Dezember 2011

02.12.11    Sieg gegen Köln dient als leuchtendes Beispiel

TuS Koblenz will binnen acht Tagen den Premierensieg bestätigen – Am Samstag geht's nach Mainz

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Koblenz. Endspurt für die Koblenzer Kicker im Kalenderjahr 2011: Nachdem das Spiel der Fußball-Regionalliga West bei der SV Elversberg – wie vom Gegner gewünscht und von der TuS auch abgesegnet – nun schon am Mittwoch, 7. Dezember (19.30 Uhr), stattfinden wird, müssen die Schängel die noch ausstehenden Hinrunden-Spiele 16 bis 18 binnen acht Tagen absolvieren. Beginnend mit dem FSV Mainz 05 II, der als Tabellenvierter zumindest tabellarisch am morgigen Samstag um 14 Uhr die größte Herausforderung darstellt. Gespielt wird im Stadion am Bruchweg.

Von dieser Partie und den folgenden Begegnungen mit Elversberg und dem 1. FC Köln II erhofft sich nicht nur TuS-Trainer Michael Dämgen nach dem „Befreiungsschlag“ wohl insgeheim, dass sich die Anzahl der Erfolge bis zum Jahresende zumindest verdoppelt. Natürlich soll der Premierensieg gegen Fortuna Köln (2:1) da als leuchtendes Beispiel dienen – keine Frage, dass die TuS nun mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen und einer etwas breiteren Brust ausgestattet ist. Aber: Die kommenden Gegner sind alles andere als Laufkundschaft der Regionalliga, allenfalls Elversberg als 16. der Tabelle liegt da im Blickfeld der Koblenzer. Und nach dem Sieg gegen die Koschinat-Kölner von einer verbesserten Tabellensituation zu sprechen, wäre schlichtweg falsch. Denn nach dem zeitgleichen Sieg des oberen Nachbarn aus Essen beträgt der Abstand zum Vorletzten weiterhin fünf Punkte. Es liegt also noch viel Arbeit vor der TuS, nicht nur im auslaufenden Jahr.

Vor den Strapazen der „englischen“ Woche ist Dämgen nicht bange: „Das macht im Trainingsplan keinen Unterschied. Und körperlich stellt uns das eigentlich vor keine größeren Probleme.“ Eigentlich. Denn was den verantwortlichen Übungsleiter zurzeit stört, ist, dass eine ganze Reihe an Spielern nicht 100-prozentig fit ist. „Thomas Gentner ist angeschlagen, Patrick Nonnenmann hat in dieser Woche nur reduziert trainieren können. Thomas Klasen macht immer noch ein wenig die alte Verletzung zu schaffen, Michael Stahl hat schon sein geraumer Zeit Schmerzen im Zeh.“ Dennoch geht der Trainer davon aus, dass die genannten Akteure am Samstag in Mainz uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Und wenn bis dahin nichts mehr Gravierendes passiert, dann wird Dämgen wohl mit der Elf beginnen, die vor Wochenfrist zu überzeugen wusste: „Ja, da werde ich wohl nicht groß etwas verändern müssen.“

Das heißt im Klartext, bezogen auf die Position in vorderster Front: Tokio Nakai, gegen Köln Schütze des Ausgleichs, wird wieder als Sturmspitze auflaufen. Dämgen wäre aber nicht Dämgen, wenn er diese Personalie nicht wenigstens ein paar Prozentpunkte offen lässt: „Er hat gut gespielt. Daher ist davon auszugehen, dass er beginnt.“ Demzufolge wird sich Angreifer David Sasse, dessen Rotsperre mittlerweile abgelaufen ist, zunächst einmal lediglich auf der Ersatzbank wiederfinden.

Im Rahmen der obligatorischen Pressekonferenz am gestrigen Donnerstag stellte die TuS auch ihr neues Jugendkonzept und die organisatorische Einteilung des Leistungszentrums vor: Michael Dämgen ist der Sportliche Leiter, ihm zur Seite steht der für die Organisation zuständige Markus Mannebach. „Er ist genau der Richtige für diese Position“, beurteilt der Koblenzer Trainer den an die alte Wirkungsstätte zurückkehrenden Mann, der auch als Koordinator im Kinder- und Schülerbereich tätig sein wird. Evangelos Nessos, frischgebackener Inhaber der Trainer-B-Lizenz, soll sich fortan um die sportliche Koordination des Leistungsbereichs kümmern. Peter Back ist der Geschäftsstellenleiter der Jugend, alle arbeiten eng mit Joachim Benner, dem Vizepräsident „Jugend und Sport“, zusammen. Klappt das alles so, wie auf dem Papier festgehalten, dann sieht die Zukunft der TuS schon etwas rosiger aus.


Der Gegner unter der Lupe: FSV Mainz 05 II

Mainz. 74 Jahre lang war das Stadion am Bruchweg die Heimspielstätte der „Nullfünfer“, wie der FSV Mainz im Volksmund auch genannt wird. Die Profis kicken aber nach dem Umzug nunmehr in der neuen Coface-Arena, die zweite Mannschaft hingegen nutzt das alte Terrain für Spiele in der Regionalliga West. 13 seiner 24 Punkte hat der Tabellenvierte dort bisher gesammelt, lediglich gegen die Spfr Lotte (0:3 am 3. September) und Schalke 04 II (2:3 am 1. Oktober) ging das von Martin Schmidt trainierte Team komplett leer aus. Der 44-jährige Schweizer ist seit 2010 verantwortlich für die Mainzer, zuvor war er zwei Jahre lang als Cheftrainer der U21 des FC Thun im Amt. Im Vorjahr landete Schmidt mit dem FSV im Endklassement auf Rang 13. Herausragender Spieler der „kleinen“ Mainzer ist der erst 19-jährige Eric Durm: Im ersten Seniorenjahr hat der aus der eigenen U19 stammende 05-Angreifer schon acht Treffer in 14 Einsätzen erzielt. Ob die Koblenzer Fans am Bruchweg ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Publikumsliebling Zoltan Stieber feiern können, bleibt abzuwarten: Der 23-jährige Ungar zählt zwar zum Kader der Profis, hat dort aber seit dem 17. September nicht mehr gespielt. Für die Reserve war er erst- und einmalig am 19. November beim 3:1-Heimspielsieg gegen den 1. FC Köln II dabei.
bhm


180 000 Euro sind schon weg

Wie gewonnen, so zerronnen: Da bekam die TuS dieser Tage stolze 180 000 Euro plus Zinsen für den Transfer des ehemaligen TuS-Spielers Marko Lomic von Partizan Belgrad zu Dynamo Moskau zugesprochen (Ablösesumme 1,2 Millionen), aber wirklich weitergebracht hat das die Koblenzer in ihrer misslichen Finanzsituation nicht. Denn die Summe war in der Budgetplanung bereits fest enthalten, ein Großteil des Geldes wird für den ehemaligen TuS-Spieler Darko Maletic verwendet, der einen Arbeitsgerichtsprozess gegen den Verein gewonnen hat. Das jedenfalls verbreitete Geschäftsführer Thomas Theisen per offizieller Presseerklärung, um einen Bericht in Teilen geradezurücken, den ein anerkanntes Fußballmagazin Anfang der Woche veröffentlicht hatte. „Dieses Geld war schon vor meiner Zeit verplant“, ergänzte Theisen.
bhm


TuS spielt heute gegen Eisbachtal – Rot-Weiß Koblenz tritt beim Letzten an

Koblenz Nach dem Abschluss der Hinrunde stehen in diesem Jahr noch zwei Spieltage in der Fußball-Rheinlandliga auf dem Programm: Die auf dem Papier leichteste Aufgabe am Wochenende hat Rot-Weiß Koblenz zu lösen, der Spitzenreiter muss beim Schlusslicht in Wirges antreten.Eröffnet wird die 18. Runde schon heute Abend, wenn die TuS Koblenz II die „Eisbären“ aus Nentershausen erwartet.

TuS Koblenz II - Spfr Eisbachtal (heute, 19.30 Uhr): „Der Punktgewinn gegen Spitzenreiter Rot-Weiß Koblenz macht uns Mut. Wir gehen zuversichtlich an die Aufgabe gegen Eisbachtal“, sagt TuS-Trainer Markus Breitbach. Er kann allerdings heute Abend seine Mannschaft nicht coachen, weil er aus beruflichen Gründen abwesend ist. Dafür wird Evangelos Nessos, der Co-Trainer der ersten Garnitur, die Aufgabe von Breitbach übernehmen. „Darin sehen wir kein Problem. Wichtig ist, wie die Mannschaft auftritt“, fordert Breitbach die Leidenschaft und das Engagement von der Mannschaft, um auch einem Gegner wie den favorisierten Eisbachtalern Paroli bieten zu können. Gleich zu Saisonbeginn erlitt die Koblenzer Reserve eine äußerst bittere 3:7-Niederlage im Westerwald und hofft natürlich, dass sie sich diesmal besser aus der Affäre zieht. „In unserer Situation tut uns jeder Punkt gut, um mit einem möglichst geringen Abstand zu den Plätzen, die den Klassenerhalt bedeuten, nach der Winterpause eine Aufholjagd zu starten“, äußert sich Breitbach auch zu der nahen Zukunft.

Spvgg Wirges II - TuS Rot-Weiß Koblenz (So., 14.30 Uhr): Als Spitzenreiter gastiert Aufsteiger Rot-Weiß Koblenz am Sonntag bei der Wirgeser Reserve. Den Optimismus im Lager der Rot-Weißen, mit einem Dreier die Heimreise anzutreten, teilt Trainer Michael Maur nicht so ganz. „Die Mannschaft hat unter der Woche schlecht trainiert. So ganz nebenbei in den Westerwald zu fahren und den Tabellenletzten zu schlagen, das funktioniert nicht“, warnt Maur seine Jungs. „Wir müssen auch diese Herausforderung ernst nehmen und konzentriert an die Aufgabe gehen, sonst könnten wir eine unangenehme Überraschung erleben.“ Der Koblenzer Trainer will die Rückrunde mit einem positiven Resultat beginnen, weiß aber, dass sich seine Mannschaft in der Vergangenheit gerne gegen vermeintlich leichte Gegner schwer getan hat. „Das ist auch Kopfsache. Ich hoffe, dass wir die nötige geistige Frische am Sonntag besitzen“, sagt Maur.

