbst noch einige Dinge klären." Am 22. Februar im Rheinlandpokalspiel gegen die SG Mülheim-Kärlich soll der kroatische Stürmer aber spielen können. Ebenfalls in der zweiten Mannschaft in der Rheinlandliga. Theisen: "Für die Spielberechtigung in der Regionalliga braucht es noch etwas Zeit."
Etwas mehr Zeit hat die TuS nach der Spielabsage nun für die Vorbereitung aufs nächste Spiel. Ein Termin für die Partie gegen Mönchengladbach könnte derweil der 29. Februar sein - aus TuS-Sicht jedenfalls. Das muss aber mit Gegner, der Regionalliga und der Polizei noch abgesprochen werden. Und Zeit benötigt auch der Stadionrasen, um wieder aufzutauen. Die Stadionheizung, die es noch zu Zweit- und auch zu Drittligazeiten gab, ist schon vor der Saison abgebaut worden - nur die Leitungen liegen noch. sle
Am Samstag testet die TuS auf dem Kunstrasenplatz in Mülheim-Kärlich gegen Regionalligakonkurrent SC Fortuna Köln (Anpfiff 11 Uhr)
Quelle Rhein-Zeitung 03.02.2013 http://rhein-zeitung.de

04.02.2012 Rasenheizung ist jederzeit wieder einsetzbar
Investition TuS kann sich die Betriebskosten für Rasenheizung des Stadions nicht leisten – Die Anlage gibt es allerdings noch
Von unserer Mitarbeiterin Annette Hoppen
Koblenz. Tiefgekühlter Rasen im Stadion Oberwerth ist der Grund: Das Heimspiel der TuS Koblenz gegen Borussia Mönchengladbach II kann am heutigen Samstag nicht ausgetragen werden. Die Stadt, Eignerin des Stadions, hat das Spielfeld aufgrund des Dauerfrostes nicht freigegeben. Sie fürchtet zum einen Verletzungsgefahr, zum anderen würde die Rasenfläche in ihrem derzeitigen Zustand zu sehr unter einem Spiel leiden. Das alles müsste indes nicht sein: Das Stadion verfügt nämlich seit rund fünf Jahren über eine Rasenheizung. Allerdings kann sich die TuS seit dem Abstieg in die Regionalliga diesen Luxus nicht mehr leisten. Wird der Einbau der Heizung damit im Nachhinein zu einer fast millionenschweren Fehlinvestition?
Das sicher nicht, wie es vonseiten des Koblenzer Rathauses heißt. Denn: Die Anlage wurde nicht deinstalliert, betont Heiko Breitbarth von der Pressestelle im Koblenzer Rathaus. Die Rohre unter dem Spielfeld, durch die im Bedarfsfall heißes Wasser gepumpt werden kann, um den Boden aufzutauen, sind allesamt noch verbaut. Rund 900 000 Euro hat die Maßnahme 2007 immerhin gekostet – inklusive der Neuanlage der Rasenfläche, welche durch den Einbau der Rasenheizung notwendig wurde.
Abgebaut wurde lediglich ein Container mit einer mobilen Heizzentrale. Diese jedoch war samt Container sowieso lediglich angemietet. Die Betriebskosten wurden von der TuS Koblenz getragen. Und das übrigens zwangsweise. Denn die Rasenheizung war eine Lizenzauflage der DFL. Ohne Heizung hätte die TuS nicht in der Zweiten Bundesliga auflaufen dürfen. Für die Regionalliga fordert der hier zuständige DFB indes keine Rasenheizung, wie Breitbarth weiter erklärt und deshalb feststellt: „Da diese somit keine Pflicht ist, konnte sich der Verein TuS Koblenz Miete und Betriebskosten für die angemietete mobile Heizzentrale sparen. Die Heizzentrale wurde an das entsprechende Vermieter-Unternehmen zurückgegeben.“ Für den Fall, dass die TuS Koblenz jedoch wieder in höhere Liga-Gefilde aufsteigt, ist gesorgt. Dann nämlich könnte die Rasenheizung ganz schnell wieder reaktiviert und an eine mobile Heizzentrale angeschlossen werden – und TuS-Spiele wären auch wieder bei Tiefkühlrasen problemlos möglich.
Quelle Rhein-Zeitung 04.02.2012 http://rhein-zeitung.de


06.02.2012 TuS spielt gerne gegen die Fortuna
Koblenzer besiegen Kölner im Testspiel 3:2 – Treffer durch Bauer, Haben und Klasen
Von unserem Mitarbeiter Wilfried Zils
Mülheim-Kärlich. Fortuna Köln mit Trainer Uwe Koschinat ist zurzeit ein gern gesehener Gast bei der TuS Koblenz. Der Fußball-Regionalligist hat das Testspiel gegen den Ligakonkurrenten aus Köln auf dem Kunstrasenplatz in Mülheim-Kärlich vor 150 Zuschauern mit 3:2 (2:0) gewonnen – schon in der Meisterschaft hatte sich die TuS gegen Köln durchgesetzt und damit bislang den einzigen Regionalligasieg dieser Saison eingefahren.
Michael Dämgen, der Trainer der TuS Koblenz, wollte die flotten 90 Minuten und den Sieg jedoch nicht überbewerten, war aber mit den Leistungen seiner Schützlinge durchaus zufrieden. „Meine Mannschaft hat den Spielausfall genutzt, sich ordentlich präsentiert und verdient gewonnen“, lautete Dämgens Fazit. Sein Kölner Pendant, Uwe Koschinat, zeigte eine ganz andere Gefühlslage: „Ich bin maßlos enttäuscht, ob der Vorstellung meiner Mannschaft. So darf man sich nicht präsentieren“, haderte der Ex-Koblenzer mit seiner Mannschaft.
Die TuS startete engagiert und spielstark, von den Gästen war in der ersten Halbzeit wenig zu sehen. So fiel nicht überraschend in der 25. Minute die Koblenzer Führung durch Tobias Bauer – nach glänzender Vorarbeit von Jung Hun Kim. Nur vier Minuten später war es der erst vor wenigen Tagen von der Fortuna zur TuS gewechselte Stefan Haben, der auf 2:0 erhöhte. Auch neun Wechsel nach der Pause brachten kein Bruch ins Spiel der Koblenzer.
Auch als der frühere Koblenzer Alassane Quedraogo in der 66. Minute per Kopf den Anschlusstreffer für die Kölner erzielte, ließ sich die TuS nicht aus der Ruhe bringen. Es dauerte nur zwei Minuten und der alte Abstand war wiederhergestellt. Nach einem Foul an Mineiro verwandelte Thomas Klasen den Strafstoß sicher zum 3:1. Ein weiterer Ex-Koblenzer, Christian Pospischil, sorgte mit dem letzten Treffer des Tages für den 3:2-Endstand (79.).
TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen hatte als Mülheimer quasi ein Heimspiel und bescheinigte seiner Mannschaft: „Wir haben in der Winterpause gut trainiert, das hat man heute gesehen. Einige Spieler haben sich auch weiterentwickelt. Ich bin verhalten optimistisch, was die weitere Entwicklung der Mannschaft angeht.“
Koblenz: Yalcin - Klappert, Mund (46. Urwin), Haben (46. Nonnenmann), Gros, Bauer (69. Göderz), Lauer (46. Mineiro), Kim (46. Klasen), Nakai (69. Hawel), Gentner (46. Arslan), Stahl (69. Kasama).
Quelle Rhein-Zeitung 06.02.2012 http://rhein-zeitung.de

10.02.2012 Das Koblenzer Spiel in Essen fällt aus
TuS-Heimpartie gegen Mönchengladbach II wird voraussichtlich am 28. Februar nachgeholt
Koblenz. Kurz nach 14.30 Uhr verbreitete Julian Turek, Pressesprecher des Fußball-Regionalligisten TuS Koblenz, gestern offiziell die Nachricht: „Das geplante Spiel am Sonntag bei Rot-Weiss Essen fällt aus, die Verletzungsgefahr ist aufgrund der widrigen Platzverhältnisse einfach zu groß.“
Schon vor der obligatorischen Pressekonferenz in Koblenz, die rund zwei Stunden zuvor über die Bühne gegangen war, hatte RWE-Teammanager Damian Jamro telefonisch signalisiert: „Das wird wohl nichts. Das letzte Wort hat aber die Platzkommission.“ Und die entschied, dass auf dem gefrorenen Untergrund des Georg-Melches-Stadions an ein reguläres Fußballspiel absolut nicht zu denken sei. Der Platz an der Essener Hafenstraße verfügt übrigens über keine Rasenheizung. „Die Lust auf Fußball steigt“, hatte TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen noch in freudiger Erwartung des nächsten Pflichtspiels formuliert. Nun steht der TuS also eine weitere „englische“ Woche ins Haus. Sollte das folgende Heimspiel gegen den VfL Bochum II (Freitag, 17. Februar, 19 Uhr) ebenfalls ausfallen, wird's terminlich richtig eng, denn ein freies Wochenende bis zum Saisonschluss am 19. Mai ist in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen. Die noch offene Rheinlandpokal-Partie gegen die SG Mülheim-Kärlich soll ja am Aschermittwoch um 19.30 Uhr auf dem Oberwerth über die Bühne gehen. Das vor Wochenfrist ausgefallene Regionalliga-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach II wird in Absprache der beiden beteiligten Vereine wohl am Dienstag, 28. Februar, nachgeholt.