Quelle Rhein-Zeitung 02.12.2011  http://rhein-zeitung.de

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03.12.2011     TuS II hält Punkt gegen Eisbachtal fest

 Koblenz in Unterzahl 2:2

Koblenz. In der Tabelle stehen beide Klubs weit auseinander, auf dem Platz waren sich die Fußball-Rheinlandligisten TuS Koblenz II und Sportfreunde Eisbachtal ebenbürtig – die Partie gestern Abend in Koblenz endete 2:2 (2:1).

Die Zuschauer erlebten einen furiosen Auftakt. Die erste zwingende Koblenzer Aktion war gleich von Erfolg gekrönt: Bei einem Pass in den Strafraum war Lukas Klappert am schnellsten am Ball – der Eisbachtaler Torwart Johann Heinz kam einen Schritt zu spät und brachte Klappert zu Fall. Ein klarer Elfmeter, den Paul Lauer in der 13. Minute sicher zum 1:0 für die TuS-Reserve verwandelte. Die Gäste schlugen schnell zurück: Marco Reifenscheidt traf aus zwölf Meter Entfernung zum 1:1 (19.). Die schönste Aktion der ersten Hälfte leitete zehn Minuten später der Koblenzer Albert Buhler ein. Mit einem langen hohen Pass von der linken Seite erreichte Buhler seinen Sturmkollegen David Sasse, der den Ball mit links volley nahm und zum 2:1 (29.) ins Eisbachtaler Tor hämmerte. Wegen Schiedsrichterbeleidigung sah Buhler in der 41. Minute die Rote Karte. Mit Mann und Maus verteidigte die TuS in der zweiten Hälfte, das 2:2 (62.) durch Dominic Reusch konnten die Koblenzer aber nicht verhindern.
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 Quelle Rhein-Zeitung 03.12.2011  http://rhein-zeitung.de

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04.12.2011      0:0 in Mainz - TuS holt das achte Unentschieden

Mainz – Dem ersten Saisonsieg in der Fußball-Regionalliga West folgte zwar nicht direkt der zweite, doch mit dem 0:0 beim in der Summe überlegenen FSV Mainz 05 II darf die TuS Koblenz durchaus zufrieden sein. Das sah auch Trainer Michael Dämgen so, schließlich waren seine Schützlinge erstmals seit dem siebten Spieltag (0:0 beim 1. FC Kaiserslautern II) ohne Gegentor geblieben: „Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, das Ergebnis geht absolut in Ordnung.“

Koblenz begann mit der gleichen Elf wie beim 2:1 in der Vorwoche gegen Fortuna Köln, bekam zunächst aber überhaupt kein Bein auf den Boden. „Die ersten 20 Minuten gingen klar an Mainz, da hatten wir noch Probleme in der Zuordnung“, beschrieb Dämgen denn auch die schleppende Vorstellung seiner Schützlinge in dieser Phase.. Dabei musste sich die Defensive der TuS übrigens nicht um den Top-Torschützen der 05er, Eric Durm, kümmern, denn der war unter der Woche aus disziplinarischen Gründen vorübergehend aus dem Kader gestrichen worden. „Er kam zu spät zum Training und zur Teambesprechung“, begründete der Mainzer Coach Martin Schmidt diese Maßnahme.

Dennoch begann dessen Mannschaft wie die Feuerwehr: Schon nach knapp 60 Sekunden musste sich TuS-Schlussmann Kadir Yalcin ganz lang machen, sonst hätte Deniz Yilmaz nach seinem Schuss jubelnd abdrehen können. Böse Erinnerungen wurden da wach ans Spiel gegen Köln, als die TuS nach der ersten nennenswerten Gelegenheit des Gegners schon hinten lag. Diesmal allerdings nicht. Mainz machte mächtig Druck, brauchte aber weitere 20 Minuten, um sich durch Luka Tankulic die nächste Chance zu erarbeiten – und wieder war Yalcin auf dem Posten. Ein erstes Lebenszeichen der Gäste gab es erst nach einer geschlagenen halben Stunde: Sturmspitze Tokio Nakai brachte zwar den Ball im Tor unter, stand dabei nach Meinung des Schiedsrichters aber im Abseits. Ein Nakai-Kopfball (40.) und ein Schuss von Thomas Gentner nach einem Freistoß aufs Mainzer Tor in der Nachspielzeit – mehr hatte Koblenz in der Offensive in den ersten 45 Minuten nicht zu bieten.

Mainz machte es aber auch nicht besser, das galt im Prinzip für die komplette zweite Hälfte. Eine Yilmaz-Direktabnahme sollte Yalcin noch vor Probleme stellen (69.), ebenso eine Aktion des eingewechselten Shawn Parker (85.) – in der übrigen Zeit der Begegnung ließ die Koblenzer Defensive hinten nichts anbrennen. Die 05er hatten zwar gefühlte 65 Prozent Ballbesitz, hätten sich in den Schlussminuten aber auch nicht beschweren dürfen, wenn der TuS noch ein Tor gelungen wäre. Denn urplötzlich verspürten die Gäste den zweiten Wind, doch Michael Stahl – er verzog freistehend aus spitzem Winkel (88.) und köpfte nur knapp vorbei (90.+3) – vergab am Ende den möglichen Sieg. Doch das wäre dann vielleicht zu viel des Guten gewesen, auch wenn sich Coach Dämgen über die vergebenen Chancen in der Schlussphase ärgerte: „Da musst du auch einfach mal konzentriert abschließen. Dann hätte das Spiel komplett kippen können.“

Sein Gegenüber Schmidt wirkte ratlos: „Wir waren ja heute gefährlich wie ein Kindergeburtstag. Gegen Mannschaften, die uns viele Räume geben, tun wir uns schwer, überhaupt mal in den Strafraum zu kommen.“ Indirekt also ein Lob für die Hintermannschaft der Koblenzer, die somit hauptsächlich für das achte Unentschieden der Saison verantwortlich zeichnete.

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Mainz: Karius – Zabavnik, Meißner, Schneider, Buballa – Brill – Hoilett (67. Parker), Gopko – Ribeiro Pais – Tankulic (83. Saller), Yilmaz.

Koblenz: Yalcin – Göderz, Nonnenmann, Mund, Gentner – Mineiro, Urwin – Gros (78. Arslan), Stahl, Klasen (61. Kim) – Nakai (81. Hawel).

Schiedsrichter: Michael Wander (Helmstadt).

Zuschauer: 550.

Gelbe Karten: Zabavnik – Gros.

Quelle Rhein-Zeitung 04.12.2011 http://rhein-zeitung.de

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05.12.2011      Bollwerk der TuS bleibt stabil gegen ideenlose 05er

Koblenz holt mit solider Defensivleistung ein torloses Remis in Mainz

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Mainz. Dem ersten Saisonsieg in der Fußball-Regionalliga West folgte zwar nicht direkt der zweite, doch mit dem 0:0 beim in der Summe überlegenen FSV Mainz 05 II darf die TuS Koblenz durchaus zufrieden sein. Das sah auch Trainer Michael Dämgen so, schließlich waren seine Schützlinge erstmals seit dem siebten Spieltag (0:0 beim 1. FC Kaiserslautern II) ohne Gegentor geblieben: „Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, das Ergebnis geht absolut in Ordnung.“

Koblenz begann mit der gleichen Elf wie beim 2:1 in der Vorwoche gegen Fortuna Köln, bekam zunächst aber überhaupt kein Bein auf den Boden. „Die ersten 20 Minuten gingen klar an Mainz, da hatten wir noch Probleme in der Zuordnung“, beschrieb Dämgen die schleppende Vorstellung seiner Schützlinge in dieser Phase. Dabei musste sich die Defensive der TuS übrigens nicht um den Top-Torschützen der 05er, Eric Durm, kümmern, denn der war unter der Woche aus disziplinarischen Gründen vorübergehend aus dem Kader gestrichen worden. „Er kam zu spät zum Training und zur Teambesprechung“, begründete der Mainzer Coach Martin Schmidt diese Maßnahme. Dennoch begann dessen Mannschaft wie die Feuerwehr: Schon nach knapp 60 Sekunden musste sich TuS-Schlussmann Kadir Yalcin ganz lang machen, sonst hätte Deniz Yilmaz nach seinem Schuss jubelnd abdrehen können. Böse Erinnerungen wurden da wach ans Spiel gegen Fortuna Köln, als die TuS nach der ersten Gelegenheit des Gegners schon hinten lag. Diesmal blieb das Bollwerk aber stabil.

Warum die Koblenzer zu Beginn derart tief standen und kaum oder fast gar nicht für Entlastung sorgen konnten, wusste Dämgen auch nicht so recht zu erklären: „Das war so nicht geplant, Mainz war einfach auch stark.“ In der Tat machte der Gegner mächtig Druck, richtig gefährlich wurden die 05er aber nur selten. Ein erstes Lebenszeichen der Gäste gab es erst nach einer geschlagenen halben Stunde: Sturmspitze Tokio Nakai brachte zwar den Ball im Tor unter, stand dabei nach Meinung des Schiedsrichters aber im Abseits. Ein Nakai-Kopfball (40.) und ein Schuss von Thomas Gentner nach einem Freistoß aufs Mainzer Tor in der Nachspielzeit – mehr hatte Koblenz in der Offensive in den ersten 45 Minuten nicht zu bieten.

Mainz machte es aber fortan auch nicht besser, das galt im Prinzip für die komplette zweite Hälfte. Eine Yilmaz-Direktabnahme sollte Yalcin noch vor Probleme stellen (69.), ebenso eine Aktion des eingewechselten Shawn Parker (85.) – in der übrigen Zeit der Begegnung ließ die Koblenzer Defensive nichts anbrennen. Die 05er hatten zwar gefühlte 65 Prozent Ballbesitz, hätten sich in den Schlussminuten aber auch nicht beschweren dürfen, wenn der TuS noch ein Tor gelungen wäre. Dämgen: „Mit unseren Kontern habe ich schon gerechnet. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit aber auch einfach mehr zugetraut.“ Urplötzlich verspürten die Gäste so etwas wie den zweiten Wind, doch Michael Stahl – er verzog freistehend aus spitzem Winkel (88.) und köpfte nur knapp vorbei (90. + 3) – vergab am Ende den möglichen Sieg.

Doch das wäre dann vielleicht des Guten zu viel gewesen, auch wenn sich Dämgen über die vergebenen Chancen in der Schlussphase ärgerte: „Da musst du auch einfach mal konzentriert abschließen. Dann hätte das Spiel komplett kippen können.“ Sein Gegenüber Schmidt wirkte ratlos: „Wir waren ja heute gefährlich wie ein Kindergeburtstag. Gegen Mannschaften, die uns viele Räume geben, tun wir uns schwer, überhaupt mal in den Strafraum zu kommen.“ Indirekt war das ein Lob für die Hintermannschaft der Koblenzer, die somit hauptsächlich für das achte Unentschieden der Saison verantwortlich zeichnete. Irgendwie symbolisch wirkte die Choreografie, die rund 200 Koblenzer Fans auf der Gegentribüne inszenierten: „Wir Schängel geben niemals auf“, war das in großen Lettern zu lesen.


TuS-Reserve bringt zweimalige Führung nicht ins Ziel

Koblenzer spielen gegen Eisbachtal in Unterzahl 2:2 – Buhler sieht in der ersten Hälfte Rote Karte – Paul Lauer und David Sasse treffen

Koblenz. In der Tabelle stehen beide Klubs weit auseinander, auf dem Platz waren sich die Fußball-Rheinlandligisten TuS Koblenz II und Sportfreunde Eisbachtal ebenbürtig – die Partie in Koblenz endete 2:2 (2:1).

Zwar verpassten es die Eisbachtaler, durch einen Sieg mit dem Tabellenzweiten SV Mehring gleichzuziehen, Trainer Dirk Hannappel konnte mit dem 2:2 aber gut leben. „Wir hatten anfangs Probleme mit dem Platz und haben zweimal einen Rückstand aufgeholt, das war okay“, sagte er. Auch Evangelos Nessos, der TuS-Trainer Markus Breitbach an der Seitenlinie vertrat, war zufrieden: „Dass wir in Unterzahl gegen eine Spitzenmannschaft einen Punkt holen, ist in Ordnung. Die Mannschaft hat Moral gezeigt.“

Die wenigen Zuschauer auf dem Oberwerther Kunstrasenplatz erlebten einen furiosen Auftakt. Nach kurzer Aufwärmphase von beiden Mannschaften war die erste zwingende Koblenzer Aktion gleich von Erfolg gekrönt: Bei einem Pass in den Strafraum war Lukas Klappert am schnellsten am Ball – der Eisbachtaler Torwart Johann Heinz kam einen Schritt zu spät und brachte Klappert zu Fall. Ein klarer Elfmeter, den Paul Lauer in der 13. Minute sicher zum 1:0 für die TuS-Reserve verwandelte.

Die Gäste aus dem Westerwald schlugen schnell zurück. Ein von der Koblenzer Abwehr abprallender Ball landete bei Marco Reifenscheidt, der aus zwölf Meter Entfernung flach abzog und den Ball gezielt ins rechte Eck des Koblenzer Tores bugsierte – 1:1 (19.). Die schönste Aktion der ersten Hälfte leitete zehn Minuten später der Koblenzer Albert Buhler ein. Mit einem langen hohen Pass von der linken Seite erreichte Buhler seinen Sturmkollegen David Sasse, der den Ball mit links volley nahm und zum 2:1 (29.) ins Eisbachtaler Tor hämmerte – die Leihgabe der Koblenzer Regionalligamannschaft hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon gelohnt. Kurz nach der TuS-Führung fiel erneut Klappert im Eisbachtaler Strafraum. Nachdem er den Ball rechts am Gegenspieler vorbeigelegt hatte und links vorbeilaufen wollte, wurde er nicht gerade zaghaft weggedrückt. Es war ein Kann-Elfmeter, der Schiedsrichter ließ aber weiterspielen. Kein Auge drückte Raphael Leonardy aus Trier in der 41. Minute zu. Buhler soll den Schiedsrichter beleidigt haben, der Koblenzer sah direkt die Rote Karte.

Die zweite Hälfte verlief erwartungsgemäß. Die Spitzenmannschaft aus dem Westerwald, in Rückstand und mit einem Spieler mehr auf dem Feld, machte mächtig Druck und dominierte das Geschehen. Die Folge war das 2:2 (62.) durch Dominic Reusch. Mehr Treffer gab's nicht mehr.
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Quelle Rhein-Zeitung 05.12.2011 http://rhein-zeitung.de

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06.12.2011     Koblenzer „Patient“ auf dem Weg der Besserung?

 TuS tritt am Mittwoch in Spiesen-Elversberg an

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Koblenz. Eine Drei-Punkte-Spritze gegen den Tabellensechsten, ein heilsamer Zähler nur eine Woche später beim Viertplatzierten – befindet sich der „Patient“ TuS Koblenz in der Fußball-Regionalliga West wirklich auf dem Weg der Besserung? Innerhalb von nicht einmal vier Tagen erhält die Mannschaft von Trainer Michael Dämgen nun die Gelegenheit, diese Frage erschöpfend zu beantworten. Am Mittwoch um 19.30 Uhr steht die vorgezogene Begegnung bei der SV Elversberg auf dem Programm, nur 66,5 Stunden später begrüßt die TuS den 1. FC Köln II im Stadion Oberwerth. Die Koblenzer sind zwar mit weiterhin fünf Punkten Rückstand das Schlusslicht der Liga, doch die jüngsten Resultate geben zumindest Anlass zur Hoffnung, dass sich die prekäre Situation spätestens in den Monaten Januar bis Mai 2012 noch bessert.

Speziell auf Elversberg hat Dämgen in den vergangenen Wochen und Monaten immer ein Auge geworfen. Denn der Spielplaner wollte es so, dass die Saarländer immer zuvor auf diejenige Mannschaft treffen, mit der sich die TuS eine Woche später messen muss. Gegen die Mainzer Reserve ging Elversberg übrigens mit exakt dem gleichen Resultat vom eigenen Platz wie die TuS nun im Stadion am Bruchweg. Statistische Quervergleiche sind aber in der Praxis nur bedingt tauglich, und so macht sich Dämgen seine eigenen Gedanken, wie denn dem in der Tabelle zwei Plätze besser postierten Gegner beizukommen ist: „Die haben hinten groß gewachsene Leute, daher müssen wir vor allem stabil in der Luft sein.“

Bei diesem Unterfangen wird Thomas Klasen kaum mitwirken können, er wurde nach einem Foulspiel in Mainz verletzt ausgewechselt. Dämgen: „Ich glaube nicht, dass er in Elversberg spielen kann.“ Sollte Klasen tatsächlich ausfallen, könnte David Sasse die Lücke positionsverschoben mit Leben füllen. Nach seiner zweiwöchigen Sperre wirkte er zuletzt in der Rheinlandliga beim 2:2 der zweiten Mannschaft gegen die Spfr Eisbachtal mit und erzielte dort auch den Treffer zur 2:1-Führung. In Mainz blieb er auf der Bank.

„Ich war zwei-, dreimal in Elversberg und kenne die Mannschaft ganz gut, sie liegt in unserem Bereich“, schätzt Dämgen, der im Vergleich zu den beiden vergangenen Spielen „nicht groß etwas ändern will“. SV-Kollege Jens Kiefer kann das nicht sagen, er muss nach dem jüngsten 1:1 beim 1. FC Köln II nun auf die beiden Defensivspieler Julian Weiersbach – er sah die Rote Karte wegen einer Notbremse – und Adam Fall (Gelbsperre) verzichten.


Der Gegner: SV 07 Elversberg

Elversberg. Die Koblenzer Kicker und der kommende Regionalliga-Gegner aus der Nähe von Saarbrücken haben etwas gemeinsam, was nicht direkt mit Fußball zu tun hat: TuS und SV 07 tragen ein „die“ als Artikel vor dem Vereinskürzel. Eine Namensgebung, die bei Medien und Fans oftmals für verbale Verwirrung sorgt.

Die Sportvereinigung 07 Elversberg, so die offizielle Bezeichnung der Saarländer, trägt ihre Partien im rund 195 Kilometer vom Koblenzer Oberwerth entlegenen Waldstadion „Kaiserlinde“ in Spiesen-Elversberg aus. Selten verlieren sich dort mehr als 300 Zuschauer zu den Heimspielen der SV, deren zweite Mannschaft nur eine Klasse tiefer in der Oberliga Südwest kickt. Trainer der ersten Garnitur ist der 37-jährige Jens Kiefer, seit Juni 2008 in Amt und Würden. Der aktuell gefährlichste Mann der Elversberger heißt Abedin Krasniqi. Der Albaner mit der Nummer neun hat alle 17 Saisonspiele mitgemacht und dabei fünf Tore erzielt.
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Quelle Rhein-Zeitung 06.12.2011 http://rhein-zeitung.de

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08.12.2011     TuS liegt schon nach 37 Minuten mit 0:3 hinten

Koblenz verliert deutlich beim SV Elversberg

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Spiesen-Elversberg. Alle guten Vorsätze waren schnell über den Haufen geworfen: Aufgrund einer unterirdischen ersten Halbzeit verlor die TuS Koblenz gestern Abend das vorgezogene Spiel der Fußball-Regionalliga West vor nur 250 Zuschauern mit 0:3 (0:3) beim SV 07 Elversberg. „Das war mit Abstand unsere schlechteste Saisonleistung. Ich bin enttäuscht und hätte niemals damit gerechnet, dass wir nach den zuletzt guten Leistungen in Mainz und gegen Köln heute hier so einbrechen würden“, bewertete TuS-Trainer Michael Dämgen kurz nach dem Abpfiff die achte und zugleich höchste Saisonniederlage der Schängel. Er ließ im Prinzip mit der Formation beginnen, die vier Tage vorher noch mit einem 0:0 in Mainz vom Platz gegangen war – einzige Ausnahme: für den im Bruchweg-Stadion eingewechselten Jan Hawel spielte Tokio Nakai in der Spitze. Auf den Außenbahnen in der offensiven Dreier-Mittelfeldreihe durften sich somit Jung-Hun Kim auf der linken und Kerim Arslan auf der rechten Seite versuchen.