Das Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Lotte wird am Donnerstag, 15. März, ausgetragen, weil die Sporthalle Oberwerth am dann folgenden Wochenende belegt ist und eine Termin-Kollision verhindert werden soll.
Wann das Spiel in Essen ausgetragen wird, ist noch ungewiss. Vielleicht zieht sich das bis in den April hinein. Denn sollte die TuS das Pokalspiel gegen Mülheim unbeschadet überstehen, steht am Mittwoch, 7. März, beim Ortsrivalen FC Metternich schon die nächste Runde auf dem Programm. Das dann folgende Viertelfinale soll laut Jürgen Hörter, zuständiger Sachbearbeiter des Fußballverbands Rheinland, am Mittwoch, 21. März, abgehandelt werden. Es warten also ereignisreiche Wochen auf die Koblenzer Kicker und ihren Anhang.bhm
Kurzfristig ist ein Testspiel angesetzt worden: Heute Abend spielt die TuS auf dem Kunstrasenplatz an der Haselstraße in Ransbach-Baumbach gegen die dortige SG (Anpfiff: 19 Uhr).
Quelle Rhein-Zeitung 10.02.2012 http://rhein-zeitung.de
 13.02.2012 Eine gute Einheit für die TuS
Regionalligist aus Koblenz gewinnt Test 7:0
Ransbach-Baumbach. Es war eine gute Trainingseinheit, die die TuS Koblenz nach der Spielabsage der Regionalligapartie in Essen kurzfristig mit dem A-Ligisten SG Ransbach-Baumbach klargemacht hatte. Denn auf dem modernen Kunstrasenplatz in Ransbach-Baumbach konnte, im Gegensatz zu den meisten Viertliga-Spielstätten, gut Fußball gespielt werden. Natürlich war das Ergebnis eine klare Angelegenheit: Die Koblenzer gewannen mit 7:0 (2:0).
Nach fünf guten Tormöglichkeiten in der ersten Viertelstunde fiel das 1:0 aber erst in der 34. Minute: Nach einer Vorlage durch Thomas Klasen von der rechten Seite traf der Japaner Tokio Nakai per Volleyschuss aus 12 Metern. Kurz vor der Halbzeitpause stand erneut der 28-jährige Klasen im Mittelpunkt: Aus 14 Metern schlenzte er das Leder an die Latte, der aufgerückte Innenverteidiger Stefan Haben stand genau richtig und staubte per Kopf zum 2:0 ab (41.).
Mit einem Doppelpack sorgte schließlich Tobias Bauer (57., 59.) für den 4:0-Zwischenstand. Stürmer Tino Lagator legte per Abstauber zum 5:0 nach (59.). In der 75. Minute scheiterte der Kroate nach einer schönen Einzelaktion nur knapp. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff traf Patrick Nonnenmann per Kopf zum 6:0 (80.). Das schönste Tor des Tages erzielte schließlich Klasen nach einem Solo im Strafraum. Überlegt schloss der Angreifer zum 7:0-Endstand ab (83.).
Koblenz: Birk, L. Klappert, Haben (46. Urwin), Mund (46. Nonnenmann), Arslan (46. Gentner), Lauer, Stahl, Kazama (46. Gros), Kim (46. Bauer), Klasen, Nakai (46. Lagator).
Quelle Rhein-Zeitung 13.02.2012 http://rhein-zeitung.de
 16.02.2012 TuS-Stiftung macht sich für den Nachwuchs stark
Renovierung der Umkleideräume läuft auf Hochtouren
Koblenz. Nicht nur mit seiner Regionalligamannschaft ist der Traditionsverein TuS Koblenz Spitze unter den Klubs der Region. Auch die Jugendteams der TuS spielen fast ausnahmslos in überregionalen Klassen und üben eine magische Anziehungskraft auf Talente aus der Umgebung aus.
Wer allerdings in den vergangenen Jahren nähere Bekanntschaft mit den Umkleideräumen gemacht hat, die den Jugendteams der TuS zugedacht sind, der musste sich schon mächtig wundern. Schimmel an den Wänden, kaltes Wasser in der Dusche, von einer funktionierenden Heizung ganz zu schweigen: „Hier werden Helden geboren“, kommentiert Rolf Berger die Zustände sarkastisch, „wer bei der TuS die Jugend durchläuft, den kann nichts mehr schocken.“
Rolf Berger ist einer der Hauptverantwortlichen, dass sich das nun ändert. Schon von außen wirkt das Umkleidehäuschen auf dem Stadiongelände dank eines frischen Anstrichs wie ausgewechselt, und auch drinnen sieht es sauber und hygienisch aus. Kaum zu glauben. wenn man weiß, wie es vorher war. Berger berichtet: „Wir haben in Ganzkörperanzügen und Atemschutzmasken 40 Kilo Schimmel hier rausgeholt.“
Vor einem Jahr hat Berger, Spitzname Pablo, mit einer Handvoll Mitstreiter die TuS-Koblenz-Stiftung gegründet, die es sich zur Aufgabe macht, die Jugend- und Amateurabteilung des finanziell Not leidenden Vereins zu unterstützen. Die Renovierung des maroden Umkleidehäuschens stand ganz oben auf der Prioritätenliste. „900 Arbeitsstunden haben wir von der Stiftung und die Eltern der Jugendspieler im vergangenen Jahr da reingesteckt“, rechnet Berger stolz vor. „Ich bin ja eigentlich ein Bürohocker mit zwei linken Händen, aber jetzt kann ich Dachdecken, Verputzen, Elektrik verlegen – was Sie wollen.“
Noch liegt viel Arbeit vor den ehrenamtlichen Helfern. Auf Vermittlung von Sport-Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein leisten die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) und die Sanitärfirma Junkers großzügige Hilfe, wenn in den nächsten Wochen eine neue Heizungsanlage installiert und die Duschanlage erneuert wird. „Zurzeit kann nur eine Mannschaft duschen, für die andere reicht das warme Wasser nicht“, erzählt Berger. Bis zum Start der neuen Saison soll alles fertig sein.
Die Initiatoren der TuS-Koblenz-Stiftung bezeichnen sich als treue Anhänger. „Eine Stiftung von Fans gibt es nicht noch einmal. Diese Konstruktion ist in Deutschland, wahrscheinlich sogar in ganz Europa einzigartig“, sagt Stephan Mayer, der die Idee für diese ungewöhnliche Form der Unterstützung hatte. „Eine Stiftung ist nachhaltiger, als wenn wir Spenden gesammelt hätten“, erläutert er.
Neben den Arbeiten an der Jugendumkleide kümmert sich die Stiftung auch um die jungen Kicker selbst, wenn es um Unterkunft, Ausbildung und Ausrüstung geht. Rund 30 000 Euro an Geld-, Sach- und Leistungsspenden haben die rührigen Stifter im ersten Jahr bei den Spielereltern und anderen Förderern eingetrieben; „wir haben noch nie ein Nein gehört“, berichtet Berger von seinen Bittgängen zu lokalen Unternehmen.
Bei aller Liebe zum Verein: Das Verhältnis der Stiftung zum TuS-Präsidium ist derzeit eher unterkühlt. „Schade eigentlich, dass sich nicht mal einer mit einem Kasten Bier oder einem Ring Fleischwurst blicken ließ, als wir hier geschuftet haben“, stellt Norbert Graß fest. Auch in der Chronik zum 100-jährigen Vereinsbestehen der TuS fand die Stiftung keine Erwähnung.
Dabei verstehen sich die Stifter keineswegs als Antipoden zum Gesamtverein, ganz im Gegenteil. Aber: „Der Verein kann sich doch nicht nur über die erste Mannschaft definieren“, sagt Norbert Graß. „Die Jugendmannschaften sind die Zukunft der TuS.“
An Visionen für die Zukunft der TuS-Koblenz-Stiftung fehlt es ihren Protagonisten nicht, von hochkarätig besetzten Jugendturnieren bis zu einer zentralisierten Trainerausbildung, bei der auch umliegende Vereine vom Know-how der TuS profitieren könnten. Doch Rolf Berger verweist auf näherliegende Aufgaben: „Wir brauchen ein ganz neues Lüftungssystem, sonst kommt der Schimmel schnell zurück.“ Rund 10 000 Euro werden dafür benötigt; es darf also wieder gesammelt werden.
Einfallsreichtum und Überredungskunst kennen keine Grenzen, wenn es um die gemeinsame gute Sache geht. So nutzt Berger die Anwesenheit der EVM-Vertreter Frank Clemens und Katharina Gardyan für einen neuerlichen Vorstoß. Bei den Renovierungsarbeiten, so seine Idee, könnten doch die Azubis der EVM mit anpacken: „Da haben die mehr davon, als wenn sie in der dunklen Kammer Trockenprojekte durchführen“, meint der Stiftungs-Vorsitzende. Clemens stutzt nur kurz, dann verspricht er, die TuS-Fans im Betrieb mal anzusprechen. Stefan Kieffer
Quelle Rhein-Zeitung 16.02.2012 http://rhein-zeitung.de

17.02.2012 Auch das Koblenzer Spiel gegen Bochum II fällt aus
TuS muss jetzt dreimal nachholen – Heute geht's in Andernach gegen die Spfr Eisbachtal
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Über mangelnde Beschäftigung müssen sich die Kicker der TuS Koblenz in den kommenden 13 Wochen bis zum Saisonende nun wahrlich nicht beklagen: Nachdem auch die für heute Abend geplante Heimpartie der Regionalliga West gegen den VfL Bochum II wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden musste, warten weiterhin 17 noch auszutragende Punktspiele auf die Elf von Trainer Michael Dämgen. Wenn Koblenz nebenher auch das Rheinlandpokal-Finale erreichen will, stehen bis dahin vier weitere Spiele auf dem Programm.
Beginnend mit dem Derby gegen die SG Mülheim-Kärlich, das am kommenden Aschermittwoch um 19.30 Uhr als letztes Spiel der vierten Runde im Stadion Oberwerth über die Bühne gehen soll. Eine Bühne, die bei der gestrigen Platzbesichtigung um 9.30 Uhr keinen allzu guten Eindruck hinterließ. „Fällt aus“, meinte Jürgen Hörter, Mitglied der Platzkommission, kurz und knapp nach der Begehung. „Wenn wir jetzt darauf spielen, dann würden wir den Platz auf Monate beschädigen“, ergänzte TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen. Die niedrigen Plusgrade der vergangenen Tage haben (noch) nicht ausgereicht, um den Frost komplett aus dem an der Oberfläche allerdings sehr weichen Boden zu entfernen.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Sportgelände in fünf Tagen in einem besseren Zustand befindet, um wenigstens das Pokalspiel gegen Mülheim abzuwickeln. Denn laut Plan soll schon am Mittwoch, 7. März, das Achtelfinale beim Bezirksligisten FC Metternich ausgetragen werden. „Der Rasenplatz in der Kaul hat aber kein Flutlicht“, sagt Theisen und fügt an: „Wir haben vorsorglich mit den Metternicher Verantwortlichen gesprochen. Wir werden uns für den Fall, dass wir gegen Mülheim gewinnen, wohl auf einen Wochenendtermin verständigen.“ Das wäre zum Beispiel am 17./18. März möglich, weil die TuS schon donnerstags ihr Heimspiel gegen Lotte austrägt. Die Germania müsste dafür aber ihr Ligaspiel in Mendig verlegen.
Bis dahin muss Dämgen versuchen, seine kickwilligen Schützlinge bei Laune zu halten: „Klar, jeder giert danach, endlich wieder zu spielen.“ Kapitän Angelo Barletta wurde zuletzt beim 7:0-Testspielsieg in Ransbach-Baumbach verletzungsbedingt geschont, soll aber bald wieder an Bord sein. Mineiro plagen leichte Rückenprobleme, auch Johannes Göderz war zuletzt nicht 100-prozentig fit. Patrick Nonnenmann ist aufgrund seiner Roten Karte aus dem 2:2-Spiel gegen den 1. FC Köln II in der Liga noch gesperrt, kann aber im Pokal gegen Mülheim mitwirken.
Eine Ersatzbeschäftigung für das ausgefallene Spiel gegen Bochum II war schnell gefunden: Auf dem Kunstrasenplatz im Andernacher Stadion trifft die TuS heute um 19.30 Uhr auf den Rheinlandligisten Spfr Eisbachtal. Gerne hätten die Koblenzer gegen eine Andernacher Mannschaft gespielt, doch weder die SG 99 noch der FC waren aus personellen Gründen und in der Kürze der Zeit in der Lage, eine schlagkräftige Einheit zu bilden. Für den Koblenzer Verteidiger Eike Mund wird die Begegnung übrigens ein echtes Heimspiel, denn er wohnt nur wenige Straßen vom Stadion entfernt.
TuS II wird im Abstiegskampf verstärkt
Koblenzer Regionalligareserve empfängt Linz – Primus Rot-Weiß spielt in Schweich – Beide Partien auf Kunstrasen
Von unserem Mitarbeiter Wilfried Zils
Koblenz. Mit einem Mini-Programm startet die Fußball-Rheinlandliga in die Zeit nach der Winterpause. Mit dabei am ersten Spieltag im Jahr 2012 sind die beiden Koblenzer Mannschaften: die TuS II und die TuS Rot-Weiß. Die Regionalligareserve spielt zu Hause, die Rot-Weißen in Schweich; da beide Spiele auf Kunstrasen ausgetragen werden, sind die Partien nicht gefährdet.
TuS Mosella Schweich - TuS Rot-Weiß Koblenz (Sa., 15 Uhr) „Es wäre wichtig, mit einem Sieg zu starten“, lässt Michael Maur, der Trainer des bis dato ungeschlagenen Tabellenführers aus Koblenz, keinen Zweifel am Vorhaben der Vorstädter aufkommen. Maur fordert von seinen Spielern vor allem die richtige Einstellung, denn: „Wenn wir nicht ganz konzentriert und mit dem entsprechenden Willen antreten, kann es eine böse Überraschung geben.“ Vor allem im Angriff sind die Moselaner zu beachten. „Während die Defensive sich nicht immer als sattelfest erweist. Hinzu kommt noch, dass bei Schweich zwei Abwehrspieler gesperrt sind“, erläutert Maur.
Das Hauptaugenmerk richtet der Übungsleiter jedoch auf seine eigene Mannschaft. Die habe sich in der Hinrunde kontinuierlich gesteigert. Deshalb weiß Maur: „Wir fahren mit breiter Brust nach Schweich. Zwar stehen wir vor einer schwierigen Aufgabe, aber wir sind recht zuversichtlich.“
TuS Koblenz II - VfB Linz (So., 14.30 Uhr) „Von jetzt an gibt es nur noch Endspiele“, macht der Koblenzer Trainer Markus Breitbach seinen Spielern klar: In den kommenden Wochen wird es einen harten Kampf um den Klassenverbleib geben. Und das erste Spiel des Jahres ist gleich enorm wichtig, schließlich ist Gegner Linz mit fünf Punkten Vorsprung noch in einem greifbaren Bereich. Das Hinspiel gewann der VfB mit 1:0.
Deshalb kommt für die TuS Koblenz II jede Hilfe recht. Da das Spiel der Regionalligamannschaft, das heute Abend gegen Bochum II hätte stattfinden sollen und abgesagt wurde, ist mit Verstärkung aus der Mannschaft von Michael Dämgen zu rechnen. „Wer das sein wird, ist aber noch offen“, verrät Breitbach keine Einzelheiten. Auf jeden Fall im Kader steht aber Jan Hawel, der aus beruflichen Gründen kürzer tritt und vorerst nicht in der ersten Mannschaft spielt, und Neuzugang Tino Lagator, der die Reserve verstärkt bis die Spielgenehmigung für die Regionalliga vorliegt.
Ein Fragezeichen steht noch hinter den angeschlagenen Tobias Dahm und Pascal Thillmanns. Nicht mit von der Partie ist der verletzte Jose Matuwila. „Aber der Kader sollte stark genug sein, um gleich mit einem Erfolgserlebnis zu starten“, sagt Breitbach.