Allerdings ohne den gewünschten Erfolg, denn das Spiel war schon verloren, da hatte es noch nicht einmal richtig begonnen. Nach einem Koblenzer Ballverlust steuerte Angelo Hauk alleine auf TuS-Schlussmann Kadir Yalcin zu und ließ ihm aus kurzer Distanz keine Abwehrmöglichkeit (8.). Und es sollte noch dicker kommen: In der 21. Minute erzielt Abedin Krasniqi per Kopf das 2:0 und traf danach mit dem Fuß nur den Pfosten (30.). Dämgen wechselte daraufhin den offensiver orientierten David Sasse für Kim ein und löste auch eine der beiden Sechser-Positionen auf, indem er Mike Urwin mehr nach vorne beorderte. Aber auch das half nicht – im Gegenteil: Hauk stellte mit seinem zweiten Treffer (37.) den desillusionierenden Halbzeitstand her.

Nach dem Wechsel änderte sich am Ergebnis nichts mehr. Die TuS war zwar bemüht, mit zwei weiteren Wechseln für mehr Schwung im Angriffspiel zu sorgen, der Ehrentreffer blieb aber ein Wunschtraum. Elversberg hatte im zweiten Abschnitt sogar mehrmals die Gelegenheit, ein viertes Tor zu erzielen, doch diese Schmach blieb den Gästen erspart. Wenigstens war Koblenz nach der Pause vermehrt im Ballbesitz, doch die Bemühungen wirkten einfach zu unkoordiniert, während die SV mit einfachen Mitteln wiederholt für Gefahr sorgte. Bis zum Samstag muss sich die TuS und Coach Dämgen etwas einfallen lassen, sonst steht man wohl auch gegen den 1. FC Köln II am Ende mit leeren Händen da.

TuS Koblenz: Yalcin – Göderz, Nonnenmann, Mund, Gentner – Mineiro, Urwin (53. Gros) – Arslan, Stahl, Kim (30. Sasse) – Nakai (70. Hawel).

Quelle Rhein-Zeitung 08.12.2011  http://rhein-zeitung.de

 

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09.12.2011      Dämgen: „Es kann nur besser werden“

TuS Koblenz nach der 0:3-Pleite in Elversberg im letzten Hinrundenspiel gegen den 1. FC Köln II

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Koblenz. Zwei kleine Schritte nach vorne, einen großen Stolperer zurück: Die drei vergangenen Spiele der TuS Koblenz erwecken den Eindruck, als ob sich die Schängel auf dem Platz nicht gemeinschaftlich darauf festlegen können, in welche Richtung die Reise in der Fußball-Regionalliga West nun gehen soll. Der verständliche Wunsch: nach oben. Die ernüchternde Realität sieht jedoch anders aus: Nach dem jüngsten 0:3 (0:3) bei der SV 07 Elversberg bleibt die TuS wohl noch eine ganze Weile im Tabellenkeller stecken, daran wird auch ein möglicher Erfolg am Samstag um 14 Uhr im Heimspiel gegen den 1. FC Köln II nur wenig ändern. „Es kann jetzt eigentlich nur besser werden“, flüchtete sich TuS-Trainer Michael Dämgen nach dem desaströsen Auftritt im Waldstadion Kaiserlinde und mit Blick aufs folgende Spiel in eine Plattitüde. Recht hatte er damit aber uneingeschränkt, denn die erste Halbzeit im saarländischen Spiesen-Elversberg war die mit Abstand schlechteste der ganzen Saison. Angelo Hauk (8., 37.) und Abedin Krasniqi (21.) beendeten das Scheibenschießen gegen bedauernswerte Schängel schon vor dem Pausenpfiff, weitere Gegentreffer hätten bis zum Schlusssignal durchaus folgen können. Dämgen gab enttäuscht zu Protokoll: „So gewinnen wir kein Spiel mehr, auch nicht in Mülheim.“ Am Fehlverhalten einzelner Spieler will er die unterirdische Leistung aber nicht festmachen, auch wenn er sagt: „Bei allen drei Toren haben wir kräftig mitgeholfen. Ich werde aber jetzt keine einzelnen Spieler in der Öffentlichkeit vorführen, wir haben als Kollektiv versagt.“

Und dieses mannschaftliche Gefüge gilt es nun binnen kürzester Zeit wieder aufzurichten, sonst folgt am Samstag gegen die starke Reserve des 1. FC Köln II schon der nächste Nackenschlag. Umbauen muss Dämgen die Anfangsformation in jedem Fall, ob er will oder nicht: Kerim Arslan sah in Elversberg schon nach 18 Minuten seine fünfte Gelbe Karte und wird nun zwangsläufig fehlen. Denkbar, dass Jura Gros für ihn in die Bresche springt. Der Mann mit der Nummer acht musste in Elversberg bis zur 53. Minute auf der Bank schmoren, ehe er ins schon verlorene Spiel eingreifen durfte.

Wieder mitmischen darf auch Kapitän Angelo Barletta, dessen Rotsperre abgelaufen ist. Patrick Nonnenmann, dessen Leistung in der Innenverteidigung sich vor dem Elversberg-Spiel eigentlich stabilisiert hatte, wird wohl wieder ins zweite Glied zurückrücken. Ob nun Jung-Hun Kim oder David Sasse von Beginn an auflaufen, ließ der Koblenzer Coach offen.

Die frühe Auswechslung Kims am Mittwochabend gegen Sasse nach nur 31 Minuten war lediglich dem Umstand geschuldet, mehr Druck in der Spitze erzeugen zu wollen. Allerdings ohne nachhaltigen Erfolg, wie sich später herausstellen sollte. Möglich auch, dass Thomas Klasen – er musste zuletzt angeschlagen pausieren – am Samstag wieder fit ist und die Position im linken Mittelfeld übernimmt. Gegen die favorisierte FC-Reserve aus Köln werden die Koblenzer wohl wieder die Rolle einnehmen, die der TuS mehr auf den Leib geschneidert ist: erst einmal abwarten und den Gegner kommen lassen. „Die pflegen einen ähnlichen Stil wie Mainz“, meint Dämgen. Mit dieser Aussage soll die Hoffnung auf einen Punktgewinn wieder langsam wachsen.


Der Gegner unter der Lupe: 1. FC Köln II

Köln. In der Vorbereitung auf die Saison der Regionalliga West hatte es noch so ausgesehen, als würden sich die TuS Koblenz und der 1. FC Köln II auf Augenhöhe bewegen. Das Testspiel zwischen beiden Teams am 16. Juli in Nörtershausen endete nach Toren von Tobias Bauer und dem Ex-Koblenzer Lucas Musculus mit einem 1:1 (0:0). „Ein erster echter Vorgeschmack auf das, was da noch kommt“, hatte TuS-Trainer Michael Dämgen zum damaligen Zeitpunkt das Geschehen auf dem Rasen bewertet. Mittlerweile ist es aber Fakt, dass die Elf der „kleinen Geißböcke“ im Kampf um Punkte auf einem ganz anderen Level spielt. Denn immerhin 13 Zähler und 14 Plätze trennen die Koblenzer unmittelbar vor Abschluss der Hinrunde von den Kölnern.

Für FC-Trainer Dirk Lottner – seit 2006 im Amt, 39 Jahre alt und früher selbst als Profi für den Bundesligisten aus der Domstadt aktiv – spielt es offenbar keine große Rolle, ob seine Mannschaft vor eigenem Publikum oder in der Fremde antritt. Jeweils zwölf Punkte stehen in der Heim- und Auswärtstabelle auf dem Konto. Die beiden treffsichersten Spieler der Kölner haben in der Summe schon fünf Tore mehr erzielt als alle TuS-Akteure zusammen: Thiemo-Jerome Kialka (neun) und Mark Uth (sieben) zählen aber auch zum erweiterten Kader der Profis.
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Quelle Rhein-Zeitung 09.12.2011 http://rhein-zeitung.de

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12.12.2011      TuS löst die Handbremse erst nach dem 0:2

Koblenz - Drei Punkte für den Sieg, einer für ein Unentschieden – nur wer gewinnt, kommt in einer Fußballtabelle voran. Nach dem 2:2 (1:2) gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Köln – dem neunten Remis dieser Saison – macht TuS Koblenz einmal mehr die Erfahrung, dass mithalten allein nicht genügt, um den Keller der Regionalliga West zu verlassen.

„Hätten wir stattdessen dreimal gewonnen und dreimal verloren, stünden wir besser da“, weiß auch Michael Dämgen, dass das erneute Unentschieden – nach dem Spielverlauf eher ein Punktgewinn – zu wenig ist, um nach 18 Vorrundenspielen zufrieden sein zu können.