Quelle Rhein-Zeitung 17.02.2012 http://rhein-zeitung.de
 20.02.2012 Lagator schießt TuS II zum 1:0
Koblenzer Reserve gewinnt Abstiegsduell gegen den VfB Linz
Von unserem Mitarbeiter Ludwig Velten
Koblenz. Das war purer Abstiegskampf am Karnevalssonntag auf dem Kunstrasen Koblenz-Oberwerth. Die Fußball-Rheinlandligisten TuS Koblenz II und der VfB Linz lieferten sich eine leidenschaftliche Partie über 90 Minuten hinweg. Schiedsrichter Bernd Augustin aus Mainz zeigte viel Fingerspitzengefühl und bot eine starke Leistung. Einziger Wermutstropfen für ihn: Gleich zwei Fehlentscheidungen in Folge gingen in der 53. Minute dem Tor des Tages durch Tino Lagator voran. So besiegte Koblenz II den VfB glücklich mit 1:0 (0:0).
Die Gastgeber erwischten in den ersten 15 Minuten den besseren Start und hatten Pech bei einem Freistoß von Kohki Kazama (3.), der nur um Millimeter das Linzer Tor verfehlte. „Dann haben wir ohne ersichtlichen Grund etwas unsere spielerische Linie verloren“, sah auch TuS-Trainer Markus Breitbach eine immer stärker werdende Linzer Elf mit einigen hundertprozentigen Chancen. So rettete TuS-Torwart Kevin Birk mit einer Glanzparade gegen Dzenis Ramovic (21.), ehe sein Mitspieler Kazama mit einer Rettungstat nach einem Kopfball von VfB-Akteur Sascha Freymann (23.) kurz vor dem Überschreiten der Torlinie das 1:0 für Linz verhindern konnte. Noch mehr Pech hatten die Gäste nach einem Freistoß von ihrem Spielertrainer Michael Theuer (31.). Sein Schuss prallte von der Unterkante der Latte auf die Torlinie und ins Feld zurück. „Da fehlte uns eindeutig das Quäntchen Glück. Sonst führen wir zur Halbzeit mit ein, zwei Toren Vorsprung“, sagte Theuer.
Nach Wiederbeginn fand Koblenz besser in die Partie zurück. Doch sie taten sich sehr schwer gegen die Linzer Viererkette um die überragenden Freymann und Theuer. Ausgerechnet der ansonsten fehlerfrei pfeifende Bernd Augustin sorgte in der 53. Minute für die Entscheidung in diesem Abstiegsduell. Zuerst übersah Augustin ein klares Handspiel von Jan Hawel bei der Ballannahme, und auch bei dessen Pass auf den klar im Abseits stehenden Tino Lagator blieb der Pfiff des Unparteiischen aus. So konnte Lagator völlig alleine auf das Linzer Tor zulaufen und verwandelte sicher zum 1:0. „Ob Lagator beim Abspiel im Abseits stand, konnte ich nicht sehen. Doch zuvor war es ein eindeutiges Handspiel. Da hätten wir uns nicht beschweren können, wenn der Schiri pfeift“, analysierte auch Breitbach die Schlüsselszene äußerst fair, fügte aber hinzu: „Wir hatten in der Hinrunde viele zweifelhafte Entscheidungen gegen uns. Nun waren wir mal im Glück.“
Linz versuchte bis zum Schlusspfiff noch einmal alles, doch mit den vielen hohen Bällen auf ihren Stürmer Ramovic stellten sie die TuS-Abwehr nicht mehr vor all zu große Probleme. „Wir sind am Boden zerstört. Dieses Spiel hatte keinen Verlierer verdient. Nun stehen wir trotz gutem Spiel ohne Punkt da“, sagte ein enttäuschter Theuer. Trost für ihn gab es auch vom Kollegen Breitbach: „Wir hätten eigentlich mit einem Punkt zufrieden sein müssen. Dass es nun drei sind, war sicherlich glücklich.“
Quelle Rhein-Zeitung 20.02.2012 http://rhein-zeitung.de
 21.02.2012 Mülheim-Kärlich fordert TuS heraus
Koblenz ist klar favorisiert
Von unserem Mitarbeiter David Geisbüsch
Koblenz. Der Fußball-Rheinlandligist SG Mülheim-Kärlich muss rechtzeitig aus dem Winterschlag erwachen, denn am Mittwoch um 19.30 Uhr steht für die SG 2000 die Viertrunden-Begegnung im Rheinlandpokal gegen den Regionalligisten TuS Koblenz an. Obwohl der klassentiefere Verein im Rheinlandpokal bis zum Endspiel immer das Heimrecht zugesprochen bekommt, steigt die Partie im Stadion Oberwerth. Die Schängel hatten sich mit den Verantwortlichen der SG 2000 aus Sicherheitsgründen darauf verständigt.
Im November stieg in Mülheim der erste Versuch. Beim Stand von 1:0 für die TuS wurde die Begegnung seinerzeit wegen dichten Nebels zur Pause abgebrochen – sehr zum Ärger der TuS-Verantwortlichen. Ein zweiter Termin auf dem Kunstrasenplatz des Rheinlandligisten wurde wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Nun folgt also der dritte und wohl letzte Akt. Denn: „Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn nicht gespielt werden könnte“, sagt Thomas Theisen, der Geschäftsführer der TuS und frühere Trainer der SG 2000. Am heutigen Dienstag um 12 Uhr findet eine abschließende Platzbegehung statt.
Somit ist angerichtet für das Derby. Mit 2000 Zuschauern rechnet die TuS auf dem Oberwerth. „Die Menschen brennen nach der Winterpause wieder auf Fußball“, frohlockt Theisen. Konnte die SG 2000 beim Nebel-Duell noch mithalten, scheinen die Vorzeichen nun andere zu sein. „Wir treffen auf eine andere TuS als im November“, sagt Mülheims Trainer Marco Wagner, der am Sonntag seinen 40. Geburtstag feierte und auf ein verspätetes Geschenk seiner Kicker hofft. „Der Gegner ist gefestigt, präsentiert sich ganz anders. Wir müssen hoffen, dass Koblenz einen gebrauchten Tag erwischt.“ Und wie sieht er die Chancen seines Teams? „Von zehn Spielen gewinnen wir eines – oder auch vielleicht zwei. Beim Cage Soccer hätten wir mehr Chancen“, sagt Wagner.
Und die TuS? Der Favorit will nicht ein zweites Mal zittern müssen und im eigenen Wohnzimmer Oberwerth schnell für klare Verhältnisse sorgen. „Wir sind gut drauf“, versichert Theisen. „Es steckt ein Geist in der Mannschaft, der Neustart ist vollzogen. Die Mentalität stimmt.“ Und auch die Verfassung: Denn am Freitagabend besiegte die TuS im abschließenden Test den Rheinlandligisten Sportfreunde Eisbachtal mit 4:0. Doppelter Torschütze dabei: Jung-Hun Kim. Der zog sich im Anschluss eine Bänderverletzung zu. Für ihn könnte Thomas Klasen in die erste Elf rücken.
Winterschnäppchen Tino Lagator, am Wochenende Schütze des 1:0-Siegtreffers der Reserve gegen den VfB Linz, muss sich hingegen weiter gedulden. Vorn werden wohl Tokio Nakai und dahinter Tobias Bauer wirbeln. „Wir sind eingespielt, es wird keine großen Überraschungen geben“, sagt Theisen. Auch Mineiro und Angelo Barletta sollten im Gegensatz zum Freitag mitwirken können. Der Sieger tritt im Achtelfinale des Rheinlandpokal-Wettbewerbs beim Bezirksligisten FC Metternich an.
TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen hofft auf den einen oder anderen begabten, aber momentan arbeitslosen Kicker.
Quelle Rhein-Zeitung 21.02.2012 http://rhein-zeitung.de
 23.02.2012 TuS Koblenz zieht ins Achtelfinale ein
Regionalligist lässt gegen Rheinlandligist SG Mülheim-Kärlich nichts anbrennen und setzt sich mit 4:0 durch
Von Philip Meyer-Ditandy und Stefan Lebert
Koblenz. Die TuS Koblenz hat nichts anbrennen lassen und die Partie der vierten Pokalrunde im Fußballverband Rheinland gegen die zwei Klassen tiefer spielende SG Mülheim-Kärlich mit 4:0 (3:0) für sich entschieden. Der Regionalligist spielte von Beginn an hoch konzentriert und hoch motiviert – die Mülheimer waren chancenlos.
Auf allen Positionen einen Schritt schneller – so präsentierte sich die TuS von Anfang an. Vor allem von außen wirbelten die Koblenzer die Mülheimer Defensive gehörig durcheinander. Jung Hun Kim auf der linken Seite und Jura Gros über rechts setzten dabei die Akzente. Und so fielen auch die ersten beiden Tore, die die Pokalpartie frühzeitig entschieden. In der 21. Minute kam die Flanke von links: Abnehmer in der Mitte war Tokio Nakai, der mit links eiskalt zum 1:0 abschloss.
Auch beim zweiten Tor der TuS waren die SG-Spieler zum Zuschauen verurteilt – und zum Staunen: Tobias Bauer spielte schön auf Jura Gros, der von rechts flach nach innen passte auf Michael Stahl, der nur noch seinen Fuß hinhalten musste und zum 2:0 (24.) einschoss. Jetzt sah es bitter aus für die Mülheimer, die auf ihr Heimrecht verzichtet hatten und nun ziemlich den Kopf hängen ließen. Und kurz spielte die TuS wie im Rausch und kam direkt nach dem 2:0 durch Tobias Bauer, dessen Schuss Mülheims Torhüter Michael Wall gerade noch so über die Latte lenkte, und Thomas Gentner, der nur wenige Zentimeter übers Tor köpfte, zu weiteren Großchancen. Auf der anderen Seite musste Torhüter Kadir Yalcin zum ersten Mal nach einer halben Stunde eingreifen: ein harmloser Distanzschuss des Mülheimers Marko Sasic. Nun ließ es auch die TuS etwas langsamer angehen, und die SG schien wenigstens das 0:2 in die Pause zu retten. Dann legten die Koblenzer aber doch noch einmal los, blitzschnell ging es: Johannes Göderz legte von rechts vor und erneut war Nakai zur Stelle und markierte das 3:0 (45.).
„Ich bin hochzufrieden“, sagte der Koblenzer Trainer Michael Dämgen, „wir haben unsere Pflichtaufgabe gut erfüllt und souverän gewonnen. Der Sieg ist für uns auch Motivation für die Meisterschaft.“ Allerdings war es mit der zweiten Halbzeit so eine Sache mit der Motivation, die nun, und das war verständlich, nicht mehr so groß war. Schließlich war der Sieg für die TuS schon lange in der Tasche, zumal Gentner kurz nach Wiederanpfiff das 4:0 (49.) besorgt hatte. „Beim Stand von 4:0 haben wir natürlich nicht mehr so viel gemacht“, sagte Dämgen. Die Mülheimer waren derweil froh, als die Partie zu Ende war. Das Pokalspiel kam für die SG, die in der Rheinlandliga erst am kommenden Sonntag mit einem Heimspiel gegen die SG Stadtkyll ins Geschehen eingreift, eindeutig zu früh. Der Mannschaft fehlte der nötige Pep, die TuS war einfach immer einen Schritt schneller.
Quelle Rhein-Zeitung 24.02.2012 http://rhein-zeitung.de
 24.02.2012 TuS spielt zu 98 Prozent im Stadion am Zoo
Nach langer Zwangspause steht der Koblenzer Partie am Samstag in Wuppertal fast nichts im Weg
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Es hat fast den Anschein, als sollte die TuS Koblenz nach vierwöchiger Zwangspause nun in der Fußball-Regionalliga West wieder um Punkte spielen. Am Samstag um 14 Uhr steht die Begegnung beim Wuppertaler SV auf dem regulären Programm.
Auf „98 Prozent“ beziffert Dirk Zilles, Leiter der Wuppertaler PR-Abteilung, die Wahrscheinlichkeit, dass die Partie im Stadion am Zoo ausgetragen werden kann. Wem der Name des WSV-Verantwortlichen übrigens bekannt vorkommt: Zilles arbeitete zu Koblenzer Zweitliga-Zeiten als Pressesprecher bis Mai 2009 bei der TuS und ist nun seit September des vergangenen Jahres bei der Regionalliga-Konkurrenz in Lohn und Brot. Auch der aktuelle TuS-Trainer Michael Dämgen stand in der Vorsaison noch auf der Gehaltsliste der Wuppertaler, sieht dem nun anstehenden Spiel beim alten Klub aber gelassen entgegen.
Mit Blick auf die eigene Mannschaft und dem 4:0-Pokalerfolg am Mittwoch gegen die zwei Klassen tiefer angesiedelte SG Mülheim-Kärlich sagt der Koblenzer Coach: „Es war eine Pflichtaufgabe, das hat jeder so gesehen. Ich habe keinen Spaziergang erwartet, aber nach 20 Minuten war schon zu sehen, wie sich das Ganze wohl entwickeln wird.“ Kapitän Angelo Barletta durfte nur zehn Minuten mitwirken. Mineiro stand auch als Ersatzmann auf dem Spielberichtsbogen, wurde aber komplett geschont. Gut möglich oder sehr wahrscheinlich, dass er in Wuppertal wieder von Beginn an dabei ist und Paul Lauer, der gegen Mülheim komplett durchspielte, ersetzen wird. Sollte auch Barletta erste Wahl sein, könnte es für Eike Mund in der Innenverteidigung eng werden, da Neuzugang Stefan Haben in diesem Mannschaftsteil kaum wegzudenken ist.
Ob es für Thomas Klasen zu einem Einsatz von Beginn an reicht, ließ Dämgen offen: „Er hat noch Nachholbedarf.“ Nach dem Weggang von David Sasse und dem beruflich bedingten Rückzug von Jan Hawel präsentierten sich zuletzt oft Tokio Nakai und Tobias Bauer als offensives Pärchen. Eine Konstellation, die Dämgen zu gefallen scheint: „Sie harmonieren recht gut miteinander.“ Tino Lagator, der unlängst in der zweiten Mannschaft eine gute Figur abgab und sich auch gegen Mülheim 20 Minuten lang zeigen konnte, ist vorerst kein Thema. „Er hat noch keine Arbeitsgenehmigung, die braucht er für die Regionalliga. Das geht leider nicht von heute auf morgen, aber wir arbeiten daran“, schildert TuS-Geschäftsführer Tom Theisen die missliche Lage um den kroatischen Angreifer. Drei Testspielsiege und ein Pokalerfolg bei 18:2 Toren gegen größtenteils unterklassige Konkurrenz haben zuletzt aber gezeigt, dass die übrigen Offensivkräfte durchaus wissen, wo das gegnerische Tor steht.
Der Gegner unter der Lupe: Wuppertaler SV
Wuppertal. Seit dem 1:1 im Hinspiel bei der TuS Koblenz am 3. September hat sich beim Wuppertaler SV so einiges geändert. Vor allem erwähnenswert ist da die Neubesetzung des Trainerpostens: Karsten Hutwelker musste sein Amt schon früh in der Saison zur Verfügung stellen, weil er den gehobenen Ansprüchen beim einstmaligen Bundesligisten nicht gerecht werden konnte. Nach nur einem Sieg aus acht Regionalliga-Spielen war für ihn schon Schluss. Am 22. September beerbte in Hans-Günter Bruns (bis Februar 2011 bei Rot-Weiß Oberhausen) als sportlich Verantwortlicher. „Ich bin nicht Copperfield“, hatte der noch nach seinem 1:4-Auftakt in Bochum gesagt, doch dann folgte allmählich der erhoffte Umschwung.
Mittlerweile ist der neue Coach mit einem gesunden Optimismus gesegnet: „Platz drei bis fünf“ hatte der 57-Jährige zu Beginn des Jahres vor dem Start in die Rückrunde als Ziel ausgegeben – und sieht sich nun im Prinzip bestätigt. Aus den vergangenen sechs Spielen holte der WSV unter Bruns mit 12:2 Toren stolze 16 Punkte und steht als Tabellensechster schon dicht davor, dass gesteckte Vorhaben in die Tat umzusetzen. „Wir sind nur Außenseiter“, macht der Koblenzer Trainerkollege Michael Dämgen auch keinen Hehl aus der klaren Rollenverteilung. bhm
Quelle Rhein-Zeitung 24.02.2012 http://rhein-zeitung.de
 25.02.2012 Auswärtssieg – TuS Koblenz gewinnt in Unterzahl mit 1:0 gegen Wuppertal Kopfballtor von Michael Stahl beschert den Koblenzern den zweiten Saisonsieg 1.483 Zuschauer sahen die Partie der TuS Koblenz beim Wuppertaler SV. Neben dem Rückkehrer Stefan Haben standen auch Eike Mund und Tobias Bauer in der Startformation. Michael Stahl übernahm von dem noch nicht zu hundert Prozent fitten Angelo Barletta die Kapitänsbinde. Wuppertal versuchte zu Beginn der Partie das Spiel zu verwalten. Die Mannschaft von Trainer Michael Dämgen hielt aber dagegen und so neutralisierten sich beide Mannschaften in den ersten Minuten der Partie. Bezeichnend daher auch, dass die erste Chance für die Hausherren in der 14. Spielminute durch einen Fehler in der Koblenzer Defensive entstand. Michael Stahl hatte in der Vorwärtsbewegung den Ball am eigenen Strafraum verloren und der Ex-Koblenzer Christian Knappmann verfehlte das Tor von Kadir Yalcin daraufhin nur knapp. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kamen die Koblenzer immer besser ins Spiel und erarbeiteten sich bis zum Pausenpfiff sogar ein Chancenübergewicht. Die erste gute Chance hatten die Schängel aus einem Freistoß in der 33 Minute. Michael Stahl brachte den Freistoß auf das Wuppertaler Tor. Christoph Semmler konnte den Ball gerade noch zur Ecke klären. Den folgenden Eckstoß verpasste der mit aufgerückte Stefan Haben nur um Zentimeter. Nur zwei Minuten später waren es wieder die Schängel die eine Chance für sich verbuchen konnte. Thomas Gentner brachte eine Flanke von der linken Seite in den Strafraum. Tobias Bauer verpasste das Tor mit seinem direkten Schuss nur knapp. Nach einem Freistoß für die TuS, war es wieder Tobias Bauer, der mit einem Kopfball auf den Torwart dessen Reaktion prüfte. Ein Freistoß aus 35 Metern versuchte Michael Stahl in der 40 Minute direkt zu verwandeln, verfehlte das Tor aber gut einen Meter. Nach diesen zahlreichen Chancen ging es mit 0:0 in die Kabine. Der Wuppertaler Trainer ließ sich gleich zwei Akteure warm laufen, die in der Pause eingewechselt wurden.