So sehr den Koblenzer Trainer die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit freute, „als wir endlich entschlossen in die Zweikämpfe gegangen sind“, so sehr ängstigte Dämgen, „wie wir die Kölner und den Ball in der Anfangsphase laufen ließen“. Mit dem 0:2 sei man nach einer halben Stunde gut bedient gewesen, schloss sich der Koblenzer Trainer seinem Kölner Kollegen an, der bemängelte, „dass wir ein 3:0 oder 4:0 versäumt haben.“ Dirk Lottner zeigte sich sehr enttäuscht: „Wir haben zwar so gut wie lange nicht mehr begonnen, dann aber den Gegner aufgebaut und uns selbst aus dem Rhythmus gebracht.“

Was der Spielverlauf belegt, denn zunächst schien die TuS angesichts des flotten Kölner Kombinationsflusses in Ehrfurcht zu erstarren und sich nach zwei Gegentreffern frühzeitig mit einer Niederlage abzufinden. Zeitlupenfußball hier, schnelle Aktionen dort – irgendwie erinnerten die Koblenzer Spieler an Schüler, die aus Versehen in eine zu hohe Klasse versetzt wurden und dort dem psychischen Druck nicht gewachsen sind. Kölns Spitze Mark-Alexander Uth hatte wenig Mühe, sein persönliches Torkonto von sieben auf neun zu schrauben (13. und 19.). Und die TuS konnte von Glück reden, dass ein Heber des bisherigen Topscorers Thiemo-Jerome Kialka zwar über Keeper Kadir Yalcin hinwegging, aber nur am Pfosten landete. „Nach der schwachen Vorstellung in Elversberg war die Verunsicherung sehr groß“, fasste Dämgen die erste halbe Stunde als Mischung aus Respekt und Angst zusammen.

Dass die Gastgeber ins Spiel zurückfanden, verdankten sie Carlos Luciano da Silva, genannt Mineiro. Dem war zwar zunächst – wie einigen seiner Mitspieler auch – ein Ball versprungen, doch der Brasilianer setzte energisch nach und konnte von Berkan Karadeniz nur regelwidrig gestoppt werden. „Ein dummes Foul“, gestand Dämgen, „aber entscheidend war, wie sich Mineiro hier gezeigt hat.“ Anders gesagt: Mineiro versteckte sich in diesem Moment nicht, ging den geraden Weg und hatte Erfolg. Schiedsrichter Stein blieb jedenfalls keine andere Wahl, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen, und Michael Stahl versenkte den Strafstoß im Kölner Netz (33.).

„Danach haben einige endlich die Handbremse gelöst und ebenfalls den Weg nach vorne gesucht“, sah der Koblenzer Trainer plötzlich ein Team, das selbst die Initiative ergriff. Und nach 49 Minuten eine Belohnung verdient gehabt hätte, doch Jura Gros‘ Direktabnahme ließ nur die Latte des Kölner Tores krachend beben. Den Lohn der Mühe erntete schließlich Tokio Nakai, der nach präziser Flanke des eingewechselten Michael Urwin mit dem Kopf das 2:2 erzielte (74.).

In der Schlussphase erlebten die versöhnten Koblenzer Fans einen offenen Schlagabtausch. Und mussten dann noch eine Schrecksekunde überstehen, als Patrick Nonnenmann erst einen Ball vertändelte, dann schwach abspielte, und schließlich – vielleicht im übereifrigen Versuch einer Wiedergutmachung – Kölns Torschützen Uth foulte. Für den Unparteiischen eine Rote Karte (76.), für Dämgen eine überzogene Entscheidung: „Gelb hätte es auch getan.“ Aber selbst in Unterzahl suchte die TuS den Sieg und hatte ihn durch Kapitän Angelo Barletta sogar auf dem Fuß. Was bei allem Respekt vor der Koblenzer Leistungssteigerung, die auch Lottner anerkannte, dem Spielverlauf jedoch nicht gerecht geworden wäre.

Von unserem Mitarbeiter Edgar Benz

Koblenz: Yalcin – Göderz, Nonnenmann, Barletta, Gentner (71. Urwin) – Gros, Mineiro, Stahl, Klasen (26. Kim) – Nakai, Sasse (65. Hawel).

Köln: Schwabke – Kübler, Schwellenbach, Makino, Hector – Vaaßen (80. Spinrath), Akbari, Bisanovic (62. Hörnig), Karadeniz (80. Musculus) – Uth, Kialka.

Schiedsrichter: Thomas Stein (Homburg).

Zuschauer: 1767.

Tore: 0:1 Uth (13.), 0:2 Uth (19.), 1:2 Stahl (33., Foulelfmeter), 2:2 Nakai (74.).

Rote Karte: Nonnenmann (76., Koblenz) wegen groben Foulspiels.

Gelbe Karten: Barletta, Göderz – Hector, Makino, Schwellenbach.


Jura Gros: „Platz 14 liegt noch in Reichweite“

Koblenz - Mit zwei erzielten Toren steht Jura Gros in der vereinsinternen Wertung der TuS Koblenz hinter Michael Stahl (sechs) und Tokio Nakai (drei) auf Platz drei. Den Mann mit der Nummer acht daher als offensiv orientierten Spieler zu bezeichnen, hält er aber für überzogen: „Am liebsten spiele ich zentral im defensiven Mittelfeld, dafür bin ich ja auch nach Koblenz geholt worden.“

Zuletzt hatte ihn Trainer Michael Dämgen aber verstärkt auf der rechten Seite eingesetzt. Dort durfte er auch gegen den 1. FC Köln II ran und hätte dabei auch fast Saisontor Nummer drei fabriziert, allein die Latte des gegnerischen Gehäuses stand dem Erfolgserlebnis in der 49. Spielminute im Weg. Bei den beiden bisherigen Toren stand ihm auch ein wenig das Glück in Form zweier indisponierter Keeper zur Seite. Gegen den Wuppertaler SV (1:1) lenkte Sascha Samulewicz den Ball genau vor die Gros-Füße, beim 3:3 gegen den SC Idar-Oberstein ließ Georg Borschnek seinen haltbaren Freistoß passieren.

Das aktuelle Spiel gegen Köln bewertet er wie folgt: „Die erste Halbzeit war so schlecht wie die in Elversberg“, schüttelte Gros noch im Nachhinein den Kopf: „Es ist mir ein Rätsel, warum wir erst immer so spät ins Spiel finden.“ In 16 von nunmehr 18 Regionalliga-Partien durfte der 23-Jährige mitmischen, fünfmal spielte er dabei über die volle Distanz – wie jetzt gegen die zweite Mannschaft der „Geißböcke“.

In der Jugend kickte Gros für die Spfr Eisbachtal, den 1. FC Köln und den FSV Mainz 05. Im Seniorenalter hielt es ihn seit 2006 nie länger als ein Jahr bei einem Verein: TSG Wörsdorf, RSV Weyer, wieder Wörsdorf, SpVgg Hadamar und FSV Würges hießen die Stationen, bevor es ihn dann zumindest für ein Jahr zur TuS Koblenz zog. „Das hatte auch berufliche Ursachen“, begründete der in Syktywkar (Russland) geborene und mittlerweile in Wehen sesshafte Gros die häufigen Wechsel.

Die 65 Kilometer lange Strecke vom Wohnort bis zum Stadion Oberwerth nimmt er fast täglich auf sich, das hält den Mann mit den fünf Tattoos aber offensichtlich nicht davon ab, an eine Verlängerung seines bis Juni 2012 datierten Vertrages zu denken: „Klar möchte ich in Koblenz bleiben. Ich hoffe ja auch, dass es im nächsten Jahr besser läuft. Platz 14 sollte für uns noch drin sein, wenn wir anstelle der vielen Unentschieden auch mal öfter gewinnen.“ Worte, die nicht nur sein Trainer sicher gerne hört.

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann


TuS II ärgert erneut einen Titelkandidaten

Koblenzer Reserve spielt 1:1 in Mehring

Von unserem Mitarbeiter Andreas Arens

Mehring. Wieder hat die TuS Koblenz II einen der „Großen“ in der Fußball-Rheinlandliga geärgert. Nach den Remis gegen Lokalrivale Rot-Weiß (0:0) und die Sportfreunde Eisbachtal (2:2) gab es gestern ein 1:1 beim bisherigen Tabellenzweiten, dem SV Mehring. Damit hat das Team von Coach Markus Breitbach seine Serie auf insgesamt vier Spiele ohne Niederlage ausgebaut.

Die Gäste konnten sich nach dem Abpfiff des souverän leitenden Unparteiischen Christian Walter aus Thomm nicht nur über den Punkt an sich, sondern auch über eine sehr gelungene Vorstellung freuen. Die Breitbach-Schützlinge präsentierten sich auf der Mehringer Lay als geschlossene Einheit und hatten bis zum energischen Schlussspurt der Hausherren sogar die besseren Chancen.

Die beherzte Spielweise der Regionalliga-Reserve wurde bereits in der vierten Minute deutlich: Nach Vorlage von Eldin Hadzic schoss Johannes Grober den Ball aus 16 Metern nur knapp über den Torwinkel. Mehring mühte sich, war aber meist zu ideenlos und agierte viel zu unpräzise im Aufbauspiel. Einzig der agile Ahmed Boussi brachte die ansonsten gut sortierte Hintermannschaft der TuS mit seinen Einzelaktionen ins Schwitzen. Wie etwa in der 21. Minute, als er in einer Eins-gegen-eins-Situation am vorzüglich parierenden Kevin Birk scheiterte. Wenig später eine von drei Koblenzer Großchancen vor dem Seitenwechsel: Jeset Akwapay bediente mit einem Pass in die Tiefe Kerim Arslan, der alleine auf Mehrings Keeper Thomas Hank zusteuerte, den Ball aber neben das Tor setzte (24.). In der 33. Minute zögerte Arslan vor Hank zu lange und konnte von Tobias Lorig noch erfolgreich abgedrängt werden. Zwei Minuten später schoss Robert Wagner drüber.

Waren die Breitbach-Schützlinge in der ersten Hälfte sogar das bessere, weil homogenere Team, gestaltete sich das Geschehen in Durchgang zwei zunächst ausgeglichen. Nachdem Lukas Klappert in Folge eines Zusammenpralls mit Verdacht auf Gehirnerschütterung raus musste, nutzte Boussi die Unsortiertheit auf der rechten Koblenzer Abwehrseite, um mustergültig in die Mitte zu flanken. Dort ließ Mario Kön TuS-Torwart Birk mit einem Kopfball aus drei Metern keine Abwehrmöglichkeit (65.). Fünf Minuten später schloss Johannes Grober eine Kombination über Tobias Bauer und Edis Ramovic zum Ausgleich ab (70.).