Nach dem Seitenwechsel ein spielerisch kaum verändertes Bild trotz des Doppelwechsels bei den Hausherren spielte Koblenz weiter offensiv nach vorne. In der 49. Spielminute war es dann soweit. Nach einem öffnenden Pass von Tobias Bauer auf die linke Seite zu Thomas Gentner konnte dieser den Ball aus vollem Lauf in den Strafraum flanken. Dort verlängerte Tokio Nakai in die Mitte, wo Michael Stahl heran rauschte und mit einem wuchtigen Flugkopfball das 1:0 für die Gäste aus der Rhein-Mosel-Stadt erzielte. Nach ihrem Führungstreffer hatten die Schängel die Partie im Griff und konnten weitere offensive Akzente in Richtung des Wuppertaler Strafraumes setzten. Erst ein Foul von Johannes Göderz in der 64. Minute, für das er die Rote Karte sah, gab der Partie noch einmal eine völlige Wendung. Auf Höhe der Mittellinie hatte der Koblenzer Rechtsverteidiger versucht einen Wuppertaler Angriff zu unterbinden und trat dabei den Gegenspieler von hinten in die Beine. Die TuS somit für die letzten rund 30 Minuten des Spieles nur noch zu zehnt. Kerim Arslan kam für den offensiven Tokio Nakai und übernahm die defensive Position hinten rechts.
Wuppertal versuchte nach der Roten Karte noch einmal deutlich mehr in Richtung des Koblenzer Tores und setzte die TuS dabei unter Dauerdruck. Immer wieder mussten die Koblenzer Flanken in den eigenen Strafraum klären. In der 74. Minute wäre es fast soweit gewesen. Maciej Zieba spielte den Pass auf Jerome Assauer, der rund 8 Meter vor dem Koblenzer Tor plötzlich frei stand. Sein Schuss ging aber über den Kasten von Kadir Yalcin. Im Gegenzug hatte die TuS die Chance das Spiel in der 86. Spielminute zu entscheiden. Einen Konter spielte Thomas Klasen nicht konsequent genug aus und versäumte es den Ball auf den frei stehenden Jura Gros quer zu legen. Nur zwei Minuten später war es Thomas Gentner der an zwei Mann vorbei in den Strafraum der Hausherren zog und den Ball auf den kurzen Pfosten schoss. Der Torwart musste sich lang machen und konnte das 2:0 gerade noch verhindern, was die letzte Chance der regulären Spielzeit darstellte. Der Schiedsrichter entschied rund 3 Minuten nachspielen zu lassen, in denen aber die Schängel, dank einer konsequenten Defensive und mannschaftlicher Geschlossenheit, keine richtige Chance mehr zuließen.
Die TuS gewinnt daher verdient mit 1:0 beim Wuppertaler SV und fährt dank des achten Saisontores von Michael Stahl den zweiten Saisonsieg ein. Für die TuS steht bereits am kommenden Dienstag das nächste Pflichtspiel zuhause gegen Borussia Mönchengladbach II an, bevor am kommenden Samstag die Zweitvertretung des 1. FC Kaiserslautern im Stadion Oberwerth zu Gast sein wird.
Quelle TuS Koblenz
 26.02.2012 TuS gelingt in Wuppertal mit 1:0 der erste Auswärtssieg
Wuppertal - Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison bestätigte die TuS Koblenz in der Regionalliga West ihren zuletzt angedeuteten Aufwärtstrend: Beim zuvor sechsmal in Folge unbesiegten Wuppertaler SV gewannen die Schängel dank des siebten Tores von Michael Stahl mit 1:0 (0:0) und mussten dabei die letzten 27 Minuten nach der Roten Karte gegen Rechtsverteidiger Johannes Göderz in Unterzahl bestreiten.
Dabei hätte Stahl, Ersatz-Kapitän für den nicht eingesetzten Angelo Barletta, im mit 1483 Zuschauern nur mäßig besetzten Stadion am Zoo um Haaresbreite den Rückstand seiner Farben verschuldet. Nachdem er den Ball fahrlässig am eigenen Strafraum vertändelt hatte, setzte WSV-Sturmspitze Christoph Knappmann das Spielgerät nur knapp am vom Kadir Yalcin wieder einmal gut gehüteten Koblenzer Kasten vorbei (12.). Alles in allem verlief der erste Spielabschnitt recht arm an Chancen, das sollte sich nach Wiederanpfiff grundlegend ändern. Wirklich sehenswert war das Tor des Nachmittags: Nach einer langen Flanke von links beförderte Tokio Nakai per Direktabnahme den Ball an den Wuppertaler Fünf-Meter-Raum, wo der Koblenzer Mann mit der Nummer 28 per Flugkopfball vollendete (49.). In Gefahr geriet der zweite Saisonsieg der Schängel nach der Roten Karte gegen Göderz, der den enteilenden WSV-Spielführer Tom Moosmayer mit einem eher ungewollten Tritt in die Hacke von den Beinen holte (63.).
TuS-Trainer Michael Dämgen stellte nur wenig später um, der eingewechselte Kerim Arslan beackerte fortan die rechte Abwehrseite, dafür wurde Sturmspitze Nakai aus dem Spiel genommen. Die Platzherren versuchten zwar stürmisch, die zahlenmäßige Überlegenheit in etwas Zählbares umzumünzen, verzettelten sich aber immer wieder in der vielbeinigen und gut gestaffelten Hintermannschaft der Koblenzer. In den Schlussminuten wäre den Gästen fast sogar noch das 2:0 geglückt, doch zunächst verstolperte Thomas Klasen in aussichtsreicher Position (86.), dann scheiterte der aufgerückte Thomas Gentner aus spitzem Winkel an WSV-Schlussmann Christoph Semmler (87.).
Fazit: Mit dem umjubelten Drei-Punkte-Pack rückten die in diesem Jahr in der Liga noch gegentorlosen Koblenzer wieder näher an den Rest des Feldes heran. Selbst der unterlegene Wuppertaler Trainer Hans-Günter Bruns musste neidlos anerkennen, dass der Sieg des Gegners nicht einmal unverdient war: „Koblenz war einfach leistungsbereiter und hat sich am Ende in jeden Ball geworfen. So etwas muss auch einmal belohnt werden.“ An seiner eigenen Elf ließ er kein gutes Haar: „Wir haben einen leblosen Eindruck hinterlassen und sind nur ein super-geringes Tempo gegangen. Ich bin wirklich tief enttäuscht, dass unsere Serie nun gerissen ist.“
Sein Koblenzer Kollege Dämgen entgegnete: „Ich bin voller Glück. Wir hatten heute viel Ordnung und Disziplin im Spiel. Unser Tor entsprang einem sehr schönen Angriff. Wir haben danach sehr gut verteidigt und uns auch von der Roten Karte nicht aus dem Konzept bringen lassen.“ Das sah auch Sven Demandt so, Coach von Borussia Mönchengladbach II und am Dienstag zu Gast beim Nachholspiel in Koblenz: „Ich habe die TuS schon ein paarmal beobachtet, sie stehen defensiv sehr gut. Koblenz wird immer besser und in der Rückrunde eine gute Rolle spielen.“
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Wuppertal: Semmler – El Hammouchi, Schlieter, Flottmann, Herzenbruch (82. Zimmermann) – Landers, Meier, Fleßers (46. Baltes), Moosmayer – Knappmann, Zieba.
Koblenz: Yalcin – Göderz, Mund, Haben, Gentner – Stahl, Mineiro – Gros, Bauer (89. Urwin), Kim (76. Klasen) – Nakai (67. Arslan).
Schiedsrichter: Christof Günsch (Battenberg).
Zuschauer: 1483.
Tor: 0:1 Stahl (49.).
Rote Karte: Göderz (63., Koblenz) wegen groben Foulspiels.
Gelbe Karten: Schlieter, Fleßers– Mund, Yalcin, Stahl.
Quelle Rhein-Zeitung 26.02.2012 http://rhein-zeitung.de
Rheinlandliga: TuS II zeigt die beste Leistung der Saison
Fußball-Rheinlandliga - Die Regionalligareserve der TuS Koblenz schießt sich aus dem Tabellenkeller der Fußball-Rheinlandliga: Das 3:1 (1:0) beim SV Morbach war die bislang beste Saisonleistung der zweiten TuS-Mannschaft.
Schon nach 19 Minuten schlug es bei den gastgebenden Morbachern ein: Kohki Kazama traf zur frühen Koblenzer Führung. Das 1:0 gab dem Team von Trainer Markus Breitbach mächtig Antrieb, und die (noch) abstiegsgefährdete TuS II dominierte auch den Rest der ersten Hälfte. Trotz einiger guter Szenen im Morbacher Strafraum blieb es jedoch vorerst beim knappen 1:0.
Von der fehlenden Torausbeute ließen sich die Koblenzer auch im zweiten Durchgang nicht beirren und spielten munter nach vorn. Ein Freistoß aus guter Position brachte dann nach 84 Minuten das wichtige 2:0 für die Gäste. Beteiligt erneut Kazama. Der Japaner führte den Freistoß aus, der Morbacher Timo Rosner wollte klären, bekam den Ball aber so unglücklich gegen das Bein, dass der Ball zum 2:0 für die TuS im Morbacher Kasten einschlug. Auch in der Folge hatte die TuS die Partie gut im Griff. Von einem Morbacher Aufbäumen war - vor allem wegen der starken und aggressiven TuS, die weiter Druck nach vorn machte - nichts zu sehen. Erst in der 90. Minute kam Morbach zu einem Treffer, als Eloy Campos zum 1:2 traf. Jetzt wurde es etwas hektisch, doch die Koblenzer konterten, und der kurz zuvor eingewechselte Edis Ramovic markierte noch den 3:1-Endstand in der zweiten Minute der Nachspielzeit.
"Der Sieg der Koblenzer war hochverdient, mit dem 1:3 waren wir sogar noch gut verdient", lobte Jörg Wahlen, Mannschaftsverantwortlicher beim SV Morbach, "wie aggressiv und schnell die gespielt haben, das war richtig gut, überragend." sle
Koblenz: Birk, Naric, Nonnenmann, Tan, Dahm, Akwapay (90. Kebapcioglu), Wagner (75. Buhler), Lagator (88. Ramovic), Hadzic, Hawel, Kazama.
 28.02.2012 Trainer Dämgen baut auf die eigenen Stärken
TuS Koblenz trifft heute auf Mönchengladbach II
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Es läuft gut bei der TuS Koblenz im Jahr 2012. Zwei Spiele in der Fußball-Regionalliga West, vier Punkte, kein Gegentor. Dass diese Mini-Erfolgsserie nicht mühelos verlängert werden kann, lässt allein schon der kommende Gegner erahnen. Denn kein Geringerer als Borussia Mönchengladbach II gibt heute Abend als Tabellenzweiter um 19 Uhr im Stadion Oberwerth seine Visitenkarte ab. Es ist das erste von drei Nachholspielen, das die Koblenzer bis April mitten in der Woche absolvieren müssen.
„Ich fürchte, hier gibt es heute nichts zu holen“, hatte sich TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen vor dem Spiel in Wuppertal (1:0) skeptisch geäußert. Denkbar, dass er das so oder so ähnlich heute Abend wieder formuliert. Und zwar in der Hoffnung, dass er erneut gründlich daneben liegt. Aber die zweite Garnitur aus Gladbach ist halt noch eine Nummer größer als der zuletzt zwar hoch gehandelte, aber doch sehr bieder aufgetretene Wuppertaler SV.
Das interessiert TuS-Trainer Michael Dämgen aber nur am Rand, vielmehr hebt er die eigenen Stärken hervor: „Wir haben als Mannschaft gut funktioniert, das stimmt mich zuversichtlich. Die Zeit ist aber zu knapp, um den Erfolg zu genießen. Unsere volle Konzentration gilt dem nächsten Spiel.“ Nach der Roten Karte gegen Rechtsverteidiger Johannes Göderz muss der Coach seine Anfangsformation umbauen. In die Karten schauen lässt er sich dabei aber nicht einmal annähernd. Dass der in Wuppertal eingewechselte Kerim Arslan auf der rechten Abwehrseite beginnt, will Dämgen nicht bestätigen. Auch nicht, dass Patrick Nonnenmann nach dem Ablauf seiner Rotsperre von Beginn an dabei sein wird. Und ob Kapitän Angelo Barletta, der im Stadion am Zoo aus taktischen Gründen in der Schlussphase nicht mehr ins Spiel kam, auflaufen wird, ist auch nicht gesichert.
Während der hinterste Mannschaftsteil der TuS also genügend Raum für personelle Spekulationen lässt, gibt es im vorderen Bereich eigentlich kaum einen Grund für Änderungen. Doch auch hier relativiert der Trainer: „Aufgrund des kräfteraubenden Programms in den nächsten Wochen ist immer mal mit der einen oder anderen Umstellung zu rechnen.“
Zum Preis von vier Euro ist es ab sofort rund 100 Autofahrern möglich, bei Regionalliga-Heimspielen der TuS Koblenz den Parkplatz am Stadion Oberwerth unter den Südbrücken zu nutzen.
Der Gegner unter der Lupe
Mönchengladbach. Nach zwei Spieltagen stand die Reserve von Borussia Mönchengladbach auf dem letzten Platz der Regionalliga West – und startete dann am 20. August mit dem 2:0 gegen die TuS Koblenz einen Galopp durch die Tabelle, der die „Fohlen“ mit nur einer Niederlage aus 18 Spielen bis auf den zweiten Rang befördern sollte. Neunmal hintereinander ist die Elf von Trainer Sven Demandt nun ungeschlagen und holte dabei 20 Punkte und 16:7 Tore. Schwer wiegt der Verlust des bisherigen Top-Torjägers Elias Kachunga (zwölf Treffer), der sich im Januar dem VfL Osnabrück angeschlossen hat. Für ihn soll Rückkehrer Fabian Bäcker in die Bresche springen, der auf Leihbasis von Alemannia Aachen gekommen ist. Demandt beobachtete die Koblenzer am vergangenen Samstag beim 1:0-Erfolg in Wuppertal – und war durchaus beeindruckt. bhm
TuS verliert Kontakt zur Spitze
A-Junioren aus Koblenz verlieren, Punkt für B-Junioren
Koblenz. Niederlage für die Nachwuchsfußballer der TuS Koblenz in der A-Junioren-Regionalliga, Remis für die Koblenzer in der B-Junioren-Regionalliga – der Start nach der Winterpause hätte für die TuS besser verlaufen können.
FK Pirmasens - TuS Koblenz 2:1 (1:0)
Mit einer unglücklichen Niederlage haben die A-Junioren der TuS zum Start nach der Winterpause die womöglich letzte Chance eines Angriffs auf die Tabellenspitze verpasst. Während Spitzenreiter Kaiserslautern und die bis vor dem Spieltag zweitplatzierten Schifferstädter Punkte liegen ließen, verlor Koblenz erstmals nach vier Siegen in Folge. Zudem verpasste die Mannschaft von Dirk Laux die Revanche für die 3:4-Hinspielniederlage gegen Pirmasens, das nun auf Tabellenplatz zwei steht.