Mehrings Coach Wolfgang Hoor brachte kurz danach mit Sven Simon und Michael Fleck zwei frische Offensivkräfte – und die Gastgeber läuteten eine stürmische Schlussphase ein. Christoph Eifel scheiterte am Innenpfosten und schlenzte die Kugel knapp drüber (82., 84.), Sebastian Tings Schuss aus der zweiten Reihe wurde noch gefährlich abgefälscht (85.) – und in der 87. Minute rettete Kevin Birk spektakulär, indem er einen Kopfball von Ting per Hechtsprung aus dem Winkel fischte.

„Wenn wir einen Vollstrecker in unseren Reihen gehabt hätten, wäre hier sogar ein Sieg möglich gewesen. Mit dem Unentschieden können wir aber gut leben. Die Jungs haben hier viel Arbeit investiert und sind dafür belohnt worden“, resümierte Breitbach.

Koblenz: Birk, Klappert (63. Ok), Lauer, Tan, Dahm, Arslan (63. Ramovic), Akwapay, Grober, Wagner, Hadzic, Bauer.

Quelle Rhein-Zeitung 12.12.2011 http://rhein-zeitung.de

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14.12.2011      16. City-Cup - präsentiert vom Lackiercentrum Bad Ems

Fußball-Stadtmeisterschaft eröffnet das Fußballjahr 2012 in Koblenz

Gut besucht war  die Auslosung zum City-Cup 2012 im Bistro der Sporthalle Oberwerth, wo am 08. Januar ab 10 Uhr die 16. Auflage des Koblenzer City-Cups steigen wird.

Eine Neuerung gab es gleich zu Beginn zu vermelden:

Das Lackiercentrum Bad Ems tritt ab sofort als neuer Namensgeber bei der Koblenzer Hallenfußball-Stadtmeisterschaft auf. Lackiercentrum-Geschäftsführer Stefan Huth ließ es sich deshalb auch nicht nehmen, persönlich als Glücksfee bei der Gruppenauslosung aufzutreten. Desweiteren plant das Lackiercentrum am 8. Januar in der Halle verschiedene Aktionen durchzuführen.

Zunächst ging darum, dass die Teams erfahren sollten, gegen wen sie Anfang Januar antreten dürfen. Dabei bewies Stefan Huth ein glückliches Händchen und bescherte den zahlreich erschienenen Mannschaften interessante Vorrundenduelle mit vielen Derbys.

Und trotz dieser Derbys steht auch die kommende Auflage unter dem Fair play Gedanken. „Das konsequente Durchgreifen der Schiedsrichter wird beibehalten, genauso wie auch das attraktive Penalty-Schießen in den Entscheidungsspielen nach der Vorrunde. Beides hat sich  in den vergangenen Jahren bewährt“, so Turnierleiter Winfried Höfer vom Fußballkreis Koblenz. Ansonsten bleibt alles wie gehabt, der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt auch im nächsten Jahr 5 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren ist der Eintritt frei. Volker Herb, der Organisator und Gastgeber von der Sporthalle Oberwerth, hofft zum einen „auf zahlreiche Zuschauer und zum anderen auf Spieler, die nach den Feiertagen wieder richtig viel Lust auf Fußball haben und dies bei uns in der Halle zeigen wollen.“

Die Vorrundengruppen des City-Cups 2012 auf einen Blick:

Gruppe A:
BSC Güls, TuS Arenberg, TuS Niederberg, FV Rübenach, FC Horchheim

Gruppe B:
Spfr Moselland, TuS Neuendorf, VfR Koblenz, FC Cosmos, Rot-Weiß Koblenz

Gruppe C:
NK Croatia, Arzheim, SV Pfaffendorf, SV Anadolu Spor, FC Metternich

Gruppe D:
VfB Lützel, Spfr Goldgrube, VfL Kesselheim, Lay, TuS Koblenz

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16.12.2011      Mülheim glaubt an seine Chance

 SG 2000 empfängt am Samstag im Rheinlandpokal den Regionalligisten TuS Koblenz

Von unserem Mitarbeiter David Geisbüsch

Mülheim-Kärlich. Mit einem echten Topspiel endet das Fußballjahr 2011: Am Samstag um 14 Uhr spielt der Regionalligist TuS Koblenz beim Rheinlandligisten SG Mülheim-Kärlich um den Einzug ins Achtelfinale um den Rheinlandpokal.

Vor einem Monat wurde die Pokalpartie in der Pause beim Stand von 1:0 für die TuS wegen Nebels abgebrochen. 1400 Zuschauer verließen damals enttäuscht das Mülheimer Schul- und Sportzentrum. Eine ähnliche Kulisse erwartet Wilfried Zils, der Sportliche Leiter der SG 2000, auch am Samstag. Der Eintrittspreis wurde auf vier Euro heruntergestuft. Offen ist derweil lediglich noch, ob im Stadion oder auf dem benachbarten Kunstrasenplatz des Schul- und Sportzentrums angepfiffen wird.

Für den Koblenzer Geschäftsführer Thomas Theisen ist es ein besonderes Spiel. Er wohnt in Mülheim-Kärlich und führte die SG als Trainer höchstpersönlich in die Rheinlandliga. Auch wenn er nach wie vor ehrenamtlich im Vorstand der SG tätig ist, hat er mittlerweile die Seiten gewechselt: „Ich wünsche mir einen netten Nachmittag vor einer stattlichen Kulisse mit einem Sieg für unsere TuS. Aber ich gebe zu, mehr Gedanken als üblich an dieses Spiel zu verschwenden.“ Für Theisen ist ein Weiterkommen dabei Pflicht: „Es geht nicht darum, Mülheim zu besiegen. Es geht darum, im Pokal zu überwintern. Mit fünf Siegen im Pokal könnten wir diese Saison absolut erfolgreich gestalten. Dessen sind sich bei der TuS alle bewusst.“

Bewusst locker gibt sich Theisen, denn er weiß um die Stärke des Gegners. Zwar führte sein Team beim ersten Vergleich zur Pause, verlor jedoch in der Saisonvorbereitungsphase ein Testspiel gegen Mülheim. „Jetzt sind wir eine andere Mannschaft. Der Liga-Sieg gegen den SC Fortuna Köln war ein Schlüsselerlebnis. Wir haben jetzt viel mehr Glauben an unsere eigene Stärke“, sagt Theisen. TuS-Trainer Michael Dämgen wird auf den verletzten Thomas Gentner verzichten müssen. Patrick Nonnenmann sah in der Liga zwar zuletzt die Rote Karte, ist im Pokal aber spielberechtigt. Ein Abwehrproblem hat die TuS also nicht.

Anders sieht das bei Mülheim-Kärlich aus, wenn denn Kai Euler verletzt passen muss. Beim 0:1 im Rheinlandliga-Vergleich beim TuS Mayen zog sich der Abwehrchef eine Bänderverletzung zu. „Wir werden alles daransetzen, dass er spielen kann“, sagt Mülheims Trainer Marco Wagner. „Wir sind aber in jedem Fall nur ein krasser Außenseiter. Wir sollten es genießen und nichts anders machen als in der Liga.“ Dabei rechnet sich Wagner im stillen Kämmerlein durchaus etwas aus. „Die TuS hatte beim Nebelspiel zwar 70 Prozent Ballbesitz, wir aber hatten auch unsere klaren Chancen. Wir müssen einfach den Schwung von der Weihnachtsfeier mitnehmen. Da waren meine Jungs zuletzt nämlich in absoluter Topform“, schmunzelt Wagner.

Quelle Rhein-Zeitung 16.12.2011 http://rhein-zeitung.de
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19.12.2011      TuS-Reserve feiert versöhnlichen Abschluss

aktuell-2011_13Fußball-Rheinlandliga - Einen versöhnlichen Jahresabschluss hat der Fußball-Rheinlandligist TuS Koblenz II beim 2:0 (0:0) gegen die SG Stadtkyll gefeiert. Durch den vierten Saisonsieg des Teams des TuS-Trainers Markus Breitbach gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenverbleib hat die TuS-Reserve nun den Abstand zum rettenden Ufer auf fünf Punkte minimiert.

Dabei konnte im Heimspiel auf dem Oberwerther Kunstrasen von einer Reservemannschaft nicht die Rede sein. Fünf Spieler aus dem Profikader standen in der Koblenzer Startformation, darunter auch Stürmer David Sasse. Bester Mann auf dem Platz war vor den Augen des Regionalliga-Trainers Michael Dämgen aber Tobias Bauer. Er sollte sein Team nach 53 Minuten auch auf die Siegerstraße bringen.

Bis dahin war es aber ein steiniger Weg. Die TuS II begann couragiert, hatte gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, ohne sich dabei aber zwingende Chancen zu erspielen. "Die Chancen sind ausgeblieben, aber wir wussten, dass sich für uns immer wieder Situationen ergeben würden", sagte Breitbach. Die erste Chance verbuchten aber die Gäste durch Kapitän Klaus Hamper, der aus spitzem Winkel an TuS-Torwart Jan Kramer scheiterte (18.). Auf der Gegenseite setzte sich Bauer immer wieder in Szene. Bei seinem Schuss aus 25 Metern musste sich SG-Schlussmann Stephan Simon schon lang machen, um den Ball mit den Fingerspitzen zu entschärfen (38.).

"Ich habe in der Halbzeit an die Mannschaft appelliert, dass wir geduldig sein müssen. Ich war der Überzeugung, dass wir in Führung gehen würden", sagte Breitbach. Dessen Wunsch erfüllte Bauer nach einem Abschlag von Kramer im Alleingang - 1:0 (53.). "Bis dahin haben wir hinten eigentlich ordentlich gestanden", meinte der Stadtkyller Trainer Markus Kranz, früherer Deutscher Meister in der Ära Karl-Heinz Feldkamp mit dem 1. FC Kaiserslautern. "Beim 1:0 haben wir es Koblenz zu leicht gemacht."

Leichter wurde es für die TuS-Reserve aber auch mit der Führung im Rücken nicht. Stadtkyll wurde offensiver. Erneut Hamper fand in Kramer seinen Meister (58.). Entspannung im Lager der Heimelf setzte erst ein, als Robert Wagner in der 73. Minute mit dem 2:0 alles klar machte. Auf der linken Seite vernaschte er zunächst Dominik Büscher auf der Grundlinie, um dann aus spitzem Winkel humorlos abzuschließen. Die Stadtkyller Defensive und auch Torwart Simon hatten wohl mit einem Rückpass gerechnet. In der Schlussphase verpasste es der eingewechselte Edis Ramovic, das Ergebnis noch auszubauen (78.). Breitbach zog ein sachliches Fazit der Hinrunde: "Wir sind hinter unseren Erwartungen geblieben, haben uns aber das Selbstvertrauen zuletzt zurückerkämpft."

Von unserem Mitarbeiter David Geisbüsch

Quelle Rhein-Zeitung 19.12.2011 http://rhein-zeitung.de

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23.12.2011    TuS Koblenz: Kein Grund für Untergangsstimmung

Präsident Hecker und Geschäftsführer Theisen sprechen über die wirtschaftliche und sportliche Situation des Traditionsklubs

Von unserem Redakteur Stefan Kieffer

Koblenz. Nur ein Sieg in 18 Spielen, letzter Tabellenplatz in der Regionalliga West, dazu 3,5 Millionen Euro Schulden und eine bislang ergebnislose Suche nach neuen Großsponsoren – bei einer solchen Vorweihnachtsbilanz würde in den meisten Fußballvereinen der Baum brennen. Doch die Verantwortlichen der TuS Koblenz wirken erstaunlich gelassen und frohgemut, als sie das bewegte letzte Halbjahr Revue passieren lassen.

„Die laufende Saison ist nicht das Problem“, sagt Geschäftsführer Tom Theisen, „bisher haben wir unseren Etat einhalten können. Auch der DFB hat uns bei der Nachlizenzierung ordentliche Arbeit attestiert. Nur leider hat für TuS Koblenz das Leben nicht am 1. Juli 2011 begonnen.“ Nahezu täglich treffen auf der Geschäftsstelle unbezahlte Rechnungen ein, die laut Theisen „mit dieser Saison nichts zu tun haben“, die aber trotzdem bezahlt werden müssen und die ohnehin äußerst sparsame Kalkulation ins Wanken bringen.

Dennoch sind Geschäfstführer Theisen und TuS-Präsident Werner Hecker optimistisch, nicht nur die laufende Saison zumindest wirtschaftlich zu einem guten Ende zu bringen, sondern auch die Basis zu legen für eine hoffnungsvolle Zukunft. „Es besteht kein Grund für Untergangsstimmung“, beruhigt Hecker. Die Gespräche mit möglichen Sponsoren werden „ständig“ geführt, „aber das ist wahnsinnig schwierig“, gibt Werner Hecker zu, „noch können wir nichts Endgültiges sagen.“

Auch mit den größten Gläubigern laufen die Gespräche, denn in absehbarer Zeit wird die TuS ihre Millionenschulden wohl nicht tilgen können. Hecker: „Wir sind guter Hoffnung und haben Signale empfangen, dass die Gläubiger uns entgegenkommen.“ Sprich: zumindest auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten.

„Wir haben die Zweitligazeit aus den Köpfen gestrichen“, gibt Hecker den neuen Kurs vor, „künftig müssen wir sparsam leben.“ Im Mittelpunkt soll nicht der sportliche Erfolg um jeden Preis stehen, sondern die Integrität des Vereins. „Das Ehrenamt spielt wieder eine größere Rolle“, verdeutlicht Hecker, „der Verein und sein Umfeld sind wieder enger zusammengewachsen. Das erkennt jeder an, wie wir in den Gesprächen mit möglichen Sponsoren feststellen können, und hilft uns, die katastrophale sportliche Situation zu kompensieren.“ In der Tat: Viel schlechter, als die TuS derzeit dasteht, geht es nicht. Doch Theisen verweist auf die jüngere Vergangenheit: „Wir haben erst am 4. Juli die Lizenz für die Regionalliga erhalten, da war der Spielermarkt leer gefegt. Natürlich sind wir mit Punktestand und Tabellenplatz nicht zufrieden, aber wir mussten die Spieler nehmen, die verfügbar waren.“

Nicht nur Pech und Unvermögen haben die TuS ans Tabellenende katapultiert, auch die Psyche der jungen Spieler, von denen viele keine Regionalligareife mitgebracht haben. Und doch, so Theisen, sind Fortschritte unübersehbar: „Zu Anfang der Saison hätten wir niemals 0:0 bei der zweiten Mannschaft von Mainz 05 gespielt. Zahlreiche junge Leute wie Johannes Göderz oder Kadir Yalcin haben sich zu echten Leistungsträgern entwickelt, um nur zwei Namen zu nennen.“ Und auch der Trainer, den angesichts der langen Phase der Erfolglosigkeit manche Kritik von außen trifft, gilt der Vereinsspitze nach wie vor als der richtige Mann für diesen Job: „Michael Dämgen ist ein hervorragender Psychologe“, sagt Hecker und verweist beispielsweise auf die erfolgreiche Aufholjagd gegen den 1. FC Köln II, als die Mannschaft aus einem 0:2 noch ein 2:2 machte. „Die Kölner kamen mit einem japanischen Nationspieler, wir mit einem japanischen Sprachschüler“, fügt Geschäftsführer Theisen an.

Zur neuen Saison soll vieles besser werden. „Mit mehr Vorlaufzeit können wir eine andere Mannschaft bauen“, hofft Theisen, „da wollen wir trotz unseres schmalen Budgets so aufgestellt sein, dass wir mit den hinteren Rängen nichts zu tun haben.“ Schließlich weiß der Fußball-Insider, dass auch bei der Konkurrenz nicht nur eitel Sonnenschein herrscht: „TuS Koblenz ist ja nicht der einzige Verein, der Probleme aus der Vergangenheit mit sich herumschleppt.“

Zu einer besseren sportlichen Zukunft soll auch der eigene Nachwuchs beitragen. „Schade, dass der Verein es nie geschafft hat, seine A-Jugend in der Bundesliga zu etablieren“, bedauert Theisen. In Zukunft sollen die Talente im vereinseigenen Nachwuchs-Leistungszentrum ausgebildet und betreut werden. „Dafür haben wir mit Markus Mannebach eine Honorarkraft eingestellt, und auch unsere Trainer Michael Dämgen und Evangelos Nessos bringen sich da sehr stark ein.“

Trotz der weitgehend ausgebliebenen Erfolge kann sich die TuS auf ihre treuen Fans nach wie vor verlassen. „Unsere Zuschauer sind unglaublich leidensfähig“, erkennt Präsident Hecker an, „immerhin haben wir seit April kein Punktspiel gewonnen – bis zu dem 2:1 gegen Fortuna Köln. Das hat unsere Fans für viele verlorene Spiele entschädigt, endlich sind sie einmal positiv gestimmt nach Hause gegangen.“ Die Unterstützung stimmt also trotz der mageren sportlichen Bilanz: „Wenn wir in der Tabelle fünf Plätze klettern würden, kämen noch mal 500 Zuschauer mehr“, ist Theisen vom „schlummernden Potenzial“ überzeugt. Doch die TuS-Fans sorgen nicht nur auf der Tribüne für Unterstützung. „Viele haben bei der Renovierung der Umkleidekabinen am Kunstrasenplatz mit angepackt“, lobt Präsident Hecker, „das haben wir größtenteils in Eigenleistung hingekriegt.“ Der nächste Schritt zur Normalität soll die neue Geschäftsstelle sein. Bislang sind die Büros von Thomas Theisen und seiner Mitstreiter über mehrere Orte verstreut. Im Frühjahr soll unter Mithilfe der Stadt im Stadionbereich eine entsprechende Räumlichkeit für Geschäftsstelle, Jugendabteilung und Funktionsteam entstehen. „Das wird zum Zusammenwachsen der TuS beitragen“, hofft Theisen, „auch daraus können wir neue Stärke ziehen.“


Dämgen: Wir müssen am Limit spielen, um leistungsfähig zu sein

 TuS-Trainer sieht dem neuen Jahr hoffnungsvoll entgegen

Koblenz. Am 4. Juli 2011 trat Michael Dämgen erstmals als Trainer der TuS Koblenz offiziell in Erscheinung. Seither sind knapp 25 Wochen ins (Fußball-)Land gegangen, die dem ehemaligen Coach des Wuppertaler SV sportlich wenig bis gar keinen Erfolg bescherten – eine entbehrungsreiche Zeit, die den ehemaligen Zweitligisten bis ans Ende der Regionalliga-Tabelle gespült hat. Die Sportredaktion der Rhein-Zeitung sprach mit dem 50-Jährigen über sein bisheriges Wirken und die Zukunftsaussichten.

Herr Dämgen, wie sieht Ihre persönliche Bilanz des vergangenen Halbjahres aus?
Grundsätzlich ist TuS Koblenz ja ein Produkt, das wir in der Öffentlichkeit gut präsentieren möchten. Mit dem sportlichen Abschneiden können wir jedoch nicht zufrieden sein, das muss ich ganz klar sagen. Ich suche jetzt keine Entschuldigung für irgendetwas, aber es war doch von Anfang an klar, dass Schwierigkeiten auftreten werden. Der Aderlass war enorm, der Verein hatte ja auch in zwei Jahren aus sportlichen und wirtschaftlichen Gründen zwei Abstiege zu verkraften. Wir konnten im Endeffekt froh sein, überhaupt in der Regionalliga spielen zu dürfen. Meine Aufgabe war es, eine homogene Einheit zu bilden, die ich körperlich nach oben bringen muss und die auch spielerisch mithalten kann. Das haben wir aus meiner Sicht heraus erfüllt. Es war klar, dass wir mehrheitlich die Spiele nicht gewinnen werden. Aber wir haben nur beim frustrierenden 0:3 in Elversberg wirklich versagt, ansonsten waren wir doch oft nahe am Gegner dran.