In der ersten halben Stunde taten sich die Gäste aus Koblenz sehr schwer und waren in den Zweikämpfen meist einen Schritt zu spät. Schon in der elften Minute geriet die TuS nach einem Ballverlust in Rückstand. „Ich habe vor dem Spiel extra noch davor gewarnt, dass Pirmasens schnell von Abwehr auf Angriff umschaltet“, sagte Laux. Nach dem Seitenwechsel kamen die Koblenzer viel besser in die Partie. Maximilian Acquah traf nach einem Pass von Dominik Schwörer bereits nach vier Minuten zum Ausgleich. Fünf Minuten später vergab der eingewechselte Ferhan Güngörmüs mit einem Schuss aus sieben Metern die große Möglichkeit zur Führung. Stattdessen gingen die Gastgeber in der 58. Minute in der Folge eine Standardsituation wieder mit 2:1 in Front, nachdem TuS-Keeper Florian Raich bei der Flanke in den Strafraum auf der Linie kleben blieb. In der Schlussphase vergab Acquah noch zweimal die Chance zum Ausgleich. „Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass der Sieger nochmal oben rankommen kann. Leider waren wir das nicht“, sagte Laux. Koblenz: Reich, Wolf (46. Güngörmüs), Masala, Löhr, Feit, Edelmann, Sauerborn (77. Altin), Arbursu, Acquah, Schwörer (65. Rath), Vom Dorf (70. Kohns).
FC Homburg - TuS Koblenz 4:4 (3:3)
In einem verrückten Spiel mit ungeordneten Defensivreihen und vielen Fehlern auf beiden Seiten hat es die TuS verpasst, sich weiter von den Abstiegsrängen abzusetzen. Ausgerechnet ein Eigentor von Jonas Strunk in der vorletzten Minute kostete die Mannschaft von Trainer Vincenzo Di Maio den dritten Sieg in Folge. Immerhin hielten die Koblenzer die Gastgeber, die auf dem ersten Abstiegsplatz stehen, um fünf Punkte hinter sich. „Das Ergebnis ist ärgerlich. Der Dreier hätte uns gut getan“, sagte Di Maio.
Dabei hatte seine Mannschaft einen Traumstart erwischt. Schon nach zwei Minuten traf Julian Moog mit einem Schuss aus 30 Metern ins Homburger Tor. Doch nach 16 Minuten gelang Homburg der Ausgleich, nur fünf Minuten später ging der FC per Strafstoß sogar in Führung. TuS-Keeper Julian Saas hatte den Foulelfmeter nach einem Fehler in der Defensive verursacht. Doch passend zum Durcheinander in beiden Mannschaften ging in der Folge die TuS durch Treffer von Dennis Gaida (32.) und Abel Hein (35.) ihrerseits mit 3:2 in Führung, ehe die Homburger im Gegenzug der kuriosen ersten Halbzeit mit dem insgesamt sechsten Treffer ein Ende bereiteten.
Im zweiten Abschnitt ging es erwartungsgemäß nicht ganz so turbulent zu wie in den ersten 40 Minuten. Allerdings blieb die Fehlerquote auf beiden Seiten hoch. Mit einem direkten Freistoß brachte Marvin Weber Koblenz nach 64 Minuten zum dritten Mal in Führung. Danach plätscherte das Spiel dahin, ehe die Gastgeber durch Strunks Eigentor in der 79. Minute doch noch zum Punktgewinn kamen. „Dieses Tor darf nicht fallen. Weit und breit war kein Homburger zu sehen, da hätten wir den Ball klären müssen“, sagte Trainer Di Maio. tok
Koblenz: Saas, Scheid (41. Schlich/51. Öztürk), Reuter, Strunk, Henning, Gaida, Fritsch, Hein, Moog, Collu (70. Yilmaz), Weber.
Koblenzer C-Junioren 3:3 gegen Mainz
Koblenz. Sie sind Tabellennachbarn, und sie lieferten sich einen harten Kampf: In der C-Junioren-Regionalliga spielten die Fußballmannschaften der TuS Koblenz und des 1. FSV Mainz 05 3:3-Unentschieden. Durch Leon Kern und Mohamed Tairou ging die TuS mit 2:0 (24. und 31. Minute) in Führung. Dem Mainzer Leonardo de Sousa gelang per Doppelschlag das 2:2 (34., 40.). In der 48. Minute hatten die Gäste die Partie endgültig gedreht, als Nils Flühr das 3:2 gelang. Doch die Koblenzer kamen zurück und durch den eingewechselten Tarsis Bonga zum 3:3 (60.). Koblenz: Telocka, Altin, Azizi (70. Steinert), Dreidoppel (47. Bonga), Hermann, Kern (70. Stenner), Krapf, Lüdecke, Tairou, Nahler,
Quelle Rhein-Zeitung 28.11.2011 http://rhein-zeitung.de
 29.02.2012 Ein Klasen-Tor reicht nicht zum Punkt gegen Gladbach
Die TuS Koblenz unterliegt nach einem couragierten Auftritt dem Tabellenzweiten am Ende nur knapp mit 1:2
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Im Tabellenkeller der Fußball-Regionalliga West steckt die TuS Koblenz ohnehin, jetzt ist die Mannschaft um Trainer Michael Dämgen nach einem kurzen Zwischenhoch auch wieder unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Gegen die nunmehr zehnmal in Folge unbesiegte Reserve von Borussia Mönchengladbach verlor das Tabellenschlusslicht gestern Abend nach einem allerdings couragierten Auftritt unverdient mit 1:2 (0:1).
Der Koblenzer Coach bilanzierte: „Ich habe ein gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Am Ende haben wir alles in die Waagschale geworfen, Gladbach ist ganz schön ins Schwimmen gekommen. Schade, dass wir nicht für unseren Aufwand belohnt worden sind.“ Sein Gegenüber Sven Demandt ergänzte: „Ich bin heute nur mit dem Ergebnis zufrieden, mit allem anderen nicht. Es war eine enge Sache, wir hätten uns nicht über den Ausgleich beschweren dürfen. Den hatte sich Koblenz in den letzten 20 Minuten eigentlich verdient.“
Dämgen stellte nach dem 1:0-Sieg in Wuppertal nur auf einer einzigen Position um – und das aus gutem Grund: Für den rotgesperrten Johannes Göderz lief Lukas Klappert als Rechtsverteidiger auf. Dass die TuS im Stadion Oberwerth eine harte Nuss zu knacken hatte, war schon mit Blick auf die gegnerische Aufstellung klar: Mit Mathew Leckie, Yuki Otsu, Tolga Cigerci und Julian Korb zählen gleich vier Feldspieler zum erweiterten Erstliga-Kader der Borussen.
Das machte sich mit Blick auf die Spielanteile im ersten Abschnitt aber nicht bemerkbar. Nach wechselvollem Verlauf hatte schließlich die Borussia das Glück gepachtet. Nach einem Eckball landete das Spielgerät auf den 20 Meter vorm Koblenzer Tor lauernden Tolga Cigerci, der mit einem trockenen Flachschuss dem TuS-Schlussmann Kadir Yalcin keine Abwehrmöglichkeit ließ (42.)
Nicht einmal eine Minute nach Wiederanpfiff fast der Ausgleich: Jung-Hun Kim setzte sich auf der linken Seite durch und bediente mustergültig den an der Strafraumgrenze lauernden Michael Stahl, doch dessen Linksschuss segelte um Haaresbreite am Pfosten vorbei. Das sollte sich nur drei Minuten später auf der Gegenseite bitter rächen: Fabian Bäcker nutzte eine Unachtsamkeit in der Koblenzer Hintermannschaft zum 0:2. Die Entscheidung? Von wegen: Die TuS steckte nicht auf und setzte die favorisierten Gäste in der Folge mächtig unter Druck. Nach einer präzisen Flanke von Thomas Gentner wäre Tokio Nakai per Kopf fast der Anschlusstreffer geglückt, doch Gladbachs Keeper Janis Blaswich war auf dem Posten (52.). Und auch gegen Jura Gros klärte die Nummer eins der Borussia in höchster Not (57.). Es war zugleich die letzte Aktion des Koblenzer Mittelfeldakteurs, der danach auf der rechten Seite für Thomas Klasen weichen musste.
Eine Auswechslung, die auch prompt den erhofften Effekt brachte: Nach Vorarbeit des agilen Kim, der im Verlauf des Spiels auch gleich zweimal elfmeterverdächtig gefoult wurde, gelang dem Koblenzer Mann mit der Nummer elf das 1:2 (66.). Es war zugleich das Signal für die Aufholjagd der TuS: Mehrmals brannte es lichterloh im Strafraum der 17 Plätze besser postierten Gladbacher, der am Ende durchaus verdiente Ausgleich wollte allerdings nicht mehr fallen. Alles in allem aber eine Leistung, auf die die TuS aufbauen kann.
Latscho! Ein Jahr mit der TuS“ Der Kinofilm über die Koblenzer Kicker – von Pressesprecher Julian Turek in Szene gesetzt – startet am Donnerstag, 1. März, um 20 Uhr im Odeon-Apollo-Kino in Koblenz. Weitere Informationen unter www.latscho-derfilm.de
Quelle Rhein-Zeitung 29.02.2012 http://rhein-zeitung.de


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