Vor dem 2:1 gegen Fortuna Köln war die TuS 14 Mal in Folge ohne Regionalliga-Sieg geblieben. Haben Sie in dieser Zeitspanne irgendwann mal ernsthaft an sich oder der Mannschaft gezweifelt?
Nein, eigentlich nicht. Am Anfang hat der eine oder andere Spieler vor lauter Euphorie rosarot nach vorne geblickt und gerne mal vergessen, in welcher Situation sich der Verein eigentlich befindet. Der Alltag hat uns dann aber irgendwann eingeholt. Ich muss immer wieder mahnen und daran erinnern, dass wir uns gegen spielstarke Zweitvertretungen mit den besten Jugendlichen Deutschlands messen und unsere Jungs auf diesem Level größtenteils noch nicht gespielt haben. Wir müssen am Limit spielen, um leistungsfähig zu sein. An das Niveau haben wir uns mittlerweile gut gewöhnt.

Was ist aus Ihrer Sicht noch verbesserungswürdig?
Die aus unteren Klassen gekommenen Spieler haben jetzt ein halbes Jahr in der Regionalliga ihre Erfahrungen sammeln können, davon werden sie nun profitieren. Wenn außerdem Spieler wie zum Beispiel Thomas Klasen, auf den ich in der Rückrunde große Hoffnungen setze, gesund bleiben und durchweg dabei sind, wird es aufwärts gehen. Wir müssen uns im vorderen Bereich einfach stärker präsentieren und die Chancen besser nutzen. Da gilt es, den Hebel anzusetzen. Was uns ab und zu einfach gefehlt hat, war der entscheidende ,Punch´. Ich mache das jetzt nicht an Zahlen fest, aber es muss das Ziel sein, uns tabellenmäßig zu verbessern. Wir kennen jetzt die Liga und wissen, was uns in der Rückrunde erwartet.

Am Sonntag, 29. Januar, startet ihre Mannschaft mit dem Auswärtsspiel beim SC Verl. Dürfen die Fans bis dahin noch mit personellem Zuwachs rechnen?
Ich hoffe noch auf einen Stürmer, der uns weiterhelfen kann und den wir uns aus wirtschaftlichen Gründen auch leisten können. Alles andere ist utopisch. Wenn die Leistung stimmt, werden wir noch eigene A-Jugendliche dazu nehmen, um ein Zeichen für die Zukunft zu setzen. Im Gegenzug wollen wir aber auf keinen Fall Stammspieler verlieren, denn so mancher ist sicher im Fokus anderer Vereine.

Ihr Vertrag hat eine zweijährige Laufzeit. Was versprechen Sie sich von der kommenden Saison?
Ich denke perspektivisch. Wir haben vor einem halben Jahr gemeinsam beschlossen, hier etwas aufzubauen. Es war im Sinne aller Verantwortlichen, dass wir längerfristig zusammenarbeiten. Die TuS Koblenz war noch vor wenigen Jahren ein halbes Jahrhundert lang nicht im Profifußball vertreten. Das wird gerne vergessen. Es ging schnell nach oben und schnell wieder nach unten. Da konnte nichts in Ruhe wachsen. Wir wollen jetzt aber die solide Grundlage für etwas schaffen, das längerfristig Bestand hat. Verbunden natürlich mit der Hoffnung, dass es in der nächsten Saison wieder weiter nach oben geht.

Das Gespräch führte Bodo Heinemann


TuS bleibt der 4. Liga ziemlich sicher erhalten

 Aktuell gibt es nur 20 Anwärter für die 22 möglichen Plätze in der neuen Regionalliga Südwest

Koblenz. Kann die TuS Koblenz aus der Regionalliga West absteigen? Und wenn ja, in welchem Fall? Antwort: Im Prinzip ist das durchaus möglich, aller Voraussicht nach wird das aber nicht passieren. Es müsste schon mit dem sprichwörtlichen Teufel zugehen, wenn die TuS tatsächlich in die fünfte Liga zurückfallen sollte.

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde beim Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes in Essen eine Reform der Regionalligen mit der Formel „aus drei mach fünf“ beschlossen. Eine Staffel davon ist im Südwesten mit den Landesverbänden Hessen, Baden, Südbaden, Württemberg, Rheinland, Südwest und Saarland angesiedelt.

Die Betreuung der neuen Regionalliga Südwest wird vom Badischen Fußballverband übernommen, wo zwischenzeitlich auch die Ausschreibung für die Einstellung eines neuen Mitarbeiters vorgenommen wurde. Verbandspräsident Ronny Zimmermann sagt: „In allen spieltechnischen und finanziellen Angelegenheiten haben wir versucht, den Vereinen entgegenzukommen und kostensenkend zu agieren.“ Obwohl es künftig fünf Regionalligen geben wird, verbleibt es bei drei Drittliga-Aufsteigern, sodass die Meister nicht mehr automatisch eine Etage höher kommen.

Zu den fünf Titelträgern stößt der Rangzweite der Regionalliga Südwest, sodass es drei auszulosende Begegnungen mit Hin- und Rückspiel geben wird. Zu einem Vergleich Erster gegen Zweiter aus dem Südwesten wird es allerdings nicht kommen. Das neue Gebilde der sieben Südwest-Landesverbände besitzt somit sogar die Möglichkeit, ein Duo nach oben zu bringen. Derzeit ist wohl mit einer Staffelstärke von 19 bis maximal 22 Teams in der ersten Saison zu rechnen, auf Dauer wird verbindlich auf 18 Vereine zurückgefahren. Egal, welche Teilnehmerzahl letztlich zum Tragen kommt: Mit einem Saisonstart müssen die Regionalligisten im Südwesten am letzten Juli-Wochenende rechnen, denn wegen der Aufstiegsspiele im Juni 2013 müssen die Südwestvereine mit den anderen vier Staffeln, die nur 18 Teams besitzen, gemeinsam fertig sein.

Wenn jetzt die aktuell laufende Runde zu Ende wäre, würde die neue Regionalliga Südwest in der Premierensaison 2012/13 mit 20 Mannschaften spielen. Erhöhen kann sich diese Zahl noch durch eventuelle Drittliga-Absteiger aus Südwest, Hessen oder Baden-Württemberg (derzeit steht niemand auf einem Abstiegsplatz) oder durch Vereine, die eventuell in der Bundesliga, der Zweiten Bundesliga oder Dritten Liga keine Lizenz erhalten.

Aber auch Verminderungen können eintreten, und zwar in folgenden Fällen: a) wenn Eintracht Trier (derzeit Zweiter) aus der Regionalliga West in die Dritte Liga aufsteigt, b) wenn der Karlsruher SC und/oder der FSV Frankfurt aus der Zweiten Bundesliga absteigen, müssen die zweiten Garnituren dieser Vereine aus der Regionalliga ebenso absteigen, denn von Drittligisten dürfen keine „Zweiten“ in der Regionalliga spielen und c) wenn es bei Vereinen des aufgeführten Teilnehmerfelds noch Insolvenzen gibt oder die Zulassung nicht beantragt oder abgelehnt wird. Sollte die Starterzahl in der neuen Saison unter 18 rutschen, absolvieren die Vizemeister der drei Oberligen Hessen, Baden-Württemberg und Südwest noch Aufstiegsspiele.

Beschlossen ist bereits, dass es diese Aufstiegsspiele jährlich geben wird. Wenn die Staffelstärke von 18 in den Folgejahren generell erreicht ist, dann wird dieser zusätzliche Aufstiegsplatz mit einem vermehrten Regionalliga-Abstieg ausgeglichen. Es gibt also noch etliche Fragezeichen, die wahrscheinlich restlos erst im April, spätestens Mai 2012 verschwunden sein sollen.sm,
bhm

Regionalliga (RL) Südwest 2012/13  -  Stand: 23. Dezember 2011
Aus dem Südwesten:
 1. VfR Wormatia Worms                  - 4. RL Süd
 2. Eintracht Trier                               - 2. RL West
 3. FSV Mainz 05 II                          - 7. RL West
 4. 1. FC Kaiserslautern II                 - 11. RL West
 5. SV 07 Elversberg                         - 14. RL West
 6. SC Idar-Oberstein                        - 18. RL West
 7. TuS Koblenz                                - 19. RL West
 8. FC 08 Homburg                           - 1. Oberliga Südwest

Aus Baden-Württemberg:
 9. SG Sonnenhof Großaspach           - 2. RL Süd
 10. TSG 1899 Hoffenheim II            - 7. RL Süd
 11. Karlsruher SC II                         - 8. RL Süd
 12. SC Freiburg II                            - 9. RL Süd
 13. SV Waldhof Mannheim              - 11. RL Süd
 14. SC Pfullendorf                           - 17. RL Süd
 15. VfR Mannheim                          - 1. Oberliga BW

Aus Hessen:
 16. Eintracht Frankfurt II                  - 3. RL Süd
 17. Hessen Kassel                            - 10. RL Süd
 18. FSV Frankfurt II                        - 16. RL Süd
 19. FC Bayern Alzenau                    - 18. RL Süd
 20. FC Eschborn                              - 1. Oberliga Hessen

Quelle Rhein-Zeitung 23.12.2011  http://rhein-zeitung.de

FC Bayern Alzenau (vgl. wie Aschaffenburg) würde in die RL Bayern wechseln, da Sonderregelungen für Grenzgänger nicht mehr vorkommen werden, Sieht es noch besser aus für die TuS.

Info vom LokalAnzeiger

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